Archiv: Geschichte | Tschechisch-deutsche Beziehungen Tschechisch-deutsche Beziehungen
Vor und nach dem Zweiten Weltkrieg: Beneš durch die deutschböhmische Brille
Edvard Beneš, der ehemalige Außenminister und Staatspräsident der Ersten
Tschechoslowakischen Republik, war vor einiger Zeit das Thema einer
Konferenz im Goethe-Institut in Prag. Historiker aus Deutschland,
Tschechien, aber auch zum Beispiel aus Großbritannien diskutierten über
die kontroversen Wahrnehmungen von Beneš. Geladen hatten das
Masaryk-Institut und das Archiv der Wissenschaften gemeinsam mit dem
Collegium Carolinum aus München. Marco Zimmermann war bei der Konferenz
und hat nachgefragt, wie sich das Bild von Beneš bei den Deutschen aus der
Tschechoslowakei gewandelt hat. mehr...
Freundeskreis Fulda-Litoměřice begeht 10. Jubiläum mit Ausstellung
Die nordböhmische Stadt Litoměřice / Leitmeritz und das hessische Fulda
sind durch eine Städtepartnerschaft verbunden. Die Partnerschaft hat
historische Wurzeln. In diesem Jahr begeht der Freundeskreis
Fulda-Litoměřice zehn Jahres seines Bestehens. Aus dem Anlass wurde am
vergangenen Donnerstag eine tschechische Ausstellung über zerstörte
Sakraldenkmäler Nordböhmens feierlich eröffnet. mehr...
Von der Wiege bis zur Bahre – deutsche Arbeiter in der Tschechoslowakei
Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit und wird traditionell fast überall auf
der Welt von den Arbeiterbewegungen gefeiert. Natürlich haben auch die
deutschen Arbeiter in der Tschechoslowakei diesen Tag begangen. Wir wollen
den Tag zum Anlass nehmen, um einmal einen Blick auf die deutsche
Arbeiterbewegung in der Ersten Republik zu werfen. Sie bestand nämlich aus
mehr als nur der Sozialdemokratischen Partei und formte das Alltagsleben
der einfachen Arbeiter. mehr...
Körperertüchtigung und Politik: 150 Jahre Turnerbund Sokol
Was für die Deutschen Turnvater Jahn ist, das ist für die Tschechen
Miroslav Tyrš. Er war vor 150 Jahren prägender Mitgründer des Sokol, der
tschechischen Turnbewegung, die später auch auf weitere slawische Völker
übergriff. „Sokol“ ist nicht nur im Tschechischen, sondern auch in
anderen slawischen Sprachen das Wort für „Falke“. Die Falken spielten
eine wichtige Rolle bei der Emanzipation der Tschechen und Slowaken in der
k.u.k. Monarchie und der Bildung eines eigenständigen Staates. Der Sokol
war zudem die bedeutendste Massenorganisation der tschechischen Geschichte. mehr...
„Unsere Vertreter in Prag und nicht in Berlin“: die 92-jährige Erna Meißner über Jugend, Krieg und Aussiedlung
Im nordböhmischen Ústí nad Labem / Aussig hatte das Collegium Bohemicum
eine besondere Person zu Gast. Die 1920 in Střekov / Schreckenstein
geborene Ernestine (Erna) Meißner besuchte eine Woche ihre Geburtstadt,
die heute Teil der Stadt Ústí nad Labem ist, um von ihrer
sozialdemokratisch geprägten Jugend in der Ersten Tschechoslowakischen
Republik zu berichten. Sie besuchte mehrere Grund- und Mittelschulen und
sprach vor interessierten Studenten, aber auch Bürgern der Stadt Ústí.
Radio Prag hat die 92-jährige ans Mikrofon gebeten. mehr...
Geschichte verbindet – Studenten treffen Zeitzeugen
Die Geschichte des 20. Jahrhunderts erscheint den meisten Jugendlichen
heutzutage fremd. Seit 2010 bietet das Collegium Bohemicum in Ústí nad
Labem / Aussig Jugendlichen die Möglichkeit, Zeitzeugen zu treffen, die
historische Ereignisse erlebt und überlebt haben. Am Donnerstag kamen
Studenten nach Ústí, um die Geschichte der Stadt einmal durch die
Perspektive von Zeitzeugen zu betrachten.
mehr...
„Es gab zwei Verhandlungsebenen“ - Historiker Kunštát zum Nachbarschaftsvertrag
Die häufig zitierte und erwähnte Deutsch-Tschechische Erklärung von 1997
war nicht der Anfang. Fünf Jahre früher wurde bereits der
Deutsch-Tschechoslowakische Vertrag über gute Nachbarschaft unterzeichnet.
20 Jahre sind vergangen, seitdem Bundeskanzler Kohl und Außenminister
Genscher sowie Staatspräsident Havel und Außenminister Dienstbier ihre
Unterschriften unter den Vertrag gesetzt haben. Die tschechisch-deutsche
Aussöhnung ist Fachgebiet des Historikers Miroslav Kunštát von der
Tschechischen Akademie der Wissenschaften, ab 1993 hat er auch
Staatspräsident Václav Havel in diesen Fragen beraten. mehr...
Petr Polakovič auf den Spuren deutschböhmischer Auswanderer in Brasilien
Im Dorf Náhlov bei Ralsko in Nordböhmen gibt es seit einiger Zeit ein
Museum der Auswanderung nach Brasilien. Es dokumentiert den Weg Tausender
Deutschböhmen, die vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
ihre Heimat verließen, um in Lateinamerika eine neue Heimat zu finden.
Initiator des Museums ist Petr Polakovič. Seit einigen Jahren bemüht er
sich schon, die tschechische Öffentlichkeit mit diesem Teil der
deutschböhmischen Geschichte bekannt zu machen. Anfang des Jahres hat Petr
Polakovič nun ein Buch über Böhmerwäldler in Brasilien herausgegeben.
Martina Schneibergová hat mit ihm über das Buch und die Auswanderung
gesprochen. mehr...
„Weiter ein Stabilisierungsfaktor“ – 15 Jahre Deutsch-Tschechische Erklärung
Im Januar 1997 war es soweit: Bundeskanzler Helmut Kohl und der
tschechische Premier Václav Klaus unterzeichneten die Deutsch-Tschechische
Erklärung. Das Dokument wurde zum Grundstein für die Aussöhnung der
Menschen aus beiden Ländern. Denn Tschechien und Deutschland vereinbarten,
dass die Vergangenheit nicht die Beziehungen der Gegenwart belasten soll.
Auf dieser Grundlage sind seitdem Hunderte von Initiativen entstanden und
es haben viele Begegnungen stattgefunden. Bei der Verwirklichung solcher
Projekte hilft der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds, der aus der
Erklärung heraus gegründet wurde. Tomáš Jelínek ist tschechischer
Co-Vorsitzender des Zukunftsfonds, gegenüber Radio Prag bilanzierte er 15
Jahre Deutsch-Tschechische Erklärung. mehr...
Triumphale Rückkehr - der Weg zum tschechischen Kult um Edvard Beneš
Edvard Beneš, der ehemalige tschechoslowakische Staatspräsident, ist Held
und Reizfigur zugleich. Es kommt nur darauf an, wen man fragt. Vor einigen
Wochen haben wir hier in unseren Sendungen bereits über die
sudetendeutsche Wahrnehmung von Beneš gesprochen. Nun beleuchten wir das
Bild, das sich die tschechoslowakischen Bürger von ihrem Präsidenten
gemacht haben- und zwar in der Zeit ab dem Münchner Abkommen von 1938, als
Beneš abdankte, und vor allem während seiner triumphalen Rückkehr in die
Nachkriegs-Tschechoslowakei. mehr...
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