Archiv: Geschichte | Kommunismus Kommunismus
Prager Vertrag vor 35 Jahren – der letzte Baustein in Brandts Ostpolitik
Der Kniefall von Warschau ist das wohl bekannteste Symbol der neuen
Ostpolitik von Willy Brandt. Doch auch mit Prag suchte die deutsche
Bundesregierung Anfang der 70er Jahre eine Annäherung. Beinahe wäre es
dazu nicht gekommen, denn Rechtsfragen rund um die Annullierung des
Münchner Abkommens drohten die Verhandlungen zu sprengen. Das aber hätte
das ganze Konzept der Ostverträge und damit auch die deutsch-deutsche
Annäherung gefährdet. Und so reisten Bundeskanzler Willy Brandt und
Außenminister Walter Scheel vor 35 Jahren nach Prag, um auch mit den
kommunistischen Machthabern in der Tschechoslowakei einen Grundlagenvertrag
zu unterzeichnen.
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Prager Vertrag vor 35 Jahren - zustande gekommen mit Druck aus Moskau
Vor 35 Jahren unterschrieben der damalige deutsche Bundeskanzler Willy
Brandt und der tschechoslowakische Ministerpräsident Lubomír Štrougal
den so genannten Prager Vertrag. Es war der letzte Baustein in der neuen
Ostpolitik der sozialliberalen Koalition in Bonn. Für Prag hatte das
Dokument jedoch keine vorrangige Bedeutung – wenn da nicht Moskau gewesen
wäre.
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Die Entstehung der Tschechoslowakei und die religiöse Wende der Gesellschaft
Die Entstehung der Tschechoslowakei vor 90 Jahren war nicht nur eine
politische Wende, sondern erschütterte auch das geistliche Leben. Das
religiöse Empfinden der Tschechen erlebte in der Zwischenkriegszeit eine
interessante Entwicklung, deren Konsequenzen bis heute deutlich spürbar
sind.
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Subversive Musik im tschechoslowakischen Kommunismus – Konferenz in Dresden
Kennen Sie gefährliche Musik? Zumindest die Machthaber der ehemaligen
kommunistischen Tschechoslowakei kannten sie. So stuften sie zum Beispiel
die Werke von Marek Kopelent als gefährlich ein und verboten sie. Wie
sich
das Jahr 1968 und speziell der „Prager Frühling“ auf die Musik
ausgewirkt haben, damit beschäftigte sich vergangene Woche eine Konferenz
in Dresden. Jörn Peter Hiekel, Organisator der Konferenz erklärt worum
es
genau ging. mehr...
Ausstellung "Gesichter der Macht" zeigt ehemalige Mitarbeiter der Staatsicherheit
Zwei nahezu identisch gestaltete Ausstellungen zeigen im Stadtzentrum von
Prag und Brünn überlebensgroße Porträts ehemaliger Mitarbeiter des
kommunistischen Staatsicherheitsdienstes. Ein Weg der
Vergangenheitsbewältigung oder ein öffentliches An-den-Pranger-Stellen
willkürlich ausgewählter Personen? Radio Prag ist dieser heiklen Frage
nachgegangen.
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Wie die Revolution begann – der 17. November 1989
Für das kommunistische Regime der Tschechoslowakei kam der Anfang vom Ende
eine Woche nach dem Fall der Berliner Mauer: Am 17. November gingen
mehrere
Tausend Studenten in Prag auf die Straße. Einige Tage später waren die
Kundgebungen gegen das Regime bereits auf einige Hunderttausend Menschen
angeschwollen. „Die Wahrheit siegt.“ Das war eine der Parolen von
damals. In den offiziellen Medien des Landes siegte die Wahrheit
allerdings
noch nicht ganz so schnell wie auf den Straßen. Sie mussten sich erst
einmal aus der kommunistischen Umklammerung lösen. Wir geben Ihnen zum
19.
Jahrestag der Samtenen Revolution einen Überblick über das Geschehen ab
dem 17. November 1989 und den Rundfunkberichten. mehr...
Die Samtene Revolution: 10 Tage im Licht der Agenturmeldungen
Prag, 17. November 1989. Eine Demonstration von Studenten, offiziell
eigentlich dem Gedenken an die Schließung der tschechischen Hochschulen
durch die Nazis 50 Jahr zuvor gewidmet, wird zum Fanal für das Ende der
kommunistischen Herrschaft. Noch wird die Kundgebung von der Polizei
gewaltsam niedergeschlagen, aber die Demokratisierungswelle in Osteuropa
hat nun endgültig auch die Tschechoslowakei erfasst. Wie hat eigentlich
die Nachrichtenagentur ČTK über die Ereignisse berichtet? Und wie wurden
diese Meldungen aufgenommen – auch bei uns, in der Deutschen Redaktion
von Radio Prag? Gerald Schubert hat im Archiv der ČTK gewühlt,
Originalmeldungen aus jenen Tagen ausgegraben und sich darüber mit Jitka
Mládková unterhalten, die schon damals bei Radio gearbeitet hat.
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„Dann fielen zwei Schüsse“ – Zeitzeugen berichten im Internet
„Paměť národa“, auf Deutsch „Erinnerung des Volkes“ – so
heißt eines der weltweit größten Zeitzeugen-Projekte im Internet. Es
wurde diese Woche frei geschaltet. Das Projekt wurde in Tschechien
entworfen, soll im kommenden Jahr gesamteuropäisch werden und steht
interessierten Laien sowie Fachleuten zur Verfügung. Auf den Webseiten
sind die Aussagen von mehreren hundert Menschen zu finden, die über ihr
Schicksal während der Nazi-Herrschaft, des Zweiten Weltkriegs oder des
Kommunismus erzählen. Viele sind bewegende Geschichten, in denen sich die
Verwerfungen des vergangenen Jahrhunderts spiegeln.
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Zeitzeugen im Internet – europaweites Projekt aus Tschechien gestartet
In der Nacht von Montag auf Dienstag wurde eines der weltweit größten
Zeitzeugen-Projekte im Internet freigeschaltet. Es ist in Tschechien
entstanden und heißt „Paměť národa“, auf Deutsch „Erinnerung des
Volkes“. Interessierte Laien wie Fachleute sollen die Webseiten nutzen.
Dort schildern mehrere hundert Menschen in Ton und Schrift und manchmal
auch per Video ihre Schicksale aus Nazi-Herrschaft, Zweitem Weltkrieg oder
aus der Zeit des Kommunismus. Initiiert hat die Webseite der Verein Post
bellum – ein Zusammenschluss von Historikern und Journalisten. Partner
sind der Tschechische Rundfunk und das Institut für das Studium
totalitärer Regime.
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„Milan Kundera war es nicht“ – sagt Literaturwissenschaftler Zdeňek Pešat
Vor ein paar Tagen geriet Milan Kundera, der weltberühmte Schriftsteller
mit tschechischen Wurzeln, unter Druck. Dokumente scheinen zu belegen, dass
er vor 58 einen Antikommunisten denunziert hat. Jetzt hat sich ein
ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter der Karls-Universität gemeldet
und bezeugt Kunderas Unschuld.
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