Archiv: Gesellschaft | Krimi Krimi
Letzte Bastion der Prager Hausbesetzerszene geräumt
Rund ein Dutzend Häuser hatten verschiedene Gruppen nach der politischen
Wende vor 20 Jahren in Prag besetzt. In der vergangenen Jahren wurden alle
dieser meist zum Abbruch bestimmten Häuser geräumt. Fast alle, denn im
Stadtteil Holešovice hielten einige Dutzend Anhänger der linken Szene die
Villa Milada besetzt. In den vergangenen beiden Tagen wurde sie nun
gewaltsam geräumt. Die tschechische Regierung verspricht den Autonomen ein
Ersatzquartier.
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Polizei sagt Rechtsextremisten den Kampf an
Seit Monaten vergeht kaum eine Woche, in der nicht irgendwo in Tschechien
Rechtsextremisten demonstrieren. Oft der verlaufen die Veranstaltungen ohne
Gewaltausbrüche, doch die Stimmung ist zumeist aufgeheizt. Der November
des Vorjahres ist den tschechischen Behörden noch in schlechter
Erinnerung: Im nordböhmischen Litvínov gerieten Hunderte
Rechtsextremisten, Vertreter der Roma-Minderheit und Polizisten aneinander.
Dutzende Verletzte waren damals zu beklagen. Politiker zeigten sich
schockiert und versprachen ein härteres Vorgehen gegen die Extremisten.
Dennoch geschah vorerst nur wenig. In den vergangnen Tagen hat sich das
Blatt gewendet: Polizei und Justiz haben eine Aktion gegen
rechtsextremistische Gruppierungen gestartet.
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Vorbild für Europa: Die Notrufnummer 112 in Tschechien
Ein falscher Schritt, ein unachtsamer Moment im Auto, eine umgefallene
Kerze, ein Einbruch: Innerhalb weniger Sekunden kann man in eine
unangenehme oder sogar lebensbedrohliche Situation kommen. Dann ist
schnelle Hilfe gefragt. An wen wende ich mich am besten? Wo befinde ich
mich eigentlich genau? Im Ausland kommt noch das Sprachproblem hinzu. Doch
innerhalb der EU braucht man nicht lange nachzudenken: In alle 27
Mitgliedsländern gibt es die einheitliche Notrufnummer 112, so auch in
Tschechien. Bereits nach weniger als fünf Sekunden ist man hierzulande
mit
der Notrufzentrale verbunden, wo man auch auf Deutsch und auf Englisch
Hilfe anfordern kann. Für den vorbildlichen Betrieb des
„Euro-Notrufs“
112 ist die tschechische Feuerwehr kürzlich von der EU ausgezeichnet
worden. mehr...
Präsident Klaus: Eier gegen Paroubek gefährden die Demokratie
Die Eierschlacht auf den Wahlkampfveranstaltungen der Sozialdemokraten
nimmt kein Ende. Am Mittwoch erreichte sie in Prag ihren vorläufigen
Höhepunkt. Spitzenpolitiker der CSSD konnten sich der eierigen Flugobjekte
nicht mehr erwehren. Langsam beginnt sich jedoch allgemeiner Widerstand zu
regen. Auch der Präsident hat sich zu Wort gemeldet. Er sieht die
Demokratie in Gefahr.
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Kurzer Prozess für Extremisten - in einem mobilen Gerichtssaal
Der Extremismus vor allem von rechts tritt in Tschechien in den letzten
Jahren immer stärker in Erscheinung. Zuletzt sorgte ein Brandanschlag auf
Roma für Entsetzen in der Öffentlichkeit. Die scheidende Regierung
versprach Taten. Am Montag beschloss sie ein Maßnahmenpaket gegen
Extremismus.
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Tschechien diskutiert über Strategien gegen den wachsenden Extremismus
Neonazi-Aufmärsche gehören fast schon zum Alltag in Tschechien. Kaum ein
Wochenende vergeht, an dem die rechtsextreme Arbeiterpartei und ihre
Anhänger, nicht durch irgendeine Stadt des Landes marschieren. Politiker
und Bürgerinitiativen sind besorgt. Geradezu verängstigt ist hingegen die
tschechische Roma-Minderheit. Die Roma sind von den Rechtsradikalen als
Hauptfeind erkoren worden. Im Zusammenhang mit den erhöhten Aktivitäten
der Neonazis ist in Tschechien eine öffentliche Debatte über den
Extremismus in der Gesellschaft entbrannt.
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Holocaust-Leugner David Duke aus Tschechien ausgewiesen
Die tschechischen Behörden haben David Duke des Landes verwiesen. Das
ehemals führende Mitglied des rassistischen Ku-Klux-Klan war am
vergangenen Freitag zu einer Autorenreise nach Tschechien gekommen, um
sein
Buch „Mein Erwachen“ vorzustellen. In dem Buch sind Passagen
enthalten,
die als Leugnung des Holocaust interpretiert werden können. mehr...
Die Schleierfahndung in Grenznähe – keine Schikane
Seit dem Beitritt
Tschechiens zum Schengenraum im Dezember 2007 hat sich die Kriminalität
im
bayerisch-böhmischen Grenzgebiet eher verringert. Und das entgegen anders
lautenden Befürchtungen. Diese Bilanz zog der Weidener Polizeidirektor
Josef Wittmann am Dienstag. Die rückläufige Tendenz der Kriminalität
sei
der Schleierfahndung zuzuschreiben, also Personenkontrollen, die ohne
konkreten Verdacht ausgeführt werden, so Wittmann. Nicht bei allen
Autofahrern finden die Kontrollen jedoch Verständnis. mehr...
„Totale Verantwortungslosigkeit zweier Erwachsener“ – internationale Kindesentführungen
Jedes Jahr landet ein ähnlicher Fall in den tschechischen Medien. Es sind
zumeist binationale Ehen, die in die Schlagzeilen geraten. Oft ist es der
ausländische Partner, der nach dem Auseinanderbrechen der Ehe das
gemeinsame Kind mit in sein Heimatland nimmt. Mehrere Dutzend ungelöster
Fälle von Kindesentführung versuchen das Justizministerium und das
Ministerium für Arbeit und Soziales zu klären. Auf der Strecke bleiben
meist der zurückgelassene Partner und das Kind. Wie im folgenden aktuellen
Fall in Tschechien.
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Fußball-Rowdys: Nach Exzessen in Brünn ist Gewalt in Stadien erneut Streitthema
An diesem Wochenende hat sie begonnen: die Rückrunde in der tschechischen
Fußballliga. Doch die sportlichen Leistungen der Kicker stehen derzeit
nicht im Mittelpunkt. Die öffentliche Diskussion wird vielmehr durch eine
organisatorische Neuerung beherrscht: Erstmals sind die Vereine selbst für
die Sicherheit in den Stadien verantwortlich. Die Polizei bleibt von nun an
draußen und soll nur im Notfall eingreifen. Als Probelauf galt das als
problematisch eingestufte Erstliga-Spiel des 1. FC Brünn gegen Baník
Ostrau. Prompt flogen dabei die Fäuste und Härteres. Vereinsvertreter und
Verbandsfunktionäre kritisieren nun die neue Regelung.
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