Archiv: Geschichte | Kommunismus Kommunismus
Geschichte verbindet – Studenten treffen Zeitzeugen
Die Geschichte des 20. Jahrhunderts erscheint den meisten Jugendlichen
heutzutage fremd. Seit 2010 bietet das Collegium Bohemicum in Ústí nad
Labem / Aussig Jugendlichen die Möglichkeit, Zeitzeugen zu treffen, die
historische Ereignisse erlebt und überlebt haben. Am Donnerstag kamen
Studenten nach Ústí, um die Geschichte der Stadt einmal durch die
Perspektive von Zeitzeugen zu betrachten.
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März 1953: Pompöse Trauerfeiern für Josef Stalin und Klement Gottwald in der Tschechoslowakei
Im März 1953 wurde in der Tschechoslowakei mit einer Woche Abstand zweimal
getrauert. Im ersten Fall um einen Riesen, im zweiten Fall um einen Zwerg
der internationalen Politszene. Am 5. März starb Josef Stalin und im
ganzen Sowjetreich und allen Satellitenstaaten schien die Zeit
stehengeblieben zu sein. Neun Tage später folgte ihm der „erste
Arbeiterpräsident“ der Tschechoslowakei, Klement Gottwald, ins Jenseits.
Wie die Trauerfeiern für die beiden Staatsoberhäupter hierzulande
abgehalten wurden, ist das Thema unseres Geschichtskapitels. mehr...
Labor der Macht: das Mausoleum auf dem Vítkov-Hügel
Die nationale Gedenkstätte auf dem Vítkov-Hügel in Prag ist nicht zu
übersehen. Das funktionalistische Gebäude wurde in den 1920er Jahren
erbaut, die große Reiterstatue des Heerführers Žižka wurde dort 1950
enthüllt. Das Gebäjude sollte ursprünglich als Gedenkstätte für die
neue Tschechoslowakische Republik dienen. In den 1950er Jahren verwandelten
die Kommunisten die Gedenkstätte in ein Mausoleum, in dem der erste
kommunistische Präsidente Gottwald einbalsamiert und aufbewahrt wurde. Am
25. Februar dieses Jahres wurde in den erhaltenen Räumlichkeiten des
einstigen Mausoleums eine Ausstellung mit dem Titel: „Das Labor der
Macht“ eröffnet. mehr...
„Spuren des Totalitarismus“: Schüler sprechen mit Opfern des Kommunismus
Mehr als 22 Jahre sind seit dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes
vergangen. Es zeigt sich jedoch, dass die jüngere Generation oft nicht
ahnt, dass die Kommunisten Tausende Menschenleben auf dem Gewissen haben.
Aus den Umfragen geht hervor, dass die jungen Menschen zudem kaum eine
Vorstellung davon haben, wie sich das totalitäre Regime auf das Schicksal
ganzer Familien auswirkte. Im Rahmen eines Forschungsprojektes haben die
Schüler nun die Möglichkeit, nach Spuren der kommunistischen
Vergangenheit in ihrer Region zu suchen. mehr...
„Porajmos“ – Der Holocaust an den Roma im Protektorat Böhmen und Mähren
„Porajmos“ ist Romanes und bedeutet in etwa „Das Verschlingen“. Es
ist die Bezeichnung für den Völkermord an den europäischen Roma in der
Zeit des Nationalsozialismus. Während der deutschen Besatzungszeit wurden
die Roma auch im Protektorat Böhmen und Mähren verfolgt. Besonders
schlimm wurde es nach dem 9. März 1942. Die Protektoratsregierung
übertrug ein Gesetz aus dem Reich auf die ehemalige Tschechoslowakei: den
Erlass über die vorbeugende Verbrechensbekämpfung. Unter diesem
Deckmantel kämpfte das NS-Regime gegen alle so genannten „asozialen“
Elemente. Es war der Startschuss für die rassische Kategorisierung der
Roma und ihre Deportation nach Auschwitz. mehr...
Der „siegreiche Februar“ 1948 und die Berichte westlicher Diplomaten
Der 25. Februar 1948 ist ein symbolträchtiges Datum, als „siegreicher
Februar“ ist er in die tschechoslowakische beziehungsweise tschechische
Geschichte eingegangen. „Siegreich“ war er aber nur für die
Kommunisten, die an diesem Tag die Macht im Land übernahmen. Für die
politische und gesellschaftliche Opposition begannen 41 Jahre der
Unterdrückung. Außenpolitisch bedeutete der „siegreiche Februar“,
dass die Tschechoslowakei unter den Einfluss der Sowjetunion kam. Wie haben
damals die Westmächte darauf reagiert, dass Stalin nun auch die ČSR als
letztes der Ostblockländer in seinen Griff bekam? mehr...
Erlebte Vergangenheit: Schüler sprechen mit Opfern des Kommunismus
Seit dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes in der ehemaligen
Tschechoslowakei sind mehr als 22 Jahre vergangen. Wie sich in
verschiedenen Umfragen zeigt, hat die jüngere Generation oft nur sehr vage
Vorstellungen darüber, wie verheerend das totalitäre Regime das Schicksal
ganzer Familien beeinflusst hatte. Ein neues Forschungsprojekt für
Schüler bietet nun die Möglichkeit, nach Spuren in der kommunistischen
Vergangenheit zu suchen. Am Montag haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
des Projektes die Resultate ihrer Forschungen vorgestellt. mehr...
Prager Frühling 1968 begann im Januar: der moskautreue Parteichef Antonín Novotný musste gehen
Der tschechoslowakische Staatspräsident Antonín Novotný steht eher
selten im Fokus historischer Betrachtungen. Dabei war er fast 15 Jahre lang
auch Erster Sekretär des Zentralkomitees der KPTsch und damit
ranghöchster Mann in der kommunistischen Staatspartei. In den politischen
Chefposten wurde Novotný im September 1953 gewählt. Vier Jahre später
gelang es ihm zudem, auch das prestigeträchtige Amt des Staatsoberhauptes
für sich zu erringen. Novotný galt als Moskau treuer Apparatschik, doch
unter seiner Führung erlebt die Tschechoslowakei die „Goldene
Sechziger“. Politologen bezeichnen dies als ein Widerspruch. Als dann die
Reformbewegung des so genannten Prager Frühlings begann, musste der
unterdurchschnittlich gebildete Staatsführer seine beiden Funktionen
niederlegen. Vor dem Hintergrund seiner politischen Laufbahn spiegelt sich
ein ganzes Kapitel der tschechischen Geschichte wieder. mehr...
Dáša Vokatá - Liedermacherin des „Underground“
Dáša Vokatá ist eine einzigartige Liedermacherin. Ihre Lieder aus den
1970er und 1980er Jahren sind in Tschechien erst vor kurzem auf CD
erschienen. Das Album heißt „Find einen Ort für Freude“. mehr...
„Eine freie, informelle und offene Gemeinschaft“ - 35 Jahre Charta 77
Das Jahr 2011 ging für die Tschechen mit einem traurigen Ereignis zu Ende:
Eine Woche vor Weihnachten starb der Dramatiker, Ex-Präsident und
ehemalige Dissident Václav Havel. Er war eine Ikone des Widerstands gegen
das kommunistische Regime, und er war Mitinitiator, Sprecher und
Unterzeichner des bekanntesten Projekts dieses Widerstands: der Charta 77.
Am 1. Januar feierte die Charta 35. Jubiläum. mehr...
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