Archiv: Gesellschaft | Krimi Krimi
Tschechien diskutiert über Strategien gegen den wachsenden Extremismus
Neonazi-Aufmärsche gehören fast schon zum Alltag in Tschechien. Kaum ein
Wochenende vergeht, an dem die rechtsextreme Arbeiterpartei und ihre
Anhänger, nicht durch irgendeine Stadt des Landes marschieren. Politiker
und Bürgerinitiativen sind besorgt. Geradezu verängstigt ist hingegen die
tschechische Roma-Minderheit. Die Roma sind von den Rechtsradikalen als
Hauptfeind erkoren worden. Im Zusammenhang mit den erhöhten Aktivitäten
der Neonazis ist in Tschechien eine öffentliche Debatte über den
Extremismus in der Gesellschaft entbrannt.
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Holocaust-Leugner David Duke aus Tschechien ausgewiesen
Die tschechischen Behörden haben David Duke des Landes verwiesen. Das
ehemals führende Mitglied des rassistischen Ku-Klux-Klan war am
vergangenen Freitag zu einer Autorenreise nach Tschechien gekommen, um
sein
Buch „Mein Erwachen“ vorzustellen. In dem Buch sind Passagen
enthalten,
die als Leugnung des Holocaust interpretiert werden können. mehr...
Die Schleierfahndung in Grenznähe – keine Schikane
Seit dem Beitritt
Tschechiens zum Schengenraum im Dezember 2007 hat sich die Kriminalität
im
bayerisch-böhmischen Grenzgebiet eher verringert. Und das entgegen anders
lautenden Befürchtungen. Diese Bilanz zog der Weidener Polizeidirektor
Josef Wittmann am Dienstag. Die rückläufige Tendenz der Kriminalität
sei
der Schleierfahndung zuzuschreiben, also Personenkontrollen, die ohne
konkreten Verdacht ausgeführt werden, so Wittmann. Nicht bei allen
Autofahrern finden die Kontrollen jedoch Verständnis. mehr...
„Totale Verantwortungslosigkeit zweier Erwachsener“ – internationale Kindesentführungen
Jedes Jahr landet ein ähnlicher Fall in den tschechischen Medien. Es sind
zumeist binationale Ehen, die in die Schlagzeilen geraten. Oft ist es der
ausländische Partner, der nach dem Auseinanderbrechen der Ehe das
gemeinsame Kind mit in sein Heimatland nimmt. Mehrere Dutzend ungelöster
Fälle von Kindesentführung versuchen das Justizministerium und das
Ministerium für Arbeit und Soziales zu klären. Auf der Strecke bleiben
meist der zurückgelassene Partner und das Kind. Wie im folgenden aktuellen
Fall in Tschechien.
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Fußball-Rowdys: Nach Exzessen in Brünn ist Gewalt in Stadien erneut Streitthema
An diesem Wochenende hat sie begonnen: die Rückrunde in der tschechischen
Fußballliga. Doch die sportlichen Leistungen der Kicker stehen derzeit
nicht im Mittelpunkt. Die öffentliche Diskussion wird vielmehr durch eine
organisatorische Neuerung beherrscht: Erstmals sind die Vereine selbst für
die Sicherheit in den Stadien verantwortlich. Die Polizei bleibt von nun an
draußen und soll nur im Notfall eingreifen. Als Probelauf galt das als
problematisch eingestufte Erstliga-Spiel des 1. FC Brünn gegen Baník
Ostrau. Prompt flogen dabei die Fäuste und Härteres. Vereinsvertreter und
Verbandsfunktionäre kritisieren nun die neue Regelung.
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Europarat kritisiert Tschechien für die Kastration von Häftlingen
Die Kastration - ein besonders drastisches Mittel, um zu verhindern, dass
Sexualstraftäter rückfällig werden. In Tschechien gehört diese
Maßnahme offenbar nach wie vor zum Instrumentarium des Strafrechts. Dafür
wurde das Land nun vom Europarat kritisiert. Der Rat hat die Tschechische
Republik aufgefordert, die Kastrationen umgehend einzustellen.
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Kannste vergessen? – Ein Jahr Tschechische Republik im Schengen-Raum
Vor einem Jahr genau ist die europäische Integration einen entscheidenden
Schritt vorangekommen. Am 21. Dezember 2007 ist die Tschechische Republik
mit weiteren neun Ländern dem Schengen-Abkommen beigetreten. An vielen
Grenzübergängen zu Deutschland und Österreich sägten Politiker
medienwirksam Schlagbäume durch und schüttelten auf der Grenze Hände.
Seitdem gibt es keine Grenzkontrollen mehr. Was nicht heißt, dass man
immer frei durchreisen kann. Christian Rühmkorf hat sich mit dem Mikrofon
nach Südmähren begeben, an die Grenze zu Österreich, um zu hören, wie
die Dinge nach einem Jahr Schengen laufen.
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Pirelli auf Tschechisch
Ein beliebtes Geschenk und oft vor allem auch ein Werbemittel ist es: der
Kalender. Gegen Jahresende erlebt man immer einen echten Kalenderboom. Die
Firmen versuchen, bei der Themenauswahl für ihren Fotokalender vor allem
Schritt mit der Zeit zu halten.
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Barockschloss Koloděje wird Sohn des früheren Besitzers zurückgegeben
Das Barockschloss Koloděje am östlichen Prager Stadtrand muss an den Sohn
seines früheren Besitzers zurückgegeben werden. Das entschied nun ein
Berufungsgericht in Prag. Seit dem Jahr 1948 befand sich das Schloss im
Besitz der tschechoslowakischen beziehungsweise der tschechischen
Regierung, die sich oft in Koloděje zu Verhandlungen traf.
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Politologe Schuster: „Kočka-Mord könnte Politikverdrossenheit verstärken“
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag kam es in einem Prager Restaurant
zu einem Mord, dessen Umstände und Hintergründe seitdem die Medien in
Tschechien füllen. Sowohl das Opfer, Václav Kočka junior, als auch der
Täter, Bohumír Ďuričko, sind Persönlichkeiten aus der tschechischen
Unternehmerwelt. Sie werden dem Umfeld František Mrázeks zugerechnet,
der
im Januar 2006 ermordet wurde. Mrázek galt als inoffizieller Chef der
tschechischen Unterwelt und verfügte über zahlreiche Kontakte zu
Politikern aller Parteien. Auch der jüngste Mordfall zieht weite Kreise
und erschüttert die tschechische Politlandschaft, insbesondere die
Sozialdemokraten. Patrick Gschwend hat mit dem Politikwissenschaftler
Robert Schuster darüber gesprochen. mehr...
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