Archiv: Gesellschaft | Menschenrechte Menschenrechte
Neuzeitliche Sklaven auf tschechischem Arbeitsmarkt
Ausländer aus Nicht-EU-Ländern haben in Tschechien einen schweren Stand.
Einige Medien haben schon mehrfach von Fällen ihrer Ausbeutung und
Versklavung berichtet. Auf die unerfreulichen Praktiken auf dem Gebiet der
Ausländerbeschäftigung in Tschechien verweist auch eine Erklärung von
zwölf Nonprofit-, Nichtregierungs- und Regierungsorganisationen, die auf
dem Gebiet der Migrationproblematik tätig sind.
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Wie funktionierten Stasi und StB? Deutsche und Tschechen wollen es gemeinsam herausfinden
Auch 20 Jahre nach der Wende sind immer noch viele Fragen offen was die
Tätigkeiten der kommunistischen Staatssicherheitsdienste der ehemaligen
Ostblock-Staaten betrifft. Die deutsche Bundesbehörde für die
Stasiunterlagen, wegen ihrer Leiterin Marianne Birthler auch als
„Birthler-Behörde“ bekannt, nimmt bei der Aufarbeitung der
Stasiverbrechen eine Vorreiterrolle ein. Ähnliche Aufgaben wie die
„Birthler-Behörde“ in Deutschland nimmt in Tschechien das Institut zur
Erforschung totalitärer Regime wahr. In der vergangenen Woche haben die
beiden Institutionen in Prag eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.
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„Zeit der Fröhlichkeit“ - böhmische Zuwanderung nach Berlin-Rixdorf
Keines der Berliner Viertel ist so sehr durch Zuwanderung geprägt wie das
südwestlich gelegene Neukölln. Türkische Gastarbeiter waren jedoch bei
weitem nicht die ersten, die hier Zuflucht fanden. Als die damals von
Berlin noch unabhängige Stadt Rixdorf, bevor diese dem späteren Berliner
Stadtteil Neukölln zugefügt wurde, 1903 ihr eigenes Wappen erhielt,
bestand dieses neben dem brandenburgischen Adler und dem Johanniterkreuz
auch aus dem hussitischen Kelch: zu Ehren böhmischer
Religionsflüchtlinge.
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Letzte Bastion der Prager Hausbesetzerszene geräumt
Rund ein Dutzend Häuser hatten verschiedene Gruppen nach der politischen
Wende vor 20 Jahren in Prag besetzt. In der vergangenen Jahren wurden alle
dieser meist zum Abbruch bestimmten Häuser geräumt. Fast alle, denn im
Stadtteil Holešovice hielten einige Dutzend Anhänger der linken Szene die
Villa Milada besetzt. In den vergangenen beiden Tagen wurde sie nun
gewaltsam geräumt. Die tschechische Regierung verspricht den Autonomen ein
Ersatzquartier.
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Hochwasser: Hilfe, Aufräumung, Ursachenanalyse
Der Anfang der Sommerferien ist in Tschechien vom Hochwasser überschattet.
Nach dem Blitz-Hochwasser in Nord- und Mittelmähren wurde am Wochenende
Südböhmen von der Flut heimgesucht. Noch ist keine Entspannung der Lage
in Sicht: In einigen Regionen ist die Hochwasserwarnung weiter aufrecht und
Meteorologen warnen vor weiteren heftigen Gewittern. Dennoch gehen die
Aufräumungsarbeiten in den betroffenen Gebieten weiter und aus dem ganzen
Land kommt Hilfe.
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Blitz-Hochwasser: 11 Todesopfer und die Angst vor dem nächsten Regen
Nach dem Blitz-Hochwasser und einer Schreckensnacht von Mittwoch auf
Donnerstag laufen die Aufräumarbeiten in Nordmähren immer noch auf
Hochtouren. Die Rettungs- und Bergungseinheiten arbeiten pausenlos. Die
Regierung hat Millionen-Beträge bereitgestellt. Viele Menschen werde sich
erst jetzt langsam bewusst, was geschehen ist. Die Zahl der Todesopfer ist
auf elf angestiegen.
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Christliches Zeugnis in der Gegenwart: Kirche der Böhmischen Brüder unterstützt Dissidenten in Kuba
Die Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder (ČCE) ist aus der
Reformation hervorgegangen und besteht doch erst seit knapp 91 Jahren. 1918
entstand sie durch den Zusammenschluss der evangelischen Kirche
Augsburgischen Bekenntnisses und der Kirche Helvetischen Bekenntnisses. Mit
ihren etwa 120.000 Mitgliedern ist sie neben den Katholiken die
zweitstärkste Kirche in Tschechien.
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Gemeinsam für andere: Biennale für die Diakonie 2009
Vor der Wende 1989 wurde in der damaligen Tschechoslowakei nur wenig für
Behinderte getan. Dem kommunistischen Regime passten Rollstühle und
geistige Behinderungen nicht in das Bild vom fröhlichen Menschen im
Sozialismus. Behinderte isolierte man in großen Anstalten. Nach der Wende
nahmen sich einzelne Institutionen, darunter auch die Diakonie der
Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder und deren Gemeinden, der
Probleme von Behinderten an. Ideenreichtum und der Wille, gemeinsam etwas
für andere zu tun, hat die evangelische Gemeinde im Prager Bezirk Dejvice
auf eine besondere Idee gebracht.
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Breite Front gegen Rechts: In Ústí setzt man sich verstärkt gegen Neonazis zur Wehr
Im Rahmen des Filmfestivals „Jeden Svět“ hatte das Collegium Bohemicum
am Mittwoch in Ústí nad Labem / Aussig zu einem Diskussionsforum über
Neonazismus eingeladen. Mirek Bohdálek und Friedemann Bringt vom
Kulturbüro Sachsen e.V. stellten dem Publikum ihre Publikation
„Gefährliche Liebschaften - Rechtsextremismus im kleinen Grenzverkehr“
vor. Die Veranstaltung, die zunächst nur über die Gefahr von rechts
aufklären sollte, stand unerwartet in einem sehr aktuellen Kontext.
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Festivalhöhepunkt: Filme über sowjetische Terrorherrschaft in Lettland und Litauen
Das einwöchige Festival „Mene Tekel“ wird in der Regel um den 25.
Februar herum veranstaltet, denn am 25. Februar 1948 hatten die Kommunisten
die Macht in der Tschechoslowakei ergriffen. Dieses Jahr entschieden sich
die Festivalveranstalter jedoch, nicht nur über die kommunistische
Vergangenheit Tschechiens, sondern auch über die Verbrechen des
Kommunismus in einigen anderen Ländern zu berichten. Neben dem Tag
Kroatiens und Sloweniens erlebten die Festivalbesucher den Tag Litauens und
Lettlands. Schon seine Eröffnung war ein Volltreffer.
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