Archiv: Geschichte | Kommunismus Kommunismus

Das Wendejahr 1989 als Startschuss für nie gekannten Reiseboom

08-10-2009 17:51 | Jitka Mládková

In den Westen zu reisen, war in der kommunistischen Ex-Tschechoslowakei offiziell möglich. In Wirklichkeit war es aber ein Weg voller Hürden. Das Anschaffen jeweiliger Genehmigungen für Individualreisen oder stundenlanges Schlangestehen vor einem Reisebüro, um etwas vom knappen Angebot zu ergattern, war oft erfolglos. Von der Reisefreiheit konnte keine Rede sein.   mehr...

„Zug der Freiheit“ – Sonderzug erinnert an Ausreise der Botschaftsflüchtlinge

02-10-2009 17:36 | Sina Stach

Foto: ČTK Ein Sonderzug mit fünf historischen DDR-Reichsbahn-Waggons ist am Donnerstag vom Prager Hauptbahnhof aus auf Fahrt gegangen. Und zwar über Dresden, Freiberg, Chemnitz, Plauen nach Hof. Das ist genau die Strecke, welche die DDR-Flüchtlinge in der Nacht vom 30. September auf den 1. Oktober 1989 genommen haben, um nach Westdeutschland zu gelangen. Kurz zuvor war nach komplizierten Verhandlungen zwischen den Politikern auf den beiden Seiten des Eisernen Vorhangs die Entscheidung über die Ausreise gefallen. Mit dem „Zug der Freiheit“ wollte der Verein „Kultur Aktiv“ aus Dresden nun an diese dramatische Ausreise erinnern. Die einzelnen Waggons sind als Kunsträume gestaltet. In ihnen werden Ausstellungen gezeigt, es präsentieren sich Zeitzeugen in Interviews sowie Wissenschaftler und Jugendliche aus den ehemaligen Staaten des Ostblocks.  mehr...

Genscher in der Prager Botschaft: „Ein wunderbarer Anlass zu feiern“

01-10-2009 19:37 | Christian Rühmkorf

Am Mittwoch wurde in der deutschen Botschaft in Prag gefeiert - ein Jubiläum. Auf den Tag genau war es 20 Jahre her gewesen, dass die wochenlang in der Prager Botschaft festsitzenden DDR-Flüchtlinge ausreisen konnten. Ein Stein aus der Mauer, die Europa teilte, wurde heraus gebrochen. Und deswegen wurde auch gleich der Tag der Deutschen Einheit mitgefeiert.   mehr...

Wende-Ereignisse vor 20 Jahren: Prager Botschaft und Land Sachsen erinnern

30-09-2009 15:57 | Christian Rühmkorf, Daniel Kortschak

1989, Foto: www.prag.diplo.de Der 30. September. Das ist der Tag, an dem vor 20 Jahren der damalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher eine Rede in der bundesdeutschen Botschaft in Prag hielt, die Geschichte machte. Damals verkündete er vom Balkon des Palais Lobkowicz, dass die 4 bis 5.000 DDR-Flüchtlinge von Prag nach Westdeutschland ausreisen dürfen. Tage, Wochen, zum Teil Monate hatten sie in der Botschaft ausgeharrt und auf diese Worte gewartet. Daniel Kortschak sprach mit Christian Rühmkorf darüber, wie an die Ereignisse vor 20 Jahren erinnert wird.  mehr...

„Wir schenken Euch den Trabi“ – Herbst 1989 auf Klassenfahrt in Prag

29-09-2009 17:26 | Christian Rühmkorf

Foto: ČTK Diese Woche steht die Berichterstattung der meisten Medien voll im Zeichen der DDR-Bürger, die damals vor 20 Jahren oft viele Wochen in der Prager Botschaft der Bundesrepublik Deutschland ausharrten. Tausende waren in die Tschechoslowakei eingereist und hatten sich in die Botschaft geflüchtet. - In der Hoffnung auf ihre Ausreise in den Westen. Christian Rühmkorf sprach mit dem Deutschen Eugen Brodowski, der damals als Schüler an einer Klassenfahrt nach Prag teilnahm und beinahe wie zufällig in das historische Geschehen hineinstolperte.   mehr...

Botschaftsflucht 1989 – Wie nahmen Tschechen die Ereignisse wahr?

29-09-2009 16:47 | Patrick Gschwend

Lobkowicz-Palais Das Lobkowicz-Palais, in dem die Prager Botschaft der Bundesrepublik Deutschland untergebracht ist, hatte sich vor genau 20 Jahren in ein riesiges Flüchtlingslager für tausende DDR-Bürger verwandelt. Am 30. September 1989 verkündete der damalige bundesdeutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher in seiner berühmten Rede vom Botschaftsbalkon aus, dass ihr Weg in den Westen frei ist. Wie aber wurden die für die deutsche Geschichte so bedeutsamen Ereignisse von den Tschechen wahrgenommen? Der Historiker Vratislav Vaníček arbeitete damals - im Herbst 1989 - im Enzyklopädischen Institut in unmittelbarer Nähe der deutschen Botschaft. Patrick Gschwend hat sich mit ihm – 20 Jahre danach – dort getroffen.  mehr...

Ex-Botschafter Huber vor zehn Jahren über das Flüchtlingsdrama 1989

29-09-2009 16:03 | Till Janzer

Hermann Huber (Foto: ČTK) Anlässlich des Jahrestags haben wir für das Tonarchiv auf einer Kassette eine Aufnahme zum Flüchtlingsdrama an der Deutschen Botschaft gefunden. Es ist ein Gespräch mit Hermann Huber, der 1989 der bundesdeutsche Botschafter in Prag war. Das Gespräch hat Radio Prag anlässlich des zehnjährigen Jahrestags geführt.  mehr...

DDR – ČSSR – BRD: Die Geschichte einer Flucht im Herbst 1989

28-09-2009 | Christian Rühmkorf

Foto: ČTK Alexandra Altheide, 48 Jahre alt, wohnhaft im hessischen Fulda. Ihr Sohn David wohnt nur wenige Kilometer weiter. Sie gehören zu den Tausenden von DDR-Flüchtlingen, die sich im September 1989 nach Prag durchgeschlagen haben, in die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland. Als Alexandra Altheide Ende der 80er Jahre einen Ausreiseantrag stellt, ist sie noch nicht einmal 30. Sie hat einen Fluchtversuch hinter sich, Stasi-Gefängnis und den gefürchteten Jugendwerkhof, die Umerziehungsanstalt der DDR. Angst ist seit dem ihr ständiger Begleiter, Angst vor allem um die Zukunft ihrer zwei Kinder. Ihr Ausreiseantrag wird mit monatelangen Schikanen und Erniedrigungen beantwortet. Als der Ostblock schließlich in Bewegung gerät, gibt es einen Hoffnungsschimmer. Alexandra Altheide und ihr damals gerade einmal zehn Jahre alter Sohn David schauen zurück und erzählen die Geschichte ihrer Flucht über Prag. Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland war im Frühherbst 1989 eine Rettungsinsel für unzählige DDR-Bürger geworden…   mehr...

Jára-Cimrman-Theater: 22 Jahre auf der Insel der Stupidität

27-09-2009 16:21 | Jitka Mládková

In wenigen Wochen wird in Tschechien an ein Ereignis erinnert, das zum entscheidenden Wendepunkt seiner Geschichte geworden ist. Am 17. November 1989 hat eine Studentendemonstration in Prag, die von der Polizei brutal auseinandergetrieben wurde, den Startschuss zu der so genannten Samtenen Revolution gab. Aus diesem Anlass wird hierzulande viel bilanziert und zugleich auch daran erinnert, wie dies und jenes vor dem Wende ausgesehen hatte. Welche Verhältnisse damals im Kulturbereich herrschten, wollen wir am Beispiel eines Theaters veranschaulichen.   mehr...

"Ich hatte einen Fremdenpass" - Korrespondent Johnny Krčmář, Teil II

19-09-2009 02:01 | Maria Hammerich-Maier

Johnny Krčmář haben wir Ihnen in dieser Sendereihe bereits vorgestellt. Er wurde 1933 in Köln am Rhein als Sohn eines tschechischen Diplomaten geboren und wuchs in London auf. 1947 zog er mit seiner Familie nach Prag. Im Februar 1948 ergriffen die Kommunisten in seiner Heimat die Macht. Abertausende Menschen wurden danach Opfer von Unrecht, Gewalt und Diskriminierung. Einer jener, die den Kommunisten nicht in den Kram passten, war auch Johnny Krčmář. Für mehrere Jahre wurde er an die Werkbank verbannt, bevor er, zunächst als Übersetzer, bei der tschechoslowakischen Presseagentur ČTK unterkam. Seine demokratische Gesinnung wahrte er auch später als Berichterstatter von Reuters. Doch dies drängte ihn praktisch in die Emigration nach Wien. Wir senden nun eine lockere Fortsetzung des Interviews mit Johnny Krčmář: Es geht diesmal um die Siebziger- und Achtzigerjahre.   mehr...

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