Archiv: Geschichte | Kommunismus Kommunismus
Attentat auf Heydrich: Zum Jubiläum eröffnet neue Ausstellung
Er galt als „Henker des tschechischen Volkes“: der Organisator des
Holocausts und Stellvertretende Reichsprotektor von Böhmen und Mähren,
Reinhard Heydrich. Am 27. Mai 1942 verübten tschechische
Widerstandskämpfer ein Attentat auf Heydrich. Die Nazis reagierten mit
zahlreichen Racheakten, darunter auch die Niederbrennung der Gemeinden
Lidice und Ležáky. Anlässlich des bevorstehenden 70. Jahrestags des
Attentats auf Heydrich wurde am Donnerstag im Prager Wallenstein-Garten
eine Ausstellung eröffnet. mehr...
Gehirnwäsche und Rübenanbau: Gedenkstätte für verfolgte Geistliche auf dem Muttergottesberg
Der Muttergottesberg bei der ostböhmischen Stadt Králíky / Grulich war
ab dem 18. Jahrhundert ein bedeutender Wallfahrtsort. Das zugehörige
Kloster hatte später eine bewegte Geschichte: Während des Zweiten
Weltkriegs wurde es vorübergehend zum Zufluchtsort für Mütter mit
Kindern aus zerbombten deutschen Städten. Später wurden dort Piloten der
alliierten Armeen gefangen gehalten. Während des Kommunismus wurde das
Kloster in ein Konzentrationslager für Ordensmitglieder verwandelt. Ende
April wurde auf dem Muttergottesberg eine Gedenkstätte eröffnet, die an
die vom kommunistischen Regime verfolgten Geistlichen erinnert. mehr...
Freundeskreis Fulda-Litoměřice begeht 10. Jubiläum mit Ausstellung
Die nordböhmische Stadt Litoměřice / Leitmeritz und das hessische Fulda
sind durch eine Städtepartnerschaft verbunden. Die Partnerschaft hat
historische Wurzeln. In diesem Jahr begeht der Freundeskreis
Fulda-Litoměřice zehn Jahres seines Bestehens. Aus dem Anlass wurde am
vergangenen Donnerstag eine tschechische Ausstellung über zerstörte
Sakraldenkmäler Nordböhmens feierlich eröffnet. mehr...
Historiker Smetana: „Es ist ein Mythos, dass Europa in Jalta geteilt wurde“
Am 8. Mai wird in Tschechien offiziell der Befreiung des Landes von den
deutschen Besatzern gedacht. Der Tag ist ein Feiertag. Ein Autorenkollektiv
aus tschechischen Historikern hat 2009 über die Befreiung der
Tschechoslowakei eine umfangreiche Studie herausgegeben. Die Historikem
sagen, die Freiheit sei teuer erkauft worden – unter anderem sei sie ja
in der mehr als 40 Jahre währenden kommunistischen Herrschaft gemündet.
Einer der Autoren ist Vít Smetana vom Institut für Zeitgeschichte in
Prag. Mit ihm an dieser Stelle ein Gespräch über Mythen und Fakten beim
Weg der Nachkriegs-Tschechoslowakei in die Arme Moskaus. mehr...
Historiker Smetana: „Es ist ein Mythos, dass Europa in Jalta geteilt wurde“
Am 8. Mai wird in Tschechien offiziell der Befreiung des Landes von den
deutschen Besatzern gedacht. Der Tag ist ein Feiertag. Ein Autorenkollektiv
aus tschechischen Historikern hat 2009 über die Befreiung der
Tschechoslowakei eine umfangreiche Studie herausgegeben. Die Historikem
sagen, die Freiheit sei teuer erkauft worden – unter anderem sei sie ja
in der mehr als 40 Jahre währenden kommunistischen Herrschaft gemündet.
Einer der Autoren ist Vít Smetana vom Institut für Zeitgeschichte in
Prag. Mit ihm an dieser Stelle ein Gespräch über Mythen und Fakten beim
Weg der Nachkriegs-Tschechoslowakei in die Arme Moskaus. mehr...
Auf dem Muttergottesberg wurde Gedenkstätte für verfolgte Geistliche eröffnet
Vor 62 Jahren begann das kommunistische Regime damit, die kirchlichen
Ordensgemeinschaften aufzulösen. Einige der Klöster wurden in
Konzentrations- oder Internierungslager für Ordensmitglieder verwandelt.
Eines davon war das Kloster auf dem Muttergottesberg bei Králíky /
Grulich. Am vergangenen Freitag wurde dort eine Gedenkstätte für
verfolgte Geistliche eröffnet. mehr...
Von der Charta 77 zum Kulturbauernhof Řehlovice: der Künstler Jan Korbelík über Emigration und internationale Verständigung
Jan Korbelík ist Künstler, Indologe und Übersetzer. Seit der Wende
engagiert er sich auf dem Kulturbauernhof in Řehlovice. Er ist mit Lenka
Holíková, der Leiterin des Bauernhofesm, befreundet und hat an allen
größeren Aktionen der letzten Jahre mitgewirkt. Sein Lieblingsprojekt ist
das Künstlersymposium „Proudění“ (dt.: Strömungen), das bereits
seit zehn Jahren regelmäßig im Juli auf dem alten Meierhof stattfindet.
Jan Korbelík lebt jetzt in Wien, dorthin emigrierte er Ende der siebziger
Jahre. Als 18-Jähriger hatte er bereits die Charta 77 unterzeichnet und
konnte deshalb nicht studieren. Als der damalige österreichische
Bundeskanzler allen Charta-Unterzeichnern politisches Asyl anbot, nutzte
Korbelík dies und ging nach Wien. mehr...
Stalin-Monstermonument: Vor 50 Jahren auf Befehl aus Moskau gesprengt
Es sollte ein Geschenk und vor allem eine Danksagung an einen „großen“
Mann sein: das Denkmal des sowjetischen Diktators Josef Stalin, der in
einer überdimensionalen Granitgestalt von einer Anhöhe in aller Ewigkeit
auf ganz Prag hinabschauen würde. Vor 68 Jahren wurde mit den Bauarbeiten
begonnen. Am 1. Mai 1955 fand mit viel Pomp die Enthüllung
statt. Doch Stalin und das Figurengefolge blieben nicht, wie eigentlich
vorgesehen, für alle Zeiten verewigt auf der Letná. Die „Lebenszeit“
des tonnenschweren Granitklotzes betrug letztlich nur knapp acht Jahre.
Die
Entstehung und Zerstörung des Stalin-Denkmals sowie das tragische
Schicksal des Bildhauers Otakar Švec hat vor einiger Zeit den in Wien
lebenden Tschechen Rudolf Cainer inspiriert, einen Roman zu schreiben.
Diesen hat Cainer vor Kurzem in Prag vorgestellt. mehr...
Körperertüchtigung und Politik: 150 Jahre Turnerbund Sokol
Was für die Deutschen Turnvater Jahn ist, das ist für die Tschechen
Miroslav Tyrš. Er war vor 150 Jahren prägender Mitgründer des Sokol, der
tschechischen Turnbewegung, die später auch auf weitere slawische Völker
übergriff. „Sokol“ ist nicht nur im Tschechischen, sondern auch in
anderen slawischen Sprachen das Wort für „Falke“. Die Falken spielten
eine wichtige Rolle bei der Emanzipation der Tschechen und Slowaken in der
k.u.k. Monarchie und der Bildung eines eigenständigen Staates. Der Sokol
war zudem die bedeutendste Massenorganisation der tschechischen Geschichte. mehr...
„Die Todesmühlen“ – Hanuš Burger zwischen Deutschen und Tschechen, zwischen Theater und Film (II)
In unserem letzten Kultursalon haben wir die Ausbildung und die ersten
Karriereschritte Hanuš Burgers begleitet. Vor dem Aufstieg der Nazis
musste er nach Amerika flüchten. Dort konnte sein Dokumentarfilm
„Crisis“ über den Aufstieg der Sudetendeutschen Partei Erfolge feiern.
Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs kehrt er als Soldat nach Europa
zurück. Damit endet sein Weg durch die Wirren des 20. Jahrhunderts aber
noch lange nicht. mehr...
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