Archiv: Geschichte | Tschechisch-deutsche Beziehungen Tschechisch-deutsche Beziehungen

Der "Prager Mittag" - die kurze Geschichte einer Emigrantenzeitung

28-04-2007 | Thomas Kirschner

Europa in den 1930er Jahren. Während die Welt ringsum im Meer des Totalitarismus versinkt, ist die Tschechoslowakei für einige Jahre die letzte Insel der Freiheit in Mitteleuropa. Viele politisch Verfolgte des Nazi-Regimes suchen hier Zuflucht, darunter auch Schriftsteller, Journalisten und Intellektuelle. Einige wenige Jahre lang konnte in Prag sogar eine deutschsprachige Emigrantenzeitung erscheinen, der "Prager Mittag". Thomas Kirschner stellt ihnen die kurze Geschichte des Blattes vor.  mehr...

Wanderausstellung über Verbrechen an Deutschen während der Vertreibung

20-02-2007 16:22 | Andreas Wiedemann

Internierungslager Seit Mai vergangenen Jahres zieht eine Wanderausstellung durch einige nordböhmische Städte. Diese informiert den Besucher über Gewalttaten und Exzesse, die im Zuge der so genannten wilden Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg begangen wurden. Am Montag machte die Ausstellung in Teplice Station.  mehr...

Siedler und Alteingesessene in den Grenzgebieten der böhmischen Länder nach dem Zweiten Weltkrieg

10-02-2007 | Andreas Wiedemann

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden im tschechischen Landesteil der Tschechoslowakei die größten Bevölkerungsverschiebungen ihrer Geschichte in Gang gesetzt, an denen mindestens fünf Millionen Menschen beteiligt waren. Ungefähr 3,3 Millionen Deutsche flohen, wurden vertrieben oder ausgesiedelt. Die große Mehrheit von ihnen hatte in den Grenzgebieten (den ehemaligen Sudetengebieten) gelebt. Dorthin zogen in den ersten Nachkriegsjahren mindestens 1,7 Millionen Tschechen und Slowaken als Neusiedler. Nach dem Abschluss des Wiederbesiedlungsprozesses bestand die neue Gesellschaft in den ehemaligen Sudetengebieten im Durchschnitt zu über zwei Dritteln aus Neusiedlern. Das Zusammenleben zwischen tschechischen Neu- und Altsiedlern gestaltete sich aber nicht immer konfliktfrei. mehr...

Gegen Kriegsverbrechen und Kollaboration - die "Retributionsprozesse" 1945-1947

03-02-2007 | Thomas Kirschner

Mai 1945: Der Krieg ist zu Ende, auch in der Tschechoslowakei, wo noch bis in die letzten Tage gekämpft wurde. Sieben Jahre nationalsozialistischer Willkür und Terrorherrschaft liegen hinter dem Land. Wie kann man mit dieser Vergangenheit leben? Neues Leid, die Vertreibung der tschechoslowakischen Deutschen, ist eine Antwort. In den so genannten Retributionsprozessen, die vor 60 Jahren zu Ende gingen, wurde aber auch der Versuch gemacht, die Täter vor Gericht zur Verantwortung zu ziehen. mehr...

Der wundeste Punkt der tschechischen Gesellschaft

25-01-2007 14:27 | Sebastian Kraft

Die Diskussion um die eigene totalitäre Vergangenheit sorgt weiterhin für viel Zündstoff in der tschechischen Gesellschaft - sofern darüber überhaupt diskutiert wird. In der vergangenen Woche lud das Tschechische Zentrum Berlin zu einer mit zahlreichen Experten gespickten Konferenz in die deutsche Hauptstadt ein, um den Stand der Aufarbeitung in der Tschechischen Republik mit der in der Bundesrepublik zu vergleichen. Während Sturmtief "Kyrill" Berlin in Atem hielt, wackelten zeitweise auch die Wände in der Tschechischen Botschaft, die als Veranstaltungsort diente. Sebastian Kraft berichtete bereits am vergangenen Freitag aus Berlin und fasst nun noch einmal die wichtigsten Ereignisse zusammen. mehr...

Deutsche und tschechische Wege nach 1989 - Konferenz vergleicht Aufarbeitung des Kommunismus

19-01-2007 16:17 | Andreas Wiedemann, Sebastian Kraft

Wie setzen sich Deutschland und die Tschechische Republik mit den Folgen von vierzig Jahren kommunistischer Diktatur auseinander? Das ist die Leitfrage einer Konferenz, die am Donnerstag und Freitag unter dem Titel "Deutsche und tschechische Wege nach 1989 - ein Vergleich" in der Tschechischen Botschaft in Berlin stattfindet. Für Radio Prag beobacht Sebastian Kraft vor Ort die Konferenz.  mehr...

"Auf einmal war man nur noch Deutscher" - deutsche Antifaschisten in der Nachkriegstschechoslowakei

18-11-2006 | Andreas Wiedemann

Die deutschen Antifaschisten in der Tschechoslowakei. Obwohl sie gegen Hitler gekämpft und sich für den Erhalt des Tschechoslowakischen Staates eingesetzt hatten, wurden viele von ihnen nach dem Zweiten Weltkrieg in der Tschechoslowakei häufig nicht viel besser behandelt als der Rest der deutschen Bevölkerung. Die tschechische Regierung hat im letzten Jahr, noch unter dem damaligen sozialdemokratischen Premierminister, Jiri Paroubek, beschlossen, die Geschichte der deutschen Hitlergegner in der Tschechoslowakei aufzuarbeiten und die Öffentlichkeit mit deren Schicksal bekannt zu machen. Andreas Wiedemann beschäftigt sich im heutigen Geschichtskapitel mit den deutschen Antifaschisten. mehr...

"Auch sie waren dagegen" - Konferenz über die Geschichte der deutschen Antifaschisten

16-11-2006 16:05 | Andreas Wiedemann

Die Geschichte und das Schicksal der deutschen Antifaschisten aufarbeiten und dokumentieren und ihre Opfer nicht vergessen. Das ist das Ziel des umfangreichen Projekts, dass durch einen Beschluss der tschechischen Regierung, unter ihrem damaligen Premierminister Jiri Paroubek, vom 24. August 2005 auf den Weg gebracht wurde. Die Regierung entschuldigte sich dafür, dass auch Antifaschisten von den nach dem Krieg in der CSR geltenden Maßnahmen betroffen waren. In Usti nad Labem fand von Montag bis Mittwoch eine internationale Konferenz zum Auftakt dieses Projekts statt. mehr...

"Ein kultivierter Verfechter der anderen Welt" - Zur tschechische Erstausgabe des Politischen Tagebuchs von Camill Hoffmann

10-11-2006 15:50 | Thomas Kirschner

Das Politische Tagebuch 1932-1939 Sensibler Lyriker und genau beobachtender Diplomat - der 1878 im mittelböhmischen Kolin geborene Camill Hoffmann war beides zugleich. Das Politische Tagebuch, das Hoffmann in den Jahren 1932-1939 geführt hat, ist nun erstmals auch in tschechischer Sprache erschienen. Mehr dazu von Thomas Kirschner.  mehr...

Kolonialisierung und Missionierung? Die Kirche zwischen Vertreibung und Wiederbesiedlung

04-11-2006 | Andreas Wiedemann

Immer wieder wird über die Vertreibung und Aussiedlung der deutschen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei nach dem Zweiten Weltkrieg diskutiert. Über die weitere Entwicklung in den ehemaligen Sudetengebieten ist hingegen weniger bekannt. Seit einigen Jahren wird nun aber verstärkt der Frage nachgegangen, was eigentlich in diesen Gebieten passierte, nachdem die Deutschen weg waren? Andreas Wiedemann beschäftigt sich in unserem heutigen Geschichtskapitel mit einem speziellen Aspekt der tschechischen Nachkriegsgeschichte: Mit der Rolle der Kirche im Zusammenhang von Vertreibung und Wiederbesiedlung.  mehr...

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