Archiv: Gesellschaft | Religion Religion
„Wir haben uns einen Ruck gegeben“ – Zukunftsfonds fördert Bau einer Kapelle bei Budišov
Die Verständigung zwischen den Menschen beider Länder zu fördern – das
ist die Hauptaufgabe des deutsch-tschechischen Zukunftsfonds. In jedem
Quartal vergibt der Fonds deshalb Zuschüsse an bilaterale Projekte. Zu den
Empfängern gehören zum Beispiel Studierende der deutsch-tschechischen
Studien in Regensburg und Prag, grenzübergreifende Musikprojekte und
Kulturtage oder Begegnungstreffen für Jugendliche. Über die geförderten
Projekte und die geplante Einführung von Themenschwerpunkten haben wir mit
Joachim Bruss, dem Geschäftsführer des Zukunftsfonds, gesprochen. mehr...
Theologe Halík: Ein klares Nein den Ultrakonservativen
„Mensch der Versöhnung 2010“ – mit diesem Ehrentitel wurde der
tschechische katholische Priester und Philosoph Tomáš Halík vor ein paar
Wochen in Polen ausgezeichnet. Der Titel wurde Halík vom Polnischen Rat
der Christen und Juden in der polnischen Hauptsynagoge im ehemaligen
Warschauer Ghetto verliehen. Der Rat würdigt mit dem Ehrentitel jedes Jahr
eine ausländische Persönlichkeit für ihre Verdienste um gute Beziehungen
zwischen Christen und Juden. mehr...
„Altneue Chance“: Ein Projekt zum Abbau antijüdischer Vorurteile
Der 27. Januar, der Tag der Befreiung des KZ Auschwitz im Jahr 1945, ist in
Tschechien - ähnlich wie in vielen anderen Ländern - der Tag des
Gedenkens an die Holocaust-Opfer. An diesem Tag treffen die Parlamentarier
und Vertreter der Öffentlichkeit jedes Jahr in der Oberen Parlamentskammer
bei einer Gedenkveranstaltung mit Shoah-Überlebenden zusammen. Aus Anlass
des Gedenktags starten einige christlich orientierte Organisationen unter
dem Titel „Altneue Chance“ eine Veranstaltungsreihe mit dem Ziel, gute
Beziehungen zum jüdischen Volk zu fördern und Vorurteile abzubauen.
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In Prag wurde gegen Verfolgung der Christen protestiert
Bombenanschläge, Morde, Pogrome, staatliche Schikane – immer häufiger
tauchten in den letzten Monaten in den Medien Berichte über Gewalttaten
auf, die an Christen verübt werden. Gegen die Verfolgung der Christen in
Ägypten, im Irak, Pakistan, aber auch in China oder Nordkorea protestieren
die Unterzeichner einer Petition, die vor einigen Wochen in Tschechien
initiiert wurde. Zur Unterstützung der Petition fand am vergangenen
Dienstag auf dem Prager Wenzelsplatz eine Versammlung statt.
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Hoch zu Kamel für die Caritas: Die Dreikönigssammlung beginnt
Anfang Januar trifft man sie auch auf den Straßen in allen tschechischen
Städten: Kinder, die als die heiligen drei Könige gekleidet sind. Mit
einer Büchse mit dem Caritas-Logo in der Hand sprechen sie Passanten an
und bitten um eine Spende für karitative Projekte. Die Sternsingeraktion,
die in Tschechien „Dreikönigssammlung“ heißt, ist kurz nach ihrer
Entstehung im Jahre 2000 zur größten Freiwilligeninitiative in Tschechien
geworden.
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Franz Pany: Es ist wichtig über das Trennende und Verbindende zu reden
Die Zusammenarbeit zwischen Bayern und Tschechien im kirchlichen und
sozialen Bereich hat bereits vor der Wende von 1989 die Wurzel. Damals
wurden die Gläubigen sowie die Priester von den bayerischen christlichen
Organisationen auf verschiedene Art und Weise unterstützt, ob mit
Lieferungen von Literatur, die in der kommunistischen Tschechoslowakei
nicht erschien, oder mit Medikamenten, die Mangelware waren. Offizielle
Kontakte zwischen kirchlichen Institutionen, wie beispielsweise den
Caritasverbänden, konnten erst nach dem Zusammenbruch des kommunistischen
Regimes geknüpft werden.
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Ist die Bibel in der heutigen Zeit noch ein ‚praktisches’ Buch?
Der Abend in der Kneipe war lang geworden. Als ich mich am vergangenen
Samstagvormittag auf den Weg zur Arbeit machte, war ich daher spät dran
und… ich muss es zugeben… etwas indisponiert. Das kommt natürlich
sonst nie vor, aber… Nun ja, ich ging also zur Metro-Station, da sah ich
die beiden schon von weitem: der eine um die 15, der andere vielleicht 13
Jahre alt. Typische Teenager mit Frisuren, die unter ihren Altersgenossen
wohl als „cool“ gelten: ein mit Gel sorgfältig konservierter
Gerade-aufgestanden-Look mit verwegen in die Stirn fallenden Strähnen. mehr...
„Die Wahrhaftigkeit der Tschechen lässt noch zu wünschen übrig“
Am Wochenende hat Papst Benedikt XVI. vom spanischen Wallfahrtsort Santiago
de Compostela aus die Abkehr vom Glauben in Europa kritisiert. Als
Beispielländer, in denen der Atheismus, die Verweltlichung, zunehmen,
nannte der Papst ausdrücklich auch die Tschechische Republik, wo er 2009
zu Besuch war. Christian Rühmkorf hat bei Petr Křížek nachgefragt, was
von der Papstkritik zu halten ist. Petr Křížek ist Theologe, lehrt an
der Prager Karlsuniversität, und zugleich ist er Veranstalter von
christlichen Bildungsreisen.
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Bayerische Caritas zu Besuch in Böhmen: „Wir können auch von Ihnen lernen“
Die Caritas konnte in Tschechien erst seit der Wende von 1989 ihre Arbeit
entwickeln. Seitdem arbeiten die Caritasverbände in Süd- und Westböhmen
grenzüberschreitend mit ihren Kollegen aus Bayern zusammen. In diesen
Tagen weilte eine Delegation des bayerischen Caritas-Verbandes zu Besuch
bei den tschechischen Kollegen. Ihre Exkursion beendeten sie am Montag bei
der Caritas in Pilsen.
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„Eine Herausforderung für die Gesellschaft“ – Bischof Václav Malý über den Umgang mit Obdachlosen
Der Prager Magistrat hat mit seinem Plan, Obdachlose in ein Lager am
Stadtrand abzuschieben, eine heftige Debatte ausgelöst – Radio Prag hat
berichtet. Heftige Kritik an dem Projekt kam sowohl von der
Rathaus-Opposition als auch besonders von Bürgerinitiativen und von Seiten
der Kirche. Inzwischen ist die Obdachlosenproblematik zum Wahlkampfthema
geworden – Ende Oktober finden in Tschechien Kommunalwahlen statt. Der
Prager Bischof Václav Malý erläutert im Gespräch mit Radio Prag, warum
ein würdevoller Umgang mit Obdachlosen wichtig für die tschechische
Gesellschaft ist. mehr...
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