Archiv: Geschichte | Geschichte des Tschechischen Rundfunks Geschichte des Tschechischen Rundfunks

Rigide Germanisierung Prags - „Primator-Stellverteter“ Pfitzner 1940

11-08-2009 15:34 | Till Janzer

Otakar Klapka (links) und Josef Pfitzner (rechts), foto: CTK Schon bald nach der Besetzung im März 1939 haben die Nationalsozialisten mit der Germanisierung des so genannten „Protektorats Böhmen und Mähren“ begonnen. In der Hauptstadt Prag war der zweite Bürgermeister, der „Primator-Stellverteter“ Josef Pfitzner die treibende Kraft dabei. Obwohl nur die Nummer Zwei, kontrollierte der sudetendeutsche Politiker faktisch den eigentlichen Oberbürgermeister Otakar Klapka. Das Archiv des Tschechischen Rundfunks ist im Besitz eines Gesprächsfragments mit Pfitzner vom 31. Juli 1940. In der Sendung des deutschsprachigen Reichssenders Böhmen wird der Primator-Stellvertreter über die Umbenennung von Straßen in Prag befragt.   mehr...

Pilsen 1938 – eine Stadt zwischen zwei Weltkriegen

04-08-2009 17:33 | Christian Rühmkorf

Wir gehen zurück ins Jahr 1938. Die weltpolitische Lage war bereits äußerst angespannt. Der Zweite Weltkrieg lag schon in der Luft, zumindest für den, der die Nase aufmerksam in den Wind aus Deutschland hielt. In der Stadt Pilsen jedoch blickte man noch zurück. Und zwar auf die Spuren, die der Erste Weltkrieg in dieser Stadt hinterlassen hatte sowie darauf, was die Stadt Pilsen in den nachfolgenden 20 Jahren für den Wiederaufbau und den Fortschritt geleistet hat. Der damalige Bürgermeister Luděk Pik sprach darüber auf einer Aufnahme, die Christian Rühmkorf in unserem Tonarchiv gefunden hat.   mehr...

Friedensfahrtsieger Smolík 1964: "Ich wollte einfach nur in Prag ankomen"

28-07-2009 18:55 | Lothar Martin

Foto: ČTK Am Sonntag ist in Paris die 96. Tour de France zu Ende gegangen. Als Gesamt-Neunter fuhr der Pilsener Roman Kreuziger über die Ziellinie des schwersten Etappenrennens der Welt. Es ist die beste Platzierung, die je ein Tscheche bei der Tour erzielte. Aus gutem Grund, denn in der Zeit nach dem Krieg bis zur Wende im Jahr 1989 konnten Tschechen nicht an ihr teilnehmen. Sie fuhren ausnahmslos die Friedensfahrt, die als die „Tour de France des Ostens“ galt. 1964 wurde die Friedensfahrt zum zweiten Male von einem Tschechen gewonnen – vom damals 21-jährigen Jan Smolík. Aus jenem Jahr stammt auch das Gespräch mit Jan Smolík, auf das Lothar Martin in unserem Tonarchiv gestoßen ist.  mehr...

Ackerboden sei höchstes Gut der Nation – Appell von Präsident Hácha im Sommer 1939

14-07-2009 16:21 | Jitka Mládková

Am 15. März 1939 hörte die Tschechoslowakei auf zu existieren. Zuerst hatte Hitler-Deutschland im Herbst 1938 die Sudetengebiete besetzt, dann verkündete die Slowakei am 14. März 1939 den Austritt aus dem gemeinsamen Staat und nun wurde das restliche Gebiet zum so genannten Protektorat Böhmen und Mähren ausgerufen. Im Sommer stand in dem amputierten Land die erste Getreideernte an. Protektoratspräsident Emil Hácha hielt am 16. Juli eine Rundfunkansprache, die Jitka Mládková in unserem Archiv gefunden hat:   mehr...

„Lasst uns eins und stark sein“ - Edvard Beneš spricht 1939 zu Exilanten in den USA

07-07-2009 19:12 | Till Janzer

In der ersten Jahreshälfte 1939 befindet sich der frühere tschechoslowakische Präsident Edvard Beneš in den Vereinigten Staaten auf privater Reise. Ein halbes Jahr lang lehrt Beneš an der Universität von Chicago, doch in diese Zeit fällt auch die Besetzung seiner Heimat durch Hitler-Deutschland. Beneš führt in den USA auch politische Gespräche. Im Rundfunk der Exilregierung verabschiedet sich Beneš am 12. Juli 1939 aus Amerika. Er geht darauf nach London. Die Ansprache ist im Archiv des Tschechischen Rundfunks erhalten geblieben.  mehr...

Juli 1939 im Protektorat – „Ein Kampf um Sein oder Nicht-Sein“

30-06-2009 12:44 | Patrick Gschwend

Foto: www.bigfoto.com Es waren schwierige Zeiten für das tschechische Volk im Sommer 1939. Seit dem März des Jahres war ihr Land besetzt von Hitler-Deutschland. In dieser Ausnahmesituation richtete sich der damalige Oberbürgermeister Prags, Otakar Klapka, am 1. Juli 1939, vor genau 70 Jahren, in einer Radio-Ansprache an das tschechische Volk.   mehr...

Juni 1939 – Späte Demonstration der nationalen Einheit unter der Nazi-Besatzung

23-06-2009 15:39 | Patrick Gschwend

František Schwarzenberg (Foto: ČTK) Es war eine schwierige Zeit für die Tschechen im Sommer des Jahres 1939. Ihr Land war besetzt. Die Nazis hatten im März des Jahres das Protektorat Böhmen und Mähren ausgerufen. Exil-Tschechen in aller Welt waren in größter Sorge um ihre alte Heimat. An sie richtete sich im Juni 1939 der tschechische Adelige František Schwarzenberg mit einer Radio-Ansprache.   mehr...

10. Juni 1939 – Prager Oberbürgermeister wahrt Anschein von Normalität unter den Nazi-Besatzern

16-06-2009 15:38 | Patrick Gschwend

Mehrere Millionen Touristen kommen jährlich aus aller Welt nach Prag. Und zwar nicht erst seit gestern. Am 10. Juni 1939, also vor 70 Jahren, stimmte der damalige Prager Oberbürgermeister Otakar Klapka die Bürger im Rundfunk auf den Beginn der Tourismussaison ein. Prag war zu diesem Zeitpunkt, wie ganz Böhmen und Mähren, schon von den Nazis besetzt. Die Radio-Ansprache Klapkas zur Eröffnung der so genannten „Woche der Gäste“ erweckt trotzdem den Anschein von Normalität.   mehr...

1939 – Tschechische Arbeiter „heim ins Reich“

02-06-2009 16:06 | Eva Schermutzki

Foto: ČTK Arbeiter-Migranten von Tschechien nach Deutschland gab es schon immer. 1938 fragt das Deutsche Reichsarbeitsministerium allerdings erstmals bei der Prager Regierung an, ob in der Tschechoslowakei Arbeitskräfte geworben werden dürfen. Die Behörden in Prag reagieren reserviert. Doch die deutschen Werbebüros verzeichnen Zulauf. Gute Löhne und angenehme Arbeitsbedingungen werden versprochen. Die Abfahrt eines Sonderzuges mit tschechischen Arbeitern nach Deutschland wurde vom Rundfunk begleitet.   mehr...

Vor der Befreiung: Adolf Hitlers Tod läutet das Ende des Protektorates ein

05-05-2009 17:08 | Daniel Kortschak

Adolf Hitler (Foto: ČTK) Am Nachmittag des 30. April 1945 setzte Adolf Hitler im Berliner Führerbunker seinem Leben ein Ende. Sein Selbstmord bestimmte in den Tagen darauf die Rundfunk-Nachrichten. Nicht nur in Deutschland, sondern auch im damaligen Protektorat Böhmen und Mähren. Daniel Kortschak hat dazu in unserem Tonarchiv gestöbert und jede Menge Aufnahmen vom Mai 1945 gefunden:  mehr...

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