Archiv: Geschichte | Kommunismus Kommunismus

Der Weg zur Teilung der Tschechoslowakei vor 20 Jahren

11-08-2012 02:01 | Jitka Mládková

Mit dem Mitternachtsgeläute am 31. Dezember 1992 veränderte sich die politische Landkarte Europas. Nach 74 Jahren hörte die Tschechoslowakei auf zu existieren. Der gemeinsame Staat der Tschechen und der Slowaken wurde von zwei selbstständigen Nachfolgestaaten abgelöst. Analog zur so genannten „Samtenen Revolution“, die drei Jahre zuvor den totalitären Staat – die Tschechoslowakische Sozialistische Republik - zu Fall brachte, sprach man damals von einer „Samtenen Scheidung“. Sie kam auch nicht wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Nach dem 17. November 1989 steuerte die Entwicklung hierzulande kontinuierlich dorthin. mehr...

Ein großer Physiker in Prag: Einsteins drei Semester an der Moldau

07-07-2012 02:01 | Marco Zimmermann

Albert Einstein Vor kurzem wurde in Prag ein interessantes Jubiläum begangen: Albert Einsteins Aufenthalt an der Prager deutschen Universität endete 1912, also vor genau 100 Jahren Der berühmte Physiker wurde nämlich im März 1911 als Professor nach Prag berufen, verließ die Moldaustadt aber ein Jahr später wieder. Zu Ehren dieses Jubiläums wurde eine große Konferenz veranstaltet und eine Ausstellung eröffnet. mehr...

„Nun waren sie alle Bergleute“ - Josef Haslingers Roman „Jáchymov“ über Eishockey, Politik und Zwangsarbeit

02-06-2012 02:01 | Marco Zimmermann

Im vergangenen Jahr erschien das Buch „Jáchymov“ von Josef Haslinger. Der österreichische Schriftsteller geht in diesem Roman auf ein dunkles Kapitel der tschechischen Geschichte ein – nämlich auf die politischen Prozesse der 1950er Jahre und die Zwangsarbeit politischer Gefangener in den Uranminen in und um Jáchymov. Haslinger wählt eine besondere Person, um die Ereignisse zu schildern: den berühmten Eishockeytorwart Bohumil Modrý, der mitsamt der gesamten Eishockeymannschaft 1950 verurteilt wurde und im kommunistischen Gefängnis- und Lagersystem verschwand. mehr...

Attentat auf Heydrich: Zum Jubiläum eröffnet neue Ausstellung

25-05-2012 16:18 | Martina Schneibergová

Foto: Barbora Kmentová Er galt als „Henker des tschechischen Volkes“: der Organisator des Holocausts und Stellvertretende Reichsprotektor von Böhmen und Mähren, Reinhard Heydrich. Am 27. Mai 1942 verübten tschechische Widerstandskämpfer ein Attentat auf Heydrich. Die Nazis reagierten mit zahlreichen Racheakten, darunter auch die Niederbrennung der Gemeinden Lidice und Ležáky. Anlässlich des bevorstehenden 70. Jahrestags des Attentats auf Heydrich wurde am Donnerstag im Prager Wallenstein-Garten eine Ausstellung eröffnet. mehr...

Gehirnwäsche und Rübenanbau: Gedenkstätte für verfolgte Geistliche auf dem Muttergottesberg

11-05-2012 17:22 | Martina Schneibergová

Muttergottesberg (Foto: Martina Schneibergová) Der Muttergottesberg bei der ostböhmischen Stadt Králíky / Grulich war ab dem 18. Jahrhundert ein bedeutender Wallfahrtsort. Das zugehörige Kloster hatte später eine bewegte Geschichte: Während des Zweiten Weltkriegs wurde es vorübergehend zum Zufluchtsort für Mütter mit Kindern aus zerbombten deutschen Städten. Später wurden dort Piloten der alliierten Armeen gefangen gehalten. Während des Kommunismus wurde das Kloster in ein Konzentrationslager für Ordensmitglieder verwandelt. Ende April wurde auf dem Muttergottesberg eine Gedenkstätte eröffnet, die an die vom kommunistischen Regime verfolgten Geistlichen erinnert. mehr...

Historiker Smetana: „Es ist ein Mythos, dass Europa in Jalta geteilt wurde“

08-05-2012 | Till Janzer

Konferenz in Jalta Am 8. Mai wird in Tschechien offiziell der Befreiung des Landes von den deutschen Besatzern gedacht. Der Tag ist ein Feiertag. Ein Autorenkollektiv aus tschechischen Historikern hat 2009 über die Befreiung der Tschechoslowakei eine umfangreiche Studie herausgegeben. Die Historikem sagen, die Freiheit sei teuer erkauft worden – unter anderem sei sie ja in der mehr als 40 Jahre währenden kommunistischen Herrschaft gemündet. Einer der Autoren ist Vít Smetana vom Institut für Zeitgeschichte in Prag. Mit ihm an dieser Stelle ein Gespräch über Mythen und Fakten beim Weg der Nachkriegs-Tschechoslowakei in die Arme Moskaus. mehr...

Freundeskreis Fulda-Litoměřice begeht 10. Jubiläum mit Ausstellung

08-05-2012 | Martina Schneibergová

Die nordböhmische Stadt Litoměřice / Leitmeritz und das hessische Fulda sind durch eine Städtepartnerschaft verbunden. Die Partnerschaft hat historische Wurzeln. In diesem Jahr begeht der Freundeskreis Fulda-Litoměřice zehn Jahres seines Bestehens. Aus dem Anlass wurde am vergangenen Donnerstag eine tschechische Ausstellung über zerstörte Sakraldenkmäler Nordböhmens feierlich eröffnet. mehr...

Historiker Smetana: „Es ist ein Mythos, dass Europa in Jalta geteilt wurde“

08-05-2012 | Till Janzer

Konferenz in Jalta Am 8. Mai wird in Tschechien offiziell der Befreiung des Landes von den deutschen Besatzern gedacht. Der Tag ist ein Feiertag. Ein Autorenkollektiv aus tschechischen Historikern hat 2009 über die Befreiung der Tschechoslowakei eine umfangreiche Studie herausgegeben. Die Historikem sagen, die Freiheit sei teuer erkauft worden – unter anderem sei sie ja in der mehr als 40 Jahre währenden kommunistischen Herrschaft gemündet. Einer der Autoren ist Vít Smetana vom Institut für Zeitgeschichte in Prag. Mit ihm an dieser Stelle ein Gespräch über Mythen und Fakten beim Weg der Nachkriegs-Tschechoslowakei in die Arme Moskaus. mehr...

Auf dem Muttergottesberg wurde Gedenkstätte für verfolgte Geistliche eröffnet

02-05-2012 16:31 | Martina Schneibergová

Foto: Martina Schneibergová Vor 62 Jahren begann das kommunistische Regime damit, die kirchlichen Ordensgemeinschaften aufzulösen. Einige der Klöster wurden in Konzentrations- oder Internierungslager für Ordensmitglieder verwandelt. Eines davon war das Kloster auf dem Muttergottesberg bei Králíky / Grulich. Am vergangenen Freitag wurde dort eine Gedenkstätte für verfolgte Geistliche eröffnet. mehr...

Von der Charta 77 zum Kulturbauernhof Řehlovice: der Künstler Jan Korbelík über Emigration und internationale Verständigung

24-04-2012 17:08 | Marco Zimmermann

Jan Korbelík (Foto: Archiv von Kulturzentrum Řehlovice) Jan Korbelík ist Künstler, Indologe und Übersetzer. Seit der Wende engagiert er sich auf dem Kulturbauernhof in Řehlovice. Er ist mit Lenka Holíková, der Leiterin des Bauernhofesm, befreundet und hat an allen größeren Aktionen der letzten Jahre mitgewirkt. Sein Lieblingsprojekt ist das Künstlersymposium „Proudění“ (dt.: Strömungen), das bereits seit zehn Jahren regelmäßig im Juli auf dem alten Meierhof stattfindet. Jan Korbelík lebt jetzt in Wien, dorthin emigrierte er Ende der siebziger Jahre. Als 18-Jähriger hatte er bereits die Charta 77 unterzeichnet und konnte deshalb nicht studieren. Als der damalige österreichische Bundeskanzler allen Charta-Unterzeichnern politisches Asyl anbot, nutzte Korbelík dies und ging nach Wien. mehr...

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