Archiv: Kultur | Literatur Literatur

Zdenek Primus: die Freiheit der Fiktion

28-01-2012 02:01 | Gerald Schubert

Zdenek Primus (Foto: Luisa Neubauer) Zdenek Primus hat immer viel geschrieben. Studien, Katalogtexte und Bücher, hauptsächlich über die bildende Kunst des 20. Jahrhunderts. Seinen ersten belletristischen Text aber verfasste er im Alter von bereits 57 Jahren. Es war der Versuch, ein Stück Familiengeschichte zu verarbeiten, die Geschichte der Generation seiner Eltern, die geprägt war vom Krieg. Geboren wurde Primus 1952 im mährischen Brünn als Sohn einer deutsch-tschechischen Familie. 1977 emigrierte er nach Deutschland. Vergangenen Dienstag hat er im Tschechischen Zentrum Berlin aus seinem Werk „Ich bin tot“ gelesen – Radio Prag hat in der Sendreihe Aviso darüber berichtet. Alle, die nicht dabei sein konnten, haben nun die Gelegenheit, Zdenek Primus in unserem Kultursalon kennen zu lernen.  mehr...

Zum 150. Todestag der bedeutendsten tschechischen Schriftstellerin Božena Němcová

21-01-2012 02:01 | Markéta Kachlíková

Božena Němcová Die Schriftstellerin Božena Němcová ist die berühmteste Tschechin überhaupt. Schon Kinder kennen sie dank der zahlreichen Märchen, die sie gesammelt und literarisch aufgearbeitet hat. Ihr Hauptwerk, „Die Großmutter“, in dem Němcová ein idyllisches und idealisiertes Bild ihrer Kindheit beschreibt, ist in Tschechien mittlerweile in etwa 350 Auflagen erschienen und wurde in fast 30 Sprachen übersetzt. Einen Eindruck von Němcovás Persönlichkeit erhält man beim Lesen ihrer umfangreichen Korrespondenz, die ebenfalls ihrem literarischen Werk zugeordnet wird. Die Autorin und herausragende Persönlichkeit der tschechischen Geschichte starb vor genau 150 Jahren, am 21. Januar 1862.  mehr...

„Eine informelle Plattform für Künstler“ – Pläne der neuen Leiterin des Tschechischen Zentrums Berlin

19-01-2012 16:59 | Marco Zimmermann

Tschechisches Zentrum Berlin Das Tschechische Zentrum Berlin hat eine neue Leiterin – nach einer halbjährigen Pause hat Monika Štěpánová am 4. Januar offiziell die Leitung übernommen. Im Gespräch mit Radio Prag stellt sie einige Höhepunkte des laufenden Programms vor sowie ihre Pläne für die zukünftige Programmgestaltung.  mehr...

Puppenspielkunst: Prager Galerie zeigt historische Marionetten

14-01-2012 02:01 | Jitka Mládková

Wenn es auf einmal von etwas mehr gibt als gewohnt, dann sagt man hier in Tschechien: Es ist ein Federbett geplatzt. Genau das trifft auf Ausstellungen zum tschechischen Puppen- und Marionettentheater zu. Seit der Vorweihnachtszeit wird gleich in einer ganzen Reihe tschechischer Städte die Magie dieser Theatertradition den Besuchern näher gebracht. So auch in Prag. Dort kann man in der Galerie Smečky unweit des Wenzelsplatzes noch bis zum 28. Januar einen interessanten Vergleich von historischen und modernen Marionetten anstellen.  mehr...

Exilautor und Verleger Josef Škvorecký ist gestorben

07-01-2012 02:01 | Markéta Kachlíková

Josef Škvorecký Die tschechische Literatur hat eine weitere Persönlichkeit der Nachkriegsgeneration verloren. Nach dem Tod von Arnošt Lustig, Jiří Gruša und Václav Havel im vergangenen Jahr ist am 3. Januar dieses Jahres der Schriftsteller und Exilverleger Josef Škvorecký im Alter von 87 Jahren in Toronto gestorben. Er hat die Romane „Die Feiglinge“, „Das Mirakel“, „Der Seeleningenieur“ sowie Erzählbände, zahlreiche Übersetzungen, Essays und ein großes Verlagswerk hinterlassen.  mehr...

Haslinger, Kohout, Gruša und Urzidil – Literatur aktuell und posthum in Wien

05-01-2012 12:25 | Till Janzer

Im neuen Jahr starten wir unsere Sendereihe Aviso mit dem Tschechischen Zentrum in Wien. Das Januar-Programm stellt die scheidende Leiterin des Zentrums, Taťjana Langášková, im Gespräch für Radio Prag vor.  mehr...

Schriftsteller und Exilverleger Josef Škvorecký gestorben

04-01-2012 16:36 | Martina Schneibergová

Josef Škvorecký (Foto: ČTK) „Der Seeleningenieur“, „Eine prima Saison“, „Die Feiglinge“ oder „Das Mirakel“ sind die populärsten Werke von Josef Škvorecký. Der Autor und Übersetzer ist zudem als Gründer des Exilverlags Sixty Eight-Publishers bekannt geworden. Am Dienstag ist er im Alter von 87 Jahren in Toronto in Kanada gestorben.  mehr...

Tschechische Weihnachten 1918 – 1989: seit der Gründung der Republik bis zur Samtenen Revolution

24-12-2011 02:01 | Jitka Mládková

Der Christbaum mit strahlenden Kerzen, die Weihnachtskrippen, die Bescherung zu Heiligabend, der Karpfen, hausgemachtes Gebäck - dies und vieles mehr sind heutzutage Symbole, die in unseren Breiten für Weihnachten stehen. Im Prinzip ein Fest in Hülle und Fülle in einer friedlichen Atmosphäre. Und vor allem im engen Kreis der Familie. Für viele Tschechen kommen noch die vergangenen 22 Jahre hinzu, das heißt das Leben in Freiheit als bedeutender Faktor. Dass aber die Zeichen der Weihnachtszeit in der Vergangenheit oft anders standen, davon erzählt ein vor Jahresfrist erschienenes Buch mit dem Titel „Tschechische Weihnachten 1918 – 1989: seit der Gründung der Republik bis zur Samtenen Revolution“. Kurz vor Weihnachten haben die Tschechischen Zentren in München, Düsseldorf und Berlin Präsentationen dieses Buches in Deutschland veranstaltet. Geschrieben wurde das Werk vom Historikerehepaar Petr Koura und Pavlína Kourová. Jitka Mládková hat mit der männlichen Hälfte des Autorenduos gesprochen. Sie hören eine Sonderausgabe unseres Kapitels aus der tschechischen Geschichte.  mehr...

Religiöse Motive und Natur der Heimatregion - Dichter und Graphiker Bohuslav Reynek

10-12-2011 02:01 | Markéta Kachlíková

Bohuslav Reynek: „Pietà“ Eine Ausstellung im gotischen Haus zur Steinernen Glocke auf dem Altstädter Ring stellt zurzeit den tschechischen Graphiker und Dichter Bohuslav Reynek vor. Sie findet genau 40 Jahre nach dem Tode des Künstlers sowie 20 Jahre nach der ersten Exposition über ihn in der Nachwendezeit statt. In der dunklen Periode der kommunistischen Normalisierung war es nämlich verboten, Reyneks Werke auszustellen. Bohuslav Reynek war im Bereich der bildenden Kunst ein Autodidakt, trotzdem ist er schon zu Lebzeiten das begehrte Objekt eines Kults geworden, der im tschechischen Milieu seinesgleichen sucht. Mehr über die Person und das Schaffen Reyneks erfahren Sie im folgenden Kultursalon. Radio Prag sprach mit dem Kunsthistoriker und Autor der Ausstellung, Pavel Chalupa.  mehr...

Dichter Rainer Maria Rilke kehrt in seine Geburtsstadt zurück: Gedenktafel am Prager Graben enthüllt

07-12-2011 16:32 | Markéta Kachlíková

Foto: ČTK Rainer Maria Rilke, einer der bedeutendsten deutschsprachigen Lyriker der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Autor der „Duineser Elegien“ und zahlreicher weiterer Gedichtbände, wurde am 4. Dezember 1875 in Prag geboren. Die Beziehung des Dichters zu seiner Geburtsstadt blieb sein ganzes Leben lang ambivalent. Er hat sie als Zwanzigjähriger für immer verlassen, doch in seinen Werken blieb Prag immer präsent. An diesem Mittwoch ist Rainer Maria Rilke symbolisch in seine Heimatstadt zurückgekehrt: Am Haus Nummer 16 am Prager Graben wurde für ihn eine Gedenktafel feierlich enthüllt. Besonders dafür eingesetzt hat sich das Prager Literaturhauses deutschsprachiger Autoren. Radio Prag aht bei der feierlichen Einweihung die Direktorin des Literaturhauses, Lucie Černohousová, ans Mikrophon gebeten.  mehr...

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