Archiv: Geschichte | Kommunismus Kommunismus

Attentat auf Heydrich: Zum Jubiläum eröffnet neue Ausstellung

25-05-2012 16:18 | Martina Schneibergová

Foto: Barbora Kmentová Er galt als „Henker des tschechischen Volkes“: der Organisator des Holocausts und Stellvertretende Reichsprotektor von Böhmen und Mähren, Reinhard Heydrich. Am 27. Mai 1942 verübten tschechische Widerstandskämpfer ein Attentat auf Heydrich. Die Nazis reagierten mit zahlreichen Racheakten, darunter auch die Niederbrennung der Gemeinden Lidice und Ležáky. Anlässlich des bevorstehenden 70. Jahrestags des Attentats auf Heydrich wurde am Donnerstag im Prager Wallenstein-Garten eine Ausstellung eröffnet. mehr...

Gehirnwäsche und Rübenanbau: Gedenkstätte für verfolgte Geistliche auf dem Muttergottesberg

11-05-2012 17:22 | Martina Schneibergová

Muttergottesberg (Foto: Martina Schneibergová) Der Muttergottesberg bei der ostböhmischen Stadt Králíky / Grulich war ab dem 18. Jahrhundert ein bedeutender Wallfahrtsort. Das zugehörige Kloster hatte später eine bewegte Geschichte: Während des Zweiten Weltkriegs wurde es vorübergehend zum Zufluchtsort für Mütter mit Kindern aus zerbombten deutschen Städten. Später wurden dort Piloten der alliierten Armeen gefangen gehalten. Während des Kommunismus wurde das Kloster in ein Konzentrationslager für Ordensmitglieder verwandelt. Ende April wurde auf dem Muttergottesberg eine Gedenkstätte eröffnet, die an die vom kommunistischen Regime verfolgten Geistlichen erinnert. mehr...

Freundeskreis Fulda-Litoměřice begeht 10. Jubiläum mit Ausstellung

08-05-2012 | Martina Schneibergová

Die nordböhmische Stadt Litoměřice / Leitmeritz und das hessische Fulda sind durch eine Städtepartnerschaft verbunden. Die Partnerschaft hat historische Wurzeln. In diesem Jahr begeht der Freundeskreis Fulda-Litoměřice zehn Jahres seines Bestehens. Aus dem Anlass wurde am vergangenen Donnerstag eine tschechische Ausstellung über zerstörte Sakraldenkmäler Nordböhmens feierlich eröffnet. mehr...

Historiker Smetana: „Es ist ein Mythos, dass Europa in Jalta geteilt wurde“

08-05-2012 | Till Janzer

Konferenz in Jalta Am 8. Mai wird in Tschechien offiziell der Befreiung des Landes von den deutschen Besatzern gedacht. Der Tag ist ein Feiertag. Ein Autorenkollektiv aus tschechischen Historikern hat 2009 über die Befreiung der Tschechoslowakei eine umfangreiche Studie herausgegeben. Die Historikem sagen, die Freiheit sei teuer erkauft worden – unter anderem sei sie ja in der mehr als 40 Jahre währenden kommunistischen Herrschaft gemündet. Einer der Autoren ist Vít Smetana vom Institut für Zeitgeschichte in Prag. Mit ihm an dieser Stelle ein Gespräch über Mythen und Fakten beim Weg der Nachkriegs-Tschechoslowakei in die Arme Moskaus. mehr...

Historiker Smetana: „Es ist ein Mythos, dass Europa in Jalta geteilt wurde“

08-05-2012 | Till Janzer

Konferenz in Jalta Am 8. Mai wird in Tschechien offiziell der Befreiung des Landes von den deutschen Besatzern gedacht. Der Tag ist ein Feiertag. Ein Autorenkollektiv aus tschechischen Historikern hat 2009 über die Befreiung der Tschechoslowakei eine umfangreiche Studie herausgegeben. Die Historikem sagen, die Freiheit sei teuer erkauft worden – unter anderem sei sie ja in der mehr als 40 Jahre währenden kommunistischen Herrschaft gemündet. Einer der Autoren ist Vít Smetana vom Institut für Zeitgeschichte in Prag. Mit ihm an dieser Stelle ein Gespräch über Mythen und Fakten beim Weg der Nachkriegs-Tschechoslowakei in die Arme Moskaus. mehr...

Auf dem Muttergottesberg wurde Gedenkstätte für verfolgte Geistliche eröffnet

02-05-2012 16:31 | Martina Schneibergová

Foto: Martina Schneibergová Vor 62 Jahren begann das kommunistische Regime damit, die kirchlichen Ordensgemeinschaften aufzulösen. Einige der Klöster wurden in Konzentrations- oder Internierungslager für Ordensmitglieder verwandelt. Eines davon war das Kloster auf dem Muttergottesberg bei Králíky / Grulich. Am vergangenen Freitag wurde dort eine Gedenkstätte für verfolgte Geistliche eröffnet. mehr...

Von der Charta 77 zum Kulturbauernhof Řehlovice: der Künstler Jan Korbelík über Emigration und internationale Verständigung

24-04-2012 17:08 | Marco Zimmermann

Jan Korbelík (Foto: Archiv von Kulturzentrum Řehlovice) Jan Korbelík ist Künstler, Indologe und Übersetzer. Seit der Wende engagiert er sich auf dem Kulturbauernhof in Řehlovice. Er ist mit Lenka Holíková, der Leiterin des Bauernhofesm, befreundet und hat an allen größeren Aktionen der letzten Jahre mitgewirkt. Sein Lieblingsprojekt ist das Künstlersymposium „Proudění“ (dt.: Strömungen), das bereits seit zehn Jahren regelmäßig im Juli auf dem alten Meierhof stattfindet. Jan Korbelík lebt jetzt in Wien, dorthin emigrierte er Ende der siebziger Jahre. Als 18-Jähriger hatte er bereits die Charta 77 unterzeichnet und konnte deshalb nicht studieren. Als der damalige österreichische Bundeskanzler allen Charta-Unterzeichnern politisches Asyl anbot, nutzte Korbelík dies und ging nach Wien. mehr...

Stalin-Monstermonument: Vor 60 Jahren auf Befehl aus Moskau gesprengt

21-04-2012 02:01 | Jitka Mládková

Stalin-Denkmal Es sollte ein Geschenk und vor allem eine Danksagung an einen „großen“ Mann sein: das Denkmal des sowjetischen Diktators Josef Stalin, der in einer überdimensionalen Granitgestalt von einer Anhöhe in aller Ewigkeit auf ganz Prag hinabschauen würde. Vor 68 Jahren wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Am 1. Mai 1955 fand mit viel Pomp die Enthüllung statt. Doch Stalin und das Figurengefolge blieben nicht, wie eigentlich vorgesehen, für alle Zeiten verewigt auf der Letná. Die „Lebenszeit“ des tonnenschweren Granitklotzes betrug letztlich nur knapp acht Jahre. Die Entstehung und Zerstörung des Stalin-Denkmals sowie das tragische Schicksal des Bildhauers Otakar Švec hat vor einiger Zeit den in Wien lebenden Tschechen Rudolf Cainer inspiriert, einen Roman zu schreiben. Diesen hat Cainer vor Kurzem in Prag vorgestellt. mehr...

Körperertüchtigung und Politik: 150 Jahre Turnerbund Sokol

14-04-2012 02:01 | Till Janzer

Was für die Deutschen Turnvater Jahn ist, das ist für die Tschechen Miroslav Tyrš. Er war vor 150 Jahren prägender Mitgründer des Sokol, der tschechischen Turnbewegung, die später auch auf weitere slawische Völker übergriff. „Sokol“ ist nicht nur im Tschechischen, sondern auch in anderen slawischen Sprachen das Wort für „Falke“. Die Falken spielten eine wichtige Rolle bei der Emanzipation der Tschechen und Slowaken in der k.u.k. Monarchie und der Bildung eines eigenständigen Staates. Der Sokol war zudem die bedeutendste Massenorganisation der tschechischen Geschichte. mehr...

Philosoph Jan Patočka: Intellektueller Kopf und Symbolfigur der Charta 77

31-03-2012 02:01 | Robert Schuster

Jan Patočka Am 13. März jährte sich zum 35-mal der Todestag des tschechischen Philosophen Jan Patočka. Er gehörte zu den Symbolen der Oppositionsbewegung Charta 77 und war deren erster Sprecher. Patočka verstarb jedoch bereits wenige Wochen nach der Veröffentlichung des Gründungsaufrufs der Charta am 1. Januar 1977 und zwar an den Folgen der zermürbenden Verhöre durch die kommunistische Staatssicherheit. mehr...

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