Archiv: Kultur | Musik Musik
Kunterbunt durch die Genres: Prager Musikfestival „Alternativa“
Einen anderen Namen könnte es kaum haben als „Alternativa“ - das
internationale Musikfestival in Prag, das in diesem November bereits zum
17. Mal veranstaltet wurde. Das neuntägige Programm dieses Musikevents ist
schwer zusammenzufassen – ein Versuch in Form kleiner Kostproben.
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Der Sex, das Saufen und der belanglose Rest des Lebens - die Band Kabát
Die Band Kabát, zu Deutsch „Mantel“, feierte im September ihr
20-jähriges Bühnenjubiläum mit einem Openair-Konzert. 60.000 Menschen
kamen zu dem Auftritt in Prag - mehr als eine Woche vorher beim Konzert von
Madonna in der tschechischen Hauptstadt. Kabát – das ist die
erfolgreichste tschechische Rockband überhaupt.
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Eine singende Legende: Vladimír Mišík live auf der "Národní třída‘"
Prag stand am 17. November ganz im Zeichen der Feierlichkeiten zum 20.
Jahrestag der Samtenen Revolution. Auch unser „MusikCzech“ ist diesem
Ereignis gewidmet: Am Dienstagabend fand in der Prager „Národní
třída’ / Nationalstraße ein Gedenkkonzert statt, bei dem auch einige
Ikonen der tschechischen Musikszene auftraten. Unter war ihnen auch
Vladimír Mišík, einer jener Sänger, die vom kommunistischen Regime
zeitweise mit Auftrittsverbot belegt waren.
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Chadima und die MCH-Band – Düstere Vertonungen aus dem Untergrund
M.Ch. das sind die Initialen von Mikoláš Chadima. MCH so heißt auch die
Band, die Chadima Anfang der 80er Jahre gründete. Schon damals war der
Saxophonist, Gitarrist und Sänger kein Unbekannter im tschechischen
Underground. Als Mitglied der Jazzrockband Elektrobus und Bandleader von
Extempore wurde Chadima ab der zweiten Hälfte der 70er Jahre einer
breiteren Öffentlichkeit bekannt. Heute gilt er als einer der „Väter“
der alternativen Musikszene Tschechiens.
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Mit Kabarett und Musik ins tschechische Bewusstsein: 50 Jahre Theater Semafor
Auch wenn es die passionierten Fans dieser Prager Kleinbühne kaum glauben
wollen, ist es dem so. Das Kulttheater Semafor beging sein 50. Jubiläum.
Im ausverkauften Smetana-Saal des Prager Repräsentationshauses haben die
Theatermitglieder mit ihren Fans am 30. Oktober bei zwei Konzerten den
runden Geburtstag gefeiert.
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Großartiges Musiktheater: Bohuslav Martinůs „Marienspiele“ im Nationaltheater Prag
Während des Kommunismus wurde diese Oper nicht oft aufgeführt, weil ihr
starker religiöser Anhauch unerwünscht war. Das aus vier selbständigen
Einaktern bestehende Opus ist zudem nicht gerade einfach zu inszenieren. Im
Prager Nationaltheater hatte vergangene Woche eine Neuinszenierung von
Bohuslav Martinůs „Marienspielen“ Premiere.
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Jubilare, Gitarrenstars und Drehleier: 12. Gitarrenfestival beginnt
Vom Blues über Jazz zum Folk, Klassik und Rock: Das internationale
Gitarrenfestival heißt „Kytara napříč žánry“ zu Deutsch etwa
„Gitarre quer durch die Genres“. Das Programm des Musikfestes
entspricht mit seiner Vielfalt dem Festivalnamen. Das 12. internationale
Gitarrenfestival wird am Sonntag, dem 18. 10., in Prag feierlich eröffnet.
Martina Schneibergová fragte den Begründer und Leiter des Festivals,
Stanislav Barek, nach den größten Namen der Gitarrenwelt, die in
Tschechien erwartet werden.
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Aus musikalischem Hause: der Komponist Lubor Bárta
Lubor Bárta stammt aus musikalischem Hause. Der Vater des 1928 im
ostböhmischen Lubná bei Svitavy geboren Komponisten war Tenor und Geiger.
Bereits ab seinem fünften Lebensjahr spielte der kleine Lubor Geige, im
zarten Alter von neun Jahren entstand seine erste Komposition, der
„Walzer für Klavier“. Später studierte Bárta Komposition, Geige und
Klavier und an der Prager Karlsuniversität Musikwissenschaft. An der
Prager Musikakademie war er ab 1948 Schüler des bekannten Dirigenten und
Komponisten Jaroslav Řídký. Zur selben Zeit gründete sich in der Stadt
Choceň, wo Bárta seit seiner Kindheit lebte, das Ensemble Proud. Als
dessen Leiter widmete sich Bárta der Neuinterpretation von alten
Volkslidern und schrieb Texte im Geiste des sozialistischen Realismus.
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Jazz, Bach für Puristen und Heimatklänge: "Saiten des Herbstes"
Musiker, die ungeordnet auf ihren Stühlen auf dem Podium sitzen, und auch
noch ab und zu die Musikinstrumente wechseln, herumgehen, Ball spielen und
schließlich auch Tee kochen. Dies konnte man nun in der tschechischen
Premiere des Stücks „Schwarz auf Weiß“ von Heiner Goebbels in Prag
erleben - 13 Jahre nach der Entstehung des Werks. Das Musiktheater für
Orchester ist nicht die einzige Premiere, die auf dem Programm des
Musikfestivals „Struny podzimu“ (Saiten des Herbstes) steht. Martina
Schneibergová hat mit dem künstlerischen Leiter des Festivals, Marek
Vrabec, gesprochen.
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Jazzrock der 70er – das kurze Leben der Band Mahagon
Viele eher unangepasste tschechoslowakische Rockmusiker flüchteten in der
70ern in den Jazzrock. Hier blieben sie weitgehend unbelästigt vom Regime
und konnten sich freier betätigen. Dies trifft auch auf die Band Mahagon
zu.
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