Archiv: Geschichte | Geschichte des Tschechischen Rundfunks Geschichte des Tschechischen Rundfunks
Ein Tag bei den Franziskanern - das Kloster Haindorf 1938
Seit dem Mittelalter ist das nordböhmische Hejnice, auf Deutsch Haindorf,
ein Wallfahrtsort. In der frühen Neuzeit entstand hier ein
Franziskanerkloster, das erst vor einigen Jahren wieder erneuert wurde. Im
August 1938 machte sich ein Reporter der deutschen Sendungen des
Tschechischen Rundfunks auf den Weg und besuchte das Kloster.
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Rigide Germanisierung Prags - „Primator-Stellverteter“ Pfitzner 1940
Schon bald nach der Besetzung im März 1939 haben die Nationalsozialisten
mit der Germanisierung des so genannten „Protektorats Böhmen und
Mähren“ begonnen. In der Hauptstadt Prag war der zweite Bürgermeister,
der „Primator-Stellverteter“ Josef Pfitzner die treibende Kraft dabei.
Obwohl nur die Nummer Zwei, kontrollierte der sudetendeutsche Politiker
faktisch den eigentlichen Oberbürgermeister Otakar Klapka. Das Archiv des
Tschechischen Rundfunks ist im Besitz eines Gesprächsfragments mit
Pfitzner vom 31. Juli 1940. In der Sendung des deutschsprachigen
Reichssenders Böhmen wird der Primator-Stellvertreter über die
Umbenennung von Straßen in Prag befragt.
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Pilsen 1938 – eine Stadt zwischen zwei Weltkriegen
Wir gehen zurück ins Jahr 1938. Die weltpolitische Lage war bereits
äußerst angespannt. Der Zweite Weltkrieg lag schon in der Luft, zumindest
für den, der die Nase aufmerksam in den Wind aus Deutschland hielt. In der
Stadt Pilsen jedoch blickte man noch zurück. Und zwar auf die Spuren, die
der Erste Weltkrieg in dieser Stadt hinterlassen hatte sowie darauf, was
die Stadt Pilsen in den nachfolgenden 20 Jahren für den Wiederaufbau und
den Fortschritt geleistet hat. Der damalige Bürgermeister Luděk Pik
sprach darüber auf einer Aufnahme, die Christian Rühmkorf in unserem
Tonarchiv gefunden hat.
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Friedensfahrtsieger Smolík 1964: "Ich wollte einfach nur in Prag ankomen"
Am Sonntag ist in Paris die 96. Tour de France zu Ende gegangen. Als
Gesamt-Neunter fuhr der Pilsener Roman Kreuziger über die Ziellinie des
schwersten Etappenrennens der Welt. Es ist die beste Platzierung, die je
ein Tscheche bei der Tour erzielte. Aus gutem Grund, denn in der Zeit nach
dem Krieg bis zur Wende im Jahr 1989 konnten Tschechen nicht an ihr
teilnehmen. Sie fuhren ausnahmslos die Friedensfahrt, die als die „Tour
de France des Ostens“ galt. 1964 wurde die Friedensfahrt zum zweiten
Male
von einem Tschechen gewonnen – vom damals 21-jährigen Jan Smolík. Aus
jenem Jahr stammt auch das Gespräch mit Jan Smolík, auf das Lothar
Martin
in unserem Tonarchiv gestoßen ist. mehr...
Ackerboden sei höchstes Gut der Nation – Appell von Präsident Hácha im Sommer 1939
Am 15. März 1939 hörte die Tschechoslowakei auf zu existieren. Zuerst
hatte Hitler-Deutschland im Herbst 1938 die Sudetengebiete besetzt, dann
verkündete die Slowakei am 14. März 1939 den Austritt aus dem gemeinsamen
Staat und nun wurde das restliche Gebiet zum so genannten Protektorat
Böhmen und Mähren ausgerufen. Im Sommer stand in dem amputierten Land die
erste Getreideernte an. Protektoratspräsident Emil Hácha hielt am 16.
Juli eine Rundfunkansprache, die Jitka Mládková in unserem Archiv
gefunden hat:
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„Lasst uns eins und stark sein“ - Edvard Beneš spricht 1939 zu Exilanten in den USA
In der ersten Jahreshälfte 1939 befindet sich der frühere
tschechoslowakische Präsident Edvard Beneš in den Vereinigten Staaten
auf
privater Reise. Ein halbes Jahr lang lehrt Beneš an der Universität von
Chicago, doch in diese Zeit fällt auch die Besetzung seiner Heimat durch
Hitler-Deutschland. Beneš führt in den USA auch politische Gespräche.
Im Rundfunk der Exilregierung verabschiedet sich Beneš am 12. Juli 1939
aus
Amerika. Er geht darauf nach London. Die Ansprache ist im Archiv des
Tschechischen Rundfunks erhalten geblieben. mehr...
Juli 1939 im Protektorat – „Ein Kampf um Sein oder Nicht-Sein“
Es waren schwierige Zeiten für das tschechische Volk im Sommer 1939. Seit
dem März des Jahres war ihr Land besetzt von Hitler-Deutschland. In dieser
Ausnahmesituation richtete sich der damalige Oberbürgermeister Prags,
Otakar Klapka, am 1. Juli 1939, vor genau 70 Jahren, in einer
Radio-Ansprache an das tschechische Volk.
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Juni 1939 – Späte Demonstration der nationalen Einheit unter der Nazi-Besatzung
Es war eine schwierige Zeit für die Tschechen im Sommer des Jahres 1939.
Ihr Land war besetzt. Die Nazis hatten im März des Jahres das Protektorat
Böhmen und Mähren ausgerufen. Exil-Tschechen in aller Welt waren in
größter Sorge um ihre alte Heimat. An sie richtete sich im Juni 1939 der
tschechische Adelige František Schwarzenberg mit einer Radio-Ansprache.
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10. Juni 1939 – Prager Oberbürgermeister wahrt Anschein von Normalität unter den Nazi-Besatzern
Mehrere Millionen Touristen kommen jährlich aus aller Welt nach Prag. Und
zwar nicht erst seit gestern. Am 10. Juni 1939, also vor 70 Jahren, stimmte
der damalige Prager Oberbürgermeister Otakar Klapka die Bürger im
Rundfunk auf den Beginn der Tourismussaison ein. Prag war zu diesem
Zeitpunkt, wie ganz Böhmen und Mähren, schon von den Nazis besetzt. Die
Radio-Ansprache Klapkas zur Eröffnung der so genannten „Woche der
Gäste“ erweckt trotzdem den Anschein von Normalität.
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1939 – Tschechische Arbeiter „heim ins Reich“
Arbeiter-Migranten von Tschechien nach Deutschland gab es schon immer. 1938
fragt das Deutsche Reichsarbeitsministerium allerdings erstmals bei der
Prager Regierung an, ob in der Tschechoslowakei Arbeitskräfte geworben
werden dürfen. Die Behörden in Prag reagieren reserviert. Doch die
deutschen Werbebüros verzeichnen Zulauf. Gute Löhne und angenehme
Arbeitsbedingungen werden versprochen. Die Abfahrt eines Sonderzuges mit
tschechischen Arbeitern nach Deutschland wurde vom Rundfunk begleitet.
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