Archiv: Geschichte | Kommunismus Kommunismus
Vom Pakt zur Verfolgung: Sozialdemokraten und Kommunisten nach dem Krieg
Die Sozialdemokraten werden genauso wie die Kommunisten traditionell zur
politischen Linken gezählt. Das ist nicht ganz falsch: Beide Parteien
betonen die Sozialpolitik und in Tschechien kommen auch ihre Wähler immer
noch überwiegend aus denselben Schichten, also der Unter- und
Mittelschicht. Dass sie den Kommunisten aber nahe standen, wurde den
Sozialdemokraten hierzulande nach dem Zweiten Weltkrieg zum Verhängnis.
Und bis heute beeinflusst diese tragische Partnerschaft die öffentliche
Wahrnehmung der Sozialdemokraten in Tschechien. mehr...
Schlacht um Sokolowo – tschechoslowakischer Weltkriegs-Mythos
Auch tschechoslowakische Soldaten haben am Zweiten Weltkrieg teilgenommen.
Die ersten Einheiten des von den Nazis besetzten Landes entstanden in
Frankreich. Sie nahmen am Krieg allerdings in gemischten Verbänden mit
Soldaten anderer Länder teil. Deswegen kommt es erst im Osten Europas zum
Einsatz einer eigenständigen tschechoslowakischen Truppe. Vor ziemlich
genau 70 Jahren zog sie in die Schlacht um das ukrainische Dorf Sokolowo. mehr...
Mord oder Selbstmord: Wie und warum starb Jan Masaryk?
Vor 65 Jahren starb der tschechoslowakische Außenminister Jan Masaryk. Am
frühen Morgen des 10. März 1948 wurde er unter dem Fenster seiner Wohnung
im Hof des so genannten Czernin-Palais auf dem Prager Hradschin tot
gefunden. Zu dem Ereignis kam es nur wenige Tage nach der kommunistischen
Machtergreifung in der Tschechoslowakei. Und sofort schossen die
Spekulationen ins Kraut: Nahm sich der Sohn des ersten tschechoslowakischen
Präsidenten das Leben, wie es der offizielle Bericht behauptete, oder
wurde er ermordet? mehr...
„Der Totalitarismus in Europa“: Ausstellung dokumentiert nationalsozialistische und kommunistische Verbrechen
„Der Totalitarismus in Europa“ ist eine Ausstellung, die zurzeit an der
Prager Karlsuniversität zu sehen ist. Vorbereitet wurde sie vom
tschechischen Institut für das Studium totalitärer Regimes und ähnlichen
Forschungsstellen aus anderen europäischen Ländern. Sie arbeiten im
Rahmen der „Plattform für das Gedächtnis und das Gewissen Europas“
zusammen. Radio Prag hat anlässlich der Vernissage mit dem Direktor des
Instituts Daniel Herman und der Koordinatorin der internationalen
Ausstellung Neela Winkelmannová gesprochen. Einen Zusammenschnitt hören
sie nun in einer weiteren Ausgabe der Sendereihe Kapitel aus der
tschechischen Geschichte. mehr...
Geschichte als Spielfilm – Dreiteiler „Der brennende Dornbusch“ über Jan Palach
Am 16. Januar dieses Jahres jährte sich zum 44. Mal der Tag, an dem der
tschechische Student Jan Palach in Prag sich selbst verbrannte. Diesmal
wurde in Tschechien viel mehr als es in den letzten Jahren über das
damalige Ereignis diskutiert. Einen Anstoß dazu gab das tschechische
Abgeordnetenhaus. Es beschloss rund 23 Jahre nach der politischen Wende
hierzulande, den 16. Januar zum Gedenktag an Jan Palach zu erklären. Der
stärkere Auslöser für die breite Debatte war indes der erste Spielfilm
über Palach mit dem Titel „Der brennende Dornbusch“. Der Streifen
spielt in der Zeit der so genannten „Normalisierung“, die bald nach
Palachs Begräbnis einsetzte. Nach der Liberalisierung während des Prager
Frühlings übernahmen kommunistische Hardliner wieder die Kontrolle in
allen Bereichen des politischen und gesellschaftlichen Lebens in der
damaligen Tschechoslowakei. mehr...
Kommunistische Machtübernahme: Mahnungen und Feiern zum 65. Jahrestag
Der 25. Februar 1948 gilt in Tschechien als Tag der kommunistischen
Machtübernahme. Am Montag fanden anlässlich des 65. Jahrestages viele
Gedenkveranstaltungen statt, während einige kommunistische Anhänger dem
damaligen Ministerpräsidenten und Parteichef Klement Gottwald gedachten. mehr...
Triumphale Rückkehr - der Weg zum tschechischen Kult um Edvard Beneš
Edvard Beneš, der ehemalige tschechoslowakische Staatspräsident, ist Held
und Reizfigur zugleich. Es kommt nur darauf an, wen man fragt. In unseren
Sendungen haben wir bereits über die sudetendeutsche Wahrnehmung von
Beneš gesprochen. Nun beleuchten wir das Bild, das sich die
tschechoslowakischen Bürger von ihrem Präsidenten gemacht haben - und
zwar in der Zeit ab dem Münchner Abkommen von 1938, als Beneš abdankte,
und vor allem während seiner triumphalen Rückkehr in die
Nachkriegs-Tschechoslowakei. mehr...
Ukrainische Nationalisten und die Tschechoslowakei
Im Zweiten Weltkrieg standen nicht nur die Nazis auf der einen Seite und
die Alliierten auf der anderen Seite einander gegenüber. In der Ukraine
formierten sich schon in den 30er Jahren einige Truppen, die für die
Selbständigkeit ihres Landes kämpften. Während des Krieges entwickelten
diese „Bandera-Truppen“, wie sie nach dem Namen ihres Anführers
bekannt wurden, einen Partisanenkampf gegen Russen, Polen und Deutsche. Die
Geschichte dieser Einheiten ist auch stark mit der Tschechoslowakei
verbunden. mehr...
Körperertüchtigung und Politik: 150 Jahre Turnerbund Sokol
Was für die Deutschen Turnvater Jahn ist, das ist für die Tschechen
Miroslav Tyrš. Er war vor 150 Jahren prägender Mitgründer des Sokol, der
tschechischen Turnbewegung, die später auch auf weitere slawische Völker
übergriff. „Sokol“ ist nicht nur im Tschechischen, sondern auch in
anderen slawischen Sprachen das Wort für „Falke“. Die Falken spielten
eine wichtige Rolle bei der Emanzipation der Tschechen und Slowaken in der
k.u.k. Monarchie und der Bildung eines eigenständigen Staates. Der Sokol
war zudem die bedeutendste Massenorganisation der tschechischen Geschichte. mehr...
Philosoph Jan Patočka: intellektueller Kopf und Symbolfigur der Charta 77
Der Philosoph Jan Patočka gehörte zu den Symbolen der Oppositionsbewegung
Charta 77 und war ihr erster Sprecher. Im März hat sich zum 35. Mal sein
Todestag gejährt. Patočka verstarb bereits wenige Wochen nach der
Veröffentlichung des Gründungsaufrufs der Charta vom 1. Januar 1977, und
zwar an den Folgen der zermürbenden Verhöre durch die kommunistische
Staatssicherheit. Wir erinnern im Folgenden an den aufrechten Denker. mehr...
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