Archiv: Gesellschaft | Krimi Krimi
Gericht macht Naziaufmarsch im ehemaligen jüdischen Viertel Prags möglich
Zweimal hat der Prager Magistrat den Aufmarsch von Neonazis im ehemaligen
jüdischen
Viertel am 10. November verboten. Zweimal hat das Prager Stadtgericht das
Verbot wieder aufgehoben. Wie es dazu gekommen ist und wie man bei der
jüdischen Gemeinde darauf reagiert, dazu nun der folgende Bericht. mehr...
Piraten im böhmischen Becken
Das Übel der Welt, es kommt auch nach Tschechien. Meist mit Verspätung und
in etwas provinzieller Form, aber dennoch.
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Kommunistisches Szenario von 1950: Eine Frau soll eine Frau anklagen
Beim Prager Stadtgericht hat ein Gerichtsverfahren begonnen, in dem über
den Fall der ehemaligen kommunistischen Staatsanwältin Ludmila
Brozova-Polednova entscheiden wird. Die 86-jährige Frau ist die letzte noch
lebende Akteurin des kommunistischen Schauprozesses gegen Milada Horakova,
zu deren Hinrichtung sie maßgeblich beigetragen hat.
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Zentrales Polizeiregister soll dem Handyklau einen Riegel vorschieben
Wie viele Handys jährlich in Tschechien geklaut werden und später in einem
der so genannten "Basare" an einen neuen Besitzer verkauft
werden, ist nicht genau bekannt. Die Polizei schätzt, dass es mehrere
Zehntausend sind. Ein neues Projekt soll aber in Zukunft die Zahl der
entwendeten Mobiltelefone reduzieren.
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Ring frei für Intrigen? Kinderporno-Besitz wird strafbar
Auf den ersten Blick klingt es merkwürdig: Der Besitz von Kinderpornografie
soll in Tschechien in Zukunft strafbar werden. Tatsächlich aber waren
bislang nur Herstellung von und Handel mit Kinderpornografie verboten. Der
Senat hatte eine Verschärfung der Regeln zuletzt noch abgelehnt; die
tschechischen Abgeordneten haben das Oberhaus am Mittwoch aber überstimmt.
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Frantisek Bublan: Polizei heuert Nachwuchs nach aufgeweichten Kriterien an
Es sieht aus wie eine Kinowerbung für einen Actionfilm mit viel Geballere -
das Plakat mit dem die Polizei neue Schutzmänner in ihre Dienste locken
will. Dass Werbung nötig ist, das hat sich in diesem Jahr gezeigt. Viele
Polizisten haben den Dienst quittiert, nachdem das neue Dienstgesetz in
Kraft getreten war. Das neue Gesetz ist eine Peitsche, enthält aber
zugleich ein paar Krümel Zuckerbrot.
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Verkehrspolizei: Neuer Chef startet - und wirft Zweifel auf
Es gibt kaum eine Einheit der Polizei, die stärker in der Kritik steht als
die Verkehrspolizei. Sie gilt als besonders korruptionsanfällig und
zugleich fehlt sie angeblich an allen Ecken und Enden. Weil die Zahl der
Verkehrstoten in der ersten Hälfte dieses Jahres steil nach oben gestiegen
ist, musste der frühere Chef der Verkehrspolizei, Zdenek Bambas, vor
Monatsfrist seinen Hut nehmen. Am Montag hat der neue Chef, Martin
Cervicek, sich und seine Ziele der Öffentlichkeit vorgestellt.
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Anstalt für Sexualverbrecher ausdrücklich in neuem Standort erwünscht
Das nordmährische Vidnava / Weidenau kann auf eine Jahrhunderte alte
Geschichte zurückblicken. Nichtsdestotrotz ist es eine gottvergessene
Kleinstadt am Rande des Altvatergebirges unweit der polnischen Grenze. Vor
kurzem hat sie aber Schlagzeilen gemacht, und zwar durch den
Regierungsbeschluss, in Vidnava die erste Verwahrungsanstalt für
Sexualstraftäter in Tschechien zu errichten. Wer erwartet hätte, dass die
Entscheidung eine Protestwelle der Stadtbewohner auslösen würde, der hat
sich getäuscht. In Vidnava wartet man schon darauf - etwa nach dem Motto:
Je früher, desto besser.
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Budweis setzt im Kampf gegen Eisendiebe auf Plastik
Das Phänomen des Metalldiebstahls fand in den letzten Wochen mehrmals den
Weg in die tschechischen Schlagzeilen. Anfang Juli hatten Eisensammler 48
Bronze-Reliefs von sowjetischen Soldatengräbern in Prag entfernt. In Kladno
stürzte eine alte Fabrikhalle ein, weil Eisendiebe an den Säulen
herumgesägt hatten. Geklaut werden regelmäßig auch Kanaldeckel. Die
südböhmische Stadt Ceske Budejovice / Budweis setzt nun auf Plastik.
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Alptraum-Prozess Uzunoglu: 13 Jahre bis zum Freispruch
Nach 13 Jahren ist am Dienstag das längste Verfahren der tschechischen
Justizgeschichte zu Ende gegangen - mit dem lang erwarteten Freispruch für
den tschechisch-türkischen Mediziner Yekta Uzunoglu. Folter, Vorbereitungen
zu drei Morden, Betrug und Erpressung waren dem Arzt unter anderem
vorgeworfen worden. Hinter den haltlosen Anschuldigungen stand offenbar das
Bemühen seiner Gegner, Uzunoglu aus dem Weg zu räumen. Der obskure
Mammutprozess wirft vor allem ein Licht auf die Missstände in der
tschechischen Justiz. Thomas Kirschner berichtet
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