Archiv: Kultur | Film Film
Am Freitag beginnt in Karlsbad das 45. Internationale Filmfestival
Am Freitag ist es wieder soweit: In Karlsbad / Karlovy Vary beginnt das 45.
Internationale Filmfestival. Eines vorweg: um deutschsprachige Produktionen
zu sehen, muss man auch in diesem Jahr nicht nach Karlsbad fahren. In den
Wettbewerben ist mit der deutsch-albanischen Koproduktion „Der Albaner“
in der Regie von Johannes Naber nur ein Film in deutscher Sprache
vertreten. Langweilig wird den Besuchern in Karlsbad aber auch diesmal
bestimmt nicht. Die Liste der prominenten Gäste und der verliehenen
Auszeichnungen ist auch im 45. Jahrgang des renommierten Festivals wieder
lang.
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Filmfördersystem soll ausländische Produktionen zurück nach Tschechien holen
Die tschechische Filmindustrie hat eine der besten Infrastrukturen in
Europa, vielleicht sogar in der Welt. Das erkannten bald nach der Wende
auch viele ausländische Filmproduktionsfirmen. Sie kamen in Scharen nach
Tschechien, um hier für vergleichsweise wenig Geld Großprojekte zu
realisieren. Doch die goldenen Zeiten sind längst vorbei. Denn in
Tschechien fehlte bisher eine systematische staatliche Filmförderung. Um
ausländische Produktionsfirmen zurück nach Tschechien zu holen hat die
Regierung vor einigen Monaten ein Fördersystem beschlossen. Dafür gab die
EU nun grünes Licht.
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Aktionskünstler von „ztohoven“ leben ein halbes Jahr unter falscher Identität
Die Künstlergruppe „ztohoven“ (auf Deutsch etwa „Rausvonhier“)
zieht in regelmäßigen Abständen die Aufmerksamkeit der Medien auf sich.
Vor drei Jahren erregte zum Beispiel eine Atombombenexplosion im
Riesengebirge, die ins sonntägliche Frühstücksfernsehprogramm
hineinmontiert wurde, großes Aufsehen. Was manch einer für einen
gelungenen Scherz hielt, überschritt für viele die Grenze des guten
Geschmacks. Die Mitglieder von „ztohoven“ selbst erklärten, man habe
zum Nachdenken über das verzerrte Bild der Wirklichkeit in den Medien
anregen wollen. Mit solchen Aktionen gerät „ztohoven“ immer wieder mit
dem Gesetz in Konflikt. So auch mit dem aktuellen Projekt „Občan K.“
(Bürger K.). Über das Projekt hat Daniel Kortschak mit Patrick Gschwend
gesprochen.
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Jára-Cimrman-Theater trauert: Mitbegründer Ladislav Smoljak gestorben
Man würde in Tschechien kaum jemanden finden, der sich an keines der
berühmten Zitate aus den Theaterstücken über Jára Cimrman erinnern
würde. Die Theaterstücke genauso wie viele Filmkomödien stammen aus der
Feder des Autorenduos Smoljak – Svěrák. Am Sonntag ist der Regisseur,
Schauspieler und Drehbuchautor Ladislav Smoljak im Alter von 78 Jahren
gestorben.
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Zlínfest 2010: Ein Rückblick auf das 50. Festival der Kinder- und Jugendfilme
Die südmährische Stadt Zlín galt lange Zeit als Standort der
Schuhindustrie. Ihr Grundsteinleger war schon vor dem 2. Weltkrieg die in
Zlín ansässige Firma Baťa, die von dort in die ganze Welt expandierte.
Die Stadt ist aber auch durch funktionalistische Architektur international
bekannt. Wir haben darüber mehrmals ausführlich berichtet. Vor 50 Jahren
hat sie sich auch als „Hauptstadt“ des Kinderfilms etabliert, und dies
nicht nur durch die Gründung des internationalen Festivals der Filme für
Kinder und Jugendliche. Zlín kann auf eine bis in die Zwischenkriegszeit
zurückreichende Tradition der Filmproduktion zurückblicken. Am 5. Juni
ging in Zlín das 50. Jubiläumsfestival der Kinder- und Jugendfilme zu
Ende.
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Tschechischer Kultregisseur Václav Vorlíček feiert 80. Geburtstag
Im tschechischen Kulturkalender sind in diesem Jahr mehrere runde Jubiläen
von Künstlern, über die Radio Prag auch gerne berichtet. Der Jubilar
dieser Woche ist der Regisseurs des berühmtesten tschechischen
Märchenfilms „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“: Václav Vorlíček. Am
3. Juni hat er seinen 80.Geburtstag gefeiert.
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„Kuky kommt zurück“ – ein neuer Film von Jan Svěrák geht in die Kinos
„Kuky se vrací“ – Kuky kommt zurück - so der Titel eines neuen und
mit Neugier erwarteten Films von Jan Svěrák. An diesem Donnerstag kommt
er in Tschechien in die Kinos. Nach seinem Oskarfilm „Kolja“, an dem
auch sein Vater Zdeněk Svěrák als Drehbuchautor beteiligt war, hat Jan
Svěrák weitere Kinostreifen gedreht. Nun kommt er aber mit etwas ganz
Neuem. Sein jüngster Film unterscheidet sich grundsätzlich von den
anderen zumindest in zweierlei Hinsicht: Er wurde mithilfe einer neuen
Technik gedreht und eine der Hauptfiguren - „Kuky“ nämlich - ist ein
Teddybär.
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„Tschechischer Friede“ – sarkastische Film-Komödie über das umstrittene US-Radar in Mittelböhmen
Vor sechs Jahren sorgten sie für einiges Aufsehen: Filip Remunda und Vít
Klusák. Für ihren Dokumentarfilm „Český sen” – „der
Tschechische Traum” – bewarben sie mit Hilfe professioneller
Marketing-Strategen monatelang die Eröffnung eines neuen Hypermarktes am
Prager Stadtrand. Als dann am Tag der angeblichen Eröffnung Tausende
Neugierige auf einem Acker in Prag-Letňany erschienen, stellte sich
heraus, dass alles nur Fake war. Der neue Supermarkt bestand lediglich aus
einem Gerüst und einer bedruckten Plane. In ihrem neuen Film „Český
mír“ – „Der tschechische Friede“ nehmen Klusák und Remunda nun
den gescheiterten Bau der US-Radaranlage im mittelböhmischen Brdy aufs
Korn.
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„Töten auf tschechische Art“ – ein umstrittener Film über Massenmorde nach dem 8. Mai ´45
Die erste Maiwoche steht jedes Jahr im Zeichen der Gedenkfeiern zum Ende
des Zweiten Weltkrieges, zum Prager Aufstand gegen die deutschen Besatzer.
Am Donnerstagabend wird im Tschechischen Fernsehen eine Dokumentation
laufen, welche die andere, die grausame Seite der Befreiung zeigen will.
„Töten auf tschechische Art“ heißt der Film und erinnert an
Massenmorde an deutschen Zivilisten auf tschechischem Boden. Christian
Rühmkorf hat vor der Ausstrahlung beim Macher des Films, David
Vondráček, nachgefragt, was in der Dokumentation zu sehen sein wird.
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CineMaestro will die musikalische Klassik der Jugend näher bringen
Seit fast drei Jahren haben die tschechischen Opernfans die Möglichkeit,
Live-Übertragungen aus der Metropolitan Opera in New York im Kino zu
sehen. Inzwischen werden die Vorstellungen aus dem wohl berühmtesten
Opernhaus der Welt in 24 Kinos in ganz Tschechien übertragen. Das
Interesse ist vor allem in den Großstädten sehr hoch. Die Serie der
Übertragungen ist oft schon lange im Voraus für die ganze Saison
ausverkauft. Bald können die Opernliebhaber in Tschechien nun auch eine
Auswahl von Vorstellungen aus der Royal Opera House in Covent Garden in
London in den Kinos sehen. Unter dem Titel "CineMaestro" wird ein
Projekt gestartet, das sich auf die jüngere Generation orientieren wird.
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