Archiv: Geschichte | Kommunismus Kommunismus

Vom Pakt zur Verfolgung: Sozialdemokraten und Kommunisten nach dem Krieg

06-04-2013 02:01 | Jakub Šiška

Die Sozialdemokraten werden genauso wie die Kommunisten traditionell zur politischen Linken gezählt. Das ist nicht ganz falsch: Beide Parteien betonen die Sozialpolitik und in Tschechien kommen auch ihre Wähler immer noch überwiegend aus denselben Schichten, also der Unter- und Mittelschicht. Dass sie den Kommunisten aber nahe standen, wurde den Sozialdemokraten hierzulande nach dem Zweiten Weltkrieg zum Verhängnis. Und bis heute beeinflusst diese tragische Partnerschaft die öffentliche Wahrnehmung der Sozialdemokraten in Tschechien. mehr...

Schlacht um Sokolowo – tschechoslowakischer Weltkriegs-Mythos

23-03-2013 02:01 | Till Janzer

Schlacht um Sokolowo Auch tschechoslowakische Soldaten haben am Zweiten Weltkrieg teilgenommen. Die ersten Einheiten des von den Nazis besetzten Landes entstanden in Frankreich. Sie nahmen am Krieg allerdings in gemischten Verbänden mit Soldaten anderer Länder teil. Deswegen kommt es erst im Osten Europas zum Einsatz einer eigenständigen tschechoslowakischen Truppe. Vor ziemlich genau 70 Jahren zog sie in die Schlacht um das ukrainische Dorf Sokolowo. mehr...

Mord oder Selbstmord: Wie und warum starb Jan Masaryk?

09-03-2013 02:01 | Jakub Šiška

Jan Masaryk (Foto: United States Library of Congress, Free Domain) Vor 65 Jahren starb der tschechoslowakische Außenminister Jan Masaryk. Am frühen Morgen des 10. März 1948 wurde er unter dem Fenster seiner Wohnung im Hof des so genannten Czernin-Palais auf dem Prager Hradschin tot gefunden. Zu dem Ereignis kam es nur wenige Tage nach der kommunistischen Machtergreifung in der Tschechoslowakei. Und sofort schossen die Spekulationen ins Kraut: Nahm sich der Sohn des ersten tschechoslowakischen Präsidenten das Leben, wie es der offizielle Bericht behauptete, oder wurde er ermordet? mehr...

„Der Totalitarismus in Europa“: Ausstellung dokumentiert nationalsozialistische und kommunistische Verbrechen

02-03-2013 02:01 | Markéta Kachlíková

Foto: Archiv des Instituts für das Studium totalitärer Regimes „Der Totalitarismus in Europa“ ist eine Ausstellung, die zurzeit an der Prager Karlsuniversität zu sehen ist. Vorbereitet wurde sie vom tschechischen Institut für das Studium totalitärer Regimes und ähnlichen Forschungsstellen aus anderen europäischen Ländern. Sie arbeiten im Rahmen der „Plattform für das Gedächtnis und das Gewissen Europas“ zusammen. Radio Prag hat anlässlich der Vernissage mit dem Direktor des Instituts Daniel Herman und der Koordinatorin der internationalen Ausstellung Neela Winkelmannová gesprochen. Einen Zusammenschnitt hören sie nun in einer weiteren Ausgabe der Sendereihe Kapitel aus der tschechischen Geschichte. mehr...

Geschichte als Spielfilm – Dreiteiler „Der brennende Dornbusch“ über Jan Palach

02-03-2013 02:01 | Jitka Mládková

Am 16. Januar dieses Jahres jährte sich zum 44. Mal der Tag, an dem der tschechische Student Jan Palach in Prag sich selbst verbrannte. Diesmal wurde in Tschechien viel mehr als es in den letzten Jahren über das damalige Ereignis diskutiert. Einen Anstoß dazu gab das tschechische Abgeordnetenhaus. Es beschloss rund 23 Jahre nach der politischen Wende hierzulande, den 16. Januar zum Gedenktag an Jan Palach zu erklären. Der stärkere Auslöser für die breite Debatte war indes der erste Spielfilm über Palach mit dem Titel „Der brennende Dornbusch“. Der Streifen spielt in der Zeit der so genannten „Normalisierung“, die bald nach Palachs Begräbnis einsetzte. Nach der Liberalisierung während des Prager Frühlings übernahmen kommunistische Hardliner wieder die Kontrolle in allen Bereichen des politischen und gesellschaftlichen Lebens in der damaligen Tschechoslowakei. mehr...

Kommunistische Machtübernahme: Mahnungen und Feiern zum 65. Jahrestag

26-02-2013 17:06 | Marco Zimmermann

Foto: Archiv des Tschechischen Rundfunks Der 25. Februar 1948 gilt in Tschechien als Tag der kommunistischen Machtübernahme. Am Montag fanden anlässlich des 65. Jahrestages viele Gedenkveranstaltungen statt, während einige kommunistische Anhänger dem damaligen Ministerpräsidenten und Parteichef Klement Gottwald gedachten. mehr...

Triumphale Rückkehr - der Weg zum tschechischen Kult um Edvard Beneš

16-02-2013 02:01 | Till Janzer

Edvard Beneš Edvard Beneš, der ehemalige tschechoslowakische Staatspräsident, ist Held und Reizfigur zugleich. Es kommt nur darauf an, wen man fragt. In unseren Sendungen haben wir bereits über die sudetendeutsche Wahrnehmung von Beneš gesprochen. Nun beleuchten wir das Bild, das sich die tschechoslowakischen Bürger von ihrem Präsidenten gemacht haben - und zwar in der Zeit ab dem Münchner Abkommen von 1938, als Beneš abdankte, und vor allem während seiner triumphalen Rückkehr in die Nachkriegs-Tschechoslowakei. mehr...

Ukrainische Nationalisten und die Tschechoslowakei

26-01-2013 02:01 | Jakub Šiška

Bandera-Truppen (Foto: ČT24) Im Zweiten Weltkrieg standen nicht nur die Nazis auf der einen Seite und die Alliierten auf der anderen Seite einander gegenüber. In der Ukraine formierten sich schon in den 30er Jahren einige Truppen, die für die Selbständigkeit ihres Landes kämpften. Während des Krieges entwickelten diese „Bandera-Truppen“, wie sie nach dem Namen ihres Anführers bekannt wurden, einen Partisanenkampf gegen Russen, Polen und Deutsche. Die Geschichte dieser Einheiten ist auch stark mit der Tschechoslowakei verbunden. mehr...

Körperertüchtigung und Politik: 150 Jahre Turnerbund Sokol

29-12-2012 02:01 | Till Janzer

Was für die Deutschen Turnvater Jahn ist, das ist für die Tschechen Miroslav Tyrš. Er war vor 150 Jahren prägender Mitgründer des Sokol, der tschechischen Turnbewegung, die später auch auf weitere slawische Völker übergriff. „Sokol“ ist nicht nur im Tschechischen, sondern auch in anderen slawischen Sprachen das Wort für „Falke“. Die Falken spielten eine wichtige Rolle bei der Emanzipation der Tschechen und Slowaken in der k.u.k. Monarchie und der Bildung eines eigenständigen Staates. Der Sokol war zudem die bedeutendste Massenorganisation der tschechischen Geschichte. mehr...

Philosoph Jan Patočka: intellektueller Kopf und Symbolfigur der Charta 77

22-12-2012 02:01 | Robert Schuster

Jan Patočka Der Philosoph Jan Patočka gehörte zu den Symbolen der Oppositionsbewegung Charta 77 und war ihr erster Sprecher. Im März hat sich zum 35. Mal sein Todestag gejährt. Patočka verstarb bereits wenige Wochen nach der Veröffentlichung des Gründungsaufrufs der Charta vom 1. Januar 1977, und zwar an den Folgen der zermürbenden Verhöre durch die kommunistische Staatssicherheit. Wir erinnern im Folgenden an den aufrechten Denker. mehr...

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