Archiv: Kultur | Literatur Literatur
Magnesia Litera: Hauptpreis an verstorbenen Autor Balabán, Übersetzungspreis an Denemarková
Magnesia Litera heißt der wichtigste tschechische Literaturpreis. Am
Sonntagabend wurde er zum zehnten Mal vergeben. Der Hauptpreis ging dabei
an einen Autor, der im vergangenen Jahr unerwartet gestorben ist. Aber auch
die deutsche Sprache spielte an dem Abend ein Rolle: So wurde die
Schriftstellerin und Germanistin Radka Denemarková ausgezeichnet und zwar
für ihre Übersetzung von Herta Müllers „Atemschaukel“ ins
Tschechische. mehr...
Marbach und Oxford retten Kafka vor dem Hammer
In zwei Wochen sollten Franz Kafkas „Briefe an Ottla“ in Berlin
versteigert werden – darüber haben wir bereits berichtet. Wie am Montag
bekannt gegeben wurde, hat das Deutsche Literaturarchiv in Marbach die
Briefe gemeinsam mit der Bodleian Library in Oxford gekauft. Die Auktion
ist geplatzt – oder aus Sicht der Wissenschaftler: Die Gefahr ist
gebannt, dass die Sammlung in Privathand gelangt und somit für die
Forschung verloren geht. mehr...
Ein augenzwinkernder Kafka: Die „Briefe an Ottla“ werden versteigert
Kafka-Forscher bangen und hoffen. Am 19. April werden die Briefe des Prager
Schriftstellers an seine Schwester Ottla in Berlin versteigert. Das
höchste Gebot wird dann über den weiteren Verbleib der
Originalhandschriften entscheiden, deren Schätzwert bei 500.000 Euro
liegt. Wenn die Briefe in Privathand gelangen, so fürchten
Literaturwissenschaftler, könnten sie für die Forschung verloren gehen.
Was aber macht diese Handschriften so interessant? Was steht in den Briefen
und wer war eigentlich die Empfängerin? mehr...
Literaturfrühling im Tschechischen Zentrum Wien
Im Februar haben wir in Aviso das erste Mal über das Programm des
Tschechischen Zentrums Wien in diesem Jahr berichtet. Damals sind wir eher
etwas in die Breite gegangen bei den Themen. Diesmal steht ein Schwerpunkt
an: Literatur. Die Leiterin des Tschechischen Zentrums, Dr. Taťjana
Langášková, erläutert im Interview, was dazu in Wien alles geplant ist.
mehr...
Ludvík Aškenazy - vom Kriegsreporter zum Kinderbuchautor
Ende Februar strahlte der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) das
Kinder-Hörspiel „Milena“ über zwei böhmische Hitzköpfe aus: über
den Müller Haferflocke und den Fischer Karpfenflosse. Es war nicht das
erste Mal im deutschen Radio, aber es geschah aus aktuellem Anlass. Am 24.
Februar wäre der Autor des Hörspiels, Ludvík Aškenazy, 90 Jahre alt
geworden. Aškenazy wurde bis Ende der 1960er Jahre in der Tschechoslowakei
viel gelesen, doch anschließend war der Autor vom kommunistischen Regime
für zwei Jahrzehnte verboten. Ludvík Aškenazy ist am 18. März 1986,
also vor 25 Jahren gestorben. mehr...
Kino-Premiere: Václav Havel kommt mit dem „Abgang“
Der Schriftsteller und frühere Präsident Václav Havel stand am
Dienstagabend im Rampenlicht. Gefeiert wurde die Premiere seines ersten
Films „Odcházení“, der Abgang, der ab sofort in den Kinos zu sehen
ist. Ob der Film auch in der Gunst der Kritiker steht, unter anderem das
sagt Ihnen Christian Rühmkorf. mehr...
Zwischen Illusion und Zensur – Journalisten und Literaten im Protektorat
15. März 1939. Die Nationalsozialisten marschieren in Prag ein. Hitler
errichtet das „Protektorat Böhmen und Mähren“. Zwar besteht weiter
ein tschechischer Verwaltungsapparat. Doch die Macht liegt ab jetzt beim
deutschen Amt des Reichsprotektors. Soweit die historischen Ereignisse, die
hinlänglich bekannt sind. Kaum beleuchtet wurden im Schatten der
politischen Ereignisse bisher die nationalsozialistische Literaturpolitik
und ihre Auswirkungen auf deutsche und tschechische Autoren im Protektorat.
Erst in den letzten Jahren haben sich einige Historiker und
Literaturwissenschaftler aus Deutschland und Tschechien auf dieses
Forschungsfeld begeben. mehr...
Kafka unterm Hammer: Kehren seine Briefe nach Prag zurück?
Am 19. April werden Handschriften von Franz Kafka in Berlin versteigert. Es
handelt sich dabei um die Briefe des Prager Schriftstellers an seine
jüngste Schwester Ottla Kafka. Der Inhalt der Briefe ist bekannt, sie sind
publiziert. Dennoch geht von den Originalhandschriften ein ganz besonderer
Reiz aus – denn sie gewähren Forschern mehr Einblicke als der Text
allein. Deshalb würde das Literaturarchiv in Marbach die Briefe gerne
erwerben. Die Prager Franz-Kafka-Gesellschaft möchte die Dokumente aber
lieber nach Tschechien holen. mehr...
Tschechische Literatur bei der Buchmesse Leipzig – Aushängeschild ist Michal Ajvaz
In Leipzig ist die Buchmesse eröffnet worden. Die Veranstalter melden mehr
Aussteller, mehr Fläche und ein größeres Literaturprogramm. Zu den 36
Ländern, die sich in der Stadt noch bis zum Sonntag präsentieren, gehört
auch die Tschechische Republik, und das mit einem eigenen Stand und
mehreren Auftritten von Schriftstellern. Jana Chalupová ist verantwortlich
für die Gestaltung des tschechischen Auftritts auf der Buchmesse und hält
sich natürlich derzeit schon in Leipzig auf – ein Interview. mehr...
Essaywettbewerb: Wie gut kennen sich die Nachbarländer in Mitteleuropa?
Historiker, Politiker, Unternehmer – sie alle äußern sich immer wieder
über die deutsch-tschechischen Beziehungen. Und sie alle haben ihre
eigenen Vorstellungen, wie sich die Beziehungen gestalten sollen. Was
jedoch diejenigen denken, die es tatsächlich in der Hand haben, das
Nachbarschaftsverhältnis in Zukunft zu gestalten, erfährt man seltener.
Zwei Europaabgeordnete aus Deutschland und Tschechien wollen das jetzt
genauer wissen und haben deswegen einen Essay-Wettbewerb für Schüler und
Studenten ausgeschrieben. mehr...
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