Archiv: Kultur | Film Film

„Kuky kommt zurück“ – ein neuer Film von Jan Svěrák geht in die Kinos

20-05-2010 14:33 | Jitka Mládková

Kuky (Foto: ČTK) „Kuky se vrací“ – Kuky kommt zurück - so der Titel eines neuen und mit Neugier erwarteten Films von Jan Svěrák. An diesem Donnerstag kommt er in Tschechien in die Kinos. Nach seinem Oskarfilm „Kolja“, an dem auch sein Vater Zdeněk Svěrák als Drehbuchautor beteiligt war, hat Jan Svěrák weitere Kinostreifen gedreht. Nun kommt er aber mit etwas ganz Neuem. Sein jüngster Film unterscheidet sich grundsätzlich von den anderen zumindest in zweierlei Hinsicht: Er wurde mithilfe einer neuen Technik gedreht und eine der Hauptfiguren - „Kuky“ nämlich - ist ein Teddybär.  mehr...

„Tschechischer Friede“ – sarkastische Film-Komödie über das umstrittene US-Radar in Mittelböhmen

12-05-2010 11:04 | Daniel Kortschak, Vilém Faltýnek

'Tschechischer Friede' (Foto: www.hypermarketfilm.cz) Vor sechs Jahren sorgten sie für einiges Aufsehen: Filip Remunda und Vít Klusák. Für ihren Dokumentarfilm „Český sen” – „der Tschechische Traum” – bewarben sie mit Hilfe professioneller Marketing-Strategen monatelang die Eröffnung eines neuen Hypermarktes am Prager Stadtrand. Als dann am Tag der angeblichen Eröffnung Tausende Neugierige auf einem Acker in Prag-Letňany erschienen, stellte sich heraus, dass alles nur Fake war. Der neue Supermarkt bestand lediglich aus einem Gerüst und einer bedruckten Plane. In ihrem neuen Film „Český mír“ – „Der tschechische Friede“ nehmen Klusák und Remunda nun den gescheiterten Bau der US-Radaranlage im mittelböhmischen Brdy aufs Korn.  mehr...

„Töten auf tschechische Art“ – ein umstrittener Film über Massenmorde nach dem 8. Mai ´45

06-05-2010 13:02 | Christian Rühmkorf

Film „Töten auf tschechische Art“ Die erste Maiwoche steht jedes Jahr im Zeichen der Gedenkfeiern zum Ende des Zweiten Weltkrieges, zum Prager Aufstand gegen die deutschen Besatzer. Am Donnerstagabend wird im Tschechischen Fernsehen eine Dokumentation laufen, welche die andere, die grausame Seite der Befreiung zeigen will. „Töten auf tschechische Art“ heißt der Film und erinnert an Massenmorde an deutschen Zivilisten auf tschechischem Boden. Christian Rühmkorf hat vor der Ausstrahlung beim Macher des Films, David Vondráček, nachgefragt, was in der Dokumentation zu sehen sein wird.  mehr...

CineMaestro will die musikalische Klassik der Jugend näher bringen

29-04-2010 15:31 | Martina Schneibergová

Bizets Carmen (Foto: www.cinemaestro.cz) Seit fast drei Jahren haben die tschechischen Opernfans die Möglichkeit, Live-Übertragungen aus der Metropolitan Opera in New York im Kino zu sehen. Inzwischen werden die Vorstellungen aus dem wohl berühmtesten Opernhaus der Welt in 24 Kinos in ganz Tschechien übertragen. Das Interesse ist vor allem in den Großstädten sehr hoch. Die Serie der Übertragungen ist oft schon lange im Voraus für die ganze Saison ausverkauft. Bald können die Opernliebhaber in Tschechien nun auch eine Auswahl von Vorstellungen aus der Royal Opera House in Covent Garden in London in den Kinos sehen. Unter dem Titel "CineMaestro" wird ein Projekt gestartet, das sich auf die jüngere Generation orientieren wird.  mehr...

Von der Politik zu Fall gebracht: Jan Kaplickýs „Auge über Prag“

25-04-2010 | Daniel Kortschak

Jan Kaplickýs Entwurf für den Neubau der Nationalbibliothek Es ist wahrlich eine unendliche Geschichte und wir haben bereits mehrmals darüber berichtet: Die Rede ist vom Neubau der Nationalbibliothek auf der Prager Letná-Höhe. Vor drei Jahren hat der mittlerweile verstorbene Jan Kaplický den Architektenwettbewerb gewonnen, in diesem Jahr sollte der spektakuläre Neubau eröffnet werden. Doch das Projekt hat sich im politischen Filz der tschechischen Hauptstadt verstrickt, nun scheint es endgültig in der Schublade gelandet zu sein. Wir haben Experten zum Stand der Dinge befragt.  mehr...

Nominiert für den Deutschen Fernsehpreis: Die tschechische Filmemacherin Blanka Závitkovská

18-04-2010 | Christian Rühmkorf

Blanka Závitkovská (Foto: www.ondrej-stanek.cz) Sie gehört zu jenen Journalisten in Tschechien, die sich an Themen heranwagen, die bis heute ein heißes Eisen sind. Das jüngste Filmprojekt von Blanka Závitkovská heißt „Das Haus mit dem Grünen Dach“. Es gewährt einen intimen Blick in den Versuch einer Freundschaft zweier älterer Damen aus Liberec / Reichenberg, deren Schicksal unterschiedlicher nicht sei könnte. Christian Rühmkorf sprach mit Blanka Závitkovská über ihren Film und ihre Arbeit.  mehr...

„Das Auge über Prag“ – Filmdokument über den gescheiterten Neubau der Nationalbibliothek

15-04-2010 11:20 | Daniel Kortschak

Eliška Kaplický Fuchsová und Olga Špátová vor der Premiere des Films 'Das Auge über Prag' (Foto: ČTK) Am Montag hat die tschechische Nationalbibliothek ihre Pläne zur Sanierung des Klementinums in der Prager Altstadt und den geplanten Ausbau ihres Bücherdepots am Stadtrand vorgestellt. Damit ist der umstrittene Bibliotheksneubau auf der Letná-Höhe wohl endgültig gestorben. Wir haben berichtet. Zufall oder nicht, in derselben Woche hat der Dokumentarfilm „Oko nad Prahou“ – „Das Auge über Prag“ seine Premiere. Er zeichnet die Geschichte des futuristischen Entwurfs und das tragische Schicksal seines Autors Jan Kaplický nach.  mehr...

Hanna Schygulla in Prag für Lebenswerk geehrt – Schauspielerin dankt mit Brecht-Lied

26-03-2010 14:33 | Till Janzer

Hanna Schygulla (Foto: ČTK) „Berlin Alexanderplatz“, „Lili Marleen“ und natürlich „Die Ehe der Maria Braun“. Man braucht nur diese Filme zu nennen und schon hat man zwei Namen: Rainer Werner Fassbinder und Hanna Schygulla. Regisseur Fassbinder starb bereits 1982, Schauspielerin Schygulla ist mittlerweile in dem Alter, Preise für ihr Lebenswerk entgegenzunehmen. Im Februar war dies bei der Berlinale der Fall und am Donnerstag nun auch in Prag zum Auftakt des Filmfestivals Febiofest. Radio Prag war bei der Pressekonferenz von Hanna Schygulla.  mehr...

Abgründe totalitärer Vergangenheit: der Film „Pouta“/„Fesseln“

21-03-2010 | Sarah Houtermans

Foto: www.pouta-film.cz Die Tschechoslowakei 1981: Der Kommunismus scheint unbesiegbar, man konzentriert sich auf das Privatleben, ein Gefühl der Lähmung hat die gesamte Gesellschaft erfasst. Höchst agil sind dagegen die Mitarbeiter der Staatssicherheit, der Statní bezpečnost (StB): Bis in die Intimsphäre der Menschen dringen sie vor, beobachten, notieren, drohen. Diese Zeit hat der Regisseur Radim Špaček filmisch eingefangen - der atmosphärisch dichte Thriller „Pouta“ („Fesseln“) über den StB-Mitarbeiter Antonín Rusnák läuft gerade in den tschechischen Kinos.  mehr...

Verfinsterte Demokratie: Dokumentarfilm über das tschechische Neonazi-Milieu

18-03-2010 15:28 | Martina Schneibergová

Litvínov, 2007 (Foto: http://michalmaly.blog.idnes.cz) Die Aufmärsche von Neonazis sahen an den verschiedenen Orten Tschechiens in den letzten Jahren sehr ähnlich aus. Die skandierten Losungen waren nationalistisch, rassistisch und antisemitisch. Ein neuer Dokumentarfilm gibt einen tiefen Blick in das tschechische Neonazi-Milieu. Zusammenhänge sehen die Filmemacher auch zwischen dem Neonazismus und dem islamischen Extremismus.  mehr...

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