Archiv: Geschichte | 2. Weltkrieg 2. Weltkrieg
Zweiter Weltkrieg: Beneš spricht zur tschechoslowakischen Armee in Großbritannien
Im Zeiten Weltkrieg kämpfen tschechoslowakische Armeeangehörige auf
Seiten der Alliierten. Für sie geht es auch darum, ihre Exilregierung zu
verteidigen. Diese hat ihr Quartier in London aufgeschlagen. Der neu
anerkannte Exil-Präsident Edvard Beneš hält nun seine erste Rede vor den
versammelten tschechoslowakischen Soldaten in Großbritannien. Wann genau
die Aufnahme entstanden ist, dazu gibt es unterschiedliche Angaben: Es kann
bereits Ende Juli 1940 gewesen sein oder erst Ende Januar 1941.
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Kardinal Josef Beran - Verfolgter zweier Regime
Es gibt nur wenige kirchliche Würdenträger, die in Tschechien mit einer
Statue auf einem öffentlichen Platz geehrt werden. Im Dezember erhielt
diese Ehre der ehemalige Prager Erzbischof und Kardinal Josef Beran, der
die tschechische Kirche in den schwierigsten Zeiten des 20. Jahrhunderts
leitete: während der nationalsozialistischen Besatzung und während des
Kommunismus. mehr...
Dezember 1939: Beneš mahnt die Tschechen im Protektorat zu Vorsicht
Die letzten Wochen des Jahres 1939: Im Protektorat Böhmen und Mähren
haben die deutschen Besatzer ihre harte Hand ausgefahren. Die letzte
Regierung der früheren freien und demokratischen Tschechoslowakei ist in
London im Exil; im September bereits hat sie mit regelmäßigen
Nachrichtensendungen in die besetzte Heimat begonnen. Im November bildet
sie den Tschechoslowakischen Nationalausschuss. An die Spitze des
Ausschusses wird der ehemalige Präsident Edvard Beneš gewählt. Einige
Tage später wendet sich Beneš in einer Radio-Ansprache an die Bürger
seiner besetzten Heimat.
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Widerstand gegen Hitlers Besetzung: 28. Oktober und 17. November 1939
In Kürze wird überall in Tschechien der Samtenen Revolution gedacht.
Auslöser für den Sturz des Kommunismus vor 20 Jahren waren die
Studentendemonstrationen am 17. November 1989. Ein halbes Jahrhundert
vorher jedoch gingen schon einmal Studenten auf die Straße, um gegen ein
Unrechtsregime zu protestieren: gegen die Nazi-Herrschaft im Protektorat.
Die Reaktion des Regimes war äußerst brutal. Diese Ereignisse fanden
zwischen dem 28. Oktober und 17. November 1939 statt.
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Das Prager Rudolfinum unter den Nationalsozialisten
Das Rudolfinum dürfte den meisten Prag-Touristen wohl bekannt sein. Am
Prager Moldauufer vor dem imposanten Panorama der Prager Burg gelegen ist
eine der wichtigsten kulturellen Sehenswürdigkeiten der tschechischen
Hauptstadt. Das Rudolfinum war jedoch nicht immer Konzert- und
Ausstellungshalle wie heute. In unseren Archiven haben wir eine Reportage
aus dem Jahr 1941 gefunden.
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Die Liechtensteiner in Tschechien – eine Geschichte des Streits
Die Tschechische Republik und das Fürstentum Liechtenstein haben vor
kurzem diplomatische Beziehungen geknüpft. Zuvor hatte Liechtenstein es
abgelehnt, Tschechien offiziell anzuerkennen. Es ging um das Eigentum auf
tschechischem Boden, das Prag der Fürstenfamilie nach dem Zweiten
Weltkrieg aufgrund der „Beneš-Dekrete“ weggenommen hatte.
Mittlerweile
besteht das Fürstentum nicht mehr auf die Rückgabe der Besitzungen. Es
handelt sich um ein historisches Ereignis, weil die Kontakte zwischen den
Tschechen und den Liechtensteinern seit Jahrhunderten sehr belastet waren. mehr...
Demonstration blinden Gehorsams – Hitlers „Leibstandarte“ 1939 in Prag
Herbst 1939. Hitler hatte mit dem Überfall auf Polen den Zweiten Weltkrieg
begonnen. In Prag residiert als Stellvertreter Hitlers der Reichsprotektor
von Böhmen und Mähren Konstantin von Neurath. Am 4. Oktober 1939
empfängt er auf dem Prager Wenzelsplatz die so genannte „Leibstandarte
Adolf Hitler“. Es ist eine schauerliche Machtdemonstration der Besatzer.
Der nurmehr als „Sender Böhmen und Mähren“ fungierende
Tschechoslowakische Rundfunk widmete dem Ereignis eine Reportage.
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„Bleibt besonnen!“ – Protektoratsregierung gibt im September 1939 Stillhalteparolen aus
September 1939. Das Gebiet der heutigen Tschechischen Republik ist seit
etwa einem halben Jahr von den Nazis besetzt und heißt offiziell nur noch
„Reichsprotektorat Böhmen und Mähren“. Der Zweite Weltkrieg ist
ausgebrochen. Aus dem Ausland versuchen Exil-Tschechen ihre Landsleute in
der Heimat zum Widerstand aufzurufen. Am 21. September 1939 reagiert Josef
Ježek, der Innenminister der tschechischen Marionettenregierung von
Hitlers Gnaden, mit einer Radioansprache.
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Jan Masaryk eröffnet im September 1939 die tschechischen Sendungen der britischen BBC
Mit dem Überfall Deutschlands auf Polen begann am 1. September 1939 der
Zweite Weltkrieg, der auch den in der Mitte des Kontinents lebenden
Tschechoslowaken Tod und Zerstörung brachte. Ihr Land war bereits seit
Monaten von Deutschland besetzt. Ihre führenden demokratischen Politiker
waren zum größten Teil ins Exil geflüchtet. Einer, der zu diesem
Zeitpunkt bereits im Ausland war, war Jan Masaryk, der spätere
tschechoslowakische Außenminister. Seinen Posten als tschechoslowakischer
Botschafter in London hatte er zwar bereits nach dem Münchener Abkommen,
und der damit verbundenen Abtretung der Sudetengebiete, im Herbst 1938
aufgegeben. Masaryk blieb jedoch in der englischen Hauptstadt, und kämpfte
dort auf diplomatischer Ebene für die Belange der Tschechoslowakei.
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Rettender Winton-Train rollt nach 70 Jahren wieder in London ein
Der Winton-Train ist mittlerweile zum Begriff geworden. Sir Nicolas Winton
hatte 1939 innerhalb weniger Monate hunderte von jüdischen Kindern in
Sonderzügen aus der Tschechoslowakei nach England transportiert. Er
rettete sie so vor dem sicheren Tod in den Vernichtungslagern der Nazis. Am
1. September 1939 war jedoch Schluss. Der Krieg hatte begonnen. Der bisher
größte Kindertransport konnte nicht mehr ausrollen. Auf den Tag genau 70
Jahre danach rollte jedoch am Dienstag der Winton-Erinnerungszug von Prag
nach London, wo er just angekommen ist. An Bord waren auch einige der vor
70 Jahren geretteten Kinder, der Winton-Kinder. Ebenso an Bord des Zuges
war aber auch unser Korrespondent Vojta Berger. Christian Rühmkorf sprach
mit ihm kurz vor der Sendung.
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