Archiv: Geschichte | Kommunismus Kommunismus

Prager Vertrag vor 35 Jahren – der letzte Baustein in Brandts Ostpolitik

13-12-2008 02:55 | Till Janzer

Unterzeichnung des Prager Vertrags (Foto: ČTKL) Der Kniefall von Warschau ist das wohl bekannteste Symbol der neuen Ostpolitik von Willy Brandt. Doch auch mit Prag suchte die deutsche Bundesregierung Anfang der 70er Jahre eine Annäherung. Beinahe wäre es dazu nicht gekommen, denn Rechtsfragen rund um die Annullierung des Münchner Abkommens drohten die Verhandlungen zu sprengen. Das aber hätte das ganze Konzept der Ostverträge und damit auch die deutsch-deutsche Annäherung gefährdet. Und so reisten Bundeskanzler Willy Brandt und Außenminister Walter Scheel vor 35 Jahren nach Prag, um auch mit den kommunistischen Machthabern in der Tschechoslowakei einen Grundlagenvertrag zu unterzeichnen.  mehr...

Prager Vertrag vor 35 Jahren - zustande gekommen mit Druck aus Moskau

11-12-2008 16:56 | Till Janzer

Vor 35 Jahren unterschrieben der damalige deutsche Bundeskanzler Willy Brandt und der tschechoslowakische Ministerpräsident Lubomír Štrougal den so genannten Prager Vertrag. Es war der letzte Baustein in der neuen Ostpolitik der sozialliberalen Koalition in Bonn. Für Prag hatte das Dokument jedoch keine vorrangige Bedeutung – wenn da nicht Moskau gewesen wäre.  mehr...

Die Entstehung der Tschechoslowakei und die religiöse Wende der Gesellschaft

06-12-2008 02:55 | Jakub Šiška

Evangelische Salvatorkirche in Prag Die Entstehung der Tschechoslowakei vor 90 Jahren war nicht nur eine politische Wende, sondern erschütterte auch das geistliche Leben. Das religiöse Empfinden der Tschechen erlebte in der Zwischenkriegszeit eine interessante Entwicklung, deren Konsequenzen bis heute deutlich spürbar sind.  mehr...

Subversive Musik im tschechoslowakischen Kommunismus – Konferenz in Dresden

01-12-2008 16:45 | Martin Jarde

Kennen Sie gefährliche Musik? Zumindest die Machthaber der ehemaligen kommunistischen Tschechoslowakei kannten sie. So stuften sie zum Beispiel die Werke von Marek Kopelent als gefährlich ein und verboten sie. Wie sich das Jahr 1968 und speziell der „Prager Frühling“ auf die Musik ausgewirkt haben, damit beschäftigte sich vergangene Woche eine Konferenz in Dresden. Jörn Peter Hiekel, Organisator der Konferenz erklärt worum es genau ging. mehr...

Ausstellung "Gesichter der Macht" zeigt ehemalige Mitarbeiter der Staatsicherheit

22-11-2008 02:55 | Daniel Kortschak

Foto: Martina Schneibergová Zwei nahezu identisch gestaltete Ausstellungen zeigen im Stadtzentrum von Prag und Brünn überlebensgroße Porträts ehemaliger Mitarbeiter des kommunistischen Staatsicherheitsdienstes. Ein Weg der Vergangenheitsbewältigung oder ein öffentliches An-den-Pranger-Stellen willkürlich ausgewählter Personen? Radio Prag ist dieser heiklen Frage nachgegangen.  mehr...

Wie die Revolution begann – der 17. November 1989

17-11-2008 | Till Janzer

Für das kommunistische Regime der Tschechoslowakei kam der Anfang vom Ende eine Woche nach dem Fall der Berliner Mauer: Am 17. November gingen mehrere Tausend Studenten in Prag auf die Straße. Einige Tage später waren die Kundgebungen gegen das Regime bereits auf einige Hunderttausend Menschen angeschwollen. „Die Wahrheit siegt.“ Das war eine der Parolen von damals. In den offiziellen Medien des Landes siegte die Wahrheit allerdings noch nicht ganz so schnell wie auf den Straßen. Sie mussten sich erst einmal aus der kommunistischen Umklammerung lösen. Wir geben Ihnen zum 19. Jahrestag der Samtenen Revolution einen Überblick über das Geschehen ab dem 17. November 1989 und den Rundfunkberichten. mehr...

Die Samtene Revolution: 10 Tage im Licht der Agenturmeldungen

17-11-2008 | Gerald Schubert

November 1989 in Prag Prag, 17. November 1989. Eine Demonstration von Studenten, offiziell eigentlich dem Gedenken an die Schließung der tschechischen Hochschulen durch die Nazis 50 Jahr zuvor gewidmet, wird zum Fanal für das Ende der kommunistischen Herrschaft. Noch wird die Kundgebung von der Polizei gewaltsam niedergeschlagen, aber die Demokratisierungswelle in Osteuropa hat nun endgültig auch die Tschechoslowakei erfasst. Wie hat eigentlich die Nachrichtenagentur ČTK über die Ereignisse berichtet? Und wie wurden diese Meldungen aufgenommen – auch bei uns, in der Deutschen Redaktion von Radio Prag? Gerald Schubert hat im Archiv der ČTK gewühlt, Originalmeldungen aus jenen Tagen ausgegraben und sich darüber mit Jitka Mládková unterhalten, die schon damals bei Radio gearbeitet hat.  mehr...

„Dann fielen zwei Schüsse“ – Zeitzeugen berichten im Internet

01-11-2008 02:55 | Till Janzer

František Kraus (Foto: www.pametnaroda.cz) „Paměť národa“, auf Deutsch „Erinnerung des Volkes“ – so heißt eines der weltweit größten Zeitzeugen-Projekte im Internet. Es wurde diese Woche frei geschaltet. Das Projekt wurde in Tschechien entworfen, soll im kommenden Jahr gesamteuropäisch werden und steht interessierten Laien sowie Fachleuten zur Verfügung. Auf den Webseiten sind die Aussagen von mehreren hundert Menschen zu finden, die über ihr Schicksal während der Nazi-Herrschaft, des Zweiten Weltkriegs oder des Kommunismus erzählen. Viele sind bewegende Geschichten, in denen sich die Verwerfungen des vergangenen Jahrhunderts spiegeln.  mehr...

Zeitzeugen im Internet – europaweites Projekt aus Tschechien gestartet

29-10-2008 16:44 | Till Janzer

In der Nacht von Montag auf Dienstag wurde eines der weltweit größten Zeitzeugen-Projekte im Internet freigeschaltet. Es ist in Tschechien entstanden und heißt „Paměť národa“, auf Deutsch „Erinnerung des Volkes“. Interessierte Laien wie Fachleute sollen die Webseiten nutzen. Dort schildern mehrere hundert Menschen in Ton und Schrift und manchmal auch per Video ihre Schicksale aus Nazi-Herrschaft, Zweitem Weltkrieg oder aus der Zeit des Kommunismus. Initiiert hat die Webseite der Verein Post bellum – ein Zusammenschluss von Historikern und Journalisten. Partner sind der Tschechische Rundfunk und das Institut für das Studium totalitärer Regime.  mehr...

„Milan Kundera war es nicht“ – sagt Literaturwissenschaftler Zdeňek Pešat

16-10-2008 16:32 | Christian Rühmkorf

Milan Kundera Vor ein paar Tagen geriet Milan Kundera, der weltberühmte Schriftsteller mit tschechischen Wurzeln, unter Druck. Dokumente scheinen zu belegen, dass er vor 58 einen Antikommunisten denunziert hat. Jetzt hat sich ein ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter der Karls-Universität gemeldet und bezeugt Kunderas Unschuld.  mehr...

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