Archiv: Gesellschaft | Minderheiten Minderheiten
Tschechische Griechen haben ein Denkmal
Im Laufe der 50 -er Jahre hat die damalige Tschechoslowakei mehrere Tausend
Emigranten aus Griechenland aufgenommen. Ihre Zahl wird auf ca. 15 000
geschätzt. Zum Andenken an diese Menschen, die unter den dramatischen
Umständen des Bürgerkriegs in ihrer Heimat Zuflucht im Ausland suchten,
ist am vergangenen Samstag ein Denkmal im nordmährischen Krnov/Jägerndorf
enthüllt worden. Mehr im folgenden Beitrag von Jitka Mladkova: mehr...
Regierung stellt Gelder zur Beseitigung von Schweinefarm auf KZ-Gelände bereit
Seit Jahren zieht sie sich hin, die Diskussion um die Schweinefarm auf dem
Gelände des ehemaligen Roma-Konzentrationslagers im südböhmischen Lety.
Jetzt hat die Regierung einen konkreten Schritt unternommen, um die
Beseitigung des heftig umstrittenen Mastbetriebs voranzutreiben. Silja
Schultheis berichtet. mehr...
Vor 15 Jahren kamen die ersten Asylbewerber in die Tschechoslowakei
Die Asylantenproblematik war nach der Wende von 1989 in der damaligen
Tschechoslowakei etwas völlig Neues, man hatte keine Erfahrungen mit
Flüchtlingen. Mit der Zeit wurden eine organisatorische Struktur, die
notwendige Legislative sowie mehrere Aufnahme- und Integrationszentren für
die Asylbewerber aufgebaut. Vor 15 Jahren, im August 1990, sind die ersten
Flüchtlinge in die ehemalige Tschechoslowakei gekommen. Mitarbeiter der
staatlichen Institutionen sowie der NGOs, die mit Flüchtlingen arbeiten,
trafen am Mittwoch in Liberec / Reichenberg zusammen, um über ihre
Erkenntnisse, Erfahrungen und Perspektiven zu diskutieren. Mehr von
Martina Schneibergova. mehr...
Der Genozid an den Roma aus europäischer Perspektive
Ende Mai hat die Europäische Union ein Resolution verabschiedet, in der sie
die tschechische Regierung zur Beseitigung einer Schweinefarm im
südböhmischen Lety auffordert. Denn diese Schweinefarm befindet sich auf
dem Gelände des früheren Roma-Konzentrationslagers. Heute, ein halbes Jahr
später, steht die Schweinefarm nach wie vor, von außen betrachtet hat sich
an der Situation seitdem also nichts geändert. Nicht auf der Stelle
getreten ist jedoch die Diskussion über die Auseinandersetzung mit dem
Roma-Holocaust. Dass diese Auseinandersetzung eine zunehmend europäische
Dimension besitzt, daran erinnerte vergangene Woche eine Konferenz der
Heinrich-Böll-Stiftung in Prag.
mehr...
Tschechische Neonazis nehmen sich deutsche Skinheads zum Vorbild
Sie rasieren sich die Köpfe. Auf ihre Arme haben sie die SS-Runen
tätowiert. Sie verehren Hitler und erweisen Rudolf Hess jedes Jahr zu
seinem Todestag am 17. August die Ehre. Die Rede ist von Neonazis - doch
nicht von solchen aus Deutschland: Auch in Tschechien blüht seit dem Fall
des Eisernen Vorhangs eine rechte Szene, die ihren Hass auf Roma und Juden
mit Symbolen des deutschen Faschismus zum Ausdruck bringt. Mit Blick auf
die Geschichte der Deutschen und Tschechen klingt das paradox. Über die
Wurzeln des tschechischen Neonazismus und die heutige Situation berichtet
Anne Lemhöfer im "Forum Gesellschaft". mehr...
Brauner Tourismus im böhmischen Grenzgebiet
Neonazismus, Rechtsradikalismus, rassistische Gewalt - diese Begriffe sind
seit den frühen Neunziger Jahren zum festen Bestandteil der
gesellschaftlichen Realität in der Tschechischen Republik geworden.
Tschechien ist neben Ungarn das Land mit der stärksten Neonaziszene
Osteuropas. Die deutschen Behörden beunruhigt außerdem ein anderes
Phänomen: Tschechien ist für Neonazis aus Deutschland nicht nur ein
attraktiver Umschlagplatz für verbotene Musik-CDs, illegales
Propagandamaterial und militärische Ausrüstung - sondern immer öfter auch
ein beliebter Austragungsort für Rockkonzerte. Anne Lemhöfer berichtet
über den braunen Tourismus im Grenzgebiet.
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