Archiv: Geschichte | Kommunismus Kommunismus
Der Weg zur Teilung der Tschechoslowakei vor 20 Jahren
Mit dem Mitternachtsgeläute am 31. Dezember 1992 veränderte sich die
politische Landkarte Europas. Nach 74 Jahren hörte die Tschechoslowakei
auf zu existieren. Der gemeinsame Staat der Tschechen und der Slowaken
wurde von zwei selbstständigen Nachfolgestaaten abgelöst. Analog zur so
genannten „Samtenen Revolution“, die drei Jahre zuvor den totalitären
Staat – die Tschechoslowakische Sozialistische Republik - zu Fall
brachte, sprach man damals von einer „Samtenen Scheidung“. Sie kam auch
nicht wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Nach dem 17. November 1989
steuerte die Entwicklung hierzulande kontinuierlich dorthin. mehr...
Ein großer Physiker in Prag: Einsteins drei Semester an der Moldau
Vor kurzem wurde in Prag ein interessantes Jubiläum begangen: Albert
Einsteins Aufenthalt an der Prager deutschen Universität endete 1912, also
vor genau 100 Jahren Der berühmte Physiker wurde nämlich im März 1911
als Professor nach Prag berufen, verließ die Moldaustadt aber ein Jahr
später wieder. Zu Ehren dieses Jubiläums wurde eine große Konferenz
veranstaltet und eine Ausstellung eröffnet. mehr...
„Nun waren sie alle Bergleute“ - Josef Haslingers Roman „Jáchymov“ über Eishockey, Politik und Zwangsarbeit
Im vergangenen Jahr erschien das Buch „Jáchymov“ von Josef Haslinger.
Der österreichische Schriftsteller geht in diesem Roman auf ein dunkles
Kapitel der tschechischen Geschichte ein – nämlich auf die politischen
Prozesse der 1950er Jahre und die Zwangsarbeit politischer Gefangener in
den Uranminen in und um Jáchymov. Haslinger wählt eine besondere Person,
um die Ereignisse zu schildern: den berühmten Eishockeytorwart Bohumil
Modrý, der mitsamt der gesamten Eishockeymannschaft 1950 verurteilt wurde
und im kommunistischen Gefängnis- und Lagersystem verschwand. mehr...
Attentat auf Heydrich: Zum Jubiläum eröffnet neue Ausstellung
Er galt als „Henker des tschechischen Volkes“: der Organisator des
Holocausts und Stellvertretende Reichsprotektor von Böhmen und Mähren,
Reinhard Heydrich. Am 27. Mai 1942 verübten tschechische
Widerstandskämpfer ein Attentat auf Heydrich. Die Nazis reagierten mit
zahlreichen Racheakten, darunter auch die Niederbrennung der Gemeinden
Lidice und Ležáky. Anlässlich des bevorstehenden 70. Jahrestags des
Attentats auf Heydrich wurde am Donnerstag im Prager Wallenstein-Garten
eine Ausstellung eröffnet. mehr...
Gehirnwäsche und Rübenanbau: Gedenkstätte für verfolgte Geistliche auf dem Muttergottesberg
Der Muttergottesberg bei der ostböhmischen Stadt Králíky / Grulich war
ab dem 18. Jahrhundert ein bedeutender Wallfahrtsort. Das zugehörige
Kloster hatte später eine bewegte Geschichte: Während des Zweiten
Weltkriegs wurde es vorübergehend zum Zufluchtsort für Mütter mit
Kindern aus zerbombten deutschen Städten. Später wurden dort Piloten der
alliierten Armeen gefangen gehalten. Während des Kommunismus wurde das
Kloster in ein Konzentrationslager für Ordensmitglieder verwandelt. Ende
April wurde auf dem Muttergottesberg eine Gedenkstätte eröffnet, die an
die vom kommunistischen Regime verfolgten Geistlichen erinnert. mehr...
Historiker Smetana: „Es ist ein Mythos, dass Europa in Jalta geteilt wurde“
Am 8. Mai wird in Tschechien offiziell der Befreiung des Landes von den
deutschen Besatzern gedacht. Der Tag ist ein Feiertag. Ein Autorenkollektiv
aus tschechischen Historikern hat 2009 über die Befreiung der
Tschechoslowakei eine umfangreiche Studie herausgegeben. Die Historikem
sagen, die Freiheit sei teuer erkauft worden – unter anderem sei sie ja
in der mehr als 40 Jahre währenden kommunistischen Herrschaft gemündet.
Einer der Autoren ist Vít Smetana vom Institut für Zeitgeschichte in
Prag. Mit ihm an dieser Stelle ein Gespräch über Mythen und Fakten beim
Weg der Nachkriegs-Tschechoslowakei in die Arme Moskaus. mehr...
Freundeskreis Fulda-Litoměřice begeht 10. Jubiläum mit Ausstellung
Die nordböhmische Stadt Litoměřice / Leitmeritz und das hessische Fulda
sind durch eine Städtepartnerschaft verbunden. Die Partnerschaft hat
historische Wurzeln. In diesem Jahr begeht der Freundeskreis
Fulda-Litoměřice zehn Jahres seines Bestehens. Aus dem Anlass wurde am
vergangenen Donnerstag eine tschechische Ausstellung über zerstörte
Sakraldenkmäler Nordböhmens feierlich eröffnet. mehr...
Historiker Smetana: „Es ist ein Mythos, dass Europa in Jalta geteilt wurde“
Am 8. Mai wird in Tschechien offiziell der Befreiung des Landes von den
deutschen Besatzern gedacht. Der Tag ist ein Feiertag. Ein Autorenkollektiv
aus tschechischen Historikern hat 2009 über die Befreiung der
Tschechoslowakei eine umfangreiche Studie herausgegeben. Die Historikem
sagen, die Freiheit sei teuer erkauft worden – unter anderem sei sie ja
in der mehr als 40 Jahre währenden kommunistischen Herrschaft gemündet.
Einer der Autoren ist Vít Smetana vom Institut für Zeitgeschichte in
Prag. Mit ihm an dieser Stelle ein Gespräch über Mythen und Fakten beim
Weg der Nachkriegs-Tschechoslowakei in die Arme Moskaus. mehr...
Auf dem Muttergottesberg wurde Gedenkstätte für verfolgte Geistliche eröffnet
Vor 62 Jahren begann das kommunistische Regime damit, die kirchlichen
Ordensgemeinschaften aufzulösen. Einige der Klöster wurden in
Konzentrations- oder Internierungslager für Ordensmitglieder verwandelt.
Eines davon war das Kloster auf dem Muttergottesberg bei Králíky /
Grulich. Am vergangenen Freitag wurde dort eine Gedenkstätte für
verfolgte Geistliche eröffnet. mehr...
Von der Charta 77 zum Kulturbauernhof Řehlovice: der Künstler Jan Korbelík über Emigration und internationale Verständigung
Jan Korbelík ist Künstler, Indologe und Übersetzer. Seit der Wende
engagiert er sich auf dem Kulturbauernhof in Řehlovice. Er ist mit Lenka
Holíková, der Leiterin des Bauernhofesm, befreundet und hat an allen
größeren Aktionen der letzten Jahre mitgewirkt. Sein Lieblingsprojekt ist
das Künstlersymposium „Proudění“ (dt.: Strömungen), das bereits
seit zehn Jahren regelmäßig im Juli auf dem alten Meierhof stattfindet.
Jan Korbelík lebt jetzt in Wien, dorthin emigrierte er Ende der siebziger
Jahre. Als 18-Jähriger hatte er bereits die Charta 77 unterzeichnet und
konnte deshalb nicht studieren. Als der damalige österreichische
Bundeskanzler allen Charta-Unterzeichnern politisches Asyl anbot, nutzte
Korbelík dies und ging nach Wien. mehr...
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