Archiv: Geschichte | Kommunismus Kommunismus

März 1953: Pompöse Trauerfeiern für Josef Stalin und Klement Gottwald in der Tschechoslowakei

24-03-2012 02:01 | Jitka Mládková

Klement Gottwald und Stalin Im März 1953 wurde in der Tschechoslowakei mit einer Woche Abstand zweimal getrauert. Im ersten Fall um einen Riesen, im zweiten Fall um einen Zwerg der internationalen Politszene. Am 5. März starb Josef Stalin und im ganzen Sowjetreich und allen Satellitenstaaten schien die Zeit stehengeblieben zu sein. Neun Tage später folgte ihm der „erste Arbeiterpräsident“ der Tschechoslowakei, Klement Gottwald, ins Jenseits. Wie die Trauerfeiern für die beiden Staatsoberhäupter hierzulande abgehalten wurden, ist das Thema unseres Geschichtskapitels.  mehr...

Labor der Macht: das Mausoleum auf dem Vítkov-Hügel

23-03-2012 16:49 | Martina Schneibergová

Nationale Gedenkstätte auf dem Vítkov-Hügel (Foto: Barbora Kmentová) Die nationale Gedenkstätte auf dem Vítkov-Hügel in Prag ist nicht zu übersehen. Das funktionalistische Gebäude wurde in den 1920er Jahren erbaut, die große Reiterstatue des Heerführers Žižka wurde dort 1950 enthüllt. Das Gebäjude sollte ursprünglich als Gedenkstätte für die neue Tschechoslowakische Republik dienen. In den 1950er Jahren verwandelten die Kommunisten die Gedenkstätte in ein Mausoleum, in dem der erste kommunistische Präsidente Gottwald einbalsamiert und aufbewahrt wurde. Am 25. Februar dieses Jahres wurde in den erhaltenen Räumlichkeiten des einstigen Mausoleums eine Ausstellung mit dem Titel: „Das Labor der Macht“ eröffnet.  mehr...

„Spuren des Totalitarismus“: Schüler sprechen mit Opfern des Kommunismus

22-03-2012 17:08 | Martina Schneibergová

Foto: Paul Bauer Mehr als 22 Jahre sind seit dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes vergangen. Es zeigt sich jedoch, dass die jüngere Generation oft nicht ahnt, dass die Kommunisten Tausende Menschenleben auf dem Gewissen haben. Aus den Umfragen geht hervor, dass die jungen Menschen zudem kaum eine Vorstellung davon haben, wie sich das totalitäre Regime auf das Schicksal ganzer Familien auswirkte. Im Rahmen eines Forschungsprojektes haben die Schüler nun die Möglichkeit, nach Spuren der kommunistischen Vergangenheit in ihrer Region zu suchen.  mehr...

„Porajmos“ – Der Holocaust an den Roma im Protektorat Böhmen und Mähren

17-03-2012 02:01 | Marco Zimmermann

Steinbruch in Lety „Porajmos“ ist Romanes und bedeutet in etwa „Das Verschlingen“. Es ist die Bezeichnung für den Völkermord an den europäischen Roma in der Zeit des Nationalsozialismus. Während der deutschen Besatzungszeit wurden die Roma auch im Protektorat Böhmen und Mähren verfolgt. Besonders schlimm wurde es nach dem 9. März 1942. Die Protektoratsregierung übertrug ein Gesetz aus dem Reich auf die ehemalige Tschechoslowakei: den Erlass über die vorbeugende Verbrechensbekämpfung. Unter diesem Deckmantel kämpfte das NS-Regime gegen alle so genannten „asozialen“ Elemente. Es war der Startschuss für die rassische Kategorisierung der Roma und ihre Deportation nach Auschwitz.  mehr...

Der „siegreiche Februar“ 1948 und die Berichte westlicher Diplomaten

25-02-2012 02:01 | Jitka Mládková

Klement Gottwald am 25. Februar 1948 Der 25. Februar 1948 ist ein symbolträchtiges Datum, als „siegreicher Februar“ ist er in die tschechoslowakische beziehungsweise tschechische Geschichte eingegangen. „Siegreich“ war er aber nur für die Kommunisten, die an diesem Tag die Macht im Land übernahmen. Für die politische und gesellschaftliche Opposition begannen 41 Jahre der Unterdrückung. Außenpolitisch bedeutete der „siegreiche Februar“, dass die Tschechoslowakei unter den Einfluss der Sowjetunion kam. Wie haben damals die Westmächte darauf reagiert, dass Stalin nun auch die ČSR als letztes der Ostblockländer in seinen Griff bekam?  mehr...

Erlebte Vergangenheit: Schüler sprechen mit Opfern des Kommunismus

14-02-2012 15:50 | Martina Schneibergová

Foto: Paul Bauer Seit dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes in der ehemaligen Tschechoslowakei sind mehr als 22 Jahre vergangen. Wie sich in verschiedenen Umfragen zeigt, hat die jüngere Generation oft nur sehr vage Vorstellungen darüber, wie verheerend das totalitäre Regime das Schicksal ganzer Familien beeinflusst hatte. Ein neues Forschungsprojekt für Schüler bietet nun die Möglichkeit, nach Spuren in der kommunistischen Vergangenheit zu suchen. Am Montag haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projektes die Resultate ihrer Forschungen vorgestellt.  mehr...

Prager Frühling 1968 begann im Januar: der moskautreue Parteichef Antonín Novotný musste gehen

28-01-2012 02:01 | Jitka Mládková

Antonín Novotný Der tschechoslowakische Staatspräsident Antonín Novotný steht eher selten im Fokus historischer Betrachtungen. Dabei war er fast 15 Jahre lang auch Erster Sekretär des Zentralkomitees der KPTsch und damit ranghöchster Mann in der kommunistischen Staatspartei. In den politischen Chefposten wurde Novotný im September 1953 gewählt. Vier Jahre später gelang es ihm zudem, auch das prestigeträchtige Amt des Staatsoberhauptes für sich zu erringen. Novotný galt als Moskau treuer Apparatschik, doch unter seiner Führung erlebt die Tschechoslowakei die „Goldene Sechziger“. Politologen bezeichnen dies als ein Widerspruch. Als dann die Reformbewegung des so genannten Prager Frühlings begann, musste der unterdurchschnittlich gebildete Staatsführer seine beiden Funktionen niederlegen. Vor dem Hintergrund seiner politischen Laufbahn spiegelt sich ein ganzes Kapitel der tschechischen Geschichte wieder.  mehr...

Dáša Vokatá - Liedermacherin des „Underground“

15-01-2012 02:01 | Martina Schneibergová

Dáša Vokatá ist eine einzigartige Liedermacherin. Ihre Lieder aus den 1970er und 1980er Jahren sind in Tschechien erst vor kurzem auf CD erschienen. Das Album heißt „Find einen Ort für Freude“.  mehr...

„Eine freie, informelle und offene Gemeinschaft“ - 35 Jahre Charta 77

07-01-2012 02:01 | Marco Zimmermann

Václav Havel Das Jahr 2011 ging für die Tschechen mit einem traurigen Ereignis zu Ende: Eine Woche vor Weihnachten starb der Dramatiker, Ex-Präsident und ehemalige Dissident Václav Havel. Er war eine Ikone des Widerstands gegen das kommunistische Regime, und er war Mitinitiator, Sprecher und Unterzeichner des bekanntesten Projekts dieses Widerstands: der Charta 77. Am 1. Januar feierte die Charta 35. Jubiläum.  mehr...

Zerstörte Kirchen Nordböhmens - Ausstellung im Prager Klementinum

03-01-2012 16:02 | Martina Schneibergová

Wallfahrtskirche von Verneřice (Foto: Vernichtete Kirchen Nordböhmens 1945-1989) Schwarz-Weiß-Fotos von Kirchenruinen, Archivdokumente sowie Modelle von nicht mehr existierenden Sakralbauten – das alles ist in einer Ausstellung im Prager Klementinum zu sehen. Dokumentiert ist hier die die Geschichte von 80 Kirchen, Kapellen und Synagogen in Nordböhmen, die während des Kommunismus abgerissen wurden.  mehr...

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