Archiv: Kultur | Folklore Folklore
Ritt der Könige: Unesco kürt mährischen Volksbrauch zum Weltkulturerbe
Der so genannte „Ritt der Könige“, ein traditioneller Volksbrauch aus
der Mährischen Slowakei, wurde in die Liste des immateriellen Kulturerbes
der Unesco eingetragen. Diese erfreuliche Nachricht kam am vergangenen
Wochenende von der weit entfernten indonesischen Insel Bali: Die Unesco
hatte dort 84 Anträge bewertet und 14 lebendige Traditionen zum Kulturerbe
erhoben. mehr...
Geschichte des tschechischen Volkslieds (Teil 2): Beginn der wissenschaftlichen Erforschung
Vor zwei Wochen haben wir im Kultursalon über die Entwicklung der
tschechischen Volkslieder berichtet. Über Jahrhunderte spielte dabei die
Kirchenmusik eine wichtige Vermittlerrolle. Die zweite Folge unseres
Zweiteilers zur Geschichte des tschechischen Volksliedes beginnt an der
Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Damals änderte sich der Stellenwert der
Volksmusik ganz wesentlich. Ab da wurde sie nämlich erforscht und
gesammelt. Über diese Entwicklung hat Jitka Mládková erneut mit dem
Musikforscher Lubomír Tyllner von der Tschechischen Akademie der
Wissenschaften gesprochen. mehr...
Geschichte des tschechischen Volkslieds (Teil 1): von den ältesten Nachweisen bis ins 19. Jahrhundert
An Staatsfeiertagen wie am Tag der Heiligen Kyril und Method, am
Jan-Hus-Tag oder am St. Wenzelstag, genauso wie bei weiteren offiziellen
Veranstaltungen werden in Tschechien alte geistliche Lieder gesungen. Das
geschieht vor allem in Kirchen, aber nicht nur. Nur noch
Musikwissenschaftler wissen heute aber wohl noch, dass in manchem dieser
Lieder die Melodie eines vielleicht noch älteren Volksliedes versteckt
ist. Dabei sind es die ältesten überlieferten Spuren dieses Kulturguts.
In einem Zweiteiler berichten wir nun über die Geschichte des
tschechischen Volkslieds. Jitka Mládlová hat dazu mit Lubomír Tyllner,
Dozent am Ethnologischen Institut der Tschechischen Akademie der
Wissenschaften in Prag, gesprochen. mehr...
Volkstümliche Lieder Karel Jaromír Erbens
Die Inspiration für die heutige Sendung kam von einer sehr vielseitigen
Persönlichkeit: Karel Jaromír Erben, der vor genau 200 Jahren, am 7.
November 1811 geboren wurde. Heutzutage wird er fast nur noch im
Literatur-Unterricht erwähnt. Doch dieser Dichter, Jurist, Historiker,
Archivar, Übersetzer und Folklorist hat auch auf dem Feld der Musik seine
Spuren hinterlassen. Er hat mehr als 2000 Volkslieder gesammelt und
herausgegeben. Es ist auch ihm zu verdanken, dass diese Lieder heute noch
gesungen werden. mehr...
„Potpourri tschechischer Kultur“ - in Dresden beginnen grenzüberschreitende Kulturtage
Die Tschechisch-Deutschen Kulturtage bringen bereits seit 13 Jahren Kultur
aus beiden Ländern in den Raum Dresden und Ústí nad Labem / Aussig.
Veranstaltet werden sie von der Brücke/Most-Stiftung. Der neue Jahrgang
startet am Mittwoch. Einen Vorgeschmack auf das Programm gibt der
Projektleiter Reinhard Heßlöhl von der Brücke/Most-Stiftung. Das
Interview mit ihm führte Lena Drummer. mehr...
Joža Uprka: Europäer vom mährischen Land (1861-1940)
Bunte Trachten und Folklorefeste: Das verbinden die Menschen in Tschechien
mit dem Namen Joža Uprka. Das Lebensthema des mährischen Malers und
Graphikers war seine Heimatregion – die Mährische Slowakei, ihre
Bewohner, ihr Alltag, aber auch ihre Feste und Feiern. mehr...
Blaskapelle Stříbrňanka ist Muster an Spiel- und Experimentierfreude
Die Kapelle Stříbrňanka gehört zu den ältesten und populärsten
Blasmusikorchestern in Tschechien. Sie wurde 1970 im südostmährischen
Střibrnice gegründet, daher entstand auch der Name Stříbrňanka. mehr...
Wallfahrtskultur in Tschechien: Ein Bildband erinnert an ihre Wurzeln
Jahrhunderte lang waren Gegenstände zur religiösen Andacht bedeutende
Begleiter im Leben vieler Menschen. In der gehobenen Sprache ist von
Devotionalien die Rede. Zentren des Devotionalienhandels waren seit jeher
die Wallfahrtsorte, später auch die Kirmes oder Jahrmärkte. Auf die
Spurensuche nach diesen Artefakten aus der tschechischen Geschichte ist vor
einigen Jahren Luboš Kafka von der Prager Akademie der Wissenschaften
gegangen. Im vergangenen Jahr ist das Resultat seiner Arbeit erschienen:
ein repräsentativer Bildband mit dem Titel „Geschenke von Wallfahrt und
Kirmes“. mehr...
Auf Mission zur Rettung osteuropäischer Folklore: Ahmed má hlad
Im Jahr 1997 gründeten mehrere Slawistikstudenten der Prager
Karls-Universität die Band „Ahmed má hlad“, um gemeinsam russischen
Rock und Balkanfolklore zu spielen. Davon sind sie etwas abgekommen und
haben es sich nun zur Aufgabe gemacht, alte osteuropäische Folkloretitel
durch Neuinterpretationen zu retten. mehr...
Goldschmiedwerkstatt und Kräuterweibstube: Goldenes Gässchen wieder geöffnet
Es ist einer der malerischsten Orte in Prag. Und auch Besucher, die keinen
besonderen Sinn für historische Baudenkmäler haben, lassen sich einen
Besuch dieses Ortes nicht entgehen. Gemeint ist das Goldene Gässchen auf
der Prager Burg, das schon immer ein Touristenmagnet war. Am Mittwoch wurde
das Gässchen mit den kleinen Häuschen nach einer Generalüberholung
wieder geöffnet. Ein Jahr dauerte die Instandsetzung und hat den Ort
bedeutend verwandelt. mehr...

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