Archiv: Geschichte | 2. Weltkrieg 2. Weltkrieg

Gedenken in Prag: Vor 70 Jahren starben die Heydrich-Attentäter

18-06-2012 16:57 | Martina Schneibergová

Foto: ČTK Es war die bedeutendste Tat des tschechischen Widerstandskampfes während des Zweiten Weltkriegs: das Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich. Die tschechischen Fallschirmspringer, die sich an dem Attentat beteiligten, sind vor 70 Jahren ums Leben gekommen. Sie starben nach einem stundenlangen Kampf mit einigen Hundert SS-Angehörigen. An die Widerstandskämpfer wurde am Montag an dem Ort erinnert, wo sie den Tod fanden: in der orthodoxen Prager Kyrill-und-Method-Kirche. mehr...

Reinhard-Heydrich-Stiftung Prag: Wissenschaft im Dienste der NS-Ideologie

16-06-2012 02:01 | Marco Zimmermann

Überall in Tschechien wird derzeit der 70. Jahrestag des Attentats auf den damaligen stellvertretenden Reichsprotektor von Böhmen und Mähren Reinhard Heydrich begangen. Mit dem Namen Heydrich wird oft auch die geplante Germanisierung Böhmens verbunden. Dazu wollte er sogar eine Forschungseinrichtung gründen. Umgesetzt wurde dieser Plan aber erst nach dem Tod des SS-Obergruppenführers - und die Institution erhielt ihm zu Ehren den Namen Reinhard-Heydrich-Stiftung. In unserem aktuellen Kapitel aus der tschechischen Geschichte von und mit Marco Zimmermann stellen wir ihnen Ergebnisse aus der Forschung vor. mehr...

Gedenkstätte für Heydrich-Attentäter in der Kyrill-und-Method-Kirche

15-06-2012 16:15 | Martina Schneibergová

Kyrill-und-Method-Kirche Am 27. Mai 1942 verübten tschechoslowakische Fallschirmspringer ein Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor von Böhmen und Mähren, Reinhard Heydrich. Nach einigen Tagen erlag Heydrich seinen Verletzungen. Auf die Tat der Widerstandskämpfer reagierte das NS-Regime mit einer Welle von Vergeltungsmaßnahmen. Die Attentäter versteckten sich nach dem Anschlag in einer orthodoxen Kirche im Prager Stadtzentrum. In diesem Versteck sind die sieben Fallschirmspringer 20 Tage später umgekommen. An dem Ort, wo die Attentäter einst versteckt waren, befindet sich heute eine Gedenkstätte für die Widerstandskämpfer. mehr...

„Kleine Gesten können große Wirkung entfalten“ – Politologe Schuster über Gaucks Brief zu Lidice

11-06-2012 16:37 | Lothar Martin

Joachim Gauck (Foto: Jesco Denzel) Das vergangene Wochenende stand in Tschechien ganz im Zeichen des Gedenkens an den 70. Jahrestag des Massakers im mittelböhmischen Lidice und später im ostböhmischen Ležáky. Die Nazis ließen damals als Rache für das erfolgreiche Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich alle männlichen Einwohner dieser beiden Dörfer erschießen, die Frauen und Kinder wurden verschleppt und beide Orte niedergebrannt. Aus Anlass des Gedenkens schickte der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck seinem tschechischen Amtskollegen Vaclav Klaus einen offiziellen Brief, in dem er im Namen Deutschlands seine tiefe Betroffenheit und Scham angesichts dieser Gräueltaten ausgedrückt hat. Ausdrücklich hob der Bundespräsident den Mut der Heydrich-Attentäter und deren Vorbildcharakter hervor. mehr...

Gedenken an Lidice zum 70. Jahrestag - Anerkennung für Brief von Joachim Gauck

11-06-2012 15:58 | Till Janzer

Foto: ČTK Vor 70 Jahren haben deutsche Einheiten die Bewohner des Ortes Lidice in Mittelböhmen umgebracht und das Dorf dem Erdboden gleichgemacht. Kurz darauf wiederholte sich dies im ostböhmischen Ležáky. Es waren Vergeltungsakte der Nazis für das erfolgreiche Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor in Böhmen und Mähren, Reinhard Heydrich. Am Sonntag hat Tschechien der Zerstörung von Lidice gedacht. Am Freitag bereits hat Bundespräsident Joachim Gauck in einem Brief an seinen tschechischen Amtskollegen Václav Klaus seine Betroffenheit und Scham für die Tat ausgedrückt. mehr...

Neues aus britischen Archiven zum Attentat auf Heydrich

02-06-2012 02:01 | Jitka Mládková

Foto: Bundesarchiv / Wikimedia Commons 3.0 Hätte es kein Attentat auf Reinhard Heydrich gegeben, wäre heute die Hälfte der Tschechen nicht mehr da. Dies sagte der in Großbritannien lebende Tscheche Alois Denemarek vor einer Woche in einem BBC-Interview. Seine Familie hatte tschechische Widerstandskämpfer unterstützt, die 1941 in kleinen Trupps über dem Protektorat absprangen. Unter ihnen waren auch zwei Angehörige der Gruppe „Antropoid“. Sie hatten die Aufgabe, den Anschlag auf den stellvertretenden Reichsprotektor in Prag durchzuführen. Dem folgenden Nazi-Terror sind rund 5000 tschechische Bürger zum Opfer gefallen, darunter auch Denemareks Eltern und Bruder. Er selbst hat nur durch Zufall überlebt. Am 27. Mai jährte sich zum 70. Mal der Anschlag auf den Chef des deutschen Reichssicherheitshauptamtes, der am 27. September 1941 nach Prag mit dem Auftrag entsandt wurde, „die tschechische Frage“ zu lösen. mehr...

Attentat auf Heydrich: Zum Jubiläum eröffnet neue Ausstellung

25-05-2012 16:18 | Martina Schneibergová

Foto: Barbora Kmentová Er galt als „Henker des tschechischen Volkes“: der Organisator des Holocausts und Stellvertretende Reichsprotektor von Böhmen und Mähren, Reinhard Heydrich. Am 27. Mai 1942 verübten tschechische Widerstandskämpfer ein Attentat auf Heydrich. Die Nazis reagierten mit zahlreichen Racheakten, darunter auch die Niederbrennung der Gemeinden Lidice und Ležáky. Anlässlich des bevorstehenden 70. Jahrestags des Attentats auf Heydrich wurde am Donnerstag im Prager Wallenstein-Garten eine Ausstellung eröffnet. mehr...

Vor und nach dem Zweiten Weltkrieg: Beneš durch die deutschböhmische Brille

12-05-2012 02:01 | Marco Zimmermann

Edvard Beneš Edvard Beneš, der ehemalige Außenminister und Staatspräsident der Ersten Tschechoslowakischen Republik, war vor einiger Zeit das Thema einer Konferenz im Goethe-Institut in Prag. Historiker aus Deutschland, Tschechien, aber auch zum Beispiel aus Großbritannien diskutierten über die kontroversen Wahrnehmungen von Beneš. Geladen hatten das Masaryk-Institut und das Archiv der Wissenschaften gemeinsam mit dem Collegium Carolinum aus München. Marco Zimmermann war bei der Konferenz und hat nachgefragt, wie sich das Bild von Beneš bei den Deutschen aus der Tschechoslowakei gewandelt hat. mehr...

Gedenken an Lidice: Streit um Audio-Drama im Vorfeld des 70. Jahrestags

11-05-2012 16:37 | Till Janzer

Gedenkstätte Lidice Im Juni jährt sich zum 70. Mal die Zerstörung des mittelböhmischen Dorfes Lidice. Die Nazis nahmen damals auf äußerst brutale Weise Rache für das Attentat tschechischer Widerstandskämpfer auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich. Alle Männer des Ortes wurden erschossen, Kinder und Frauen ins KZ verschleppt und das Dorf dem Erdboden gleichgemacht. Heute steht an dem ursprünglichen Ort des Dorfes eine Gedenkstätte, die neue Gemeinde Lidice wurde nebenan aufgebaut. Zum Jahrestag soll die Gedenkstätte einen interaktiven Guide erhalten, ein Audiodrama. Doch die Bewohner des heutigen Dorfes Lidice haben starke Einwände gegen das Projekt. mehr...

Museumsexperte: Auch am 9. Mai 1945 fielen im Protektorat noch Bomben

09-05-2012 16:27 | Lothar Martin

Foto: ČT 24 Am 8. Mai 1945 hat die deutsche Wehrmacht bedingungslos kapituliert. Seitdem wird dieser Tag in den Geschichtsbüchern als Ende des Zweiten Weltkriegs geführt. In Frankreich und einigen mitteleuropäischen Ländern wird er seitdem Tag der Befreiung vom Faschismus oder als Tag des Sieges begangen. Darunter neuerdings auch wieder in Tschechien und der Slowakei. In ihrer gemeinsamen kommunistischen Zeit aber haben beide Länder den 9. Mai 1945 als Kriegsende angesehen, und zwar deshalb, weil an diesem Tag die Rote Armee der Sowjetunion in Prag einmarschierte. Dieser Tage wiederum wurde öffentlich gemacht, das nach dem offiziellen Kriegsende im ehemaligen Protektorat Böhmen und Mähren sogar noch gebombt wurde. mehr...

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