Archiv: Gesellschaft | Menschenrechte Menschenrechte
Bayerischer Landtagspräsident Glück in Prag
Die Krise des Wollfahrtsstaates, die damit zusammenhängenden angestrebten
Änderungen des Sozialsystems sowie die Frage, welche Wertvorstellungen,
die Wege in die Zukunft steuern sollen - dies waren einige der Themen, die
der bayerische Landtagspräsident Alois Glück am Mittwoch in Prag
angesprochen hat. Der bayerische Politiker kam auf Einladung der
Tschechischen Christlichen Akademie nach Prag, um einen Vortrag über die
gesellschaftliche und politische Verantwortung in der globalen Welt zu
halten. Nach der Veranstaltung fragte ihn Martina Schneibergova danach, in
wie weit christliche Positionen Chancen haben, in einer säkularisierten
Gesellschaft in Tschechien sowie in Deutschland durchgesetzt zu werden: mehr...
ADRA eröffnet Kindergarten in Thailand
An der Wand in der Direktionskanzlei des Kindergartens hängt ein Bild des
weltbekannten tschechischen Pädagogen und Philosophen Jan Amos Komensky
(Comenius). Nach dem großen Gelehrten des 17. Jahrhunderts wurde nämlich
die Einrichtung benannt. Nichts Ungewöhnliches, wenn sich der Kindergarten
in einer böhmischen Ortschaft befinden würde. "Komensky" heißt
aber nun der Kindergarten, der vor kurzem in der thailändischen Gemeinde
Kamala auf Phuket eröffnet wurde. Erbaut wurde er von der tschechischen
Hilfsorganisation ADRA. Martina Schneibergova hat sich erkundigt.
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In Tschechien wurde erneut für Freilassung von Dissidenten auf Kuba demonstriert
Das kubanische Castro-Regime, das mit der Einhaltung der Menschenrechte auf
Kriegsfuß steht, hat sich im März 2003 endgültig ins Abseits gestellt, als
es 75 Oppositionelle ohne rechtliche Grundlage einfach verhaften ließ und
sie bis heute gefangen hält. Aus Anlass dieser vor drei Jahren erfolgten
Verhaftungswelle fanden am Donnerstag und Freitag in Prag zwei von der
tschechischen Organisation "Clovek v tisni" (Mensch in Not)
veranstaltete Protestaktionen statt, auf denen Politiker, Menschenrechtler
und weitere öffentliche Persönlichkeiten die Freilassung der inhaftierten
Dissidenten gefordert haben. Hören Sie dazu einen Bericht von Lothar
Martin.
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Gegen Diskriminierung, gegen Gewalt, für Chancengleichheit: Der Internationale Frauentag
Der Internationale Frauentag am vergangenen Mittwoch hat auch in Tschechien
Diskussionen über den Stand der Gleichstellung von Frauen und Männern in
der Gesellschaft gebracht. Mehrere Veranstaltungen machten auf die nach
wie vor bestehende Geschlechterdiskriminierung aufmerksam, viele Menschen
erinnerten sich, wie der Internationale Frauentag zur Zeit des
kommunistischen Regimes begangen wurde, und zum europäischen Kontext der
Gegenwart gab es aktuelle Daten aus Brüssel. Gerald Schubert fasst
zusammen. mehr...
Veilchen für Buzkova und Merkel: Prager Ausstellung zu Gewalt gegen Frauen
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat anlässlich des
Internationalen Frauentags in einer Prager U-Bahn-Station eine Ausstellung
organisiert, um auf das Problem der Gewalt gegen Frauen hinzuweisen.
Eröffnet wurde sie unter anderem von Schulministerin Petra Buzkova. Mit
ihr hat Gerald Schubert gesprochen.
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Karriere bis zur gläsernen Decke
Zum internationalen Tag der Frau hat sich auch die Organisation Gender
Studies zu Wort gemeldet. Sie beschäftigt sich unter anderem mit der
Diskriminierung von Frauen. Renate Zöller berichtet vom ihrem neuen
Projekt "Pul na Pul", zu deutsch "Halbe-halbe".
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Generalsekretär der Caritas Internationalis: Effektive Hilfe muss langfristig sein
Eine effektive Hilfe nach einer Naturkatastrophe muss langfristig sein.
Dies betonte der Generalsekretär der Caritas Internationalis, Duncan
MacLaren, während seines Treffens mit tschechischen Caritas-Mitarbeitern
am vergangenen Freitag in Prag. Während seiner Tschechien-Visite
informierte er die für die Entwicklungsprojekte verantwortlichen
Regierungsvertreter über die Arbeit der Caritas-Verbände im
internationalen Maßstab und regte die Tschechische Caritas zu einer noch
stärkeren Teilnahme an weltweiten Aktivitäten der Caritas Internationalis
an. Martina Schneibergova berichtet. mehr...
Caritas-Mitarbeiter helfen in Südostasien
In diesen Tagen wurde weltweit der Opfer der verheerenden
Tsunami-Katastrophe gedacht, die vor einem Jahr über Südostasien
hereinbrach. An der Hilfe für die betroffenen Regionen beteiligt sich auch
die Tschechische Republik. Während der ersten Monate dieses Jahres haben
tschechische Bürger mehr als 360 Millionen Kronen (ca. 12 Millionen Euro)
an die größten tschechischen Hilfsorganisationen gespendet. Umgerechnet
auf die Einwohnerzahl zählt Tschechien damit zu den spendabelsten Ländern.
Martina Schneibergova sprach mit zwei Mitarbeiterinnen der Tschechischen
Caritas, die in Südostasien tätig waren.
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Socken für die tschechischen Heimkinder: Spendenzeit Weihnachten
"Stedry den" heißt der Heilige Abend auf Tschechisch, also etwa
"freigiebiger Tag". Und tatsächlich: Neben den Geschenken an die
Liebsten gibt es rund um Weihnachten auch stets eine erhöhte Bereitschaft
zu Spenden für karitative Zwecke. Zuletzt hat das die verheerende
Tsunami-Katastrophe gezeigt, die vor einem Jahr gerade am zweiten
Weihnachtstag über Südost-Asien hereingebrochen ist. Wohl auch der
Gegensatz von den schrecklichen Katastrophenbildern und dem heimischen
Frieden hat mit dazu beigetragen, dass überall in Europa in kürzester Zeit
Millionensummen für die Opfer zusammenkamen, so auch in Tschechien. Über
die Spendenzeit Weihnachten in Tschechien erfahren Sie mehr von Thomas
Kirschner im nun folgenden Forum Gesellschaft.
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Weißrussische Opposition hofft auf mehr Hilfe aus ehemaligem Ostblock
Wie viele andere Staats- und Regierungschefs auch standen für den
tschechischen Ministerpräsidenten Jiri Paroubek in den Verhandlungen mit
China wirtschaftliche Aspekte im Vordergrund. Unter den Tisch fiel dabei,
dass gerade die Wirtschaft auch als Druckmittel dienen kann, um auf
politische Veränderungen in autoritär regierten Ländern hinzuwirken. Nicht
nur in China.
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