Archiv: Geschichte | 2. Weltkrieg 2. Weltkrieg
Attentat auf Heydrich: Zum Jubiläum eröffnet neue Ausstellung
Er galt als „Henker des tschechischen Volkes“: der Organisator des
Holocausts und Stellvertretende Reichsprotektor von Böhmen und Mähren,
Reinhard Heydrich. Am 27. Mai 1942 verübten tschechische
Widerstandskämpfer ein Attentat auf Heydrich. Die Nazis reagierten mit
zahlreichen Racheakten, darunter auch die Niederbrennung der Gemeinden
Lidice und Ležáky. Anlässlich des bevorstehenden 70. Jahrestags des
Attentats auf Heydrich wurde am Donnerstag im Prager Wallenstein-Garten
eine Ausstellung eröffnet. mehr...
Vor und nach dem Zweiten Weltkrieg: Beneš durch die deutschböhmische Brille
Edvard Beneš, der ehemalige Außenminister und Staatspräsident der Ersten
Tschechoslowakischen Republik, war vor einiger Zeit das Thema einer
Konferenz im Goethe-Institut in Prag. Historiker aus Deutschland,
Tschechien, aber auch zum Beispiel aus Großbritannien diskutierten über
die kontroversen Wahrnehmungen von Beneš. Geladen hatten das
Masaryk-Institut und das Archiv der Wissenschaften gemeinsam mit dem
Collegium Carolinum aus München. Marco Zimmermann war bei der Konferenz
und hat nachgefragt, wie sich das Bild von Beneš bei den Deutschen aus der
Tschechoslowakei gewandelt hat. mehr...
Gedenken an Lidice: Streit um Audio-Drama im Vorfeld des 70. Jahrestags
Im Juni jährt sich zum 70. Mal die Zerstörung des mittelböhmischen
Dorfes Lidice. Die Nazis nahmen damals auf äußerst brutale Weise Rache
für das Attentat tschechischer Widerstandskämpfer auf den
stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich. Alle Männer des Ortes
wurden erschossen, Kinder und Frauen ins KZ verschleppt und das Dorf dem
Erdboden gleichgemacht. Heute steht an dem ursprünglichen Ort des Dorfes
eine Gedenkstätte, die neue Gemeinde Lidice wurde nebenan aufgebaut. Zum
Jahrestag soll die Gedenkstätte einen interaktiven Guide erhalten, ein
Audiodrama. Doch die Bewohner des heutigen Dorfes Lidice haben starke
Einwände gegen das Projekt. mehr...
Museumsexperte: Auch am 9. Mai 1945 fielen im Protektorat noch Bomben
Am 8. Mai 1945 hat die deutsche Wehrmacht bedingungslos kapituliert.
Seitdem wird dieser Tag in den Geschichtsbüchern als Ende des Zweiten
Weltkriegs geführt. In Frankreich und einigen mitteleuropäischen Ländern
wird er seitdem Tag der Befreiung vom Faschismus oder als Tag des Sieges
begangen. Darunter neuerdings auch wieder in Tschechien und der Slowakei.
In ihrer gemeinsamen kommunistischen Zeit aber haben beide Länder den 9.
Mai 1945 als Kriegsende angesehen, und zwar deshalb, weil an diesem Tag die
Rote Armee der Sowjetunion in Prag einmarschierte. Dieser Tage wiederum
wurde öffentlich gemacht, das nach dem offiziellen Kriegsende im
ehemaligen Protektorat Böhmen und Mähren sogar noch gebombt wurde. mehr...
Historiker Smetana: „Es ist ein Mythos, dass Europa in Jalta geteilt wurde“
Am 8. Mai wird in Tschechien offiziell der Befreiung des Landes von den
deutschen Besatzern gedacht. Der Tag ist ein Feiertag. Ein Autorenkollektiv
aus tschechischen Historikern hat 2009 über die Befreiung der
Tschechoslowakei eine umfangreiche Studie herausgegeben. Die Historikem
sagen, die Freiheit sei teuer erkauft worden – unter anderem sei sie ja
in der mehr als 40 Jahre währenden kommunistischen Herrschaft gemündet.
Einer der Autoren ist Vít Smetana vom Institut für Zeitgeschichte in
Prag. Mit ihm an dieser Stelle ein Gespräch über Mythen und Fakten beim
Weg der Nachkriegs-Tschechoslowakei in die Arme Moskaus. mehr...
Historiker Smetana: „Es ist ein Mythos, dass Europa in Jalta geteilt wurde“
Am 8. Mai wird in Tschechien offiziell der Befreiung des Landes von den
deutschen Besatzern gedacht. Der Tag ist ein Feiertag. Ein Autorenkollektiv
aus tschechischen Historikern hat 2009 über die Befreiung der
Tschechoslowakei eine umfangreiche Studie herausgegeben. Die Historikem
sagen, die Freiheit sei teuer erkauft worden – unter anderem sei sie ja
in der mehr als 40 Jahre währenden kommunistischen Herrschaft gemündet.
Einer der Autoren ist Vít Smetana vom Institut für Zeitgeschichte in
Prag. Mit ihm an dieser Stelle ein Gespräch über Mythen und Fakten beim
Weg der Nachkriegs-Tschechoslowakei in die Arme Moskaus. mehr...
Prager Aufstand 1945 – militärisch nicht entscheidend, aber wichtig für die Moral
Das Ende des Zweiten Weltkriegs wird in Tschechien jedes Jahr gefeiert. Den
Auftakt hat am Wochenende Plzeň / Pilsen gemacht – denn die
westböhmische Stadt wurde als erste befreit. Zudem erinnerten am Samstag
tschechische Politiker an den Beginn des Prager Aufstandes am 5. Mai 1945.
Der Gedenkakt fand am Hauptgebäude des Tschechischen Rundfunks statt. Im
Folgenden mehr über den Prager Aufstand und die Gedenkfeier. mehr...
Von der Wiege bis zur Bahre – deutsche Arbeiter in der Tschechoslowakei
Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit und wird traditionell fast überall auf
der Welt von den Arbeiterbewegungen gefeiert. Natürlich haben auch die
deutschen Arbeiter in der Tschechoslowakei diesen Tag begangen. Wir wollen
den Tag zum Anlass nehmen, um einmal einen Blick auf die deutsche
Arbeiterbewegung in der Ersten Republik zu werfen. Sie bestand nämlich aus
mehr als nur der Sozialdemokratischen Partei und formte das Alltagsleben
der einfachen Arbeiter. mehr...
Körperertüchtigung und Politik: 150 Jahre Turnerbund Sokol
Was für die Deutschen Turnvater Jahn ist, das ist für die Tschechen
Miroslav Tyrš. Er war vor 150 Jahren prägender Mitgründer des Sokol, der
tschechischen Turnbewegung, die später auch auf weitere slawische Völker
übergriff. „Sokol“ ist nicht nur im Tschechischen, sondern auch in
anderen slawischen Sprachen das Wort für „Falke“. Die Falken spielten
eine wichtige Rolle bei der Emanzipation der Tschechen und Slowaken in der
k.u.k. Monarchie und der Bildung eines eigenständigen Staates. Der Sokol
war zudem die bedeutendste Massenorganisation der tschechischen Geschichte. mehr...
„Die Todesmühlen“ – Hanuš Burger zwischen Deutschen und Tschechen, zwischen Theater und Film (II)
In unserem letzten Kultursalon haben wir die Ausbildung und die ersten
Karriereschritte Hanuš Burgers begleitet. Vor dem Aufstieg der Nazis
musste er nach Amerika flüchten. Dort konnte sein Dokumentarfilm
„Crisis“ über den Aufstieg der Sudetendeutschen Partei Erfolge feiern.
Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs kehrt er als Soldat nach Europa
zurück. Damit endet sein Weg durch die Wirren des 20. Jahrhunderts aber
noch lange nicht. mehr...

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