Archiv: Kultur | Film Film
„Kuky kommt zurück“ – ein neuer Film von Jan Svěrák geht in die Kinos
„Kuky se vrací“ – Kuky kommt zurück - so der Titel eines neuen und
mit Neugier erwarteten Films von Jan Svěrák. An diesem Donnerstag kommt
er in Tschechien in die Kinos. Nach seinem Oskarfilm „Kolja“, an dem
auch sein Vater Zdeněk Svěrák als Drehbuchautor beteiligt war, hat Jan
Svěrák weitere Kinostreifen gedreht. Nun kommt er aber mit etwas ganz
Neuem. Sein jüngster Film unterscheidet sich grundsätzlich von den
anderen zumindest in zweierlei Hinsicht: Er wurde mithilfe einer neuen
Technik gedreht und eine der Hauptfiguren - „Kuky“ nämlich - ist ein
Teddybär.
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„Tschechischer Friede“ – sarkastische Film-Komödie über das umstrittene US-Radar in Mittelböhmen
Vor sechs Jahren sorgten sie für einiges Aufsehen: Filip Remunda und Vít
Klusák. Für ihren Dokumentarfilm „Český sen” – „der
Tschechische Traum” – bewarben sie mit Hilfe professioneller
Marketing-Strategen monatelang die Eröffnung eines neuen Hypermarktes am
Prager Stadtrand. Als dann am Tag der angeblichen Eröffnung Tausende
Neugierige auf einem Acker in Prag-Letňany erschienen, stellte sich
heraus, dass alles nur Fake war. Der neue Supermarkt bestand lediglich aus
einem Gerüst und einer bedruckten Plane. In ihrem neuen Film „Český
mír“ – „Der tschechische Friede“ nehmen Klusák und Remunda nun
den gescheiterten Bau der US-Radaranlage im mittelböhmischen Brdy aufs
Korn.
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„Töten auf tschechische Art“ – ein umstrittener Film über Massenmorde nach dem 8. Mai ´45
Die erste Maiwoche steht jedes Jahr im Zeichen der Gedenkfeiern zum Ende
des Zweiten Weltkrieges, zum Prager Aufstand gegen die deutschen Besatzer.
Am Donnerstagabend wird im Tschechischen Fernsehen eine Dokumentation
laufen, welche die andere, die grausame Seite der Befreiung zeigen will.
„Töten auf tschechische Art“ heißt der Film und erinnert an
Massenmorde an deutschen Zivilisten auf tschechischem Boden. Christian
Rühmkorf hat vor der Ausstrahlung beim Macher des Films, David
Vondráček, nachgefragt, was in der Dokumentation zu sehen sein wird.
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CineMaestro will die musikalische Klassik der Jugend näher bringen
Seit fast drei Jahren haben die tschechischen Opernfans die Möglichkeit,
Live-Übertragungen aus der Metropolitan Opera in New York im Kino zu
sehen. Inzwischen werden die Vorstellungen aus dem wohl berühmtesten
Opernhaus der Welt in 24 Kinos in ganz Tschechien übertragen. Das
Interesse ist vor allem in den Großstädten sehr hoch. Die Serie der
Übertragungen ist oft schon lange im Voraus für die ganze Saison
ausverkauft. Bald können die Opernliebhaber in Tschechien nun auch eine
Auswahl von Vorstellungen aus der Royal Opera House in Covent Garden in
London in den Kinos sehen. Unter dem Titel "CineMaestro" wird ein
Projekt gestartet, das sich auf die jüngere Generation orientieren wird.
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Von der Politik zu Fall gebracht: Jan Kaplickýs „Auge über Prag“
Es ist wahrlich eine unendliche Geschichte und wir haben bereits mehrmals
darüber berichtet: Die Rede ist vom Neubau der Nationalbibliothek auf der
Prager Letná-Höhe. Vor drei Jahren hat der mittlerweile verstorbene Jan
Kaplický den Architektenwettbewerb gewonnen, in diesem Jahr sollte der
spektakuläre Neubau eröffnet werden. Doch das Projekt hat sich im
politischen Filz der tschechischen Hauptstadt verstrickt, nun scheint es
endgültig in der Schublade gelandet zu sein. Wir haben Experten zum Stand
der Dinge befragt.
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Nominiert für den Deutschen Fernsehpreis: Die tschechische Filmemacherin Blanka Závitkovská
Sie gehört zu jenen Journalisten in Tschechien, die sich an Themen
heranwagen, die bis heute ein heißes Eisen sind. Das jüngste Filmprojekt
von Blanka Závitkovská heißt „Das Haus mit dem Grünen Dach“. Es
gewährt einen intimen Blick in den Versuch einer Freundschaft zweier
älterer Damen aus Liberec / Reichenberg, deren Schicksal unterschiedlicher
nicht sei könnte. Christian Rühmkorf sprach mit Blanka Závitkovská
über ihren Film und ihre Arbeit.
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„Das Auge über Prag“ – Filmdokument über den gescheiterten Neubau der Nationalbibliothek
Am Montag hat die tschechische Nationalbibliothek ihre Pläne zur Sanierung
des Klementinums in der Prager Altstadt und den geplanten Ausbau ihres
Bücherdepots am Stadtrand vorgestellt. Damit ist der umstrittene
Bibliotheksneubau auf der Letná-Höhe wohl endgültig gestorben. Wir haben
berichtet. Zufall oder nicht, in derselben Woche hat der Dokumentarfilm
„Oko nad Prahou“ – „Das Auge über Prag“ seine Premiere. Er
zeichnet die Geschichte des futuristischen Entwurfs und das tragische
Schicksal seines Autors Jan Kaplický nach.
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Hanna Schygulla in Prag für Lebenswerk geehrt – Schauspielerin dankt mit Brecht-Lied
„Berlin Alexanderplatz“, „Lili Marleen“ und natürlich „Die Ehe
der Maria Braun“. Man braucht nur diese Filme zu nennen und schon hat man
zwei Namen: Rainer Werner Fassbinder und Hanna Schygulla. Regisseur
Fassbinder starb bereits 1982, Schauspielerin Schygulla ist mittlerweile in
dem Alter, Preise für ihr Lebenswerk entgegenzunehmen. Im Februar war dies
bei der Berlinale der Fall und am Donnerstag nun auch in Prag zum Auftakt
des Filmfestivals Febiofest. Radio Prag war bei der Pressekonferenz von
Hanna Schygulla.
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Abgründe totalitärer Vergangenheit: der Film „Pouta“/„Fesseln“
Die Tschechoslowakei 1981: Der Kommunismus scheint unbesiegbar, man
konzentriert sich auf das Privatleben, ein Gefühl der Lähmung hat die
gesamte Gesellschaft erfasst. Höchst agil sind dagegen die Mitarbeiter der
Staatssicherheit, der Statní bezpečnost (StB): Bis in die Intimsphäre
der Menschen dringen sie vor, beobachten, notieren, drohen. Diese Zeit hat
der Regisseur Radim Špaček filmisch eingefangen - der atmosphärisch
dichte Thriller „Pouta“ („Fesseln“) über den StB-Mitarbeiter
Antonín Rusnák läuft gerade in den tschechischen Kinos.
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Verfinsterte Demokratie: Dokumentarfilm über das tschechische Neonazi-Milieu
Die Aufmärsche von Neonazis sahen an den verschiedenen Orten Tschechiens
in den letzten Jahren sehr ähnlich aus. Die skandierten Losungen waren
nationalistisch, rassistisch und antisemitisch. Ein neuer Dokumentarfilm
gibt einen tiefen Blick in das tschechische Neonazi-Milieu. Zusammenhänge
sehen die Filmemacher auch zwischen dem Neonazismus und dem islamischen
Extremismus.
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