Archiv: Geschichte | Kommunismus Kommunismus
Der Mann, der zuviel wusste
Noch vor dem ersten öffentlichen Schauprozess begingen die Kommunisten
bereits Justizmorde. Der bekannteste Fall ist jener von General Heliodor
Píka. 60 Jahre ist es her, dass Píka im Gefängnis im Pilsner Stadtteil
Bory hingerichtet wurde. Ihm wurde ausgerechnet zum Verhängnis, dass er
zuviel über Russland wusste.
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Dokumentarserie über Monsterprozess gegen Horáková gefällt den Kommunisten nicht
59 Jahre sind vergangen seit dem größten Schauprozess, den die
tschechoslowakischen Kommunisten inszeniert hatten: Vor dem Gericht stand
die Politikerin Milada Horáková und weitere zwölf Persönlichkeiten des
öffentlichen Lebens. Das öffentlich-rechtliche Tschechische Fernsehen
strahlt aus diesem Anlass einen einzigartigen Dokumentarzyklus mit dem
Titel „Proces H“ aus. Die heutige Kommunistische Partei hat jedoch
versucht, die Ausstrahlung zu verhindern oder hinauszuschieben.
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20 Jahre Freiheit: Deutschland sagt Danke!
„20 Jahre Freiheit: Deutschland sagt Danke!“ So heißt eine
multimediale Veranstaltungstour, die am Freitag auf dem Prager Wenzelsplatz
begonnen hat und in den nächsten vier Wochen über Warschau, Danzig und
Bratislava bis nach Budapest führt. Die zentrale Botschaft: Die
demokratische Wende in der ehemaligen DDR und die Wiedervereinigung
Deutschlands konnten nicht im Alleingang erreicht werden. Auch der
friedliche Kampf für Freiheit und Demokratie in anderen Staaten trug zum
Fall der Berliner Mauer bei und schließlich zur Überwindung der deutschen
und europäischen Teilung.
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Internationale Konferenz „1989 – Geteilt. 2009 - Geeint“ in Wien
20 Jahre ist es her, seit der Eiserne Vorhang langsam Löcher bekam: Am 2.
Mai beschloss Ungarn, den Eisernen Vorhang abzubauen. Kurz darauf
durchschnitten der damalige österreichische Außenminister Alois Mock und
sein ungarischer Kollege Gyula Horn symbolisch ein Stück Stacheldraht.
Ein
Bild, das um die Welt ging. Am 19. August 1989 kam es zur spontanen
Öffnung eines Grenztors, Hunderte Menschen strömten von Ungarn nach
Österreich. Um an die Ereignisse im Frühjahr 1989 zu erinnern, hat das
österreichische Außenministerium vergangene Woche eine internationale
Konferenz unter dem Titel „1989 – Geteilt – 2009 – Geeint“
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Zwanzig Jahre danach – Wiener Konferenz zum Fall des Eisernen Vorhangs
In der Wiener Hofburg findet derzeit unter dem Titel „Europakongress
geteilt / geeint 1989 - 2009. Aufbruch in ein neues Europa“ ein großer
internationaler Kongress statt. Till Janzer hat sich dazu mit Daniel
Kortschak unterhalten, der vor Ort in der Donaumetropole ist.
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Ivan Binar und der Sprung aus dem Fenster eines brennenden Hauses
Das Schreiben ist für Ivan Binar weder Beruf noch Berufung - ein
ungewöhnliches Bekenntnis für einen Schriftsteller. Doch in Ivan Binars
Leben ist manches ungewöhnlich verlaufen – wenn nicht sogar paradox. So
endete die Aufführung eines harmlosen Musicals mit einer gerichtlichen
Verurteilung. Ein paar Jahre darauf entschied sich Ivan Binar, nach
Österreich ins Exil zu gehen – allerdings nicht freiwillig. Trotz
solcher Paradoxe zieht sich ein roter Faden durch Ivan Binars Leben: Der
Schriftsteller ist sich selbst und seinen Grundsätzen stets treu
geblieben.
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Taktiker ohne Vision: Gustáv Husák, letzter Parteichef des kommunistischen Regimes
Er war Opfer des stalinistischen Terrors, und doch wurde er später selbst
zum Hardliner. Er unterstützte den Prager Frühling, um wenig später alle
Reformbemühungen zu Grabe zu tragen. Das Wesen von Gustáv Husák, dem
letzten Parteichef in der kommunistischen Tschechoslowakei, ist kaum
fassbar. Seine Politik wiederum war so hart wie kurzsichtig. Vor 40 Jahren
kam der Slowake an die Macht.
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April 1969: Husák spricht erstmals als tschechoslowakischer KP-Chef
Vor 40 Jahren musste der frühere Reformpolitiker Alexander Dubček die
Spitze der kommunistischen Partei in der Tschechoslowakei verlassen. Sein
slowakischer Landsmann Gustáv Husák wurde nun zum Ersten Sekretär
gewählt. Husák blieb bis zur Wende im Jahr 1989 an der Spitze der KPTsch.
Er gilt als Symbol der so genannten Normalisierung. Im Archiv des
Tschechischen Rundfunks befindet sich die Radio-Ansprache von Gustáv
Husák, die dieser direkt nach seiner Wahl an die Parteispitze am 17. April
1969 hielt.
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Von Osterwundern in Tschechien
Das Osterfest in Tschechien unterscheidet sich von dem in Deutschland. Im
Mittelpunkt stehen zwar auch Ostereier, aber niemand versteckt sie. Kinder
in Tschechien ersingen sich Eier und Schokolade, indem sie von Haus zu Haus
gehen. Und dann gibt es noch den Brauch der Osterruten, mit denen die Jungs
die Mädchen schlagen. Doch der größte Unterschied liegt in den vergangen
Jahrzehnten begründet. Während der kommunistischen Herrschaft wurde der
Glaube an Ostern für einige Mutige zum Anlass, gegen das Regime
aufzubegehren. Einer von ihnen war der evangelische Pfarrer Alfred Kocáb.
Regimekritik und Unterzeichnung der Charta 77 brachten ihm viele Jahre
Berufsverbot und Repressalien der kommunistischen Machthaber. Ein Beitrag
zu den Besonderheiten tschechischer Osterfeier.
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An der Front des Kalten Kriegs: Widerstand gegen die Kommunisten 1948 bis 1956
Als die Kommunisten in der Tschechoslowakei die Macht ergriffen, wurden
etwa 280.000 Menschen innerhalb kürzester Zeit zu Verfolgten. Einige von
ihnen begannen sich gegen das Regime aufzulehnen. Der folgende Beitrag
handelt von den Formen und den Personen des Widerstands und von der
Reaktion des kommunistischen Staates.
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