Archiv: Kultur | Folklore Folklore
Schmiede erobern die Burg Helfštýn
Am Anfang stand der Gedanke, das inzwischen vergessene Schmiedehandwerk der
Öffentlichkeit vorzustellen. Mittlerweile ist aus einer bescheidenen
Präsentation auf der nordmährischen Burg Helfštýn / Helfenstein ein
international anerkanntes Treffen der Meister des Schmiedehandwerks
geworden. Am vergangenen Wochenende verwandelten sich die Räumlichkeiten
der Burg bereits zum 29. Mal in Schmiedewerkstätten.
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Landleben und Handwerk wie anno dazumal auf dem Gutshof Bernard
Ein originelles Beispiel der Wiederbelebung historischer Bausubstanz findet
sich im westböhmischen Braunkohlerevier bei Sokolov / Falkenau. Dort steht
der Gutshof Bernard aus dem Jahr 1922. Benannt ist nach dem Deutschböhmen
Bernard Seebohm, der Direktor eines Kohlebergwerks war und den Gutshof
errichtete. 2003 kaufte die kleine Gemeinde Královské Poříčí /
Königswerth den verödeten Fachwerkbau an. Sie ließ das Gehöft
aufwändig renovieren und machte daraus ein Museums- und Kulturzentrum.
Seit dessen Eröffnung 2006 werden hier Handwerkskunst und das Landleben
gezeigt, wie es früher war, sowie volkstümliche Traditionen gepflegt.
Maria Hammerich-Maier hat sich kundig gemacht, was man am Gutshof Bernard
alles sehen und erleben kann.
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„Volkslieder aus meinem Herzen“ – Karel Gott interpretiert traditionelle mährische und slowakische Volksmusik
Seit mehr als 50 Jahren steht er auf der Bühne und im Vorjahr feierte er
seinen 70. Geburtstag. Die Rede ist natürlich von Karel Gott, der
„goldenen Stimme aus Prag“. Der Schlager-Superstar ist bereits in der
Vergangenheit immer wieder durch musikalische Ausflüge in andere Genres
aufgefallen. Für besonderes Aufsehen gesorgt hat vor kurzem etwa sein
gemeinsamer Auftritt mit dem deutschen Skandal-Rapper Bushido. In
Tschechien hat Karel Gott nun eine ganz besondere CD herausgebracht:
Gemeinsam mit der Zimbelkapelle von Ladislav Pavluš hat er 18 mährische
und slowakische Volkslieder interpretiert. Radio Prag war bei der
Präsentation dabei und hat mit Karel Gott gesprochen.
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Folk-Star mit der Quetsche: die Liedermacherin Radůza
Sie ist seit einigen Jahren der Stern am Himmel der tschechischen Singer-
und Songwriter-Szene: Radůza, mit bürgerlichem Namen Radka Vranková.
2003 gewann sie sogar drei tschechische Grammys. Vor kurzem hat die
37-Jährige eine weitere CD herausgebracht - ein kleines musikalisches
Porträt der Musikerin.
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Kein Ei wie das andere: österliche Brauchtumspflege in Tschechien
Das Bemalen von Ostereiern habe in keinem Land eine so starke Tradition wie
in Tschechien. Davon sind die Mitglieder der Vereinigung der Osterei-Maler
und Malerinnen überzeugt. Ihren Sitz hat die Vereinigung im
nordböhmischen Libotenice, einem Dorf am Elbufer unweit von Leitmeritz /
Litoměřice. Rund 150 Mitglieder aus ganz Tschechien gehören ihr an. Die
Osterei-Maler arbeiten mit Volkskundlern zusammen. Sie bemalen die
Ostereier nicht irgendwie, sondern pflegen bewusst nur die
althergebrachten, volkstümlichen Techniken und Stile. Zu Ostern engagieren
sich Mitglieder der Vereinigung bei zahlreichen Ausstellungen in ganz
Tschechien. Maria Hammerich-Maier hat eine davon besucht.
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Überwiegend atheistische Tschechen lieben Osterbräuche jeder Art
Erneut ist Ostern. Vor allem Fernsehen und Rundfunk halten seit etwa einer
Woche fleißig die Nation auf dem Laufenden, welcher Voroster-
beziehungsweise Ostertag laut katholischem Kalender gerade angebrochen ist.
Mehr im heutigen Feuilleton:
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Wallfahrtskultur in Tschechien: Ein Bildband erinnert an ihre Wurzeln
Jahrhunderte lang waren Gegenstände zur religiösen Andacht bedeutende
Begleiter im Leben vieler Menschen. In der gehobenen Sprache ist von
Devotionalien die Rede. Zentren des Devotionalienhandels waren seit jeher
die Wallfahrtsorte, später auch die Kirmes oder Jahrmärkte. Auf die
Spurensuche dieser Artefakte in der tschechischen Geschichte ist vor
einigen Jahren Dr. Luboš Kafka von der Prager Akademie der Wissenschaften
gegangen. Im Februar dieses Jahres ist das Resultat seiner Arbeit auf dem
Büchermarkt erschienen: ein repräsentativer Bildband mit dem Titel
„Geschenke von Wallfahrt und Kirmes“. mehr...
Neue Wege des „weißen Goldes“: die Porzellanstraße Böhmens
Wer von „weißem Gold“ spricht, meint Salz, Elfenbein, Schnee - oder
auch Porzellan. Einst exklusives Statussymbol, wurde das Porzellan später
zur Massenware und zum beliebtesten Werkstoff für Essgeschirr. Seit genau
300 Jahren wird Porzellan in Europa hergestellt. Die erste europäische
Porzellanmanufaktur entstand 1710 im sächsischen Meißen. Acht Jahrzehnte
darauf fasste das weiße Gold auch im gar nicht fernen Böhmen Fuß. Der
älteste Standort hierzulande war Horní Slavkov / Schlaggenwald. Noch
heute gibt es in der westböhmischen Kleinstadt eine Porzellanfabrik. Sie
hat vor kurzem die Porzellanstraße Böhmens und die internationale,
bayerisch-böhmische Porzellanstraße mitinitiiert.
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Mit Zimbel und Volkstracht: Winzerfest in Velké Pavlovice
Der Spätsommer ist in ganz Europa die richtige Zeit für Winzerfeste. Auch
in den tschechischen Weinbaugebieten wird seit Anfang September die
Weinlese gefeiert. Derzeit können Weinliebhaber an jedem Wochenende gleich
aus mehreren Möglichkeiten wählen. Am vergangenen Wochenende fanden
Winzerfeste beispielsweise im südmährischen Mikulov / Nikolsburg und in
Znojmo / Znaim statt, vor zwei Wochen haben die Winzer aus Velké Pavlovice
ihr Weinfest veranstaltet.
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Jožka Černý – populärer Volksliedsänger mit goldener Stimme
Der Volksliedsänger Jožka Černý wurde 1942 im mährischen Čejč
geboren, einem kleinen Ort westlich von Kyjov und Hodonín. Lange Jahre
arbeitete er als Handwerker, Auto- und Nähmaschinenmechaniker, ehe ihm in
seiner musikalischen Karriere der Durchbruch gelang.
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