Archiv: Geschichte | Kommunismus Kommunismus

Tschechische Weihnachten 1918 – 1989: seit der Gründung der Republik bis zur Samtenen Revolution

24-12-2011 02:01 | Jitka Mládková

Der Christbaum mit strahlenden Kerzen, die Weihnachtskrippen, die Bescherung zu Heiligabend, der Karpfen, hausgemachtes Gebäck - dies und vieles mehr sind heutzutage Symbole, die in unseren Breiten für Weihnachten stehen. Im Prinzip ein Fest in Hülle und Fülle in einer friedlichen Atmosphäre. Und vor allem im engen Kreis der Familie. Für viele Tschechen kommen noch die vergangenen 22 Jahre hinzu, das heißt das Leben in Freiheit als bedeutender Faktor. Dass aber die Zeichen der Weihnachtszeit in der Vergangenheit oft anders standen, davon erzählt ein vor Jahresfrist erschienenes Buch mit dem Titel „Tschechische Weihnachten 1918 – 1989: seit der Gründung der Republik bis zur Samtenen Revolution“. Kurz vor Weihnachten haben die Tschechischen Zentren in München, Düsseldorf und Berlin Präsentationen dieses Buches in Deutschland veranstaltet. Geschrieben wurde das Werk vom Historikerehepaar Petr Koura und Pavlína Kourová. Jitka Mládková hat mit der männlichen Hälfte des Autorenduos gesprochen. Sie hören eine Sonderausgabe unseres Kapitels aus der tschechischen Geschichte.  mehr...

Triumphale Rückkehr - der Weg zum tschechischen Kult um Edvard Beneš

17-12-2011 02:01 | Till Janzer

Edvard Beneš Edvard Beneš, der ehemalige tschechoslowakische Staatspräsident, ist Held und Reizfigur zugleich. Es kommt nur darauf an, wen man fragt. Vor einigen Wochen haben wir hier in unseren Sendungen bereits über die sudetendeutsche Wahrnehmung von Beneš gesprochen. Nun beleuchten wir das Bild, das sich die tschechoslowakischen Bürger von ihrem Präsidenten gemacht haben- und zwar in der Zeit ab dem Münchner Abkommen von 1938, als Beneš abdankte, und vor allem während seiner triumphalen Rückkehr in die Nachkriegs-Tschechoslowakei.  mehr...

„Nun waren sie alle Bergleute“ - Josef Haslingers Roman „Jáchymov“ über Eishockey, Politik und Zwangsarbeit

03-12-2011 02:01 | Marco Zimmermann

Im Sommer dieses Jahres erschien das Buch „Jáchymov“ des österreichischen Schriftstellers Josef Haslinger. Er geht in diesem Roman auf ein dunkles Kapitel der tschechischen Geschichte ein – nämlich auf die politischen Prozesse der 1950er Jahre und die Zwangsarbeit politischer Gefangener in den Uranminen in und um Jáchymov. Haslinger wählt eine besondere Person, um die Ereignisse zu schildern: den berühmten Eishockeytorwart Bohumil Modrý, der mitsamt der gesamten Eishockeymannschaft 1950 verurteilt wurde und im kommunistischen Gefängnis- und Lagersystem verschwand.  mehr...

Die „bewegte“ Geschichte der Dekanatskirche in Most

26-11-2011 02:01 | Patrick Hamouz

Es hört sich unglaublich an, aber es ist wahr. Im Jahr 1975 wurde im nordböhmischen Most eine fast 500 Jahre alte spätgotische Kirche mehrere hundert Meter weit versetzt. Die Aktion war spektakulär und wurde dementsprechend von der kommunistischen Propaganda ausgeschlachtet. So unglaublich, wie die Versetzung der 10.000 Tonnen schweren Kirche, scheint auch der Grund dafür zu sein. Doch auch er ist wahr. Um an die Kohlevorkommen unter der historischen Stadt zu gelangen, ließ das kommunistische Regime das alte Most kurzerhand wegsprengen. Nur die Kirche wurde gerettet.  mehr...

Verehrt, verspottet, vergessen: Ausstellung über First Ladies in Roztoky bei Prag

25-11-2011 17:54 | Martina Schneibergová

Schicksal oder Mission? Diese Frage wird im Untertitel einer Ausstellung gestellt, die vor kurzem im Mittelböhmischen Museum in Roztoky bei Prag eröffnet wurde. Thema der Ausstellung ist das Leben und die Rolle der Ehefrauen der tschechoslowakischen und tschechischen Präsidenten. Einige von ihnen wurden von der Öffentlichkeit geliebt, andere wurden eher verspottet. Von einigen der First Ladies wusste man nur noch, dass es sie gab.  mehr...

„Ostalgie“ oder etwa Sehnsucht: Wie sehen die Tschechen heute den Kommunismus?

17-11-2011 | Jakub Šiška

Es sind bereits 22 Jahre seit der Samten Revolution in der ehemaligen Tschechoslowakei vergangen. Am 17. November 1989 läutete ein Protestmarsch von Studenten im Prager Stadtzentrum den Sturz des Regimes ein – mehr als 40 Jahre nach der Machtergreifung durch die Kommunisten. Die Kommunistische Partei wurde jedoch nicht verboten und ist bis heute im tschechischen Parlament vertreten. Schon das wirft die Frage auf, wie sehr bei den Tschechen nostalgische Gefühle bestehen bei den Gedanken an die frühere ČSSR? Und ist die kommunistische Vergangenheit noch ein Thema in der tschechischen Gesellschaft?  mehr...

Verfolgung von Gläubigen in NS-Zeit und während des Kommunismus: Pfarrer Štverák und Jurist Valena

17-11-2011 | Martina Schneibergová

Am 17. November wird an verschiedenen Orten Tschechiens an die Opfer der NS-Zeit und des Kommunismus erinnert. Unter den Personen, die während beider totalitären Systeme verfolgt wurden, waren auch viele Gläubige. Über ihr Schicksal wusste man bislang recht wenig, teilweise sind sie inzwischen ganz in Vergessenheit geraten. Die Tschechische Christliche Akademie arbeitet gerade an einem Buch, in dem diese Persönlichkeiten und ihre Schicksale aufgegriffen werden.  mehr...

Gefangen im Gulag - die ersten tschechischen Opfer des Kommunismus

29-10-2011 02:01 | Till Janzer, Milena Štráfeldová

Gulag Über 75.000 tschechische Bürger sind in den zurückliegenden Jahren für KZ und Zwangsarbeit in Hitlerdeutschland entschädigt worden. Anders erging es jenen Tschechoslowaken, die unmittelbar nach dem Krieg in die Sowjetunion verschleppt wurden. Schwerstarbeit, Unterernährung, Vergewaltigungen, tödliche Krankheiten wie Typhus - die meisten starben in den Lagern. Nur wenige überlebten, doch sie warten meist noch heute auf eine Entschädigung.  mehr...

Symposium in Rohr: Erinnerung an christliche Opfer der Diktaturen

24-10-2011 16:44 | Martina Schneibergová

Richard Henkes (Bild von Andy Givel) Während der nationalsozialistischen und auch der kommunistischen Zeit gab es in den Böhmischen Ländern sowie in Deutschland viele Christen, die ihre mutige Haltung häufig mit dem Leben bezahlen mussten. Der Öffentlichkeit sind ihre Namen meistens unbekannt. Das Schicksal jener Gläubigen, die Opfer dieser Diktaturen geworden sind, war das Thema eines Symposiums, das am Wochenende im niederbayerischen Rohr stattfand.  mehr...

Neue europaweite Plattform nimmt totalitäre Diktaturen in den Fokus

18-10-2011 16:16 | Markéta Kachlíková

Eine neue europaweite Plattform soll die Aufarbeitung der Geschichte der totalitären Diktaturen des 20. Jahrhunderts vorantreiben. Der Gründungsvertrag ist am Freitag im Beisein der Ministerpräsidenten von Tschechien, Polen und Ungarn in Prag unterzeichnet worden.  mehr...

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