Archiv: Kultur | Bildende Kunst Bildende Kunst
„Der kleine Maulwurf“ oder ein tschechisch-deutscher Kulturtransfer
Prag-Touristen kennen ihn ganz sicher: den kleinen Maulwurf.
Maulwurf-T-Shirts, Maulwurf-Tassen, -Kuscheltiere, -Kugelschreiber,
-Kochschürzen und so weiter füllen mittlerweile jeden gut sortierten
Prager Souvenirladen. Kein Wunder, ist der kleine Maulwurf, der auf
Tschechisch Krtek heißt, doch tschechisches Kulturgut. Aber man muss nicht
extra nach Tschechien reisen, um den kleinen Maulwurf kennen zu lernen.
Seine Karriere begann die Zeichentrickfigur bereits vor über 50 Jahren im
Fernsehen. Seit weit über 30 Jahren ist er auch im deutschen Fernsehen
regelmäßig zu sehen. Aber wissen seine kleinen und großen Fans in
Deutschland auch, dass der kleine Maulwurf aus dem Nachbarland Tschechien
kommt? Patrick Gschwend hat auf deutschen Spielplätzen nachgefragt.
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„Wie man Märchen kleidet“ – eine Ausstellung mit Filmkostümen
Möchten Sie gerne wissen, wie die Kleider, die das Aschenbrödel in den
drei Nüssen gefunden hat, in Wirklichkeit aussehen? Oder vielleicht, ob
der angebliche Mausfellmantel der „Prinzessin mit dem goldenen Stern“
tatsächlich aus Mausefell gefertigt wurde? Vielleicht möchten Sie sich
auch das Kleid der Arabella oder der Hexe Saxana in Erinnerung rufen. Kein
Problem! Es genügt, wenn Sie eine Ausstellung im Prager Gemeindehaus
besuchen.
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Der Comiczeichner Kája Saudek und die goldenen Sechziger
In Tschechien kennt die Gebrüder Saudek fast jeder. Der Fotograf Jan
Saudek ist auch international bekannt. Was viele nicht wissen: Auch sein
Zwillingsbruder Kája ist Künstler, nämlich Comiczeichner. Das
Tschechische Zentrum Prag widmet dem seit drei Jahren im Koma liegenden
Kája Saudek nun eine umfassende Ausstellung.
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Mittelböhmischer Kreis ersteigert Buchminiatur aus dem 15. Jahrhundert
Selten hat der Kauf eines Kunstwerkes ein derartiges Medieninteresse
ausgelöst. Am Dienstag erwarb der mittelböhmische Kreis auf einer Auktion
in London ein wertvolles Gemälde aus dem 15. Jahrhundert. Es soll das
Prunkstück der Kreisgalerie in der Unesco-Weltkulturerbestadt Kutná hora
/ Kuttenberg werden. Der Kauf rief allerdings auch Kritik hervor.
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Wenzel von Böhmen: Österreichische Nationalbibliothek zeigt wertvolle Handschriften
Er ist schon über 1000 Jahren tot. Schon bald nach seinem Ableben begannen
sich allerlei Legenden um sein Leben und Wirken zu ranken. Die Rede ist von
Wenzel von Böhmen. Zahlreiche Gemälde, Zeichnungen und Schriften befassen
sich mit dem Mythos des Heiligen und Herrschers. Einige besonders wertvolle
Handschriften zeigt zurzeit die Österreichische Nationalbibliothek in
ihrem Prunksaal in der Wiener Hofburg. König Wenzel, der im Jahr 929 –
andere Quellen sprechen von 935 – in Stará Boleslav / Altbunzlau in
Mittelböhmen ermordet worden ist. Wenzel, der erste der vier
Přemyslidenherrscher Böhmens, wurde bereits im zarten Alter von 12 oder
13 Jahren zum Fürsten der Region um Prag bestimmt.
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Sozialistischer Realismus: umfassende Ausstellung in Prag
Von 1948 bis 1989 war in der Tschechoslowakei das totalitäre
kommunistische Regime an der Macht. Die Machthaber versuchten, möglichst
das gesamte öffentliche Leben unter ihre Kontrolle zu bekommen. Keine
Ausnahme dabei machte die bildende Kunst. Während unabhängige Künstler
vom Regime verachtet und oft verfolgt wurden, gedieh die einzige dem
kommunistischen Staat genehme Kunstrichtung prächtig: der Sozialistische
Realismus, kurz „Sorela“. Nun, 20 Jahre nach der Samtenen Revolution,
ist in Prag die eine große Ausstellung von Werken der ehemaligen
„Staatskunst“ zu sehen.
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Drei Haselnüsse für Aschenbrödel: Sonderausstellung auf Schloss Moritzburg
In der Weihnachtszeit erfreut sich bei deutschen und tschechischen Kindern
und Erwachsenen besonders ein Film großer Beliebtheit: „Drei Haselnüsse
für Aschenbrödel“. Im Dezember 2009 kehrt der Film sogar zurück auf
die deutschen Kinoleinwände mit dem Startschuss im Kino Babylon in Berlin.
Seit Anfang Oktober widmet sich Schloss Moritzburg bei Dresden in einer
Sonderausstellung diesem Kultfilm, denn unter anderem war das Schloss
Schauplatz für die Dreharbeiten zum Film. Wie es zu dieser
Sonderaustellung kam und wie sich der Kultstatus dieses Films erklärt,
dazu ein Gespräch mit Ingrid Möbius, Museumsleiterin von Schloss
Moritzburg.
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Kathedrale zum Anfassen: Museum der Hauptstadt Prag eröffnet Ausstellung für Sehbehinderte
Ein romanisches Fenster, eine gotische Säule, aber auch die ganze St.
Veitskathedrale kann man in der neuen Ausstellung im Museum der Hauptstadt
Prag bewundern. Im Unterschied zu allen anderen Ausstellungen, kann man
alle Exponate der neuen Dauerausstellung auch anfassen. mehr...
Vergessene Helden, verschwundenes Sudetenland: Reflexionen aus Tschechien
Sie sind 64 Jahre alt und doch gerade wieder einmal brandaktuell: die so
genannten Beneš-Dekrete, konkret die rechtliche Grundlage für die
Enteignung und Aussiedlung von drei Millionen Deutschen aus der
Tschechoslowakei nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Streit um die
Ratifizierung
des Vertrags von Lissabon hat der tschechische Präsident Václav Klaus
bei
den EU-Partnern erst kürzlich durchgesetzt, dass die EU-Grundrechtecharta
für Tschechien keine Gültigkeit haben soll. Angeblicher Grund: Das dort
verankerte Recht auf Eigentum könnte die Beneš-Dekrete aushebeln. Doch
längst setzen sich auch viele Tschechen kritisch mit der
Nachkriegsvergangenheit im eigenen Land auseinander. mehr...
Bilder im Kopfstand: Baselitz-Ausstellung im Prager Rudolfinum
Er zählt zu den bedeutendsten Künstlern der deutschen Nachkriegszeit.
Seine Werke spalten die Kunstszene. Ist er originell oder einfach nur
provokativ? Sicher ist der Maler Georg Baselitz ein wenig von allem. Im
Prager Rudolfinum kann man noch bis zum 6. Dezember selbst ein Bild von
dem
radikalen, nonkonformistischen Künstler machen. mehr...
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