Archiv: Geschichte | Kommunismus Kommunismus
Jahrestag der Machtergreifung von 1948: Orthodoxe Kommunisten preisen das frühere Regime
Verbieten oder nicht verbieten? Mit der Frage, ob die tschechische
kommunistische Partei behördlich aufgelöst werden soll oder nicht,
befasst sich die tschechische Gesellschaft schon seit gut 20 Jahren.
Alljährlich rund um den Jahrestag der kommunistischen Machtergreifung vom
25. Februar 1948 tritt das Thema immer wieder in den Vordergrund.
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Alternative Musikszene in der Vor- und Nachwendezeit
Die mannigfaltige Alternativszene, wie man sie heute in Tschechien in
verschiedensten Kunstbereichen kennt, konnte sich erst nach der politischen
Wende vor 20 Jahren entfalten. Bis dahin war es für alle, die sich nicht
auf dem vom Staat streng kontrollierten und ideologische lizenzierten
Mainstream-Weg bewegen wollten, extrem kompliziert. Wir bringen einen
Rückblick in die Vor- und Nachwendezeit.
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Gemeinsamer Feind verband einst Gaddafi und Kommunisten der ČSSR
Die Libyen-Krise beherrscht die Titelseiten der Tageszeitungen. In einer
Zeit, wo internationale Organisationen über Sanktionen gegen das
Gaddafi-Regime beraten, erinnerte das öffentlich-rechtliche Tschechische
Fernsehen (ČT) am Freitag an ein Kapitel aus der Außenpolitik der
kommunistischen Tschechoslowakei. Es sind die Beziehungen,
die die kommunistischen Machthaber der ehemaligen Tschechoslowakei einst
mit dem libyschen Staatsführer Gaddafi pflegten.
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Festival „Mene Tekel“ warnt vor Totalitarismus
Ausstellungen, Filmvorstellungen, Konzerte, Vorträge und Diskussionen
–damit gefüllt ist auch in diesem Jahr das Programm des internationalen
Festivals „Mene Tekel“, das seit Montag in Prag veranstaltet wird. Zu
den herausragenden Programmteilen gehören beispielsweise Ausstellungen
über den Widerstand der Litauer gegen das sowjetische kommunistische
Regime, über das Revolutionsjahr 1956 in Ungarn oder über die
Manipulierung von Kindern durch die kommunistische Propaganda in der
ehemaligen Tschechoslowakei.
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Ein Leben unter Verfolgung: Ausstellung über Kardinal Beran
Von den Nazis wurde er ins KZ geschickt, von den Kommunisten 16 Jahre lang
interniert. Kardinal Josef Beran war eine große Autorität, bei weitem
nicht nur in kirchlichen Kreisen. Das wussten auch seine Gegner. Vor
hundert Jahren wurde Beran in Rom zum Priester geweiht. Aus diesem Anlass
wurde im Sitz des Abgeordnetenhauses in Prag eine Ausstellung über den
Kardinal eröffnet.
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Kurzwelle ade: František Černý blickt zurück
Der heutige Tag bringt das Ende der Kurzwellensendungen von Radio Prag im
75. Jahr seines Bestehens. Mit der heutigen Sendung endet also ein Stück
Rundfunkgeschichte. Wir wollen nicht zu wehmütig sein. Schließlich haben
wir gute Hoffnung, dass viele von Ihnen uns auch über Satellit und
Internet die Treue halten werden. Dennoch wollen wir in unserer Rubrik
„Schauplatz“ heute noch einmal in die Vergangenheit von Radio Prag
reisen. Unser Reiseführer ist František Černý, in den sechziger Jahren
Leiter der Deutschen Redaktion von Radio Prag, nach 1989
tschechoslowakischer und dann tschechischer Botschafter in Deutschland. mehr...
„Altneue Chance“: Ein Projekt zum Abbau antijüdischer Vorurteile
Der 27. Januar, der Tag der Befreiung des KZ Auschwitz im Jahr 1945, ist in
Tschechien - ähnlich wie in vielen anderen Ländern - der Tag des
Gedenkens an die Holocaust-Opfer. An diesem Tag treffen die Parlamentarier
und Vertreter der Öffentlichkeit jedes Jahr in der Oberen Parlamentskammer
bei einer Gedenkveranstaltung mit Shoah-Überlebenden zusammen. Aus Anlass
des Gedenktags starten einige christlich orientierte Organisationen unter
dem Titel „Altneue Chance“ eine Veranstaltungsreihe mit dem Ziel, gute
Beziehungen zum jüdischen Volk zu fördern und Vorurteile abzubauen.
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Der Videokünstler Petr Vrána und sein Denkmal des tschechoslowakischen Exils
Abertausende Menschen mussten ab 1939 die Tschechoslowakei verlassen.
Zunächst flüchteten sie vor den Nationalsozialisten, später vor den
ständigen Repressionen durch das kommunistische Regime. Viele, aber
beleibe nicht alle kehrten nach der Samtenen Revolution in ihre alte Heimat
zurück. In allen möglichen Erdteilen und Ländern findet man bis heute
emigrierte Tschechen und Slowaken und deren Nachkommen. An sie alle soll
nun das Denkmal des tschechoslowakischen Exils erinnern, das im Prager
Stadtteil Modřany entstehen soll. Hinter dem interaktiven Projekt steht
Petr Vrána, der selbst im Jahr 1981 nach Deutschland ausgewandert ist und
sich dort einen Namen als Videokünstler gemacht hat. Im Gespräch mit
Radio Prag schildert Vrána die Einzelheiten und Hintergründe zu seinem
Projekt. Doch zunächst stellt Ihnen Radio Prag den Künstler etwas näher
vor.
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Versteckte Bunker – Die geheime Verteidigung des Eisernen Vorhangs
Vor zwei Jahren starteten die Online-Redaktion des Tschechischen Rundfunks
gemeinsam mit der Redaktion des Wissenschaftssender Leonardo das Projekt
„Do hlubin historie“ („In die Tiefen der Geschichte“). Die
Redakteure begaben sich auf die Suche nach einem deutschen Panzer im
Elbe-Schlamm. Zur Mithilfe wurden auch die Hörer und die Besucher der
Internetseiten des Tschechischen Rundfunks aufgefordert. Den Panzer aber
hat man bis heute nicht gefunden. Erfolgreicher sind die beiden Redaktionen
bei ihrem neuen Projekt. Es beschäftigt sich ebenfalls mit der
Militärgeschichte, genauer mit der streng geheim gehaltenen Verteidigung
des Eisernen Vorhangs durch ein ausgedehntes Bunkersystem.
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Tschechische und österreichische Historiker erforschen gemeinsam Geheimdienstaktivitäten
Viele Fragen in der Geschichte der tschechisch-österreichischen
Beziehungen sind in der Vergangenheit bereits erforscht und bewertet
worden, vor allem zum Thema Vertreibung gibt es mittlerweile zahlreiche
Forschungsarbeiten und Publikationen. Bisher weitgehend im Dunklen
geblieben ist hingegen die heikle Frage, wer in den Zeiten des Kalten
Krieges wen beobachtet und bespitzelt hat. Dieser und anderen Fragen wollen
das Prager Institut zum Studium Totalitärer Regime und das
österreichische Ludwig-Boltzmann-Institut für Kriegsfolgenforschung nun
nachgehen. Dazu haben die beiden Institutionen am Donnerstag in Prag ein
Kooperationsabkommen geschlossen.
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