Archiv: Kultur | Literatur Literatur
„Es spricht Johannes Urzidil“ – historische Aufnahmen von Radio Bremen
Johannes Urzidil – der Todestag des deutsch-böhmischen Schriftstellers
jährte sich am 2. November zum 40. Male. Weit weg von Prag, im
Rundfunkarchiv von Radio Bremen nämlich, wurden einmalige
Interview-Aufnahmen mit Urzidil gefunden, diesem Repräsentanten einer
Prager Kulturszene, die von den Nazis ausgelöscht wurde. Johannes Urzidil
wurde 1896 in Prag geboren, floh 1939 vor den Nazis zunächst über Italien
nach England, und seit 1941 lebte er in den USA. Die Archivaufnahmen
stellten die Radio-Bremen-Redakteure Libuše Černá und Michael Augustin
im Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren vor. Nach der
Veranstaltung sprach Christian Rühmkorf mit Michael Augustin.
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Jan Faktor (Teil 2): „Im Grunde muss ich dem Scheißsozialismus dankbar sein.“
Vor zwei Wochen haben wir den ersten Teil des Interviews mit dem
tschechischen, aber in Deutschland lebenden Schriftsteller Jan Faktor
gebracht. Sein Buch „Georgs Sorgen um die Vergangenheit…“ war in
diesem Herbst für den Deutschen Buchpreis nominiert worden. Christian
Rühmkorf sprach mit Jan Faktor auch über sein Leben in Ostberlin. Nach
Ansicht des Autors saßen vor der Wende die eigentlichen Autoritäten für
linke gesellschaftspolitische Vorstellungen im Westen.
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Ist die Bibel in der heutigen Zeit noch ein ‚praktisches’ Buch?
Der Abend in der Kneipe war lang geworden. Als ich mich am vergangenen
Samstagvormittag auf den Weg zur Arbeit machte, war ich daher spät dran
und… ich muss es zugeben… etwas indisponiert. Das kommt natürlich
sonst nie vor, aber… Nun ja, ich ging also zur Metro-Station, da sah ich
die beiden schon von weitem: der eine um die 15, der andere vielleicht 13
Jahre alt. Typische Teenager mit Frisuren, die unter ihren Altersgenossen
wohl als „cool“ gelten: ein mit Gel sorgfältig konservierter
Gerade-aufgestanden-Look mit verwegen in die Stirn fallenden Strähnen. mehr...
Mit dem Botschafter in die Meetfactory – mit Goethe in die Sauna
In der kommenden Woche stehen zwei Großereignisse in der Prager Party- und
Kulturszene an. Das Goethe-Institut verwandelt sich in Zusammenarbeit mit
dem tschechischen Verlag Labyrint in einen „Goethe-Automaten“ und
öffnet auch seine geheimsten Räumlichkeiten für Kunst, Literatur und
intime Lesungen. Die deutsche Botschaft Prag wiederum nimmt 20 Jahre
Wiedervereinigung zum Anlass, in der Meetfactory eine große Party zu
schmeißen. Statt Piccolo und Häppchen sind Gerstensaft und DJ-Beats
angesagt. Christian Rühmkorf hat bei Botschafter Johannes Haindl und bei
der Programmleiterin des Goethe-Instituts, Angelika Eder, nachgefragt, was
die Prager erwartet.
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Karel Hynek Mácha: 200. Geburtstag des tschechischen National-Romantikers
Er ist der bedeutendste tschechische Dichter der Romantik und gleichzeitig
ein wichtiges tschechisches Nationalidol: Vor 200 Jahren wurde in Prag
Karel Hynek Mácha geboren. Über die Bedeutung und Wirkung des Dichters
hat Radio Prag mit Dalibor Dobiáš vom Institut für tschechische
Literatur an der Akademie der Wissenschaften gesprochen.
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Jan Faktor (Teil 1): „Nicht als Freizeit-Revolutionär da einfach mitmischen“
Es ist noch nicht allzu lange her, da kannten nur Eingeweihte den Namen Jan
Faktor. Sein Buch „Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder Im Reich des
heiligen Hodensack-Bimbams von Prag“ hat in diesem Herbst Furore gemacht
– es war für den Deutschen Buchpreis nominiert. Der Tscheche Jan Faktor
lebt nämlich seit Jahrzehnten in Deutschland und schreibt auch auf
Deutsch. Vor wenigen Tagen jedoch war er in seiner Heimat auf Lesereise.
Und da hat Christian Rühmkorf ihn vor das Mikrophon gebeten. Hier der
ersten Teil des Interviews mit dem Schriftsteller Jan Faktor.
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SVIT – neue Prager Galerie zeigt Fotografien von Erwin Kneihsl
Sie liegt versteckt in einem der großen Hinterhöfe im ehemaligen Prager
Industrie- und Gewerbeviertel Smíchov, das sich seit einigen Jahren zu
einem lebendigen Geschäfts- und Kulturzentrum wandelt: die neue Galerie
für zeitgenössische Kunst SVIT. Auch wenn man dazu beinahe detektivische
Fähigkeiten benötigt, ist es Radio Prag gelungen, sich in den frisch
renovierten Ausstellungsräumen umzusehen und mit der Galeristin und dem
– nicht ganz unbekannten – Kurator zu sprechen.
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Daschenka oder Das Leben eines jungen Hundes: Karel Čapeks Fingerübung
Ohne Zweifel ist er einer der bekanntesten tschechischen Schriftsteller
überhaupt: Karel Čapek. In unserer Sendereihe Buch.cz haben wir bereits
eines seiner Werke vorgestellt, und zwar „Das Absolutum oder die
Gottesfabrik“. Heute widmen wir uns demselben Autor, aber einem in fast
jeder Hinsicht völlig anderem Buch. Es heißt „Daschenka oder Das Leben
eines jungen Hundes“. Gerald Schubert hat es gelesen.
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„Der Apfelbaum“ – erstes Kinderbuch zu Vertreibung und Versöhnung
Selbst ein Kind der Vertreibung, möchte sie heute gerade Kindern ihre
Erfahrungen vermitteln. Renate Kolb wurde im Kriegsjahr 1942 im
thüringischen Erfurt geboren. Kurz darauf zog die Familie nach Fleißen im
Egerland, der Ort heißt heute Plesná. Renate Kolbs Vater starb im Krieg
in Russland, 1946 wurde der Rest der Familie aus Fleißen vertrieben und
siedelte sich in Bayern an. Aus ihren Erinnerungen hat Renate Kolb das
Kinderbuch „Der Apfelbaum“ geschrieben.
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„Kommando Elektrolyrik“ interpretiert Texte Prager deutschsprachiger Autoren
„Kommando Elektrolyrik“. So nennt sich eine Gruppe junger Musiker aus
Deutschland, die die Brücke zwischen literarischen Texten und
elektronischer Musik schlagen. Vergangene Woche traten Sie auf Einladung
des Prager Literaturhauses deutschsprachiger Autoren in der tschechischen
Hauptstadt auf. Mit einem speziell dem Anlass angepassten Programm. Daniel
Kortschak hat nach dem Konzert mit Arne Hirsemann vom „Kommando
Elektrolyrik“ gesprochen.
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