Archiv: Gesellschaft | Minderheiten Minderheiten
Die Vorratskammer der unteren Zehntausend
Am stärksten sind in meiner Straße die Parkplätze frequentiert, gleich
danach kommen die Mülltonnen. Tagtäglich sehe ich sie unten in meiner
Straße vorbeiziehen und ihren Stopp an der Sulo-Mülltonne von gegenüber
einlegen.
mehr...
Neues Comic-Buch: Drei Roma erzählen ihre Lebensgeschichte
Die tschechische Comic-Szene ist dieser Tage um eine besondere Publikation
reicher geworden. Auf der Basis von Fotos und authentischer Audioaufnahmen
ist die originelle Comic-Trilogie „O přibjehi“ (Geschichten)
entstanden, deren Haupthelden drei Roma sind. Der Dreiteiler aus der Feder
des Autorentrios Markéta Hajská, Máša Bořkovcová a Vojtěch Mašek
hat großes Aufsehen erregt - vorläufig nur in den Medien.
mehr...
Prager Kommunalpolitiker will Obdachlose in Lagern zusammenpferchen
Sie gehören zum Bild der Großstädte: Obdachlose. In Prag kümmern sich
genauso wie in anderen europäischen Metropolen eine Reihe gemeinnütziger
Organisationen um diese Menschen, die ihr Leben am Rande der Gesellschaft
fristen. Ein Patentrezept, wie ihnen am besten geholfen werden kann, gibt
es jedoch nicht. Ein Prager Stadtrat ist nun mit einem radikalen Vorschlag
vorgeprescht: Die Obdachlosen sollen in Lagern am Stadtrand untergebracht
werden. Empörte Reaktionen kamen prompt.
mehr...
Anklage wegen rassistisch motivierten Mordversuchs – Prozess gegen Vítkov-Attentäter hat begonnen
In der Nacht zum 19. April 2009 verübten vier Rechtsextreme einen
Brandanschlag auf das Haus einer Roma-Familie im mährisch-schlesischen
Vítkov. Drei Personen wurden verletzt, ein zweijähriges Mädchen schwer.
Sie erlitt Verbrennungen an 80 Prozent ihres Körpers und kämpfte
monatelang mit dem Tod. Die tschechische Öffentlichkeit stand unter
Schock. Am Dienstag, mehr als ein Jahr nach der Tat, begann im Kreisgericht
von Ostrava / Ostrau der Prozess gegen die Täter.
mehr...
In Prag wurde gegen Antisemitismus demonstriert
Die Zahl der antijüdischen Ausschreitungen und Angriffe auf jüdische
Institutionen ist im vergangenen Jahr in Europa um 50 Prozent gestiegen. In
Tschechien ist jedoch vor allem dank der Tradition aus der Ersten Republik
der Antisemitismus kaum verwurzelt. Trotzdem initiierten auch dieses Jahr
einige christliche und jüdische Organisationen bereits zum siebten Mal im
Prager Waldstein-Garten eine Versammlung gegen Antisemitismus.
mehr...
Land der Angst und des aufkommenden Antisemitismus: die Zweite Republik
Eines der vielen Kapitel der tschechischen Geschichte, die bislang immer
noch nicht ausreichend historisch beleuchtet wurden, ist die Zeit der so
genannten Zweiten Republik. Dieser Staat bestand ein halbes Jahr lang und
an seinen Anfang und Ende bildeten zwei wichtige Ereignisse der
tschechischen Geschichte, die das Land auch nachhaltig geprägt haben und
vielleicht heute noch prägen: Zum einen war es das Münchner Abkommen vom
30. September 1938, das die Abtretung des Sudetengebiets zur Folge hatte.
Zum anderen der Einmarsch der deutschen Truppen am 15. März 1939 und die
Gründung des Protektorats Böhmen und Mähren. Mehr über den Charakter
der Zweiten Republik nun im folgenden Beitrag.
mehr...
In Prag wird gegen Antisemitismus demonstriert
Die Zahl der Angriffe auf jüdische Einrichtungen ist im Jahre 2009 im
Jahresvergleich um fast 50 Prozent gestiegen. Europaweit. Tschechien stellt
zwar in diesem internationalen Maßstab eine positive Ausnahme dar, denn
hierzulande wurde kein derartiger Anstieg verzeichnet. Um aber auf die
Gefahr des sich verbreitenden Neonazismus und Antisemitismus rechtzeitig
aufmerksam zu machen, organisieren einige christlich Organisationen in den
nächsten Tagen in Prag eine Reihe von Veranstaltungen. Das Programm wurde
am Mittwoch vorgestellt. Patrick Gschwend sprach darüber mit Martina
Schneibergová.
mehr...
Kampf gegen Ausgrenzung von Roma – Regierung beginnt ihr Konzept umzusetzen
Die katastrophale Lage der Roma in Tschechien ist nicht nur ein
gesellschaftlicher, sondern auch ein politischer Dauerbrenner. Schon viele
Regierungen versuchten in der Vergangenheit Strategien zu entwickeln,
richteten spezielle Arbeitsgruppen ein, doch ein messbarer Erfolg blieb
meistens aus. Auch das Übergangskabinett von Jan Fischer nahm sich dieses
Themas an. Das neueste Konzept für eine bessere Eingliederung der Roma
könnte aber vielleicht von Erfolg gekrönt werden.
mehr...
Ärztekammer entschuldigt sich für Schikanierung jüdischer Ärzte in den Jahren 1938-39
Demokratische Tschechoslowakei zusammen. Mit dem Münchner Abkommen wurde
die Tschechoslowakei zur Abtretung der Sudetengebiete an Deutschland
gezwungen. In der Folge radikalisierte sich während der so genannten
„Zweiten Republik“ die tschechoslowakische Gesellschaft – also noch
vor dem Einmarsch Hitlers in Böhmen und Mähren Mitte März 1939. Auch der
Antisemitismus wurde stärker, der zuvor hierzulande kaum spürbar gewesen
war. Die damaligen Berufskammern fingen an, die jüdischen Kollegen zu
diskriminieren. Nun, 72 Jahre später, hat sich die tschechische
Ärztekammer für die Schikanierung jüdischer Ärzte offiziell
entschuldigt.
mehr...
Verfinsterte Demokratie: Dokumentarfilm über das tschechische Neonazi-Milieu
Die Aufmärsche von Neonazis sahen an den verschiedenen Orten Tschechiens
in den letzten Jahren sehr ähnlich aus. Die skandierten Losungen waren
nationalistisch, rassistisch und antisemitisch. Ein neuer Dokumentarfilm
gibt einen tiefen Blick in das tschechische Neonazi-Milieu. Zusammenhänge
sehen die Filmemacher auch zwischen dem Neonazismus und dem islamischen
Extremismus.
mehr...
+1
+10




