Archiv: Kultur | Bildende Kunst Bildende Kunst
Mittelböhmischer Kreis ersteigert Buchminiatur aus dem 15. Jahrhundert
Selten hat der Kauf eines Kunstwerkes ein derartiges Medieninteresse
ausgelöst. Am Dienstag erwarb der mittelböhmische Kreis auf einer Auktion
in London ein wertvolles Gemälde aus dem 15. Jahrhundert. Es soll das
Prunkstück der Kreisgalerie in der Unesco-Weltkulturerbestadt Kutná hora
/ Kuttenberg werden. Der Kauf rief allerdings auch Kritik hervor.
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Wenzel von Böhmen: Österreichische Nationalbibliothek zeigt wertvolle Handschriften
Er ist schon über 1000 Jahren tot. Schon bald nach seinem Ableben begannen
sich allerlei Legenden um sein Leben und Wirken zu ranken. Die Rede ist von
Wenzel von Böhmen. Zahlreiche Gemälde, Zeichnungen und Schriften befassen
sich mit dem Mythos des Heiligen und Herrschers. Einige besonders wertvolle
Handschriften zeigt zurzeit die Österreichische Nationalbibliothek in
ihrem Prunksaal in der Wiener Hofburg. König Wenzel, der im Jahr 929 –
andere Quellen sprechen von 935 – in Stará Boleslav / Altbunzlau in
Mittelböhmen ermordet worden ist. Wenzel, der erste der vier
Přemyslidenherrscher Böhmens, wurde bereits im zarten Alter von 12 oder
13 Jahren zum Fürsten der Region um Prag bestimmt.
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Sozialistischer Realismus: umfassende Ausstellung in Prag
Von 1948 bis 1989 war in der Tschechoslowakei das totalitäre
kommunistische Regime an der Macht. Die Machthaber versuchten, möglichst
das gesamte öffentliche Leben unter ihre Kontrolle zu bekommen. Keine
Ausnahme dabei machte die bildende Kunst. Während unabhängige Künstler
vom Regime verachtet und oft verfolgt wurden, gedieh die einzige dem
kommunistischen Staat genehme Kunstrichtung prächtig: der Sozialistische
Realismus, kurz „Sorela“. Nun, 20 Jahre nach der Samtenen Revolution,
ist in Prag die eine große Ausstellung von Werken der ehemaligen
„Staatskunst“ zu sehen.
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Drei Haselnüsse für Aschenbrödel: Sonderausstellung auf Schloss Moritzburg
In der Weihnachtszeit erfreut sich bei deutschen und tschechischen Kindern
und Erwachsenen besonders ein Film großer Beliebtheit: „Drei Haselnüsse
für Aschenbrödel“. Im Dezember 2009 kehrt der Film sogar zurück auf
die deutschen Kinoleinwände mit dem Startschuss im Kino Babylon in Berlin.
Seit Anfang Oktober widmet sich Schloss Moritzburg bei Dresden in einer
Sonderausstellung diesem Kultfilm, denn unter anderem war das Schloss
Schauplatz für die Dreharbeiten zum Film. Wie es zu dieser
Sonderaustellung kam und wie sich der Kultstatus dieses Films erklärt,
dazu ein Gespräch mit Ingrid Möbius, Museumsleiterin von Schloss
Moritzburg.
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Kathedrale zum Anfassen: Museum der Hauptstadt Prag eröffnet Ausstellung für Sehbehinderte
Ein romanisches Fenster, eine gotische Säule, aber auch die ganze St.
Veitskathedrale kann man in der neuen Ausstellung im Museum der Hauptstadt
Prag bewundern. Im Unterschied zu allen anderen Ausstellungen, kann man
alle Exponate der neuen Dauerausstellung auch anfassen. mehr...
Vergessene Helden, verschwundenes Sudetenland: Reflexionen aus Tschechien
Sie sind 64 Jahre alt und doch gerade wieder einmal brandaktuell: die so
genannten Beneš-Dekrete, konkret die rechtliche Grundlage für die
Enteignung und Aussiedlung von drei Millionen Deutschen aus der
Tschechoslowakei nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Streit um die
Ratifizierung
des Vertrags von Lissabon hat der tschechische Präsident Václav Klaus
bei
den EU-Partnern erst kürzlich durchgesetzt, dass die EU-Grundrechtecharta
für Tschechien keine Gültigkeit haben soll. Angeblicher Grund: Das dort
verankerte Recht auf Eigentum könnte die Beneš-Dekrete aushebeln. Doch
längst setzen sich auch viele Tschechen kritisch mit der
Nachkriegsvergangenheit im eigenen Land auseinander. mehr...
Bilder im Kopfstand: Baselitz-Ausstellung im Prager Rudolfinum
Er zählt zu den bedeutendsten Künstlern der deutschen Nachkriegszeit.
Seine Werke spalten die Kunstszene. Ist er originell oder einfach nur
provokativ? Sicher ist der Maler Georg Baselitz ein wenig von allem. Im
Prager Rudolfinum kann man noch bis zum 6. Dezember selbst ein Bild von
dem
radikalen, nonkonformistischen Künstler machen. mehr...
Nationaldenkmal auf Vítkov-Berg öffnet sich für die Öffentlichkeit
Eine der unübersehbaren Dominanten im Prag-Panorama ist der Vítkov-Berg
mit dem Nationaldenkmal und der Reiterstatue des Hussitenführers Jan
Žižka. Ein Ort, dem die neuzeitliche Geschichte im Wandel der Zeit
unterschiedliche Rollen zugedacht hat. Nach einer bitter nötigen
Renovierung hat sich am Sonntag das Nationaldenkmal, das vom Prager
Nationalmuseum verwaltet wird, in einem neuen „Gewand“ und mit einer
neuen Zielsetzung vorgestellt. Vorerst allerdings nur dem Staatsoberhaupt
und Regierungsmitgliedern.
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„Zítřek začíná včera“ – „Morgen beginnt gestern“
Es ist in aller Munde: das Jubiläum „20 Jahre danach“. Auch
hierzulande rückt der zwanzigste Jahrestag der Samtenen Revolution nun mit
Riesenschritten näher. Kaum eine Kulturinstitution kommt an diesem Thema
vorbei. So auch das Prager Zentrum für zeitgenössische Kunst DOX. Gleich
eine Serie von drei Ausstellungen widmet man dort dem runden
Wende-Jubiläum. Die erste mit dem vielsagenden – und schwer zu
übersetzenden - Titel „Zítřek začíná včera“ – in etwa
„Morgen beginnt gestern“ - wurde vergangene Woche eröffnet.
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Kunstmuseum Olmütz im Wandel der Zeit: Von regionaler Galerie zum europäischen Forum
Seine Sammlungen umfassen an 200.000 Kunstgegenstände. Nach der
Nationalgalerie sind es die zweitgrößten Kunstsammlungen in Tschechien.
Die Rede ist vom Kunstmuseum im mährischen Olomouc / Olmütz. Zu den
bedeutendsten Institutionen seiner Art gehört das Museum aber auch dank
seinem Ausstellungsprogramm.
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