Archiv: Geschichte | Kommunismus Kommunismus
Der „siegreiche Februar“ 1948 und die Berichte westlicher Diplomaten
Der 25. Februar 1948 ist ein symbolträchtiges Datum, als „siegreicher
Februar“ ist er in die tschechoslowakische beziehungsweise tschechische
Geschichte eingegangen. „Siegreich“ war er aber nur für die
Kommunisten, die an diesem Tag die Macht im Land übernahmen. Für die
politische und gesellschaftliche Opposition begannen 41 Jahre der
Unterdrückung. Außenpolitisch bedeutete der „siegreiche Februar“,
dass die Tschechoslowakei unter den Einfluss der Sowjetunion kam. Wie haben
damals die Westmächte darauf reagiert, dass Stalin nun auch die ČSR als
letztes der Ostblockländer in seinen Griff bekam? mehr...
Erlebte Vergangenheit: Schüler sprechen mit Opfern des Kommunismus
Seit dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes in der ehemaligen
Tschechoslowakei sind mehr als 22 Jahre vergangen. Wie sich in
verschiedenen Umfragen zeigt, hat die jüngere Generation oft nur sehr vage
Vorstellungen darüber, wie verheerend das totalitäre Regime das Schicksal
ganzer Familien beeinflusst hatte. Ein neues Forschungsprojekt für
Schüler bietet nun die Möglichkeit, nach Spuren in der kommunistischen
Vergangenheit zu suchen. Am Montag haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
des Projektes die Resultate ihrer Forschungen vorgestellt. mehr...
Prager Frühling 1968 begann im Januar: der moskautreue Parteichef Antonín Novotný musste gehen
Der tschechoslowakische Staatspräsident Antonín Novotný steht eher
selten im Fokus historischer Betrachtungen. Dabei war er fast 15 Jahre lang
auch Erster Sekretär des Zentralkomitees der KPTsch und damit
ranghöchster Mann in der kommunistischen Staatspartei. In den politischen
Chefposten wurde Novotný im September 1953 gewählt. Vier Jahre später
gelang es ihm zudem, auch das prestigeträchtige Amt des Staatsoberhauptes
für sich zu erringen. Novotný galt als Moskau treuer Apparatschik, doch
unter seiner Führung erlebt die Tschechoslowakei die „Goldene
Sechziger“. Politologen bezeichnen dies als ein Widerspruch. Als dann die
Reformbewegung des so genannten Prager Frühlings begann, musste der
unterdurchschnittlich gebildete Staatsführer seine beiden Funktionen
niederlegen. Vor dem Hintergrund seiner politischen Laufbahn spiegelt sich
ein ganzes Kapitel der tschechischen Geschichte wieder. mehr...
Dáša Vokatá - Liedermacherin des „Underground“
Dáša Vokatá ist eine einzigartige Liedermacherin. Ihre Lieder aus den
1970er und 1980er Jahren sind in Tschechien erst vor kurzem auf CD
erschienen. Das Album heißt „Find einen Ort für Freude“. mehr...
„Eine freie, informelle und offene Gemeinschaft“ - 35 Jahre Charta 77
Das Jahr 2011 ging für die Tschechen mit einem traurigen Ereignis zu Ende:
Eine Woche vor Weihnachten starb der Dramatiker, Ex-Präsident und
ehemalige Dissident Václav Havel. Er war eine Ikone des Widerstands gegen
das kommunistische Regime, und er war Mitinitiator, Sprecher und
Unterzeichner des bekanntesten Projekts dieses Widerstands: der Charta 77.
Am 1. Januar feierte die Charta 35. Jubiläum. mehr...
Zerstörte Kirchen Nordböhmens - Ausstellung im Prager Klementinum
Schwarz-Weiß-Fotos von Kirchenruinen, Archivdokumente sowie Modelle von
nicht mehr existierenden Sakralbauten – das alles ist in einer
Ausstellung im Prager Klementinum zu sehen. Dokumentiert ist hier die die
Geschichte von 80 Kirchen, Kapellen und Synagogen in Nordböhmen, die
während des Kommunismus abgerissen wurden. mehr...
Benediktinerstift Břevnov: In der Gunst des Kaisers, in der Ungunst der Kommunisten
Es ist das älteste Männerkloster in Böhmen überhaupt: Seine Gründung
geht auf den Přemyslidenfürst Boleslav II. und auf den zweiten Prager
Bischof, Adalbert (Vojtěch), zurück. Das Benediktinerstift im Prager
Stadtteil Břevnov (deutsch Breunau) hat eine bewegte Geschichte, die 993
begann. mehr...
Tschechische Weihnachten 1918 – 1989: seit der Gründung der Republik bis zur Samtenen Revolution
Der Christbaum mit strahlenden Kerzen, die Weihnachtskrippen, die
Bescherung zu Heiligabend, der Karpfen, hausgemachtes Gebäck - dies und
vieles mehr sind heutzutage Symbole, die in unseren Breiten für
Weihnachten stehen. Im Prinzip ein Fest in Hülle und Fülle in einer
friedlichen Atmosphäre. Und vor allem im engen Kreis der Familie. Für
viele Tschechen kommen noch die vergangenen 22 Jahre hinzu, das heißt das
Leben in Freiheit als bedeutender Faktor. Dass aber die Zeichen der
Weihnachtszeit in der Vergangenheit oft anders standen, davon erzählt ein
vor Jahresfrist erschienenes Buch mit dem Titel „Tschechische Weihnachten
1918 – 1989: seit der Gründung der Republik bis zur Samtenen
Revolution“. Kurz vor Weihnachten haben die Tschechischen Zentren in
München, Düsseldorf und Berlin Präsentationen dieses Buches in
Deutschland veranstaltet. Geschrieben wurde das Werk vom Historikerehepaar
Petr Koura und Pavlína Kourová. Jitka Mládková hat mit der männlichen
Hälfte des Autorenduos gesprochen. Sie hören eine Sonderausgabe unseres
Kapitels aus der tschechischen Geschichte. mehr...
Triumphale Rückkehr - der Weg zum tschechischen Kult um Edvard Beneš
Edvard Beneš, der ehemalige tschechoslowakische Staatspräsident, ist Held
und Reizfigur zugleich. Es kommt nur darauf an, wen man fragt. Vor einigen
Wochen haben wir hier in unseren Sendungen bereits über die
sudetendeutsche Wahrnehmung von Beneš gesprochen. Nun beleuchten wir das
Bild, das sich die tschechoslowakischen Bürger von ihrem Präsidenten
gemacht haben- und zwar in der Zeit ab dem Münchner Abkommen von 1938, als
Beneš abdankte, und vor allem während seiner triumphalen Rückkehr in die
Nachkriegs-Tschechoslowakei. mehr...
„Nun waren sie alle Bergleute.“ Josef Haslingers Roman „Jáchymov“ über Eishockey, Politik und Zwangsarbeit
Im Sommer dieses Jahres erschien das Buch „Jáchymov“ des
österreichischen Schriftstellers Josef Haslinger. Er geht in diesem Roman
auf ein dunkles Kapitel der tschechischen Geschichte ein – nämlich auf
die politischen Prozesse der 1950er Jahre und die Zwangsarbeit politischer
Gefangener in den Uranminen in und um Jáchymov. Haslinger wählt eine
besondere Person, um die Ereignisse zu schildern: den berühmten
Eishockeytorwart Bohumil Modrý, der mitsamt der gesamten
Eishockeymannschaft 1950 verurteilt wurde und im kommunistischen
Gefängnis- und Lagersystem verschwand. mehr...
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