Archiv: Geschichte | Tschechisch-deutsche Beziehungen Tschechisch-deutsche Beziehungen

Das Schwarzenberg-Archiv kehrt nach Bayern zurück

04-10-2011 15:18 | Marco Zimmermann

Foto: ČTK Eine Urkunde aus dem Jahr 1355 erhielt der bayerische Wissenschafts- und Forschungsminister Wolfgang Heubisch am Montag vom tschechischen Innenminister Jan Kubice. Mit der symbolischen Übergabe dieses Dokuments endete das jahrelange Bemühen der bayerischen Archivverwaltung um die Rückgabe des Schwarzenbergarchivs an Bayern.  mehr...

Prager Ausstellung zeigt Propellerschlitten für deutsche Wehrmacht

03-10-2011 16:15 | Lothar Martin

Seit Dienstag vergangener Woche bekommen die Prager und ihre Gäste im neuen Gebäude des Nationalmuseums eine Ausstellung zu sehen, die schon vom Namen her einiges verspricht. „Vynálezci a vynálezy“, also Erfinder und Erfindungen, ist eine Ausstellung, bei der über 200 Exponate von tschechischen Schöpfern gezeigt werden, die die technische Entwicklung bedeutend mitgeprägt haben.  mehr...

„Um 180 Grad gedreht“ – Sporthistoriker Waic zum deutschen Sport in der Tschechoslowakei

03-09-2011 | Till Janzer

Pepi Bican (Foto: Slavia Prag) Die Tschechoslowakei war bei ihrer Gründung am Ende des Ersten Weltkriegs ein multiethnischer Staat. Der moderne Sport indes und besonders die Turnbewegung sind eher national geprägt. In der Tschechoslowakei lebten auch mehr als drei Millionen Deutsche. Ihr sportliches Aushängeschild war vor allem der Skilauf. In welchem Verhältnis standen aber der tschechische und der deutsche Sport in der Tschechoslowakei zueinander? Wie wurden die Nationalmannschaften zusammengesetzt? Der Sporthistoriker Marek Waic von der Prager Karlsuniversität antwortet im Folgenden auf diese und weitere Fragen.  mehr...

Mit Gartenzwerg und Weidentränke auf Reise - Kunstprojekt Bohemica

18-08-2011 15:36 | Till Janzer

Foto: ČTK Seit dem 6. August ist sie unterwegs: eine Kunstkarawane des sächsischen Kunstlabels obART. Die Reise geht von Bautzen nach Prag und führt entlang des Böhmischen Steiges, einer ehemaligen Handelsstraße aus dem Mittelalter. Vor kurzem hat der Treck aus zwei Traktoren Nordböhmen erreicht. Auf der Fahrt dabei ist auch der tschechische Schauspieler Josef Zeman, verkleidet als Gartenzwerg mit Stiefeln, Pluderhose und vor allem einer großen roten Zipfelmütze. Er spielt einen Gartenzwerg, denn die Veranstalter glauben, dass Gartenzwerge am besten zu kulturellen Botschaftern zwischen Deutschland und Tschechien taugen. Die ganze Aktion ist multimedial und auf einer speziellen Webseite lässt sich alles mitverfolgen. Leiter des Projekts ist Mike Salomon, er antwortete auf die Fragen von Radio Prag.  mehr...

„Ein Gartenzwerg der europäischen Geschichte“ - Jiří Gruša demontiert den tschechischen Beneš-Mythos

06-08-2011 | Silja Schultheis

Edvard Beneš Er ist eine der zwiespältigsten Persönlichkeiten der jüngeren tschechischen Geschichte: Edvard Beneš, zweifacher tschechoslowakischer Staatspräsident, der nach dem Zweiten Weltkrieg per Dekret über zwei Millionen Deutsche aus der Tschechoslowakei vertreiben ließ. Vielen Tschechen gilt Beneš bis heute als Nationalheld. In einem aufsehenerregenden Essay („Beneš als Österreicher“) demontiert der Schriftsteller, frühere Diplomat und PEN-Club-Vorsitzende Jiří Gruša jetzt diesen Mythos. Beneš sei ein „Gartenzwerg der europäischen Geschichte“ und habe in den entscheidenden Momenten versagt – 1938, beim Münchener Abkommen, auf Druck Hitlers und 1948, als er den Kommunisten die Machtübernahme ermöglichte. Gruša lebt seit seiner Zwangsausbürgerung aus der Tschechoslowakei 1981 in Deutschland und war hier in den 1990er Jahren mehrere Jahre tschechischer Botschafter. Damals begann er, sich näher mit dem Thema Beneš zu beschäftigen, weil er in Deutschland ständig danach gefragt wurde.  mehr...

Regionalgeschichte in riesigem Buch: eine tschechisch-österreichische Koproduktion

27-07-2011 17:20 | Marco Zimmermann

Im österreichischen Reingers lässt sich im Heimatmuseum ein ganz besonderes Buch einsehen. In der Gemeinde an der tschechischen Grenze realisierten eine Journalistin und ein Historiker ein Projekt, das alleine durch seine Maße beeindruckt. Der Inhalt steht dem aber in nichts nach.   mehr...

„Mühevoll aufgebaut“ – Historiker Zimmermann zum Verhältnis DDR-Tschechoslowakei

16-07-2011 | Iwi Hagenau

In der Nachkriegszeit hat sich die deutsch-tschechische Freundschaft zuerst zwischen den beiden Ostblockstaaten DDR und ČS(S)R entwickelt. Doch war es eine rein taktische Angelegenheit oder gab es auch eine gemeinsame Basis, auf der aufgebaut werden konnte? Der Historiker Volker Zimmermann vom Collegium Carolinum, der Forschungsstelle für die böhmischen Länder in München, ist diesen und weiteren Fragen nachgegangen. Im vergangenen Jahr hat er seine Forschungsergebnisse unter anderem in einem Buch veröffentlicht, dessen Titel lautet: „Eine sozialistische Freundschaft im Wandel - die Beziehungen zwischen der SBZ/DDR und der Tschechoslowakei (1945-1969)“. Mit Volker Zimmermann nun ein Interview zum Thema.  mehr...

Abschied von Böhmen: Die Flucht des Wenzel Jaksch

21-05-2011 | Gerald Schubert

Wenzel Jaksch Dieser Tage wandert eine kleine Reisegruppe durch die ostböhmischen Beskiden in Richtung Polen. Ihre Reise über die Berge ist auch eine Reise in die Vergangenheit. Die Geschwister Mary und Georg Jaksch sind hier unterwegs auf den Spuren ihres Vaters Wenzel, begleitet von Familie und Freunden. Der sudetendeutsche Sozialdemokrat Wenzel Jaksch war im März 1939 vor den Nazis über die Beskiden nach Polen geflohen, und von dort weiter nach Großbritannien. Seinen Weg kann man heute noch recht gut nachvollziehen, weil er ihn selbst schriftlich festgehalten hat in seinem Text „Abschied von Böhmen“. Gerald Schubert hat Mary und Georg Jaksch am Anfang ihrer Spurensuche in Prag getroffen.  mehr...

Im Auftrag der USA: Die tschechoslowakischen Sendungen von RFE

14-05-2011 02:00 | Till Janzer

Vor 60 Jahren begann Radio Freies Europa (RFE) mit seinen ständigen Sendungen in den damaligen Ostblock. Sitz von Radio Free Europe, so der englische Name, wurde München. Die USA hatten den Sender als Instrument des Kalten Krieges eingerichtet und die kommunistischen Regierungen antworteten mit dem Einsatz von Störsendern. Radio Freies Europa sendete von Anfang an auf Tschechisch und Slowakisch, das Programm gestalteten Exilanten aus der Tschechoslowakei. Mehr nun zum Kalten Krieg im Äther und den Beginn der Sendungen von Radio Freies Europa in einem weiteren Kapitel aus der tschechischen Geschichte.  mehr...

Genschers Balkon: Tschechien bereit zu Verhandlungen über Verkauf des Lobkowicz-Palais

12-05-2011 16:05 | Till Janzer

Palais Lobkowicz Das Lobkowicz-Palais auf der Prager Kleinseite ist Sitz der deutschen Botschaft. Die Bundesregierung möchte das Gebäude gerne kaufen, denn schließlich ist es von historischer Bedeutung. Am Mittwoch hat sich nun die tschechische Regierung bereit erklärt, über den Verkauf des Barockgebäudes zu verhandeln.  mehr...

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