Archiv: Kultur | Museen Museen
„Slawisches Epos“ von Alfons Mucha soll definitiv Moravský Krumlov verlassen
Es ist eine „unendliche Geschichte“, die sich um die Suche nach einem
geeigneten Standort für den großformatigen Gemäldezyklus „Slawisches
Epos“ des weltweit bekannten Malers Alfons Mucha rankt. Am Dienstag haben
sich die Prager Rathauspolitiker wieder einmal mit dem weiteren Schicksal
der insgesamt 20 Bilder mit Szenen aus der Geschichte der Slawen befasst.
Und es wurde folgendes entschieden: Das Slawische Epos wird nicht nach
Japan verborgt und es soll spätestens im September aus Moravský Krumlov
in den Prager Messepalast übersiedeln. Wahrscheinlich aber nur
provisorisch.
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Jiří Fajt - heißer Kandidat für den Chefsessel der Nationalgalerie
Im tschechischen Kulturbetrieb ist eine Revolution im Gange: Nach über 10
Jahren im Amt muss der umstrittene Direktor der Nationalgalerie, Milan
Knížák, seinen Hut nehmen – eine Nachricht, die weit mehr ist als eine
bloße Personalie. Kritiker fordern seit langem Knížáks Abberufung, sie
werfen ihm vor, er habe die Nationalgalerie international in die Isolierung
getrieben und namhafte Kunstkritiker vergrault. Weiter ist Knížák durch
xenophobe Äußerungen an die Adresse von Roma-Künstlern in die Kritik
geraten. Als neuen Direktor hat am Mittwoch (14.4.) eine international
besetzte Auswahlkommission den Kunsthistoriker Jiří Fajt empfohlen. Kurz
vor Bekanntwerden dieser Nachricht hat sich Silja Schultheis mit ihm im
Foyer des Prager Kunstgewerbemuseums getroffen und ihn nach seinen Plänen
für die Nationalgalerie und seine Sicht auf den bisherigen
Ausstellungsbetrieb in Tschechien befragt.
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Ausstellung aus dem Werk von Zdeněk Sklenář in Prag eröffnet
In Tschechien sind mehrere Generationen von Lesern mit seinen
Illustrationen zu den altgriechischen Sagen aufgewachsen. Der Maler Zdeněk
Sklenář ging vom Surrealismus aus und entwickelte seinen eigenen
unverwechselbaren Stil. In einer großen Ausstellung kann man nun in Prag
nicht nur seine berühmten Buchillustrationen, sondern auch seine
großformatigen Gemälde bewundern.
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Musik + X – Aktuelle Popmusik aus Deutschland
Erst in der vergangenen Woche gastierten zwei ebenso bekannte wie
unterschiedliche deutsche Bands in Prag: die Heavy-Metal-Altstars
„Scorpions“ und die aktuellen Hitparaden-Stürmer von „Tokio
Hotel“. Genau diese Vielfalt in der deutschen Pop-, Rock- und Rapszene
zu
zeigen, ist das Ziel einer Ausstellung im Tschechischen Musikmuseum in
Prag. Dass die deutsche U-Musik durchaus auch Berührungspunkte mit ihren
Tschechischen Pendant hat, zeigt die Aufnahme „Für immer Jung“ von
Karel Gott und Bushido. mehr...
Jenaer Kodex: Kleinod mittelalterlicher Kunst auf der Prager Burg ausgestellt
„Die Kunst der tschechischen Reformation“, so heißt eine der größten
Ausstellungen, die derzeit in Prag gezeigt wird. Vor fast vier Monaten
wurde sie eröffnet und am Ostersonntag soll sie bereits ihre Tore
schließen. Doch erst seit Mittwoch schmückt sie eine sprichwörtliche
Rosine auf der Torte. Unter strengen Sicherheitsmaßnahmen wurde im
Ausstellungsraum, dem ehemaligen kaiserlichen Pferdestall auf der Prager
Burg, eines der wertvollsten tschechischen Kulturdenkmäler in einer
Glasvitrine installiert: der Jenaer Kodex. Allerdings nur bis 30. März. mehr...
Milan Knížák: der streitbare Nationalgalerie-Chef im Interview
Er ist einer der bekanntesten und zugleich umstrittensten zeitgenössischen
Künstler Tschechiens. Vom kommunistischen Regime wurde er wegen seiner
kritischen Haltung und seines unangepassten Lebensstils schikaniert. Nach
der Samtenen Revolution avancierte er zum Rektor der Prager Kunstakademie
und wurde Leiter der Prager Nationalgalerie. Seine Äußerungen und
Ansichten spalten auch heute die öffentliche Meinung. Kürzlich wurde
bekannt, dass der bald 70-jährige Knížák im kommenden Jahr seinen
Chefsessel räumen soll. Im Gespräch mit Radio Prag lässt Knížak
zunächst die Entwicklung der tschechischen bildenden Kunst im letzten
Vierteljahrhundert Revue passieren.
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Oskar Kokoschkas „Mährisch Ostrau“ zum ersten Mal in Tschechien ausgestellt
Er ist zweifelsohne der berühmteste Maler, der die Industriestadt Ostrava
je gemalt hat: Oskar Kokoschkas „Blick auf Mährisch Ostrau“ entstand
1937. In diesen Tagen wird das Gemälde zum ersten Mal in Tschechien
ausgestellt.
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Ein neues Museum in Kuttenberg zeigt Marionetten der Zwischenkriegszeit
Das mittelböhmische Kutná hora / Kuttenberg ist um eine touristische
Attraktion reicher. In der Unesco-Weltkulturerbestadt hat in diesen Tagen
ein Marionetten-Museum neu eröffnet. Es entführt die Besucher in die
lebendige tschechische Puppenspielerszene vergangener Zeiten.
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Nationalgalerie präsentiert neuen Katalog zeitgenössischer Kunst
Er zählt beinahe 400 Seiten und ist wahrlich kein Leichtgewicht: der neue
Katalog der Sammlung für zeitgenössische Kunst der tschechischen
Nationalgalerie. Das Werk mit dem Titel „909 – Kunst der
Jahrtausendwende aus der Sammlung der Prager Nationalgalerie“ ist am
Dienstag im Prager Messepalast präsentiert worden. mehr...
Keine leichte Aufgabe: Denkmalpflege in Tschechien
Tschechien gilt als eines jener mitteleuropäischen Länder, die über
besonders viele Kulturdenkmäler verfügen. Nicht nur in Prag, sondern
auch
quer durch alle Landkreise gibt es Tausende von erhaltenswerten
historischen Gebäuden, aber auch einzigartige Landschaftsformationen.
Vieles konnte 20 Jahre nach der politischen Wende bereits saniert werden,
dennoch präsentieren sich zahlreiche wertvolle Bauten in einem tristen
Zustand. Und für manche Baudenkmäler und Naturschönheiten kommt bereits
jede Hilfe zu spät. Das tschechische Nationale Denkmalamt (NPÚ) hat sich
nun an eine Bestandsaufnahme gemacht, um das Erledigte genau zu erfassen
und die Prioritäten für die kommenden Jahre zu definieren. mehr...
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