Archiv: Gesellschaft | Gesundheit Gesundheit
Gemeinsam statt einsam: Die Seniorenhaltestelle
Gemeinsam gegen das Alleinsein im Alter. Wir kommen nach Finnland. Dort
wird psychosoziale Gruppentherapie erfolgreich genutzt, um Senioren vom
intensiven Empfinden von Einsamkeit zu befreien. Die Organisation
Helsinkimissio, eine christlichen Werten verpflichtete Sozialeinrichtung,
bietet Senioren unter dem Namen "Seniorenhaltestelle"
Gruppentherapien in Helsinki, Tampere und Turku. Untersuchungen zeigen,
dass die Gruppentherapie nicht nur das Problem der Einsamkeit lösen hilft,
sondern auch die allgemeine Gesundheit der Senioren verbessert. Künftig
sollen nach dem Modell der "Seniorenhaltestelle"
Gruppentherapien landesweit angeboten werden. Auch im Ausland haben die
positiven Erfahrungen Interesse geweckt. Stefan Tschirpke berichtet:
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Zu Hause, so lange wie möglich?
Weniger Heime, mehr Heimbetreuung. Mit anderen Worten: Alte Menschen
sollen wo es nur geht zu Hause leben, zu Hause gepflegt und versorgt
werden. Das ist - in groben Zügen - das britische Konzept für den Umgang
mit Senioren. Dahinter steckt aber oft weniger die Politik als vielmehr
die Initiative privater Vereine, wie Ruth Rach aus London berichtet:
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Zu Besuch im Gerontologischen Zentrum in Kobylisy
Kommen wir von Brüssel nach Prag, in die tschechische Heimat von
EU-Kommissar Spidla. Ältere Patienten vielfältig zu fördern, um ihnen
wenigstens teilweise ein selbständiges Leben zu ermöglichen, das ist dort
Aufgabe eines Gerontologischen Zentrums, in dem sich Martina Schneibergova
umgesehen hat:
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Natürliches Gleichgewicht nicht in Sicht
Gleich zu Beginn geht es für einen Sprung ins Herz der Europäischen Union,
nach Brüssel. Der ehemalige tschechische Premierminister Vladimir Spidla
ist heute EU-Kommissar für Arbeit und Soziales. Immer länger leben mit
immer weniger Kindern ist längst ein EU-weites Phänomen, sagt Spidla:
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Staat oder privat? Altersversorgung in der Slowakei
Lange Wartelisten, die gibt es auch für Seniorenheime in der Slowakei. Vom
Staat wird zwar die Betreuung in Familien gefördert, der Betreuer erhält
6.000 slowakische Kronen monatlich. Den Familienmitgliedern scheint dieser
Einkommensausgleich aber meist zu niedrig - das Mindestgehalt in der
Slowakei beträgt nur um 900 Kronen mehr. Fazit: Die bestehenden Heime der
Sozialfürsorge sind voll. Marika Adamovska aus Bratislava:
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Behinderte in Tschechien
Jahrzehnte lang wurden Behinderte durch das kommunistische Regime
systematisch von der Gesellschaft ferngehalten und in Anstalten
weggesperrt. Als selbständige Individuen durften sie sich erst nach der
politischen Wende von 1989 wieder fühlen. Wie lebt es sich heute als
Behinderter in Tschechien? Durch ein neues Gesetz über
Sozialdienstleistungen können pflegebedürftige Behinderte in Tschechien
jetzt auch erstmals frei darüber entscheiden, welche Art von Pflege sie
von wem in Anspruch nehmen wollen. mehr...
Bewegung und Spaß in der Herzgruppe
Auch in Deutschland sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen immer noch
Todesursache Nummer eins. Wie eingangs erwähnt: Fast die Hälfte aller
Todesfälle in der Bundesrepublik lässt sich darauf zurückführen. Erst an
zweiter Stelle folgen die Krebsleiden. Die Gründe für Gefäßerkrankungen
sind vielfältig, aber viele davon lassen sich eben auf ungesunde
Lebensgewohnheiten zurückführen und wären vermeidbar. Neben den primären
Risikofaktoren wie beispielsweise Rauchen oder Diabetes spielen auch
falsche Ernährung und Bewegungsmangel eine große Rolle. Nicht nur bei der
Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern auch bei der
Rehabilitation. Viele deutsche Herzpatienten sind deshalb Mitglied einer
so genannten "Herzgruppe". Was genau das ist, erklärt Susanne
Henn von der Deutschen Welle.
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Ein Vierteljahrhundert für die Gesundheit: Vorzeigeprojekt Nord-Karelien
Wir starten heute im hohen Norden unseres Kontinents, und zwar in Finnland.
Dort wurde in den fünfziger und sechziger Jahren ein rascher Anstieg von
kardiovaskulären Krankheiten beobachtet. Besonders hohe Sterberaten durch
diese Krankheitsgruppe verzeichnete die Provinz Nord-Karelien.
Untersuchungsergebnisse zeigten, dass viele Risikofaktoren mit bestimmten
Verhaltensweisen der Nordkarelier zusammenhingen, die tief in ihrer
Lebensweise verwurzelt waren - Stichwort Ernährung und Tabakkonsum. 1972
wurde deshalb ein umfassendes Präventionsprogramm in Nord-Karelien
gestartet, um die Sterblichkeitsrate durch eine Veränderung des
Lebensstils abzusenken. Die Ergebnisse nach 25 Jahren Projektarbeit
überraschten selbst Experten. Heute werden wichtige Erfahrungen des
Projekts in Finnland angewendet und sind auch international gefragt.
Stefan Tschirpke berichtet.
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Tschechien: Pionier in der Infarktbehandlung?
Aus dicken Kindern werden oft dicke erwachsene, frühzeitig erworbenes
Übergewicht kann zur lebenslangen Hypothek werden und irgendwann zu
chronischen Erkrankungen führen - oder zu akuten Infarkten. Wir kommen
nach Tschechien: Über das tschechische Gesundheitswesen wird derzeit viel
gestritten. Die Krise ist aber vorwiegend eine finanzielle - fachlich kann
die tschechische Medizin im internationalen Vergleich durchaus mithalten.
Und in einigen Bereichen ist sie sogar führend. So zum Beispiel bei der
Behandlung von Herzinfarkten. Für Radio Prag berichtet Thomas Kirschner.
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Kulinarischer Kampf für die Kinder: Jamie Oliver und die britischen Schulküchen
In britische Schulküchen, so scheint es, haben jene Erfahrungen aber noch
kaum Einzug gehalten. Über 90 Prozent der britischen Schulkinder essen
mittags in der Cafeteria, Kinder, deren Eltern Sozialhilfe beziehen,
müssen nichts dafür bezahlen. Für viele Kinder ist das "school
meal" die Hauptmahlzeit, denn in Großbritannien ist die
Ganztagsschule die Norm. Umso wichtiger, dass sie in der Pause etwas
Vernünftiges zu essen bekommen. Könnte man denken. Weit gefehlt. Britische
"school dinners" sind noch schlechter als das Essen im Knast:
Dort wird doppelt so viel für die Zutaten ausgegeben. Der Grund: Mangelnde
Mittel und mangelnde Bestimmungen, wie eine ausgewogene Mahlzeit aussehen
soll. Dies müsse sich ändern, schwor sich der populäre Fernsehkoch Jamie
Oliver. Er verbrachte ein Jahr in einer britischen Schule, um die Dinners
zu verbessern. Ergebnis: Eine Fernsehserie, von Channel 4 ausgestrahlt,
die in der Öffentlichkeit eine kleine kulinarische Revolution auslöste.
Ruth Rach aus London:
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