Archiv: Gesellschaft | Minderheiten Minderheiten

Tschechische Griechen haben ein Denkmal

04-11-2005 15:59 | Jitka Mládková

Krnov / Jägerndorf Im Laufe der 50 -er Jahre hat die damalige Tschechoslowakei mehrere Tausend Emigranten aus Griechenland aufgenommen. Ihre Zahl wird auf ca. 15 000 geschätzt. Zum Andenken an diese Menschen, die unter den dramatischen Umständen des Bürgerkriegs in ihrer Heimat Zuflucht im Ausland suchten, ist am vergangenen Samstag ein Denkmal im nordmährischen Krnov/Jägerndorf enthüllt worden. Mehr im folgenden Beitrag von Jitka Mladkova: mehr...

Vor 15 Jahren kamen die ersten Asylbewerber in die Tschechoslowakei

03-11-2005 16:15 | Martina Schneibergová

Die Asylantenproblematik war nach der Wende von 1989 in der damaligen Tschechoslowakei etwas völlig Neues, man hatte keine Erfahrungen mit Flüchtlingen. Mit der Zeit wurden eine organisatorische Struktur, die notwendige Legislative sowie mehrere Aufnahme- und Integrationszentren für die Asylbewerber aufgebaut. Vor 15 Jahren, im August 1990, sind die ersten Flüchtlinge in die ehemalige Tschechoslowakei gekommen. Mitarbeiter der staatlichen Institutionen sowie der NGOs, die mit Flüchtlingen arbeiten, trafen am Mittwoch in Liberec / Reichenberg zusammen, um über ihre Erkenntnisse, Erfahrungen und Perspektiven zu diskutieren. Mehr von Martina Schneibergova. mehr...

Der Genozid an den Roma aus europäischer Perspektive

27-10-2005 | Silja Schultheis

Lety bei Pisek, 2003 Ende Mai hat die Europäische Union ein Resolution verabschiedet, in der sie die tschechische Regierung zur Beseitigung einer Schweinefarm im südböhmischen Lety auffordert. Denn diese Schweinefarm befindet sich auf dem Gelände des früheren Roma-Konzentrationslagers. Heute, ein halbes Jahr später, steht die Schweinefarm nach wie vor, von außen betrachtet hat sich an der Situation seitdem also nichts geändert. Nicht auf der Stelle getreten ist jedoch die Diskussion über die Auseinandersetzung mit dem Roma-Holocaust. Dass diese Auseinandersetzung eine zunehmend europäische Dimension besitzt, daran erinnerte vergangene Woche eine Konferenz der Heinrich-Böll-Stiftung in Prag.  mehr...

Tschechische Neonazis nehmen sich deutsche Skinheads zum Vorbild

21-12-2004 | Anne Lemhöfer

Sie rasieren sich die Köpfe. Auf ihre Arme haben sie die SS-Runen tätowiert. Sie verehren Hitler und erweisen Rudolf Hess jedes Jahr zu seinem Todestag am 17. August die Ehre. Die Rede ist von Neonazis - doch nicht von solchen aus Deutschland: Auch in Tschechien blüht seit dem Fall des Eisernen Vorhangs eine rechte Szene, die ihren Hass auf Roma und Juden mit Symbolen des deutschen Faschismus zum Ausdruck bringt. Mit Blick auf die Geschichte der Deutschen und Tschechen klingt das paradox. Über die Wurzeln des tschechischen Neonazismus und die heutige Situation berichtet Anne Lemhöfer im "Forum Gesellschaft". mehr...

Brauner Tourismus im böhmischen Grenzgebiet

17-12-2004 | Anne Lemhöfer

Neonazismus, Rechtsradikalismus, rassistische Gewalt - diese Begriffe sind seit den frühen Neunziger Jahren zum festen Bestandteil der gesellschaftlichen Realität in der Tschechischen Republik geworden. Tschechien ist neben Ungarn das Land mit der stärksten Neonaziszene Osteuropas. Die deutschen Behörden beunruhigt außerdem ein anderes Phänomen: Tschechien ist für Neonazis aus Deutschland nicht nur ein attraktiver Umschlagplatz für verbotene Musik-CDs, illegales Propagandamaterial und militärische Ausrüstung - sondern immer öfter auch ein beliebter Austragungsort für Rockkonzerte. Anne Lemhöfer berichtet über den braunen Tourismus im Grenzgebiet.  mehr...

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