Archiv: Geschichte | Tschechisch-deutsche Beziehungen Tschechisch-deutsche Beziehungen
Das Schwarzenberg-Archiv kehrt nach Bayern zurück
Eine Urkunde aus dem Jahr 1355 erhielt der bayerische Wissenschafts- und
Forschungsminister Wolfgang Heubisch am Montag vom tschechischen
Innenminister Jan Kubice. Mit der symbolischen Übergabe dieses Dokuments
endete das jahrelange Bemühen der bayerischen Archivverwaltung um die
Rückgabe des Schwarzenbergarchivs an Bayern. mehr...
Prager Ausstellung zeigt Propellerschlitten für deutsche Wehrmacht
Seit Dienstag vergangener Woche bekommen die Prager und ihre Gäste im
neuen Gebäude des Nationalmuseums eine Ausstellung zu sehen, die schon vom
Namen her einiges verspricht. „Vynálezci a vynálezy“, also Erfinder
und Erfindungen, ist eine Ausstellung, bei der über 200 Exponate von
tschechischen Schöpfern gezeigt werden, die die technische Entwicklung
bedeutend mitgeprägt haben. mehr...
„Um 180 Grad gedreht“ – Sporthistoriker Waic zum deutschen Sport in der Tschechoslowakei
Die Tschechoslowakei war bei ihrer Gründung am Ende des Ersten Weltkriegs
ein multiethnischer Staat. Der moderne Sport indes und besonders die
Turnbewegung sind eher national geprägt. In der Tschechoslowakei lebten
auch mehr als drei Millionen Deutsche. Ihr sportliches Aushängeschild war
vor allem der Skilauf. In welchem Verhältnis standen aber der tschechische
und der deutsche Sport in der Tschechoslowakei zueinander? Wie wurden die
Nationalmannschaften zusammengesetzt? Der Sporthistoriker Marek Waic von
der Prager Karlsuniversität antwortet im Folgenden auf diese und weitere
Fragen. mehr...
Mit Gartenzwerg und Weidentränke auf Reise - Kunstprojekt Bohemica
Seit dem 6. August ist sie unterwegs: eine Kunstkarawane des sächsischen
Kunstlabels obART. Die Reise geht von Bautzen nach Prag und führt entlang
des Böhmischen Steiges, einer ehemaligen Handelsstraße aus dem
Mittelalter. Vor kurzem hat der Treck aus zwei Traktoren Nordböhmen
erreicht. Auf der Fahrt dabei ist auch der tschechische Schauspieler Josef
Zeman, verkleidet als Gartenzwerg mit Stiefeln, Pluderhose und vor allem
einer großen roten Zipfelmütze. Er spielt einen Gartenzwerg, denn die
Veranstalter glauben, dass Gartenzwerge am besten zu kulturellen
Botschaftern zwischen Deutschland und Tschechien taugen. Die ganze Aktion
ist multimedial und auf einer speziellen Webseite lässt sich alles
mitverfolgen. Leiter des Projekts ist Mike Salomon, er antwortete auf die
Fragen von Radio Prag. mehr...
„Ein Gartenzwerg der europäischen Geschichte“ - Jiří Gruša demontiert den tschechischen Beneš-Mythos
Er ist eine der zwiespältigsten Persönlichkeiten der jüngeren
tschechischen Geschichte: Edvard Beneš, zweifacher tschechoslowakischer
Staatspräsident, der nach dem Zweiten Weltkrieg per Dekret über zwei
Millionen Deutsche aus der Tschechoslowakei vertreiben ließ. Vielen
Tschechen gilt Beneš bis heute als Nationalheld. In einem
aufsehenerregenden Essay („Beneš als Österreicher“) demontiert der
Schriftsteller, frühere Diplomat und PEN-Club-Vorsitzende Jiří Gruša
jetzt diesen Mythos. Beneš sei ein „Gartenzwerg der europäischen
Geschichte“ und habe in den entscheidenden Momenten versagt – 1938,
beim Münchener Abkommen, auf Druck Hitlers und 1948, als er den
Kommunisten die Machtübernahme ermöglichte. Gruša lebt seit seiner
Zwangsausbürgerung aus der Tschechoslowakei 1981 in Deutschland und war
hier in den 1990er Jahren mehrere Jahre tschechischer Botschafter. Damals
begann er, sich näher mit dem Thema Beneš zu beschäftigen, weil er in
Deutschland ständig danach gefragt wurde. mehr...
Regionalgeschichte in riesigem Buch: eine tschechisch-österreichische Koproduktion
Im österreichischen Reingers lässt sich im Heimatmuseum ein ganz
besonderes Buch einsehen. In der Gemeinde an der tschechischen Grenze
realisierten eine Journalistin und ein Historiker ein Projekt, das alleine
durch seine Maße beeindruckt. Der Inhalt steht dem aber in nichts nach.
mehr...
„Mühevoll aufgebaut“ – Historiker Zimmermann zum Verhältnis DDR-Tschechoslowakei
In der Nachkriegszeit hat sich die deutsch-tschechische Freundschaft zuerst
zwischen den beiden Ostblockstaaten DDR und ČS(S)R entwickelt. Doch war es
eine rein taktische Angelegenheit oder gab es auch eine gemeinsame Basis,
auf der aufgebaut werden konnte? Der Historiker Volker Zimmermann vom
Collegium Carolinum, der Forschungsstelle für die böhmischen Länder in
München, ist diesen und weiteren Fragen nachgegangen. Im vergangenen Jahr
hat er seine Forschungsergebnisse unter anderem in einem Buch
veröffentlicht, dessen Titel lautet: „Eine sozialistische Freundschaft
im Wandel - die Beziehungen zwischen der SBZ/DDR und der Tschechoslowakei
(1945-1969)“. Mit Volker Zimmermann nun ein Interview zum Thema. mehr...
Abschied von Böhmen: Die Flucht des Wenzel Jaksch
Dieser Tage wandert eine kleine Reisegruppe durch die ostböhmischen
Beskiden in Richtung Polen. Ihre Reise über die Berge ist auch eine Reise
in die Vergangenheit. Die Geschwister Mary und Georg Jaksch sind hier
unterwegs auf den Spuren ihres Vaters Wenzel, begleitet von Familie und
Freunden. Der sudetendeutsche Sozialdemokrat Wenzel Jaksch war im März
1939 vor den Nazis über die Beskiden nach Polen geflohen, und von dort
weiter nach Großbritannien. Seinen Weg kann man heute noch recht gut
nachvollziehen, weil er ihn selbst schriftlich festgehalten hat in seinem
Text „Abschied von Böhmen“. Gerald Schubert hat Mary und Georg Jaksch
am Anfang ihrer Spurensuche in Prag getroffen. mehr...
Im Auftrag der USA: Die tschechoslowakischen Sendungen von RFE
Vor 60 Jahren begann Radio Freies Europa (RFE) mit seinen ständigen
Sendungen in den damaligen Ostblock. Sitz von Radio Free Europe, so der
englische Name, wurde München. Die USA hatten den Sender als Instrument
des Kalten Krieges eingerichtet und die kommunistischen Regierungen
antworteten mit dem Einsatz von Störsendern. Radio Freies Europa sendete
von Anfang an auf Tschechisch und Slowakisch, das Programm gestalteten
Exilanten aus der Tschechoslowakei. Mehr nun zum Kalten Krieg im Äther und
den Beginn der Sendungen von Radio Freies Europa in einem weiteren Kapitel
aus der tschechischen Geschichte. mehr...
Genschers Balkon: Tschechien bereit zu Verhandlungen über Verkauf des Lobkowicz-Palais
Das Lobkowicz-Palais auf der Prager Kleinseite ist Sitz der deutschen
Botschaft. Die Bundesregierung möchte das Gebäude gerne kaufen, denn
schließlich ist es von historischer Bedeutung. Am Mittwoch hat sich nun
die tschechische Regierung bereit erklärt, über den Verkauf des
Barockgebäudes zu verhandeln. mehr...

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