Archiv: Geschichte | Kommunismus Kommunismus

"Ich hatte einen Fremdenpass" - Korrespondent Johnny Krčmář, Teil II

19-09-2009 02:01 | Maria Hammerich-Maier

Johnny Krčmář haben wir Ihnen in dieser Sendereihe bereits vorgestellt. Er wurde 1933 in Köln am Rhein als Sohn eines tschechischen Diplomaten geboren und wuchs in London auf. 1947 zog er mit seiner Familie nach Prag. Im Februar 1948 ergriffen die Kommunisten in seiner Heimat die Macht. Abertausende Menschen wurden danach Opfer von Unrecht, Gewalt und Diskriminierung. Einer jener, die den Kommunisten nicht in den Kram passten, war auch Johnny Krčmář. Für mehrere Jahre wurde er an die Werkbank verbannt, bevor er, zunächst als Übersetzer, bei der tschechoslowakischen Presseagentur ČTK unterkam. Seine demokratische Gesinnung wahrte er auch später als Berichterstatter von Reuters. Doch dies drängte ihn praktisch in die Emigration nach Wien. Wir senden nun eine lockere Fortsetzung des Interviews mit Johnny Krčmář: Es geht diesmal um die Siebziger- und Achtzigerjahre.  mehr...

„1989 bis 2009. Gesellschaft. Geschichte. Politik“ – Konferenz in Liblice

17-09-2009 17:26 | Till Janzer, Patrick Gschwend

Auf Schloss Liblice nördlich von Prag diskutieren bis Freitag noch Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen über den Sturz des Kommunismus vor 20 Jahren. Die Konferenz hat den Titel „1989 bis 2009. Gesellschaft. Geschichte. Politik“. Veranstaltet wird sie vom Institut für Zeitgeschichte der tschechischen Akademie der Wissenschaften, der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Goethe-Institut in Prag. Till Janzer ist auf Schloss Liblice. Patrick Gschwend hat mit ihm das folgende Gespräch geführt.  mehr...

Wie funktionierten Stasi und StB? Deutsche und Tschechen wollen es gemeinsam herausfinden

15-09-2009 18:22 | Patrick Gschwend

Auch 20 Jahre nach der Wende sind immer noch viele Fragen offen was die Tätigkeiten der kommunistischen Staatssicherheitsdienste der ehemaligen Ostblock-Staaten betrifft. Die deutsche Bundesbehörde für die Stasiunterlagen, wegen ihrer Leiterin Marianne Birthler auch als „Birthler-Behörde“ bekannt, nimmt bei der Aufarbeitung der Stasiverbrechen eine Vorreiterrolle ein. Ähnliche Aufgaben wie die „Birthler-Behörde“ in Deutschland nimmt in Tschechien das Institut zur Erforschung totalitärer Regime wahr. In der vergangenen Woche haben die beiden Institutionen in Prag eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.  mehr...

Die Kollektivierung der Landwirtschaft - eines der schwersten Verbrechen des kommunistischen Regimes

12-09-2009 02:01 | Jakub Šiška

Die Gefühlsbeziehung zum Grund und Boden zu unterbrechen, die bäuerliche Tradition zu vernichten und die Landwirtschaft nach dem Muster der sowjetischen "Kolchosen" zu organisieren - das war eines der Ziele der kommunistischen Planer. Die Umsetzung der Pläne brachte Unglück nicht nur für Tausende betroffene Familien, sondern auch für Natur und Landschaft.  mehr...

Tschechen und Deutsche verstärken Zusammenarbeit bei Aufarbeitung der Stasi-Tätigkeit

08-09-2009 17:37 | Patrick Gschwend

Es ist eine gute Nachricht für Historiker: Die Behörden, die in Tschechien und Deutschland die Archive der Staatssicherheitsdienste der ehemaligen Tschechoslowakei und der ehemaligen DDR verwalten, wollen künftig noch enger und intensiver zusammenarbeiten. Eine entsprechendes Dokument wurde am Montag in Prag unterzeichnet.  mehr...

Sie wollten so ein Element nicht haben: Korrespondent Johnny Krčmář

05-09-2009 02:01 | Maria Hammerich-Maier

Johnny Krčmář wurde 1933 in Köln am Rhein als Sohn eines tschechischen Diplomaten geboren. Später wurde sein Vater an die tschechoslowakische Botschaft in London versetzt, und dort wuchs Johnny Krčmář dann während der Kriegsjahre heran. 1947 nach Prag zurückgekehrt, machte ihm der kommunistische Umsturz vom Februar 1948 einen Strich durch das geplante Jurastudium – und verwandelte sein ganzes Leben in eine regelrechte Odyssee. Die endete schließlich im Wiener Exil. Hören Sie im heutigen Geschichtskapitel einen Erlebnisbericht eines Zeitgenossen. Allen Unbilden zum Trotz mischte er, als Berichterstatter der Tschechischen Presseagentur ČTK und von Reuters … doch auch ein wenig beim Zeitgeschehen mit. mehr...

Das Jahr 1989 mit den Augen der Fotografen

04-09-2009 17:14 | Martina Schneibergová

Foto: Petr Matička Weiße Helmen der Polizisten, ein jubelndes Paar mit der tschechoslowakischen Fahne, Havel umarmt Dubček: einige der Fotos sind inzwischen sehr bekannt geworden. „Das Jahr 1989 mit den Augen der Fotografen“ heißt die Ausstellung, die am Donnerstag im Altstädter Rathaus in Prag eröffnet wurde.  mehr...

„Denk an 1989“ – die Gewinnerin des Wettbewerbs erzählt

03-09-2009 19:12 | Vivian Hömke

2009 ist das Jahr, in dem sich der geschichtsträchtige Tag des Berliner Mauerfalls zum 20. Mal jährt. Dass dies ausgiebig gefeiert werden muss, steht fest. Je früher, desto besser dachte sich dabei das Goethe-Institut in Prag und rief schon zu Beginn des Jahres 2009 zum Wettbewerb „Denk an 1989“ auf. Vivian Hömke sprach mit Instituts-Mitarbeiter und Juror des Wettbewerbs Hans Simon-Pelanda sowie der glücklichen Gewinnerin Tereza Miklasová.  mehr...

Blutig unterdrückte Demonstrationen und Knüppelgesetz - der 21. August 1969

22-08-2009 02:55 | Till Janzer

Foto: Pavel Macháček, www.rozhlas.cz/1968 Die kommunistischen Machthaber rund um Gustáv Husák hatten diesen Moment gefürchtet: Am ersten Jahrestag nach der Niederschlagung des Prager Frühlings gingen die Menschen massenweise auf die Straßen. Sie demonstrierten gegen die Besetzung des Landes durch die Truppen des Warschauer Paktes. Die Parteiführung ließ damals im August 1969 die Einsatzkräfte hart durchgreifen, es kam zu blutigen Straßenschlachten.  mehr...

Deutschland will „Genschers Balkon“ in Prag kaufen

19-08-2009 18:23 | Daniel Kortschak

Foto: ČTK Es ging in die Geschichtsbücher ein: das Palais Lobkowicz auf der Prager Kleinseite. Vor genau 20 Jahren flüchteten Tausende DDR-Bürger in die Botschaft der Bundesrepublik und erreichten auf diesem Weg ihre Ausreise in den Westen. Nun will Deutschland das geschichtsträchtige Gebäude kaufen, in dem es bisher nur zur Miete residiert. Der tschechische Staat als Eigentümer zeigt sich gesprächbereit. mehr...

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