Archiv: Geschichte | Tschechisch-deutsche Beziehungen Tschechisch-deutsche Beziehungen

„Wir haben euch gelehrt, dass Hass hässlich ist“ - der Kulturvermittler Paul Eisner

14-12-2008 02:55 | Maria Hammerich-Maier

Pavel Eisner (Foto: ČTK) Im Juli war es 50 Jahre her, dass der Prager Kulturpublizist und Übersetzer Paul Eisner gestorben ist. Im Januar werden 120 Jahre seit seiner Geburt vergangen sein. Anlass genug, sich auf die Spuren des Vermittlers zwischen den Kulturen in der Tschechoslowakei zu begeben.  mehr...

Prager Vertrag vor 35 Jahren – der letzte Baustein in Brandts Ostpolitik

13-12-2008 02:55 | Till Janzer

Unterzeichnung des Prager Vertrags (Foto: ČTKL) Der Kniefall von Warschau ist das wohl bekannteste Symbol der neuen Ostpolitik von Willy Brandt. Doch auch mit Prag suchte die deutsche Bundesregierung Anfang der 70er Jahre eine Annäherung. Beinahe wäre es dazu nicht gekommen, denn Rechtsfragen rund um die Annullierung des Münchner Abkommens drohten die Verhandlungen zu sprengen. Das aber hätte das ganze Konzept der Ostverträge und damit auch die deutsch-deutsche Annäherung gefährdet. Und so reisten Bundeskanzler Willy Brandt und Außenminister Walter Scheel vor 35 Jahren nach Prag, um auch mit den kommunistischen Machthabern in der Tschechoslowakei einen Grundlagenvertrag zu unterzeichnen.   mehr...

Prager Vertrag vor 35 Jahren - zustande gekommen mit Druck aus Moskau

11-12-2008 16:56 | Till Janzer

Vor 35 Jahren unterschrieben der damalige deutsche Bundeskanzler Willy Brandt und der tschechoslowakische Ministerpräsident Lubomír Štrougal den so genannten Prager Vertrag. Es war der letzte Baustein in der neuen Ostpolitik der sozialliberalen Koalition in Bonn. Für Prag hatte das Dokument jedoch keine vorrangige Bedeutung – wenn da nicht Moskau gewesen wäre.   mehr...

Zu Unrecht vergessen: Lesung deutschsprachiger Autoren in Prag

30-11-2008 02:55 | Marianne Allweiss

Franz Kafka, Max Brod oder Lenka Reinerová – diese deutschsprachigen Prager Schriftsteller sind den meisten Deutschen und Tschechen ein Begriff. Doch sie sind längst nicht die einzigen Vertreter der deutschsprachigen Literatur in Prag. Im Rahmen des Symposiums „Praha-Prag: Eine geteilte Geschichte 1930-1948“ veranstaltete das Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren vergangenen Sonntag eine Lesung aus Texten von deutsch-tschechischen Autoren. Hier standen nicht nur die bekannten, sondern vor allem die vergessenen Schriftsteller, Dichter und Journalisten im Vordergrund.  mehr...

Hin- und hergeschoben – Tausende deutscher Soldaten endlich in Cheb bestattet

27-11-2008 17:14 | Christian Rühmkorf

Foto: Autor An die 180.000 von ihnen sind noch in den letzten Tages des Zweiten Weltkrieges auf dem Boden der besetzten Tschechoslowakei gewaltsam zu Tode gekommen. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Ihre sterblichen Überreste wurden in Massen- Kameraden- oder Einzelgräbern beerdigt oder verscharrt. Der Volksbund deutsche Kriegsgräber Fürsorge hatte sie zumeist schon in den 90er Jahren exhumiert, um ihnen auf einem Soldatenfriedhof die letzte Ruhe zu geben. In Tschechien Friedhöfe für deutsche Soldaten zu errichten, erwies sich aber nicht immer als leicht. Eine deutsche Kriegsgräberstätte kann zu einem Politikum werden. 5000 exhumierte Soldaten wurden so jahrelang hin- und hergeschoben und zwischengelagert. Teilweise unter unwürdigen Bedingungen. Die Lösung des Problems – wenn auch keine einfache - lag im nordwestböhmischen Cheb / Eger. 1,7 Millionen Euro kostet der Umbau des Friedhofs und die Bestattung der Soldaten. Die Bestattungen stehen kurz vor dem Abschluss.   mehr...

„Praha-Prag 1930 bis 1948“ – deutschsprachige Zeitzeugen erzählen

25-11-2008 15:52 | Marianne Allweiss

Eva Mändl-Roubičková Die Geschichte der böhmischen Deutschen zwischen 1930 und 1948 ist in Tschechien nicht sehr bekannt. Um das zu ändern, lud das Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren unter dem Titel „Praha-Prag. Eine geteilte Geschichte“ zu einem Symposium in die Prager Stadtbibliothek. Berichtet wurde über deutschsprachige Literatur und Medien in dieser turbulenten Zeit. Doch im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Erinnerungen von Zeitzeugen.  mehr...

„Kristallnacht“ im Sudetengebiet – Massenflucht jüdischer Bewohner

15-11-2008 02:55 | Till Janzer

Reichskristallnacht, photo: www.holocaust.cz Im November 1938 brannten die Synagogen, wurden jüdische Häuser und Geschäfte überfallen und Juden verhaftet und getötet – und das nicht nur in Deutschland. Auch im nordböhmischen Reichenberg (Liberec), im westböhmischen Karlsbad (Karlovy Vary) oder im schlesischen Troppau (Opava), kurz in den Sudetengebieten, gab es die Pogromnacht, im Volksmund „Reichskristallnacht“ genannt. Sechs Wochen zuvor war die Macht in den Sudeten an Hitlerdeutschland gefallen. Das Münchner Abkommen von Ende September 1938 hatte geregelt, dass die Tschechoslowakei die Gebiete an Hitler abtreten musste. Die Kristallnacht im Sudetenland, das ist das Thema unseres heutigen Kapitels aus der tschechischen Geschichte, das Till Janzer vorbereitet hat. Wir knüpfen an einen Beitrag zu diesem Thema an, den wir im vergangenen Jahr gesendet haben.  mehr...

5000 deutsche Weltkriegs-Soldaten finden letzte Ruhe in Cheb

13-11-2008 16:52 | Christian Rühmkorf

Vor zweieinhalb Jahren stießen Reporter einer tschechischen Tageszeitung auf einen ungewöhnlichen Fund. Über 5000 kleine Pappsärge lagerten in einer verlassenen Industriehalle im nordböhmischen Usti nad labem. Es waren die Überreste deutscher Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg auf tschechischem Boden starben. Der Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge hatte sie zumeist schon in den 90er Jahren exhumiert, um ihnen auf einem Soldatenfriedhof die letzte Ruhe zu geben. Drei Jahre wurden die sterblichen Überreste zwischengelagert, weil man in Tschechien keinen geeigneten Ort fand, um sie beizusetzen. Am Mittwoch fand die Odyssee in der Grenzstadt Cheb / Eger ihr Ende. Die Beisetzung auf dem städtischen Friedhof hat begonnen.  mehr...

Abkehr von der Demokratie - die Tschechoslowakei nach dem Münchner Abkommen

08-11-2008 02:55 | Jakub Šiška

Das Münchner Abkommen von Ende September 1938 bedeutete einen tiefen Schlag für die Tschechoslowakei. Sie verlor ungefähr ein Drittel ihres Gebietes - nicht nur an Deutschland, sondern auch an Polen und Ungarn. Danach blieben der „Resttschechei“, wie Hitler die Republik verächtlich nannte, nur noch fünf Monate des Lebens.   mehr...

1918 – 1938 – 2008: Eine Podiumsdiskussion zu den tschechisch-deutschen Beziehungen

28-10-2008 | Gerald Schubert

Von links: František Černý, Gerald Schubert, Petra Stuiber und Ondřej Matějka (Foto: Autor) Am 28. Oktober wird hierzulande an die Gründung eines Staates gedacht, den es eigentlich gar nicht mehr gibt – nämlich an die Gründung der Tschechoslowakei im Jahr 1918. Vor genau 90 Jahren also, am Ende des Ersten Weltkriegs, lösten sich die Tschechen los von der Habsburgermonarchie. Doch auch die Tschechoslowakei war ein Vielvölkerstaat, ein neues Heimatland für viele, vor allem für Tschechen, Slowaken, Ungarn und natürlich Deutsche. Mit dem Aufstieg Hitlers in Deutschland verstärkten sich auch die Nationalitätenkonflikte innerhalb der Tschechoslowakei, bis es 20 Jahre nach ihrer Gründung zur Unterzeichnung des Münchner Abkommens kam, und damit zur Abtretung der Sudetengebiete an das so genannte Dritte Reich.   mehr...

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