Archiv: Kultur | Folklore Folklore
Willkommen im Mittelalter: Freilichtmuseum Řepora
Um Mittelalter pur in Prag zu erleben, braucht man nicht in das historische
Stadtzentrum zu gehen. Im Gegenteil, ein mittelalterliches Städtchen mit
einer Befestigung, einem Marktplatz und einigen Handwerkerhäusern befindet
sich am Stadtrand von Prag. Im fünften Stadtbezirk steht Řepora, ein
mittelalterliches Freilichtmuseum, das als eine Kopie einer fiktiven
böhmischen Kleinstadt aus dem 14. Jahrhundert erbaut wurde. mehr...
Blutsuppe, Leberwürste, Knipp – die Tradition der Hausschlachtungen in Tschechien
Hausschlachtungen – mindestens einmal jährlich schafft es dieses Thema
in die tschechischen Schlagzeilen. Dann nämlich, wenn Brüssel angeblich
wieder mal etwas verboten hat. Das ist dann zumeist aber eine Ente. Wahr
ist: Knödel, Kraut und Schweinefleisch - die tschechische Küche ist fett
und gehaltvoll. Auch ganz gewöhnliche Bürger kaufen immer wieder mal ein
lebendiges Schwein und bestellen den Schlachter in den eigenen Garten. Wie
viele Hausschlachtungen in Tschechien jedes Jahr durchgeführt werden,
weiß auch das Veterinäramt nicht. Es gibt keine Meldepflicht. Christian
Rühmkorf hat sich das Schauspiel angeschaut bei Familie Petržílek in der
ostböhmischen Kleinstadt Slatiňany. mehr...
Ausstellung in Prag: Osterliturgie und bildende Kunst im Mittelalter
Am Anfang stand die Entdeckung eines landesweit einmaligen Kulturguts. Im
Kirchendepositar der mittelmährischen Stadt Litovel / Littau wurde eine
verstaubte und recht sonderbare Christusfigur gefunden. Das war die
Initialzündung für die folgende kunsthistorische Forschung, die neues
Licht in die mittelalterliche Tradition der Osterfeier hierzulande bringen
sollte. Das Schicksal des gefundenen Kunstwerks wurde zum Anlass, die
Einbindung der bildenden Kunst in die mittelalterliche Osterliturgie in
einer Ausstellung zu veranschaulichen. Genauer gesagt in zwei
Ausstellungen. Eine fand bereits vor einem Jahr im mährischen Olomouc /
Olmütz statt, die folgende hat vor wenigen Tagen ihre Tore im Prager
Strahov-Kloster eröffnet. mehr...
Karneval zur Rettung denkmalgeschützter Bauten
Am vergangenen Dienstag wurde an vielen Orten Tschechiens Karneval
gefeiert. Faschingsumzüge, die auf eine lange Tradition zurückblicken
können, gab es an mehreren Orten, vor allem in der Region von Hlinsko oder
in einigen Gemeinden Ostmährens. Einen Karnevalumzug der besonderen Art
haben einige Bürgerinitiativen im Prager Stadtzentrum initiiert. Ihrer
Meinung nach entscheiden über das künftige Antlitz Prags nämlich eher
einflussreiche Immobiliengesellschaften, als die Stadtväter. mehr...
Mährische Folklore mal anders: Tomáš Kočko und Orchester
Mährische Volksmusik ist bis heute lebendig. Der Liedermacher Tomáš
Kočko spielt aber nicht nur Volkslieder nach oder schreibt sie um, sondern
komponiert auch komplett neue Songs. Ende der 90er Jahre gründete Kočko
sein eigenes Orchester, mit dem er bereits einige Alben aufgenommen hat.
Das derzeit letzte erschien im vergangenen Jahr. mehr...
Václav Havel: großer Tscheche, Europäer, Humanist und wunderbarer Mensch
Die letzte Ausgabe des Hörerforums im Jahr 2011 dreht sich um zwei Themen:
um die zahlreichen Weihnachtsgrüße, die wir erhalten haben, sowie um das
Ereignis, dass einen Schatten auf die Advents- und Weihnachtszeit geworfen
hat: der Tod des ehemaligen tschechischen Präsidenten Václav Havel. mehr...
Tschechische Weihnachten 1918 – 1989: seit der Gründung der Republik bis zur Samtenen Revolution
Der Christbaum mit strahlenden Kerzen, die Weihnachtskrippen, die
Bescherung zu Heiligabend, der Karpfen, hausgemachtes Gebäck - dies und
vieles mehr sind heutzutage Symbole, die in unseren Breiten für
Weihnachten stehen. Im Prinzip ein Fest in Hülle und Fülle in einer
friedlichen Atmosphäre. Und vor allem im engen Kreis der Familie. Für
viele Tschechen kommen noch die vergangenen 22 Jahre hinzu, das heißt das
Leben in Freiheit als bedeutender Faktor. Dass aber die Zeichen der
Weihnachtszeit in der Vergangenheit oft anders standen, davon erzählt ein
vor Jahresfrist erschienenes Buch mit dem Titel „Tschechische Weihnachten
1918 – 1989: seit der Gründung der Republik bis zur Samtenen
Revolution“. Kurz vor Weihnachten haben die Tschechischen Zentren in
München, Düsseldorf und Berlin Präsentationen dieses Buches in
Deutschland veranstaltet. Geschrieben wurde das Werk vom Historikerehepaar
Petr Koura und Pavlína Kourová. Jitka Mládková hat mit der männlichen
Hälfte des Autorenduos gesprochen. Sie hören eine Sonderausgabe unseres
Kapitels aus der tschechischen Geschichte. mehr...
Tschechisches Weihnachtsgebäck: die schönste Versuchung in der Fastenzeit
Mhm, riechen Sie es auch? Irgendwer im Haus bäckt. Vielleicht haben auch
Sie gerade Ihre Küche in eine Weihnachtsbäckerei verwandelt. Und während
Sie gerade den Teig ausrollen, Sterne und Monde ausstechen oder die letzte
Fuhre Plätzchen im Ofen brutzelt, erfahren Sie nun, wie es die Tschechen
mit dem Backen vor Weihnachten halten. mehr...
Weihnachtskrippen im Museum der Karlsbrücke
In Tschechien nicht auszudenken: Weihnachten ohne Weihnachtskrippe. Diese
Darstellung von Christi Geburt hat sich mit der Zeit entwickelt, für die
Herstellung der Krippenfiguren wurden schon immer verschiedene Materialien
von Holz bis Glas genutzt. Im Prager Museum der Karlsbrücke sind aber
zurzeit auch eine Moldau-Fisch-Weihnachtskrippe, eine riesengroße Krippe
aus Heu sowie weitere wertvolle Exponate zu sehen: in der Ausstellung mit
dem Titel „Weihnachtskrippen aus drei Jahrhunderten“. mehr...
Rosenberger Kapelle bringt mittelalterliche Klänge zu Gehör
Ein kleiner Geheimtipp in der tschechischen Musikszene ist eine kleine
Kapelle, die sich einer scheinbar ausgefallenen Musikrichtung zuwendet: der
Musik des Mittelalters. Und so sind nicht selten in den altehrwürdigen
Gebäuden der Prager Altstadt auch Klänge aus längst vergangenen Zeiten
zu hören, wenn die Rosenberger Kapelle aufspielt. mehr...
+1




