Archiv: Gesellschaft | Religion Religion
Socken für die tschechischen Heimkinder: Spendenzeit Weihnachten
"Stedry den" heißt der Heilige Abend auf Tschechisch, also etwa
"freigiebiger Tag". Und tatsächlich: Neben den Geschenken an die
Liebsten gibt es rund um Weihnachten auch stets eine erhöhte Bereitschaft
zu Spenden für karitative Zwecke. Zuletzt hat das die verheerende
Tsunami-Katastrophe gezeigt, die vor einem Jahr gerade am zweiten
Weihnachtstag über Südost-Asien hereingebrochen ist. Wohl auch der
Gegensatz von den schrecklichen Katastrophenbildern und dem heimischen
Frieden hat mit dazu beigetragen, dass überall in Europa in kürzester Zeit
Millionensummen für die Opfer zusammenkamen, so auch in Tschechien. Über
die Spendenzeit Weihnachten in Tschechien erfahren Sie mehr von Thomas
Kirschner im nun folgenden Forum Gesellschaft.
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Kirchen und Religionsgemeinschaften: Euthanasie ist unzulässig
Wie wir Sie in unseren Sendungen bereits informiert haben, wurde vorige
Woche ein neues Strafgesetzbuch vom Abgeordnetenhaus verabschiedet;
demnach könnte die Euthanasie theoretisch künftig unbestraft durchgeführt
werden. Vertreter der christlichen Kirchen, Juden und Moslems haben sich
am Freitagvormittag zusammengesetzt, um eine gemeinsame Erklärung zu
veröffentlichen, in der sie eine Legalisierung der Euthanasie ablehnen. In
der Erklärung unterstützen die Vertreter der verschiedenen
Religionsgemeinschaften die Sterbebegleitung und eine würdige Pflege in
den medizinischen und sozialen Einrichtungen sowie die Hospizpflege.
Martina Schneibergova fragte Professor Albert-Peter Rethmann von der
katholischen theologischen Fakultät der Karlsuniversität in Prag nach der
Entstehung der Erklärung. mehr...
Wochenschau
Der tschechische Gesundheitsminister David Rath macht nach wie vor
Schlagzeilen. Diesmal in Bezug auf einen Skandal seiner ehemaligen
Beraterin Eva Klimovicova, die als Herausgeberin der Fachzeitschrift der
Tschechischen Ärztekammer der Korruption verdächtigt wird. Rath, der noch
vor kurzem Präsident der Ärztekammer war, wies am Montag den Vorwurf, in
den Fall seiner langjährigen Mitarbeiterin involviert zu sein, entschieden
zurück.
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Gerichtsurteil: Prager St.-Veits-Dom gehört dem Staat
Das Gericht des Ersten Prager Stadtbezirks hat am Dienstag ein Aufsehen
erregendes Urteil gefällt: Der Prager St.-Veits-Dom, der zur Zeit der
kommunistischen Herrschaft an den Staat gefallen war, soll der
katholischen Kirche zurückgegeben werden. Der Streit geht jedoch in die
nächste Instanz. Gerald Schubert berichtet.
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Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Usti nad Labem/Aussig
Die deutschen und jüdischen Wurzeln der Stadt waren das Thema einer
Konferenz, die vor kurzem im nordböhmischen Usti nad Labem/Aussig
veranstaltet wurde. In ihrem Rahmen wurde im Stadtzentrum von Usti ein
Mahnmal für die Holocaust-Opfer enthüllt. Mehr über die Geschichte der
jüdischen Bevölkerung von Aussig erfahren Sie in der folgenden Sendereihe
"Reiseland Tschechien" von Martina Schneibergova und Bernd
Janning.
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Hans-Krasa-Stiftung Terezin gibt auf
Seit 1994 widmet sich die "Hans-Krasa-Stiftung Terezin" mit
Konzerten und Ausstellungen dem Vermächtnis jüdischer Komponisten, die im
Konzentrationslager Theresienstadt interniert waren. Doch die Stiftung
sieht sich dazu gezwungen, ihre Arbeit in Theresienstadt einzustellen. Am
Sonntag gab es ein letztes Abschiedskonzert. Bernd Janning war für Radio
Prag dabei: mehr...
Ein weiteres Theresienstädter Gedenkbuch dokumentiert das Schicksal österreichischer Juden
An das Schicksal der nach Theresienstadt deportierten österreichischen
Jüdinnen und Juden zu erinnern, ist das Hauptziel des soeben erschienenen,
bereits dritten Theresienstädter Gedenkbuchs. Das Buch wurde vom Institut
der Theresienstädter Initiative (ITI) in Zusammenarbeit mit dem
Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes herausgegeben und
am Mittwoch im Österreichischen Kulturforum in Prag präsentiert. Martina
Schneibergova fragte den Projektleiter des ITI, Michal Frankl, nach den
Beweggründen für die Zusammenstellung der Gedenkbücher. Weitere Bände
nämlich, die das Schicksal der nach Theresienstadt deportierten Juden aus
Böhmen und Mähren sowie aus Deutschland dokumentieren, gibt es bereits.
Michal Frankl dazu:
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Nicht nur reden - Konferenz Forum 2000 sucht nach praktischen Lösungen globaler Fragen
Bereits traditionell findet im Oktober in Prag die Konferenz "Forum
2000" statt, zu der der frühere tschechische Präsident Vaclav Havel
alljährlich führende internationale Persönlichkeiten aus Politik,
Wirtschaft und Gesellschaft einlädt.
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In Usti nad Labem (Aussig) wurde ein Holocaust-Mahnmal enthüllt
Ein halb in die Erde versunkener Davidstern aus Granit - so sieht das
Holocaust-Mahnmal aus, das am Sonntag in der nordböhmischen Stadt Usti nad
Labem / Aussig enthüllt wurde. Das Mahnmal soll, wie betont wurde, zur
Erneuerung des Gedächtnisses beitragen. Martina Schneibergova nahm an der
feierlichen Zeremonie teil.
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