Archiv: Geschichte | Kommunismus Kommunismus
Jára-Cimrman-Theater: 22 Jahre auf der Insel der Stupidität
In wenigen Wochen wird in Tschechien an ein Ereignis erinnert, das zum
entscheidenden Wendepunkt seiner Geschichte geworden ist. Am 17. November
1989 hat eine Studentendemonstration in Prag, die von der Polizei brutal
auseinandergetrieben wurde, den Startschuss zu der so genannten Samtenen
Revolution gab. Aus diesem Anlass wird hierzulande viel bilanziert und
zugleich auch daran erinnert, wie dies und jenes vor dem Wende ausgesehen
hatte. Welche Verhältnisse damals im Kulturbereich herrschten, wollen wir
am Beispiel eines Theaters veranschaulichen.
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"Ich hatte einen Fremdenpass" - Korrespondent Johnny Krčmář, Teil II
Johnny Krčmář haben wir Ihnen in dieser Sendereihe bereits vorgestellt.
Er wurde 1933 in Köln am Rhein als Sohn eines tschechischen Diplomaten
geboren und wuchs in London auf. 1947 zog er mit seiner Familie nach Prag.
Im Februar 1948 ergriffen die Kommunisten in seiner Heimat die Macht.
Abertausende Menschen wurden danach Opfer von Unrecht, Gewalt und
Diskriminierung. Einer jener, die den Kommunisten nicht in den Kram
passten, war auch Johnny Krčmář. Für mehrere Jahre wurde er an die
Werkbank verbannt, bevor er, zunächst als Übersetzer, bei der
tschechoslowakischen Presseagentur ČTK unterkam. Seine demokratische
Gesinnung wahrte er auch später als Berichterstatter von Reuters. Doch
dies drängte ihn praktisch in die Emigration nach Wien. Wir senden nun
eine lockere Fortsetzung des Interviews mit Johnny Krčmář: Es geht
diesmal um die Siebziger- und Achtzigerjahre.
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„1989 bis 2009. Gesellschaft. Geschichte. Politik“ – Konferenz in Liblice
Auf Schloss Liblice nördlich von Prag diskutieren bis Freitag noch
Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen über den Sturz des
Kommunismus vor 20 Jahren. Die Konferenz hat den Titel „1989 bis 2009.
Gesellschaft. Geschichte. Politik“. Veranstaltet wird sie vom Institut
für Zeitgeschichte der tschechischen Akademie der Wissenschaften, der
Heinrich-Böll-Stiftung und dem Goethe-Institut in Prag. Till Janzer ist
auf Schloss Liblice. Patrick Gschwend hat mit ihm das folgende Gespräch
geführt.
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Wie funktionierten Stasi und StB? Deutsche und Tschechen wollen es gemeinsam herausfinden
Auch 20 Jahre nach der Wende sind immer noch viele Fragen offen was die
Tätigkeiten der kommunistischen Staatssicherheitsdienste der ehemaligen
Ostblock-Staaten betrifft. Die deutsche Bundesbehörde für die
Stasiunterlagen, wegen ihrer Leiterin Marianne Birthler auch als
„Birthler-Behörde“ bekannt, nimmt bei der Aufarbeitung der
Stasiverbrechen eine Vorreiterrolle ein. Ähnliche Aufgaben wie die
„Birthler-Behörde“ in Deutschland nimmt in Tschechien das Institut zur
Erforschung totalitärer Regime wahr. In der vergangenen Woche haben die
beiden Institutionen in Prag eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.
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Die Kollektivierung der Landwirtschaft - eines der schwersten Verbrechen des kommunistischen Regimes
Die Gefühlsbeziehung zum Grund und Boden zu unterbrechen, die bäuerliche
Tradition zu vernichten und die Landwirtschaft nach dem Muster der
sowjetischen "Kolchosen" zu organisieren - das war eines der
Ziele der kommunistischen Planer. Die Umsetzung der Pläne brachte Unglück
nicht nur für Tausende betroffene Familien, sondern auch für Natur und
Landschaft.
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Tschechen und Deutsche verstärken Zusammenarbeit bei Aufarbeitung der Stasi-Tätigkeit
Es ist eine gute Nachricht für Historiker: Die Behörden, die in
Tschechien und Deutschland die Archive der Staatssicherheitsdienste der
ehemaligen Tschechoslowakei und der ehemaligen DDR verwalten, wollen
künftig noch enger und intensiver zusammenarbeiten. Eine entsprechendes
Dokument wurde am Montag in Prag unterzeichnet.
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Sie wollten so ein Element nicht haben: Korrespondent Johnny Krčmář
Johnny Krčmář wurde 1933 in Köln am Rhein als Sohn eines tschechischen
Diplomaten geboren. Später wurde sein Vater an die tschechoslowakische
Botschaft in London versetzt, und dort wuchs Johnny Krčmář dann
während
der Kriegsjahre heran. 1947 nach Prag zurückgekehrt, machte ihm der
kommunistische Umsturz vom Februar 1948 einen Strich durch das geplante
Jurastudium – und verwandelte sein ganzes Leben in eine regelrechte
Odyssee. Die endete schließlich im Wiener Exil. Hören Sie im heutigen
Geschichtskapitel einen Erlebnisbericht eines Zeitgenossen. Allen Unbilden
zum Trotz mischte er, als Berichterstatter der Tschechischen Presseagentur
ČTK und von Reuters … doch auch ein wenig beim Zeitgeschehen mit. mehr...
Das Jahr 1989 mit den Augen der Fotografen
Weiße Helmen der Polizisten, ein jubelndes Paar mit der
tschechoslowakischen Fahne, Havel umarmt Dubček: einige der Fotos sind
inzwischen sehr bekannt geworden. „Das Jahr 1989 mit den Augen der
Fotografen“ heißt die Ausstellung, die am Donnerstag im Altstädter
Rathaus in Prag eröffnet wurde.
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„Denk an 1989“ – die Gewinnerin des Wettbewerbs erzählt
2009 ist das Jahr, in dem sich der geschichtsträchtige Tag des Berliner
Mauerfalls zum 20. Mal jährt. Dass dies ausgiebig gefeiert werden muss,
steht fest. Je früher, desto besser dachte sich dabei das Goethe-Institut
in Prag und rief schon zu Beginn des Jahres 2009 zum Wettbewerb „Denk an
1989“ auf. Vivian Hömke sprach mit Instituts-Mitarbeiter und Juror des
Wettbewerbs Hans Simon-Pelanda sowie der glücklichen Gewinnerin Tereza
Miklasová.
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Blutig unterdrückte Demonstrationen und Knüppelgesetz - der 21. August 1969
Die kommunistischen Machthaber rund um Gustáv Husák hatten diesen Moment
gefürchtet: Am ersten Jahrestag nach der Niederschlagung des Prager
Frühlings gingen die Menschen massenweise auf die Straßen. Sie
demonstrierten gegen die Besetzung des Landes durch die Truppen des
Warschauer Paktes. Die Parteiführung ließ damals im August 1969 die
Einsatzkräfte hart durchgreifen, es kam zu blutigen Straßenschlachten.
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