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Gleichgültig sind nicht alle: Prager Aufruf gegen Antisemitismus
Um das Datum des jüdischen Gedenktags der Shoah und des Heldentums – des
Yom ha Shoah – herum wird in Prag eine Reihe von Veranstaltungen
organisiert. Dabei wird nicht nur der Opfer des Holocausts gedacht, sondern
unter anderem in Rahmen einer Konferenz auch auf Antisemitismus in der
Gesellschaft aufmerksam gemacht. Martina Schneibergová nahm an der
internationalen Konferenz teil, die am vergangenen Freitag stattfand.
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Wir sind alle Menschen: In Prag wird gegen Antisemitismus demonstriert
Der Yom ha-Shoah – der jüdische Tag der Shoah und des Heldentums –
fällt in diesem Jahr auf den 21. April. Auf Initiative einiger
christlicher Organisationen wird seit 2004 um diesen Gedenktag herum in
Prag eine Versammlung gegen Rassismus und Antisemitismus organisiert.
Unter
dem Motto „Wir sind alle Menschen“ werden am kommenden Wochenende in
Prag gleich einige Veranstaltungen stattfinden, die auf antijüdische
Tendenzen in Europa hinweisen wollen. Martina Schneibergová sprach mit
Mojmír Kallus, einem der Organisatoren der Veranstaltungsreihe. Kallus
leitet die tschechische Zweigstelle der Internationalen Christlichen
Botschaft Jerusalem. mehr...
Von Osterwundern in Tschechien
Das Osterfest in Tschechien unterscheidet sich von dem in Deutschland. Im
Mittelpunkt stehen zwar auch Ostereier, aber niemand versteckt sie. Kinder
in Tschechien ersingen sich Eier und Schokolade, indem sie von Haus zu Haus
gehen. Und dann gibt es noch den Brauch der Osterruten, mit denen die Jungs
die Mädchen schlagen. Doch der größte Unterschied liegt in den vergangen
Jahrzehnten begründet. Während der kommunistischen Herrschaft wurde der
Glaube an Ostern für einige Mutige zum Anlass, gegen das Regime
aufzubegehren. Einer von ihnen war der evangelische Pfarrer Alfred Kocáb.
Regimekritik und Unterzeichnung der Charta 77 brachten ihm viele Jahre
Berufsverbot und Repressalien der kommunistischen Machthaber. Ein Beitrag
zu den Besonderheiten tschechischer Osterfeier.
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Der außergewöhnliche Kreuzweg von Lhotka
Es ist eine alte Andachtsform, die im 14. Jahrhundert in Jerusalem
entstanden ist: das Kreuzweg-Beten. In jeder Kirche findet man heutzutage
einen Kreuzweg, ob es schon um einen Zyklus von Gemälden oder von
Plastiken geht. Einen außergewöhnlichen Kreuzweg, der sich von den
klassischen Darstellungen von Christi Leiden diametral unterscheidet, gibt
es im Ortsteil Lhotka fast am Stadtrand von Prag: In der Kirche der
Jungfrau Maria, Königin des Friedens wurde das Kunstwerk von Bildhauer
Karel Stádník vor mehr als 30 Jahren installiert und bis heute zieht es
zahlreiche Besucher nicht nur aus Tschechien, sondern auch aus dem Ausland
an. Martina Schneibergová hat in der Kirche von Lhotka über den Kreuzweg
mit dem Theologen Petr Křížek gesprochen. mehr...
Zeitlose Botschaft in Gegenwartstschechisch: Neue Bibelübersetzung erscheint vor Osterfest
Vor 15 Jahren begann ein kleines Übersetzerteam, die zeitlose Botschaft
der Bibel ins Gegenwartstschechisch zu übertragen. 50.000 Stunden lang hat
das Team gearbeitet. Nun, unmittelbar vor dem Osterfest, wird die „Bibel
21“, wie die neue Bibelausgabe genannt wird, der Öffentlichkeit
vorgestellt.
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Die Caritas in Tschechien
Frömmigkeit und gelebtes Christentum waren von 1948 bis 1989 im heutigen
Tschechien unerwünscht. Das Generalmonopol der kommunistischen Herrschaft
beanspruchte auch die soziale Wohlfahrt für sich: Die Bedürfnisse der
Kranken, Behinderten, Notleidenden und Alten wurden zentral vom Staat
verwaltet; andere Organisationen sollten nicht dazwischen funken. Sie
wurden mit Zwang und Sanktionen unterdrückt. Das natürliche Bedürfnis
des Menschen, anderen zu helfen, konnte die Säkularisierung jedoch nicht
auslöschen. Nach der Wende dauerte es nicht lange, bis sich erste
nichtstaatliche Hilfsinitiativen bildeten. Darunter auch die Caritas, die
1990 in gewandelter Form neu gegründet wurde. Die Caritas ist heute nach
dem Staat der zweitgrößte Bereitsteller von sozialen und medizinischen
Diensten in Tschechien. Maria Hammerich-Maier ist der erstaunlichen
Entwicklung der
Caritas in den letzten 18 Jahren nachgegangen. mehr...
Die Rückkehr der Augustiner: St. Thomas-Kloster II
Ende des 13. Jahrhunderts ließ sich der Augustiner-Orden auf der Prager
Kleinseite nieder und blieb dort mehrere Jahrhunderte lang. Während des
Kommunismus wurden sämtliche Ordensgemeinschaften aufgelöst, und mit
ihnen auch die Augustiner, die im Kloster Sankt Thomas zu Hause waren.
Anfang der 90er Jahre kamen einige Ordensmitglieder aus dem Ausland nach
Prag, um die Tätigkeit der Augustiner in Tschechien wieder zu beleben. In
der vergangenen Ausgabe des Spaziergangs durch Prag haben wir Sie durch
einen Teil des renovierten Klosterareals geführt und dabei versprochen,
die Führung fortzusetzen.
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Gesetz von 1949 gilt immer noch: Ausgleich zwischen Staat und Kirche bislang ungelöst
Fast 20 Jahre nach der politischen Wende ist das Verhältnis von Staat und
Kirche noch immer ungeklärt. Die Ursachen dieser Situation sind in der
Vergangenheit zu suchen: Vor 60 Jahren hat die Kommunistische Partei der
Tschechoslowakei eine Kampagne gestartet, die zur allmählichen
Liquidierung der Kirchen im Land führen sollte. Die Kampagne mündete im
Herbst 1949 in ein Gesetz, das das Verhältnis Staat-Kirche neu regelte.
Das Gesetz gilt in reduzierter Form bis heute, mit weit reichenden
finanziellen Folgen.
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Katholischer Priester und Ehemann – der Bischofssekretär Jan Kofroň im Gespräch
In Deutschland ist das Thema ein Dauerbrenner. Geht es um Kirche taucht
neben der umstrittenen Position des Schwangerschaftsabbruchs auch schnell
die Frage des Zölibats, also der Ehelosigkeit bei Priestern auf. In
Tschechien hat der Vatikan gezeigt, dass es auch anders geht. Jan Kofroň
ist der erste und einzige katholische und verheiratete Priester weltweit,
der mit päpstlichem Segen geweiht wurde und nicht aus einer
protestantischen Kirche konvertiert ist. Mit Jan Kofroň im Folgenden ein
Interview über eine außergewöhnliche Berufungsgeschichte, die Gefahren
in der Untergrundkirche der Tschechoslowakei und das Zölibat in der
katholischen Kirche.
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Die spannende Spurensuche nach der jüdischen Schriftstellerin Irma Singer
Literaturhistoriker haben es schwer. Oft müssen sie ihre Quellen erst
mühsam in Archiven und Nachlässen aufstöbern. Finderglück spielt da
auch eine Rolle. Noch schwerer wird es allerdings, wenn außer dem
Quellenmaterial auch über Autor oder Autorin selbst kaum etwas bekannt
ist. Dann sind detektivische Fähigkeiten gefordert. Die
Literaturwissenschaftlerin Rosa Neubauer hat diese Fähigkeiten
zweifellos.
Radio Prag hat mit ihr für unsere Sendereihe Begegnungen über die
spannende Spurensuche nach einer jüdischen Autorin aus Prag gesprochen. mehr...


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