Archiv: Geschichte | Tschechisch-deutsche Beziehungen Tschechisch-deutsche Beziehungen

Ausstellung über sudetendeutsche Sozialdemokraten in Ústí nad Labem

10-11-2011 16:35 | Till Janzer

Foto: Archiv der Friedrich-Ebert-Stiftung Das Bild der Deutschen aus Böhmen, Mähren und Schlesien hat sich in Tschechien in den vergangenen Jahren gewandelt. Früher wurden sie häufig mit Henlein und Hitler-Deutschland gleichgesetzt, mittlerweile wird stärker differenziert. Gerade unter den sudetendeutschen Sozialdemokraten gab es zahlreiche Antifaschisten. Das Schicksal dieser Sozialdemokraten zeigt eine Ausstellung in den Räumen des Collegium Bohemicum im nordböhmischen Ústí nad Labem / Aussig. Die Vernissage fand vergangene Woche im Rahmen der Übergabe des deutsch-tschechischen Verständigungspreises statt.  mehr...

Vor und nach dem Zweiten Weltkrieg: Beneš durch die deutschböhmische Brille

05-11-2011 02:01 | Marco Zimmermann

Edvard Beneš Edvard Beneš war am 13. und 14. Oktober das Thema einer Konferenz im Goetheinstitut in Prag. Geladen hatten das Masaryk-Institut und das Archiv der Wissenschaften gemeinsam mit dem Collegium Carolinum aus München. Ziel war es, die kontroversen Wahrnehmungen des ehemaligen Außenministers und Staatspräsidenten der Ersten Tschechoslowakischen Republik wissenschaftlich zu erfassen und den Forschungsstand zu dokumentieren. Marco Zimmermann war auf der Konferenz und berichtet, wie sich das Bild Benešs bei den Deutschen aus der Tschechoslowakei gewandelt hat. Sie hören eine neue Ausgabe unserer Sendereihe „Kapitel aus der tschechischen Geschichte“.  mehr...

„Ein normaler Gegenstand historischer Forschung“ - Internationale Tagung zu Edvard Beneš in Prag

14-10-2011 17:41 | Marco Zimmermann

Edvard Beneš Viel Historikerprominenz versammelte sich im Prager Goethe-Institut. Am Donnerstag und Freitag hat dort eine internationale Konferenz zu Edvard Beneš stattgefunden. Der bekannte und umstrittene Politiker der Tschechoslowakei – mit vielen guten und schlechten Attributen durch Tschechen und Deutsche bedacht – ist eine Person, an der sich Generationen abgearbeitet haben. Die Konferenz möchte eine Bestandsaufnahme der bisherigen Forschung leisten und den Umgang mit der Person auf die wissenschaftliche Ebene stellen.  mehr...

Das Schwarzenberg-Archiv kehrt nach Bayern zurück

04-10-2011 15:18 | Marco Zimmermann

Foto: ČTK Eine Urkunde aus dem Jahr 1355 erhielt der bayerische Wissenschafts- und Forschungsminister Wolfgang Heubisch am Montag vom tschechischen Innenminister Jan Kubice. Mit der symbolischen Übergabe dieses Dokuments endete das jahrelange Bemühen der bayerischen Archivverwaltung um die Rückgabe des Schwarzenbergarchivs an Bayern.  mehr...

Prager Ausstellung zeigt Propellerschlitten für deutsche Wehrmacht

03-10-2011 16:15 | Lothar Martin

Seit Dienstag vergangener Woche bekommen die Prager und ihre Gäste im neuen Gebäude des Nationalmuseums eine Ausstellung zu sehen, die schon vom Namen her einiges verspricht. „Vynálezci a vynálezy“, also Erfinder und Erfindungen, ist eine Ausstellung, bei der über 200 Exponate von tschechischen Schöpfern gezeigt werden, die die technische Entwicklung bedeutend mitgeprägt haben.  mehr...

„Um 180 Grad gedreht“ – Sporthistoriker Waic zum deutschen Sport in der Tschechoslowakei

03-09-2011 | Till Janzer

Pepi Bican (Foto: Slavia Prag) Die Tschechoslowakei war bei ihrer Gründung am Ende des Ersten Weltkriegs ein multiethnischer Staat. Der moderne Sport indes und besonders die Turnbewegung sind eher national geprägt. In der Tschechoslowakei lebten auch mehr als drei Millionen Deutsche. Ihr sportliches Aushängeschild war vor allem der Skilauf. In welchem Verhältnis standen aber der tschechische und der deutsche Sport in der Tschechoslowakei zueinander? Wie wurden die Nationalmannschaften zusammengesetzt? Der Sporthistoriker Marek Waic von der Prager Karlsuniversität antwortet im Folgenden auf diese und weitere Fragen.  mehr...

Mit Gartenzwerg und Weidentränke auf Reise - Kunstprojekt Bohemica

18-08-2011 15:36 | Till Janzer

Foto: ČTK Seit dem 6. August ist sie unterwegs: eine Kunstkarawane des sächsischen Kunstlabels obART. Die Reise geht von Bautzen nach Prag und führt entlang des Böhmischen Steiges, einer ehemaligen Handelsstraße aus dem Mittelalter. Vor kurzem hat der Treck aus zwei Traktoren Nordböhmen erreicht. Auf der Fahrt dabei ist auch der tschechische Schauspieler Josef Zeman, verkleidet als Gartenzwerg mit Stiefeln, Pluderhose und vor allem einer großen roten Zipfelmütze. Er spielt einen Gartenzwerg, denn die Veranstalter glauben, dass Gartenzwerge am besten zu kulturellen Botschaftern zwischen Deutschland und Tschechien taugen. Die ganze Aktion ist multimedial und auf einer speziellen Webseite lässt sich alles mitverfolgen. Leiter des Projekts ist Mike Salomon, er antwortete auf die Fragen von Radio Prag.  mehr...

„Ein Gartenzwerg der europäischen Geschichte“ - Jiří Gruša demontiert den tschechischen Beneš-Mythos

06-08-2011 | Silja Schultheis

Edvard Beneš Er ist eine der zwiespältigsten Persönlichkeiten der jüngeren tschechischen Geschichte: Edvard Beneš, zweifacher tschechoslowakischer Staatspräsident, der nach dem Zweiten Weltkrieg per Dekret über zwei Millionen Deutsche aus der Tschechoslowakei vertreiben ließ. Vielen Tschechen gilt Beneš bis heute als Nationalheld. In einem aufsehenerregenden Essay („Beneš als Österreicher“) demontiert der Schriftsteller, frühere Diplomat und PEN-Club-Vorsitzende Jiří Gruša jetzt diesen Mythos. Beneš sei ein „Gartenzwerg der europäischen Geschichte“ und habe in den entscheidenden Momenten versagt – 1938, beim Münchener Abkommen, auf Druck Hitlers und 1948, als er den Kommunisten die Machtübernahme ermöglichte. Gruša lebt seit seiner Zwangsausbürgerung aus der Tschechoslowakei 1981 in Deutschland und war hier in den 1990er Jahren mehrere Jahre tschechischer Botschafter. Damals begann er, sich näher mit dem Thema Beneš zu beschäftigen, weil er in Deutschland ständig danach gefragt wurde.  mehr...

Regionalgeschichte in riesigem Buch: eine tschechisch-österreichische Koproduktion

27-07-2011 17:20 | Marco Zimmermann

Im österreichischen Reingers lässt sich im Heimatmuseum ein ganz besonderes Buch einsehen. In der Gemeinde an der tschechischen Grenze realisierten eine Journalistin und ein Historiker ein Projekt, das alleine durch seine Maße beeindruckt. Der Inhalt steht dem aber in nichts nach.   mehr...

„Mühevoll aufgebaut“ – Historiker Zimmermann zum Verhältnis DDR-Tschechoslowakei

16-07-2011 | Iwi Hagenau

In der Nachkriegszeit hat sich die deutsch-tschechische Freundschaft zuerst zwischen den beiden Ostblockstaaten DDR und ČS(S)R entwickelt. Doch war es eine rein taktische Angelegenheit oder gab es auch eine gemeinsame Basis, auf der aufgebaut werden konnte? Der Historiker Volker Zimmermann vom Collegium Carolinum, der Forschungsstelle für die böhmischen Länder in München, ist diesen und weiteren Fragen nachgegangen. Im vergangenen Jahr hat er seine Forschungsergebnisse unter anderem in einem Buch veröffentlicht, dessen Titel lautet: „Eine sozialistische Freundschaft im Wandel - die Beziehungen zwischen der SBZ/DDR und der Tschechoslowakei (1945-1969)“. Mit Volker Zimmermann nun ein Interview zum Thema.  mehr...

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