Archiv: Geschichte | 2. Weltkrieg 2. Weltkrieg
Erster Olympischer Fackellauf 1936: Durch Prag nur unter Polizeischutz
Das olympische Feuer wird traditionell vom letzten Teilnehmer des
olympischen Staffellaufs entzündet, indem er die Fackel in das Stadion
trägt. Millionen Menschen verfolgen jedes Mal das Spektakel am Fernseher
und live vor Ort. Diese Tradition des Staffellaufs wurde erst 1936 bei den
Olympischen Spielen in Nazi-Deutschland eingeführt. Der erste Lauf vor 76
Jahren aus dem antiken Olympia nach Berlin führte auch durch die damalige
Tschechoslowakei. Die Gegner der Nationalsozialisten aber wollten die
Stafette unterbrechen. mehr...
Gedenken in Lety – Premier erinnert an tschechische Mitverantwortung
Am Montag fand in Lety bei Písek eine kleine Zeremonie statt. Im Jahr 2012
jährt sich nämlich zum 70. Mal die Umwandlung des Arbeitsstraflagers Lety
in ein Konzentrationslager für Roma. Premier Petr Nečas legte als erster
tschechischer Regierungschef einen Kranz am Gedenkstein für die Opfer des
Roma-Holocaust nieder und hielt eine Ansprache. Die Aktion war aber
umstritten, denn Nečas wählte einen eigenen Termin für das Gedenken. mehr...
„Ein Vierteljahrhundert stand der Konsum im Vordergrund“ – Politologe Schuster über neue Lust an Geschichte in Tschechien
Die Heiligen Kyrill und Method am Donnerstag und einen Tag später Jan Hus
am Freitag sind in Tschechien Feiertage. In den letzten Jahren lässt sich
beobachten, dass die Politiker nicht nur diese beiden Feiertage, sondern
generell alle historisch wichtigen Jubiläen für sich neu entdecken und
darin einen Anlass sehen, sich in Grundsatzreden an die breite
Öffentlichkeit zu wenden. Das Interesse der Menschen ist ihnen dann
nämlich sicher. Die Bereitschaft der Politiker, bei solchen Anlässen vor
die Mikrophone und Kameras zu treten, hat aber in einigen Fällen auch für
Kritik gesorgt. Es wird ihnen vorgeworfen, den betreffenden Jahrestag für
ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Mehr über diese Problematik im
Interview mit unserem Mitarbeiter, dem Politikwissenschaftler Robert
Schuster. mehr...
Gedenken an Ležáky – „Aussiedlung logische Folge der deutschen Verbrechen“
Die Ermordung des stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrichs
durch tschechoslowakische Fallschirmspringer hat sich dieses Jahr zum 70.
Mal gejährt. In den Medien, in Ausstellungen und Gedenkaktionen wurde auf
das Thema hierzulande ausführlich eingegangen. Auch an die Opfer des
Rachefeldzuges der Nazis wurde erinnert, so an das Dorf Lidice, das damals
dem Erdboden gleichgemacht wurde. Sein Schicksal ist auf der ganzen Welt
bekannt. Dem Terror fiel aber noch ein zweites Dorf zum Opfer: das
ostböhmische Ležáky. mehr...
Gedenken in Prag: Vor 70 Jahren starben die Heydrich-Attentäter
Es war die bedeutendste Tat des tschechischen Widerstandskampfes während
des Zweiten Weltkriegs: das Attentat auf den stellvertretenden
Reichsprotektor Reinhard Heydrich. Die tschechischen Fallschirmspringer,
die sich an dem Attentat beteiligten, sind vor 70 Jahren ums Leben
gekommen. Sie starben nach einem stundenlangen Kampf mit einigen Hundert
SS-Angehörigen. An die Widerstandskämpfer wurde am Montag an dem Ort
erinnert, wo sie den Tod fanden: in der orthodoxen Prager
Kyrill-und-Method-Kirche. mehr...
Reinhard-Heydrich-Stiftung Prag: Wissenschaft im Dienste der NS-Ideologie
Überall in Tschechien wird derzeit der 70. Jahrestag des Attentats auf den
damaligen stellvertretenden Reichsprotektor von Böhmen und Mähren
Reinhard Heydrich begangen. Mit dem Namen Heydrich wird oft auch die
geplante Germanisierung Böhmens verbunden. Dazu wollte er sogar eine
Forschungseinrichtung gründen. Umgesetzt wurde dieser Plan aber erst nach
dem Tod des SS-Obergruppenführers - und die Institution erhielt ihm zu
Ehren den Namen Reinhard-Heydrich-Stiftung. In unserem aktuellen Kapitel
aus der tschechischen Geschichte von und mit Marco Zimmermann stellen wir
ihnen Ergebnisse aus der Forschung vor. mehr...
Gedenkstätte für Heydrich-Attentäter in der Kyrill-und-Method-Kirche
Am 27. Mai 1942 verübten tschechoslowakische Fallschirmspringer ein
Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor von Böhmen und Mähren,
Reinhard Heydrich. Nach einigen Tagen erlag Heydrich seinen Verletzungen.
Auf die Tat der Widerstandskämpfer reagierte das NS-Regime mit einer Welle
von Vergeltungsmaßnahmen. Die Attentäter versteckten sich nach dem
Anschlag in einer orthodoxen Kirche im Prager Stadtzentrum. In diesem
Versteck sind die sieben Fallschirmspringer 20 Tage später umgekommen. An
dem Ort, wo die Attentäter einst versteckt waren, befindet sich heute eine
Gedenkstätte für die Widerstandskämpfer. mehr...
„Kleine Gesten können große Wirkung entfalten“ – Politologe Schuster über Gaucks Brief zu Lidice
Das vergangene Wochenende stand in Tschechien ganz im Zeichen des Gedenkens
an den 70. Jahrestag des Massakers im mittelböhmischen Lidice und später
im ostböhmischen Ležáky. Die Nazis ließen damals als Rache für das
erfolgreiche Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard
Heydrich alle männlichen Einwohner dieser beiden Dörfer erschießen, die
Frauen und Kinder wurden verschleppt und beide Orte niedergebrannt. Aus
Anlass des Gedenkens schickte der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck
seinem tschechischen Amtskollegen Vaclav Klaus einen offiziellen Brief, in
dem er im Namen Deutschlands seine tiefe Betroffenheit und Scham angesichts
dieser Gräueltaten ausgedrückt hat. Ausdrücklich hob der
Bundespräsident den Mut der Heydrich-Attentäter und deren
Vorbildcharakter hervor. mehr...
Gedenken an Lidice zum 70. Jahrestag - Anerkennung für Brief von Joachim Gauck
Vor 70 Jahren haben deutsche Einheiten die Bewohner des Ortes Lidice in
Mittelböhmen umgebracht und das Dorf dem Erdboden gleichgemacht. Kurz
darauf wiederholte sich dies im ostböhmischen Ležáky. Es waren
Vergeltungsakte der Nazis für das erfolgreiche Attentat auf den
stellvertretenden Reichsprotektor in Böhmen und Mähren, Reinhard
Heydrich. Am Sonntag hat Tschechien der Zerstörung von Lidice gedacht. Am
Freitag bereits hat Bundespräsident Joachim Gauck in einem Brief an seinen
tschechischen Amtskollegen Václav Klaus seine Betroffenheit und Scham für
die Tat ausgedrückt. mehr...
Neues aus britischen Archiven zum Attentat auf Heydrich
Hätte es kein Attentat auf Reinhard Heydrich gegeben, wäre heute die
Hälfte der Tschechen nicht mehr da. Dies sagte der in Großbritannien
lebende Tscheche Alois Denemarek vor einer Woche in einem BBC-Interview.
Seine Familie hatte tschechische Widerstandskämpfer unterstützt, die 1941
in kleinen Trupps über dem Protektorat absprangen. Unter ihnen waren auch
zwei Angehörige der Gruppe „Antropoid“. Sie hatten die Aufgabe, den
Anschlag auf den stellvertretenden Reichsprotektor in Prag durchzuführen.
Dem folgenden Nazi-Terror sind rund 5000 tschechische Bürger zum Opfer
gefallen, darunter auch Denemareks Eltern und Bruder. Er selbst hat nur
durch Zufall überlebt. Am 27. Mai jährte sich zum 70. Mal der Anschlag
auf den Chef des deutschen Reichssicherheitshauptamtes, der am 27.
September 1941 nach Prag mit dem Auftrag entsandt wurde, „die
tschechische Frage“ zu lösen. mehr...
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