Archiv: Geschichte | Kommunismus Kommunismus
Tschechische Weihnachten 1918 – 1989: seit der Gründung der Republik bis zur Samtenen Revolution
Der Christbaum mit strahlenden Kerzen, die Weihnachtskrippen, die
Bescherung zu Heiligabend, der Karpfen, hausgemachtes Gebäck - dies und
vieles mehr sind heutzutage Symbole, die in unseren Breiten für
Weihnachten stehen. Im Prinzip ein Fest in Hülle und Fülle in einer
friedlichen Atmosphäre. Und vor allem im engen Kreis der Familie. Für
viele Tschechen kommen noch die vergangenen 22 Jahre hinzu, das heißt das
Leben in Freiheit als bedeutender Faktor. Dass aber die Zeichen der
Weihnachtszeit in der Vergangenheit oft anders standen, davon erzählt ein
vor Jahresfrist erschienenes Buch mit dem Titel „Tschechische Weihnachten
1918 – 1989: seit der Gründung der Republik bis zur Samtenen
Revolution“. Kurz vor Weihnachten haben die Tschechischen Zentren in
München, Düsseldorf und Berlin Präsentationen dieses Buches in
Deutschland veranstaltet. Geschrieben wurde das Werk vom Historikerehepaar
Petr Koura und Pavlína Kourová. Jitka Mládková hat mit der männlichen
Hälfte des Autorenduos gesprochen. Sie hören eine Sonderausgabe unseres
Kapitels aus der tschechischen Geschichte. mehr...
Triumphale Rückkehr - der Weg zum tschechischen Kult um Edvard Beneš
Edvard Beneš, der ehemalige tschechoslowakische Staatspräsident, ist Held
und Reizfigur zugleich. Es kommt nur darauf an, wen man fragt. Vor einigen
Wochen haben wir hier in unseren Sendungen bereits über die
sudetendeutsche Wahrnehmung von Beneš gesprochen. Nun beleuchten wir das
Bild, das sich die tschechoslowakischen Bürger von ihrem Präsidenten
gemacht haben- und zwar in der Zeit ab dem Münchner Abkommen von 1938, als
Beneš abdankte, und vor allem während seiner triumphalen Rückkehr in die
Nachkriegs-Tschechoslowakei. mehr...
„Nun waren sie alle Bergleute.“ Josef Haslingers Roman „Jáchymov“ über Eishockey, Politik und Zwangsarbeit
Im Sommer dieses Jahres erschien das Buch „Jáchymov“ des
österreichischen Schriftstellers Josef Haslinger. Er geht in diesem Roman
auf ein dunkles Kapitel der tschechischen Geschichte ein – nämlich auf
die politischen Prozesse der 1950er Jahre und die Zwangsarbeit politischer
Gefangener in den Uranminen in und um Jáchymov. Haslinger wählt eine
besondere Person, um die Ereignisse zu schildern: den berühmten
Eishockeytorwart Bohumil Modrý, der mitsamt der gesamten
Eishockeymannschaft 1950 verurteilt wurde und im kommunistischen
Gefängnis- und Lagersystem verschwand. mehr...
Die „bewegte“ Geschichte der Dekanatskirche in Most
Es hört sich unglaublich an, aber es ist wahr. Im Jahr 1975 wurde im
nordböhmischen Most eine fast 500 Jahre alte spätgotische Kirche mehrere
hundert Meter weit versetzt. Die Aktion war spektakulär und wurde
dementsprechend von der kommunistischen Propaganda ausgeschlachtet. So
unglaublich, wie die Versetzung der 10.000 Tonnen schweren Kirche, scheint
auch der Grund dafür zu sein. Doch auch er ist wahr. Um an die
Kohlevorkommen unter der historischen Stadt zu gelangen, ließ das
kommunistische Regime das alte Most kurzerhand wegsprengen. Nur die Kirche
wurde gerettet. mehr...
Verehrt, verspottet, vergessen: Ausstellung über First Ladies in Roztoky bei Prag
Schicksal oder Mission? Diese Frage wird im Untertitel einer Ausstellung
gestellt, die vor kurzem im Mittelböhmischen Museum in Roztoky bei Prag
eröffnet wurde. Thema der Ausstellung ist das Leben und die Rolle der
Ehefrauen der tschechoslowakischen und tschechischen Präsidenten. Einige
von ihnen wurden von der Öffentlichkeit geliebt, andere wurden eher
verspottet. Von einigen der First Ladies wusste man nur noch, dass es sie
gab. mehr...
„Ostalgie“ oder etwa Sehnsucht: Wie sehen die Tschechen heute den Kommunismus?
Es sind bereits 22 Jahre seit der Samten Revolution in der ehemaligen
Tschechoslowakei vergangen. Am 17. November 1989 läutete ein Protestmarsch
von Studenten im Prager Stadtzentrum den Sturz des Regimes ein – mehr als
40 Jahre nach der Machtergreifung durch die Kommunisten. Die Kommunistische
Partei wurde jedoch nicht verboten und ist bis heute im tschechischen
Parlament vertreten. Schon das wirft die Frage auf, wie sehr bei den
Tschechen nostalgische Gefühle bestehen bei den Gedanken an die frühere
ČSSR? Und ist die kommunistische Vergangenheit noch ein Thema in der
tschechischen Gesellschaft? mehr...
Verfolgung von Gläubigen in NS-Zeit und während des Kommunismus: Pfarrer Štverák und Jurist Valena
Am 17. November wird an verschiedenen Orten Tschechiens an die Opfer der
NS-Zeit und des Kommunismus erinnert. Unter den Personen, die während
beider totalitären Systeme verfolgt wurden, waren auch viele Gläubige.
Über ihr Schicksal wusste man bislang recht wenig, teilweise sind sie
inzwischen ganz in Vergessenheit geraten. Die Tschechische Christliche
Akademie arbeitet gerade an einem Buch, in dem diese Persönlichkeiten und
ihre Schicksale aufgegriffen werden. mehr...
Gefangen im Gulag - die ersten tschechischen Opfer des Kommunismus
Über 75.000 tschechische Bürger sind in den zurückliegenden Jahren für
KZ und Zwangsarbeit in Hitlerdeutschland entschädigt worden. Anders erging
es jenen Tschechoslowaken, die unmittelbar nach dem Krieg in die
Sowjetunion verschleppt wurden. Schwerstarbeit, Unterernährung,
Vergewaltigungen, tödliche Krankheiten wie Typhus - die meisten starben in
den Lagern. Nur wenige überlebten, doch sie warten meist noch heute auf
eine Entschädigung. mehr...
Symposium in Rohr: Erinnerung an christliche Opfer der Diktaturen
Während der nationalsozialistischen und auch der kommunistischen Zeit gab
es in den Böhmischen Ländern sowie in Deutschland viele Christen, die
ihre mutige Haltung häufig mit dem Leben bezahlen mussten. Der
Öffentlichkeit sind ihre Namen meistens unbekannt. Das Schicksal jener
Gläubigen, die Opfer dieser Diktaturen geworden sind, war das Thema eines
Symposiums, das am Wochenende im niederbayerischen Rohr stattfand. mehr...
Neue europaweite Plattform nimmt totalitäre Diktaturen in den Fokus
Eine neue europaweite Plattform soll die Aufarbeitung der Geschichte der
totalitären Diktaturen des 20. Jahrhunderts vorantreiben. Der
Gründungsvertrag ist am Freitag im Beisein der Ministerpräsidenten von
Tschechien, Polen und Ungarn in Prag unterzeichnet worden. mehr...
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