Archiv: Kultur | Film Film
Premiere von "Kraska v nesnazich" beim Filmfestival in Karlsbad
Jedes Jahr um diese Zeit blicken Filminteressierte in Tschechen nach
Karlovy Vary / Karlsbad. Denn am Wochenende wurden dort die Pforten der
Kinosäle geöffnet - anders gesagt das 41. internationale Filmfestival hat
angefangen. In den ersten Tagen wurden über 40.000 Eintrittskarten
verkauft. Welche Highlights bereits zu sehen waren sagt uns jetzt Bara
Prochazkova.
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Spiel mir das Lied vom Tod: Der tschechische Film kämpft ums Überleben
Spiel mir das Lied vom Tod: Der tschechische Film kämpft ums Überleben In
Karlsbad wird am Freitag das 41. Internationale Filmfestival eröffnet.
Neben vielen ausländischen werden dabei auch zahlreiche tschechische Filme
zu sehen sein. Doch während auf dem roten Teppich Stars und Sternchen
lächelnd in die Fernsehkameras winken, tobt hinter den Kulissen ein
erbitterter Kampf: Die tschechische Filmbranche ist in Aufruhr, seitdem im
Mai die neue Fassung des Gesetzes über die Kinematografie gescheitert ist.
Keine Woche ist seither vergangen, ohne dass sich Politiker und
Filmemacher einen heftigen Schlagabtausch geliefert hätten. Worum es bei
dem Streit geht und wie es um die Zukunft des tschechischen Films bestellt
ist, hat Anneke Hudalla recherchiert. mehr...
Filmfestival in Zlin - Kinder als Geiseln
Wenige Tage nach dem eine Gesetzesnovelle zur verstärkten staatlichen
Förderung des Films nicht durchgesetzt werden konnte, protestiert die
Filmindustrie immer noch gegen das Veto des Präsidenten, der den Antrag
blockiert hatte und schließlich gegen den Entschluss des Parlaments, das
dieses Veto nicht überstimmt hatte. Die Ankündigung, alle Filme aus dem
Programm des Filmfestivals in Zlin zu nehmen, stieß jedoch auf Protest
auch aus den eigenen Reihen. Renate Zöller berichtet.
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Das Parlament "tötet" den tschechischen Film
Von seinem Vetorecht hat der tschechische Präsident Vaclav Klaus in den
vergangenen zwei Jahren ziemlich häufig Gebrauch gemacht. Unter anderem
lehnte er einen Gesetzesentwurf zur Erweiterung der Fördersumme für den
tschechischen Film im Staatsfond von zwei Millionen auf zehn bis 15
Millionen Euro ab mit der Begründung, die Filmindustrie sei ein Geschäft
wie jedes andere. In vielen Fällen konnte das Parlament Klaus am Dienstag
überstimmen, in diesem Fall allerdings nicht. Empört traten daraufhin die
Vertreter der Filmindustrie auf dem Filmfestival in Cannes in einen
Streik. Renate Zöller berichtet. mehr...
"Stesti" füllt auch deutsche Kinosäle
Seit letztem September befindet sich Bohdan Slamas Film "Stesti"
in Tschechien auf Erfolgskurs. Mit über 200.000 Besuchern brach er alle
Zuschauerrekorde, spielte einen Gewinn von mehr als 19 Mio. Kronen (fast
700.000) ein und wurde mit nationalen wie internationalen Auszeichnungen
überhäuft. Erst im Februar dieses Jahres konnte die Filmcrew ganze sieben
Tschechische Löwen, den Preis der hiesigen Film- und Fernsehakademie, mit
nach Hause nehmen. Seit zwei Wochen läuft der Streifen nun auch in
deutschen Kinos. Mit welchem Erfolg weiß Daniela Honigmann
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"Der neunte Tag" - Das Schlöndorff Interview
Anlässlich der Premiere des Films "Der neunte Tag" - "Devaty
den" in Tschechien war der Regisseur Volker Schlöndorff vor Ort und
gab Radio Prag ein Exklusivinterview. Spätestens seit seiner
Oskarauszeichnung für die Literaturverfilmung "Die Blechtrommel"
ist der deutsche Regisseur weltweit bekannt. In dem Gespräch mit Miriam
Goetz und Svenja Mettlach erzählte der Oskarpreisträger mehr über sich,
die Geschichte des Films und die Dreharbeiten von " Der neunte
Tag" in Prag.
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Tschechien Kinopremiere von "Der neunte Tag"
"Devaty den" - "Der neunte Tag", so nüchtern einfach
lautet der Titel des KZ-Films von Oskarregisseur Volker Schlöndorff. Doch
hinter kleinen Titeln stehen oft große Geschichten, wie in diesem Fall. Es
geht um ein Einzelschicksal, und dennoch um die große Thematik des
Gewissenskonflikts und der Frage, wie viel ist mir mein eigenes Leben
wert? Der Film, der in Tschechien gedreht wurde, läuft ab Donnerstag hier
in den Kinos an. Die Premiere erlebten Miriam Goetz und Svenja Mettlach.
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Einmal im Jahr unterliege ich dem Filmwahn
Auch wenn es immer in den ersten Tagen des Festivals nicht so aussieht,
verfalle ich doch jedes Jahr dieser Besessenheit immer wieder aufs Neue.
Fünf, sechs und auch mehr Stunden lang - oft nur mit den allerkürzesten
Zwischenpausen - verharre ich in fast derselben Position - in den ersten
Stunden eher sitzend und mit der zunehmenden Zeit eher liegend - im
weichen Plüschsessel des dunklen Kinosaals und eine höhere Macht hindert
mich daran, nach dem zweiten beziehungsweise dritten Film aufzustehen und
sich wenigstens für diesen Tag keinen Film mehr anzuschauen.
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"Jeden Svet" endete in Prag, in den Regionen geht das Festival weiter
Das Filmfestival "Jeden Svet", zu Deutsch "Eine Welt"
hat auch in diesem Jahr wieder viele Tausend Zuschauer nach Prag in die
Kinos gelockt. Die Filme von Europas größtem und bekanntestem Festival für
die Menschenrechte werden noch bis zum 26. März in 13 tschechischen
Städten
zu sehen sein. In Prag aber schloss "Jeden Svet" am Donnerstag
das Medienspektakel mit der Preisvergabe für die Gewinner der einzelnen
Kategorien. Unter den Preisträgern waren auch drei deutschsprachige
Regisseure. Renate Zöller war vor Ort. mehr...
"Eine Welt" in Tschechien
Die ganze Welt kommt in diesen Tagen nach Tschechien - in Form von Filmen.
"Jeden Svet", auf Deutsch "Eine Welt" heißt das
Festival bei dem in diesem Jahr 118 Dokumentarfilme aus 40 Ländern in Prag
und in 13 weiteren tschechischen Städten gezeigt werden. Zum achten Mal nun
schon veranstaltet die Organisation "Mensch in Not" das wohl
erfolgreichste Cineastenspektakel für Menschenrechte unter der
Schirmherrschaft von Vaclav Havel.
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