Archiv: Kultur | Literatur Literatur
Zdenek Primus: die Freiheit der Fiktion
Zdenek Primus hat immer viel geschrieben. Studien, Katalogtexte und
Bücher, hauptsächlich über die bildende Kunst des 20. Jahrhunderts.
Seinen ersten belletristischen Text aber verfasste er im Alter von bereits
57 Jahren. Es war der Versuch, ein Stück Familiengeschichte zu
verarbeiten, die Geschichte der Generation seiner Eltern, die geprägt war
vom Krieg. Geboren wurde Primus 1952 im mährischen Brünn als Sohn einer
deutsch-tschechischen Familie. 1977 emigrierte er nach Deutschland.
Vergangenen Dienstag hat er im Tschechischen Zentrum Berlin aus seinem Werk
„Ich bin tot“ gelesen – Radio Prag hat in der Sendreihe Aviso
darüber berichtet. Alle, die nicht dabei sein konnten, haben nun die
Gelegenheit, Zdenek Primus in unserem Kultursalon kennen zu lernen. mehr...
Zum 150. Todestag der bedeutendsten tschechischen Schriftstellerin Božena Němcová
Die Schriftstellerin Božena Němcová ist die berühmteste Tschechin
überhaupt. Schon Kinder kennen sie dank der zahlreichen Märchen, die sie
gesammelt und literarisch aufgearbeitet hat. Ihr Hauptwerk, „Die
Großmutter“, in dem Němcová ein idyllisches und idealisiertes Bild
ihrer Kindheit beschreibt, ist in Tschechien mittlerweile in etwa 350
Auflagen erschienen und wurde in fast 30 Sprachen übersetzt. Einen
Eindruck von Němcovás Persönlichkeit erhält man beim Lesen ihrer
umfangreichen Korrespondenz, die ebenfalls ihrem literarischen Werk
zugeordnet wird. Die Autorin und herausragende Persönlichkeit der
tschechischen Geschichte starb vor genau 150 Jahren, am 21. Januar 1862. mehr...
„Eine informelle Plattform für Künstler“ – Pläne der neuen Leiterin des Tschechischen Zentrums Berlin
Das Tschechische Zentrum Berlin hat eine neue Leiterin – nach einer
halbjährigen Pause hat Monika Štěpánová am 4. Januar offiziell die
Leitung übernommen. Im Gespräch mit Radio Prag stellt sie einige
Höhepunkte des laufenden Programms vor sowie ihre Pläne für die
zukünftige Programmgestaltung. mehr...
Puppenspielkunst: Prager Galerie zeigt historische Marionetten
Wenn es auf einmal von etwas mehr gibt als gewohnt, dann sagt man hier in
Tschechien: Es ist ein Federbett geplatzt. Genau das trifft auf
Ausstellungen zum tschechischen Puppen- und Marionettentheater zu. Seit der
Vorweihnachtszeit wird gleich in einer ganzen Reihe tschechischer Städte
die Magie dieser Theatertradition den Besuchern näher gebracht. So auch in
Prag. Dort kann man in der Galerie Smečky unweit des Wenzelsplatzes noch
bis zum 28. Januar einen interessanten Vergleich von historischen und
modernen Marionetten anstellen. mehr...
Exilautor und Verleger Josef Škvorecký ist gestorben
Die tschechische Literatur hat eine weitere Persönlichkeit der
Nachkriegsgeneration verloren. Nach dem Tod von Arnošt Lustig, Jiří
Gruša und Václav Havel im vergangenen Jahr ist am 3. Januar dieses Jahres
der Schriftsteller und Exilverleger Josef Škvorecký im Alter von 87
Jahren in Toronto gestorben. Er hat die Romane „Die Feiglinge“, „Das
Mirakel“, „Der Seeleningenieur“ sowie Erzählbände, zahlreiche
Übersetzungen, Essays und ein großes Verlagswerk hinterlassen. mehr...
Haslinger, Kohout, Gruša und Urzidil – Literatur aktuell und posthum in Wien
Im neuen Jahr starten wir unsere Sendereihe Aviso mit dem Tschechischen
Zentrum in Wien. Das Januar-Programm stellt die scheidende Leiterin des
Zentrums, Taťjana Langášková, im Gespräch für Radio Prag vor. mehr...
Schriftsteller und Exilverleger Josef Škvorecký gestorben
„Der Seeleningenieur“, „Eine prima Saison“, „Die Feiglinge“
oder „Das Mirakel“ sind die populärsten Werke von Josef Škvorecký.
Der Autor und Übersetzer ist zudem als Gründer des Exilverlags Sixty
Eight-Publishers bekannt geworden. Am Dienstag ist er im Alter von 87
Jahren in Toronto in Kanada gestorben. mehr...
Tschechische Weihnachten 1918 – 1989: seit der Gründung der Republik bis zur Samtenen Revolution
Der Christbaum mit strahlenden Kerzen, die Weihnachtskrippen, die
Bescherung zu Heiligabend, der Karpfen, hausgemachtes Gebäck - dies und
vieles mehr sind heutzutage Symbole, die in unseren Breiten für
Weihnachten stehen. Im Prinzip ein Fest in Hülle und Fülle in einer
friedlichen Atmosphäre. Und vor allem im engen Kreis der Familie. Für
viele Tschechen kommen noch die vergangenen 22 Jahre hinzu, das heißt das
Leben in Freiheit als bedeutender Faktor. Dass aber die Zeichen der
Weihnachtszeit in der Vergangenheit oft anders standen, davon erzählt ein
vor Jahresfrist erschienenes Buch mit dem Titel „Tschechische Weihnachten
1918 – 1989: seit der Gründung der Republik bis zur Samtenen
Revolution“. Kurz vor Weihnachten haben die Tschechischen Zentren in
München, Düsseldorf und Berlin Präsentationen dieses Buches in
Deutschland veranstaltet. Geschrieben wurde das Werk vom Historikerehepaar
Petr Koura und Pavlína Kourová. Jitka Mládková hat mit der männlichen
Hälfte des Autorenduos gesprochen. Sie hören eine Sonderausgabe unseres
Kapitels aus der tschechischen Geschichte. mehr...
Religiöse Motive und Natur der Heimatregion - Dichter und Graphiker Bohuslav Reynek
Eine Ausstellung im gotischen Haus zur Steinernen Glocke auf dem
Altstädter Ring stellt zurzeit den tschechischen Graphiker und Dichter
Bohuslav Reynek vor. Sie findet genau 40 Jahre nach dem Tode des Künstlers
sowie 20 Jahre nach der ersten Exposition über ihn in der Nachwendezeit
statt. In der dunklen Periode der kommunistischen Normalisierung war es
nämlich verboten, Reyneks Werke auszustellen. Bohuslav Reynek war im
Bereich der bildenden Kunst ein Autodidakt, trotzdem ist er schon zu
Lebzeiten das begehrte Objekt eines Kults geworden, der im tschechischen
Milieu seinesgleichen sucht. Mehr über die Person und das Schaffen Reyneks
erfahren Sie im folgenden Kultursalon. Radio Prag sprach mit dem
Kunsthistoriker und Autor der Ausstellung, Pavel Chalupa. mehr...
Dichter Rainer Maria Rilke kehrt in seine Geburtsstadt zurück: Gedenktafel am Prager Graben enthüllt
Rainer Maria Rilke, einer der bedeutendsten deutschsprachigen Lyriker der
ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Autor der „Duineser Elegien“ und
zahlreicher weiterer Gedichtbände, wurde am 4. Dezember 1875 in Prag
geboren. Die Beziehung des Dichters zu seiner Geburtsstadt blieb sein
ganzes Leben lang ambivalent. Er hat sie als Zwanzigjähriger für immer
verlassen, doch in seinen Werken blieb Prag immer präsent. An diesem
Mittwoch ist Rainer Maria Rilke symbolisch in seine Heimatstadt
zurückgekehrt: Am Haus Nummer 16 am Prager Graben wurde für ihn eine
Gedenktafel feierlich enthüllt. Besonders dafür eingesetzt hat sich das
Prager Literaturhauses deutschsprachiger Autoren. Radio Prag aht bei der
feierlichen Einweihung die Direktorin des Literaturhauses, Lucie
Černohousová, ans Mikrophon gebeten. mehr...
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